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Projektmanagement BMI FHD (Subject) / 03 - Qualitätsmanagement (Lesson)

Wissensgebiet Qualitätsmanagement

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  • Was sind die 2 Hauptaufgaben des Qualitätsmanagements? (Folie 47) Sicherstellen der notwendigen (minimalen) Qualität Sicherstellen einer maximalen Qualität (die nicht überschritten werden braucht)
  • Nenne 3 typische Prozesse des Qualitätsmanagements. (Folie 47) Planung der Qualitätsziele (Welche Qualität wird benötigt? Wie lässt sich diese messen?) Sicherstellung der Qualität (durch Überwachung und Messung) Steuerung der Qualität (Initiieren von Maßnahmen im Projekt zur Qualitätsanpassung [normalerweise Verbesserung])
  • Auf welche 2 Teile eines Projekts bezieht sich das Qualitätsmanagement? (Folie 47) Qualität des Produkts (also des eigentlichen Projektgegenstands) Qualität des Projekts selbst (also des Projektmanagements und seiner Prozesse)
  • Warum muss die notwendige Qualität für jedes Projekt eigens bestimmt werden? (Folie 48) In manchen Projekten genügen 50% korrekt ausgeführte Arbeiten.Beispiel: Samsung erlaubt bei der Herstellung von TFT-Monitoren bis zu 50% Ausschussware, weil der Gewinn dann trotzdem noch hoch genug ist. In anderen Projekten dagegen sind selbst 99,9% noch zu niedrig.Beispiel: 99,9% bedeuten 400 nicht einwandfreie chirurgische Eingriffe in der Woche oder 10.000 vom falschen Konto abgezogene Überweisungen pro Tag.→ In solchen Fällen muss eine 100-prozentige Qualität angestrebt werden. Es muss also für jedes einzelne Projekt neu festgelegt werden, wie hoch die Qualität bzw. wie niedrig die Fehlerquote sein muss.
  • Was sind die 5 Schritte des Qualitätsmanagements? Wo sollten sie festgehalten werden? (Folie 49) Festlegung, Dokumentation und Bekanntmachung der Qualitätspolitik– Beschreibung von relevanten Qualitätszielen– Verpflichtungserklärung zur Einhaltung der Qualitätspolitik und Verfolgung der Ziele Regelung der Verantwortungen, Befugnisse und Schnittstellen– Erstellung von Organisationsplänen– Erstellung von Aufgaben- und Funktionsbeschreibungen Bereitstellung von qualifiziertem Personal und Mitteln Ernennung der Qualitätsmanagementbeauftragten– Verantwortlich für Übereinstimmung des QM-Systems mit der Norm– Überwachung der Beachtung des (firmenspezifischen) QM-Systems Review des QM-Systems– periodische Bewertung des QM-Systems auf Eignung und Wirksamkeit Das konkrete Vorgehen wird im Projekthandbuch festgehalten.
  • Was sind die 5 Phasen der Software-Entwicklung? (Folie 50) Planung Analyse Design Implementierung Wartung
  • Welche Qualitätsmaßnahmen werden in der Planungsphase einer Software-Entwicklung getroffen? (Folie 50) QualitätsplanungWelche Qualität soll die Software haben? Qualitätssicherungs-Plan inkl. PrüfplanWie stelle ich sicher, dass die gewünschte Qualität erreicht wird?Wie kann ich die Qualität überprüfen?
  • Welche Qualitätsmaßnahmen werden in der Analysephase einer Software-Entwicklung getroffen? (Folie 50) PrototypingErstellung eines lauffähigen Stücks Software, eines Mock-ups o.ä. Requirements-Reviews und Walk-Throughserneute Überprüfung der Anforderungen, Definition von Use-Cases
  • Welche Qualitätsmaßnahmen werden in der Designphase einer Software-Entwicklung getroffen? (Folie 50) Design-Reviews und Walk-Throughserneute Überprüfung des Designs, Definition von Use-Cases Einsatz von Metriken (Maßzahlen)z.B. Anzahl Codezeilen, Aufwandsabschätzung, ...
  • Welche Qualitätsmaßnahmen werden in der Implementierungsphase einer Software-Entwicklung getroffen? (Folie 50) TestenNachweisen, dass bestimmte Testfälle korrekt funktionieren(Aber: Tests können nicht nachweisen, dass keine Fehler mehr vorhanden sind.→ Qualität lässt sich nicht in "Hineintesten".) formale VerifikationSicherstellen, dass die Software der Spezifikation entsprechend umgesetzt wurde Code-Inspections"Korrekturlesen" des Quellcodes durch andere Entwickler
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  • Welche Qualitätsmaßnahmen werden in der Wartungsphase einer Software-Entwicklung getroffen? (Folie 50) KonfigurationsmanagementPlanung des dauerhaften Betriebs, der Weiterentwicklung, der Durchführung von Wartungen usw. VersionskontrolleMöglichkeit, Änderungen nachzuvollziehen, rückgängig zu machen, auf andere Versionen zuzugreifen, mehrere Zweige ("Branches") gleichzeitig zu entwickeln usw.
  • Nenne die 6 Qualitätskriterien im Bereich Software-Engineering und erläutere jeweils in 1-2 Stichpunkten, was sie bedeuten. (Folie 51) Funktionalität: Besitzt die Software die geforderten Funktionen?- Liefert sie die korrekten Ergebnisse?- Ist sie aufgabenangemessen, d.h. eignet sie sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben?- Arbeitet sie gut mit anderen Programmen zusammen ("Interoperabilität")?- Ist sie sicher gegenüber unbefugtem Zugriff?- Arbeitet sie ordnungsmäßig, d.h. erfüllt sie Normen, gesetzliche Vorschriften etc.? Benutzbarkeit: Wie aufwendig ist die Benutzung der Software?- Ist die Software verständlich, leicht erlernbar, gut bedienbar, attraktiv? Zuverlässigkeit: Erfüllt die Software ihre Aufgabe auch über längere Zeit hinweg?- Ist die Software möglichst fehlerfrei?- Ist sie fehlertolerant (z.B. gegenüber fehlerhaften Benutzereingaben, Datenverlust durch Computerabsturz etc.)?- Lassen sich Daten wiederherstellen? Effizienz: Wie ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis?- Erledigt die Software ihre Arbeit in einer angemessenen Zeit?- Welche Mengen an Ressourcen (CPU, RAM, Festplatte usw.) benötigt sie? Wartbarkeit: Welchen Aufwand erfordert die Durchführung vorgegebener Änderungen an der Software?- Lassen sich Mängel/Fehler leicht finden ("Analysierbarkeit")?- Lässt sich die Software leicht ändern?- Bleibt sie auch nach Änderungen stabil?- Wie aufwendig ist das Testen nach Änderungen? Übertragbarkeit: Wie leicht lässt sich die Software in eine andere Umgebung (z.B. anderes Betriebssystem, andere Hardware) übertragen?- Lässt sich die Software gut an verschiedene Umgebungen anpassen?- Wie aufwendig ist die Installation?- Kann die Software neben einer anderen mit ähnlichen oder gleichen Funktionen laufen ("Koexistenz")?
  • Nenne die 7 Qualitäts-Werkzeuge und erkläre stichpunktartig, wozu sie gut sind. (Folien 52-55) Ishikawa-Diagramm: Ursache-Wirkungs-Diagramm zum Finden aller möglichen Problemursachen.- Abhängigkeiten-Analyse: Auf welche weiteren Teile wirkt sich ein Problem aus?- Gewichtung der Ursachen: Wie schwerwiegend sind die Folgen des Problems? Check List / Strichliste: Notieren von Fehlerfällen nach Typ und Zeit- Grundlegende Erfassung und Zuordnung von Fehlern- Erkennen von Fehlerschwerpunkten Control-Charts: Graph/Kurve der Entwicklung eines Qualitätskriteriums über einen Zeitraum.- Qualitäts-Tendenzen erkennen- Auffällige Häufung von Abweichungen erkennen Histogramme: Zusammenfassen von Daten in Wertebereiche ("Balken")- Regelmäßigkeiten erkennen- Abweichungen erkennen Pareto-Diagramm: Darstellung der Fehlerquellen nach Häufigkeit (von links nach rechts)- Verdeutlichung der größten Fehlerquellen. Streudiagramm: Darstellung der Abhängigkeiten zweier Messgrößen voneinander- Regelmäßigkeiten erkennen- Häufungspunkte erkennen Ablauf-Diagramm / Flow-Chart: Grafische Darstellung von Aktivitäten und deren Abfolge und Abhängigkeiten- Darstellung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen und Abhängigkeiten
  • Welche 4 Punkte sollten (u.a.) bereits bei der Projektplanung beachtet werden, um die gewünschte Qualität zu erreichen? (Folien 57-58) gründliche Definition der Projektzieleschlechte Projektdefinition führt oft zu längerer Projektdauer und höheren Projektkosten klare Ziele und Vorgabendient dem Engagement fürs Projekt, der Identifizierung mit den Projektzielen ProjektstrukturierungProjektstrukturpläne, Ablaufpläne, Phasenpläne Transparenzüber den aktuellen Stand des Projekts durch phasenorientierte Projektplanung, Kosten-, Termin- und Qualitätskontrolle, "Frühwarnsystem"