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Projektmanagement BMI FHD (Subject) / 04 - Personalmanagement (Lesson)
Wissensgebiet Personalmanagement (alternative Titel: Resourcenmanagement, Teammanagement)
This lesson was created by rstruminski.
- Was ist die Hauptaufgabe des Personalmanagements? (Folie 60) Optimaler/effektivster Einsatz aller Projektbeteiligten und vom Projekt Betroffenen (Stakeholder) (dazu gehört auch: Erkennen und Auflösen von Konflikten im Projektteam)
- Nenne 4 typische Prozesse des Personalmanagements. (Folie 60) Organisation der Personen und Rollenbeispielsweise Darstellung in einem Organigramm Beschaffung von geeignetem PersonalDefinition von Profilen auf der Basis benötigter Fähigkeiten/Skills TeamentwicklungSchulungen/Trainings Teamführung
- Nenne die 5 Arten von Konflikten, die in einer Gruppenarbeit entstehen können. (Folie 61) Erläutere 2 davon. Wieso hältst Du diese 2 für besonders wichtig? Sachebene: ZielkonfliktGegensätzliche Ziele und Interessen, z.B. Qualität ↔ Zeit (einer will es besonders gut machen, der andere einfach nur möglichst schnell fertig werden) BeurteilungskonfliktUnterschiedliche Methoden zur Zielerreichung (d.h. man ist sich zwar über das Ziel einig, aber nicht daüber, wie man es erreicht) VerteilungskonfliktDie Arbeitsverteilung oder die Verteilung von Ressourcen an die Teammitglieder wird als ungerecht empfunden. Psycho-soziale Ebene: WertekonfliktUnterschiedliche persönliche Werte (z.B. soziale/politische Werte) BeziehungskonfliktAntipathie, Misstrauen, Vorurteile
- Nenne 5 Beispiele für Konfliktsignale. (Folie 62) Warum sollte die Projektleitung / der Moderator solche Konfliktsignale nicht ignorieren? ironische Zwischenrufe/Bemerkungen abfällige mimische Reaktionen plötzlich sich zurückziehende Teilnehmer abflauendes Interesse Seitengespräche, allgemeine Unruhe, mangelnde Arbeitsdisziplin mit großer Heftigkeit vorgetragene Argumente Ungeduld im Umgang miteinander abnehmende gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und Rücksichtnahme das grundlegende Infragestellen des Sinns und Zwecks der Zusammenarbeit Die Ignorierung solcher Konfliktsignale führt in aller Regel nicht zum Ziel und wird von den Gruppenmitgliedern häufig als Schwäche (des Projektleiters) verstanden.
- Nach welchem Prinzip kann man auf einen Angriff (z.B. in einem Meeting) reagieren, um eine Eskalation zu verhindern? Nenne 4 Beispiele dafür. Was ist bei diesen Maßnahmen/Reaktionen zu beachten? (Folie 63) "Judo-Prinzip": den Angreifer ins Leere laufen lassen ignorierenam energiesparendsten stumme, ruhig auch unsinnige Gestenz.B. Augenzwinkern, Bemerkung wortlos notieren, weise vor sich hin lächeln... zweisilbiger Kommentarach was, o-ha, potz Blitz... (sinnloses) SprichwortEine Schwalbe macht noch keinen Sommer... nachgeben und zustimmenWenn es Ihnen dadurch besser geht... zustimmen mit BeharrlichkeitIch kann gut verstehen, dass...; an Ihrer Stelle würde ich auch... entgiftende GegenfrageWas genau meinen Sie mit... Solche Maßnahmen/Reaktionen können zwar eine Eskalation verhindern, wirken auf lange Sicht allerdings nur konfliktunterdrückend und nicht konfliktauflösend.
- Welche 6 Schwerpunkte sollten in einer sachlichen, offenen Kommunikation geklärt werden, um einen Konflikt erfolgreich zu bewältigen? (Folie 64) Klärung der Rolle des "Mediators" und Sicherstellung von Akzeptanz durch die Konfliktparteien.("Ich bin hier jetzt nicht als Ihr Projekt-/Teamleiter/etc., sondern als Vermittler.") Verdeutlichung der Gruppenziele und Einholung von "compliance"(Konfliktparteien zur "Zustimmung" und Mitarbeit am Problem anregen) Ermittlung und Behebung ggf. bestehender Missverständnisse(z.B. durch fehlende oder falsch verstandene Informationen, Gerüchte usw.) Entlarvung persönlicher Konflikte, die sich häufig hinter Sachkonflikten "verstecken". Lokalisation der Konfliktträger(nicht der "Sündenböcke") Analyse des Kommunikationsprozesses (sog. Metakommunikation)(z.B. nicht hilfreiche Gesprächsmuster, destruktive Bemerkungen, Killerphrasen usw. aufdecken)
- Warum sind die Rolle des Mediators und seine Anerkennung als Gesprächs-Moderator durch die Teammitglieder wichtig? Eine Mediation wird nur erfolgreich sein, wenn es einen Mediator gibt, dem alle Beteiligten vertrauen. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass er neutral und unparteiisch ist, also nicht in seinem eigenen Sinne oder im Sinne des Konfliktgegners handelt.
- Nenne die 6 Stufen der "kooperativen/niederlaglosen Konfliktlösung" nach Gordon. Erläutere 4 davon. (Folie 65) Warum sind die Stufen in dieser Reihenfolge angeordnet? Wo genau liegen die Probleme?eindeutige Definition des Konflikts, frei von Wertungen und Vorwürfen; Ich-Botschaften; Akzeptanz der Konfliktdefinition Welche unterschiedlichen Lösungen sehen die Konfliktpartner?Zusammentragen möglichst vieler Lösungsvorschläge, wie die eigenen Interessen und die der Kontrahenten zu erfüllen sind Was spricht für/gegen einzelne Lösungen?für Einzelne völlig unannehmbare Vorschläge streichen; Abwägen der verbleibenden Lösungen Wie sieht die beste annehmbare Lösung aus?Entscheidung für die beste annehmbare Lösung; keine Überredung einzelner Teilnehmer; evtl. neue Vorschläge Wie wird die Lösung umgesetzt?Wer tut was wann? (Aktionsplan aufstellen) War die getroffene Entscheidung zur Lösung des Konflikts richtig?Überprüfung und ggf. Modifikation der eingeführten Lösung Die Methode besteht aus aufeinander aufbauenden Schritten. Man kann z.B. nicht Schritt 2 vor 1 machen, da man erst einmal den Konflikt identifizieren muss, bevor man anfangen kann, nach Lösungen zu suchen. Ebenso kann man sich nicht für eine Lösung entscheiden (Schritt 4), ohne vorher Lösungsmöglichkeiten gesammelt (Schritt 2) und abgewogen (Schritt 3) zu haben.
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