TP-Sicht

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  • Traumabegriff Nach der ICD-10 ist das psychische Trauma Folge eines kurzzeitigen oder längeren Ereignisses, dass außerhalb der menschlichen Erfahrung liegt. Es wäre für fast jeden belastend und wird mit Angst, Schrecken und Hilflosigkeit erlebt.Die Folge ist eine emotionale und kognitive Verwirrung. Die Erlebnisse bleiben unverarbeitet (keine Integration) und können über den Betroffenen hereinbrechen (flash back). Ein Trauma beeinträchtigt die Lösung künftiger Entwicklungsaufgaben. Ungeeignete "Entweder-oder-Versuche" werden durch Traumaerfahrungen begünstigt.
  • Sequenzielles und kumulatives Trauma statt in einem einmaligen traumatischen Eingriff wird die Schädigung heute eher in der Abfolge von wiederholten Traumen gesehen. Dieser Ansatz gewichtet nicht so sehr den isolierten Reizeinbruch, sondern die Umweltkonstellation, in der sich das traumatische Ereignis abspielt. Der Begriff kumulatives Trauma drückt aus, dass eine Ansammlung von Erlebnissen traumatisierend sein kann, auch wenn jedes einzelne Erlebnis für sich genommen gut zu bewältigen wäre, wie z.B. beim Mobbing. Bei sequenziellen Traumata erleben die Betroffenen eine Aufeinanderfolge von hohen seelischen und/ oder körperlichen Belastungen wie z.B. bei politischen Verfolgungswellen.
  • Beziehung zur Strukturpathologie beim kumulativen Trauma Traumata schwächen der Struktur der Betroffenen. Überfordernde Ereignisse können zu einem Zusammenbruch der psychischen Struktur führen. Dabei kann die schädigende Wirkung u.U. erst durch die Häufung einzelner, subjektiv geringerer Belastungen erfolgen.