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Konzepte über Entstehung, Aufrechterhaltung und Verlauf psych Stör (Subject) / Symptombildung bei Konfliktpathologie (Lesson)

Auslösende Situation, Reaktualisierung, Abwehrmechanismen

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  • Auslösende Situation Versuchungs- und Versagungssituation: bei einer inneren Bereitschaft wird ein äußeres Ereignis zur Versuchung; Versagung nach Freud die Tatsache, dass ein Trieb nicht befriedigt werden kann Situation erzeugt einen inneren Konflikt, der zunächst mit bekannten Bewältigungsmechanismen gelöst werden soll wenn aktuelle Zwiespalt einen ungelösten infantilen Konflikt aktiviert, greifen die Bewältigungsmechanismen nicht: Individuum erlebt Angst, auf die mit verstärkter Abwehr reagiert wird. Wenn andrängenden Impulse zu stark sind, dekompensiert die Abwehr und als Kompromiss bilden sich die Symptome aus. Die Kompromissbildung ist pathologisch wenn..
  • Möglichkeiten pathologischer Kompromissbildungen bei einer zu starken Tendenz zur Selbstverletzung einer zu großen Restriktion der Befriedigung von Triebabkömmlingen einem Übermaß an Angst oder Depression zu vielen Konflikten mit der Umwelt zu großer Hemmung der Funktionsfähigkeit des Ich
  • Reaktualisierung unbewusster Konflikte bei unbewussten Konflikten stammen die zentralen Wünsche meist aus lebensgeschichtlich frühen Phasen sie sind Folge unzureichender Beziehungserfahrungen die Impulse sind vital, körperlich und auf bedrohliche Weise intensiv. Sie drängen, um zum Abschluss zu kommen auf Wiederholung (Wiederholungszwang) und können durch passende Situationen reaktualisiert werden. das Individuum erlebt die Situation dann wie als Kind. Deshalb erscheinen seine Reaktionen oft unangemessen
  • Konzept der Abwehr als Mittel der Angstvermeidung nach A. Freud, 1936, dienen v.a. folgende Abwehrmechanismen der Angstvermeidung: RationalisierungVerdrängungReaktionsbildungIsolierungUngeschehenmachenVerleugnungProjektionWendung gegen die eigene PersonIntrojektionRegression bei der neurotischen Symptombildung misslingen diese Abwehrversuche
  • Def. und Arten von Abwehrmechanismen Abwehr ist eine unbewusste Reaktion, mit der das Ich Triebimpulse aus dem Es zu verhindern sucht. Dabei handelt es sich um unzureichende Versuche der Problembewältigung.Wichtige Abwehrmechanismen:AffektualisierungEntwertung/ IdealisierungIdentifikationIntellektualisierungIntrojektionIsolierungProjektionProjektive IdentifikationRationalisierungReaktionsbildungRegressionSpaltungSublimierungUngeschehenmachenVerdrängungVerleugnungVermeidungVerschiebungWendung gegen die eigene Person
  • Affektualisierung ein Ereignis oder Verhalten wird dramatisiert
  • Entwertung/ Idealisierung Objekte werden unbewusst entwertet oder überhöht
  • Identifikation bestimmte Anteile einer anderen Person werden in das eigene Selbst integriert
  • Intellektualisierung der angstbesetzte Inhalt wird theoretisch, ohne Gefühl behandelt
  • Introjektion bestimmte Teile des Verhaltens, bestimmte Merkmale oder Anschauungen einer anderen Person werden in die eignen Persönlichkeit übernommen
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  • Isolierung die Triebregung wird als fremd erlebt und abgetrennt
  • Projektion eigene Gedanken, Gefühle, Impulse, Bedürfnisse werden anderen unterstellt
  • Projektive Identifikation abgespaltene Selbstanteile werden auf einen anderen projiziert, bevor er zur Identifikation mit dem anderen kommt
  • Rationalisierung im Nachhinein wird eine (Schein-) Begründung für ein Geschehnis gefunden
  • Reaktionsbildung angstbesetzte Inhalte werden durch ihr Gegenteil ersetzt
  • Regression es erfolgt eine unbewusste Rückentwicklung auf eine frühere Entwicklungsstufe
  • Spaltung imkompatible Inhalte werden auf verschiedene Objekte aufgeteilt
  • Sublimierung die Triebregung wird auf eine kulturell höherwertiges Ziel verlagert
  • Ungeschehenmachen Geschehnisse sollen magisch rückgängig gemacht werden
  • Verdrängung es kommt zur Amnesie für angstbesetzte Inhalte
  • Verleugnung die Realität wird grob verzerrt, indem Tatsachen oder Emotionen nicht wahrgenommen werden
  • Vermeidung Triebregungen werden umgangen
  • Verschiebung die Bedrohlichkeit wird auf ein anderes Objekt verlagert
  • Wendung gegen die eigene Person autoaggressive Handlungen werden ausgeführt
  • Abwehrformen bei Phobien z.B. oft verbunden mit Vermeidung Verschiebung Projektion Identifikation
  • Abwehrformen bei Depression neigen zu Introjektion Regression Wendung gegen die eigene Person
  • Abwehrformen bei Borderline-Pat. reagieren bevorzugt mit Spaltung projektiver Identifikation Idealisierung/ Entwertung Verleugnung
  • Abwehrformen bei narzisstischen Störungen gekennzeichnet durch Idealisierung/ Entwertung Vermeidung Verleugnung
  • Abwehrformen bei Zwangspat. man findet oft Sublimierung Reaktionsbildung Ungeschehenmachen Verschiebung Rationalisierung/ Intellektualisierung Isolierung
  • Abwehrformen bei dissoziativen Störungen gehen häufig einher mit Projektion Verdrängung Verschiebung Verleugnung Identifikation Regression
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  • Symptombildung als Kompromiss zwischen Wunsch und Abwehr die Symptombildung ist ein adaptiver Versuch zur Bewältigung des Konflikts, wenn die Abwehr nicht ausreicht das Symptom stellt einen Kompromiss zwischen Wunsch und Abwehr dar und ist für den Pat. derzeit die beste Lösungsmöglichkeit durch das Symptom reduziert sich die Angst, es tritt ein Gefühl der inneren Entspannung ein
  • Aufrechterhaltende Faktoren als aufrechterhaltende Faktoren wirken ungünstige äußere oder innere Bedingungen, die eine Besserung der Störung erschweren oder verhindern (z.B. Erwartung negatver Folgen bei einer Besserung, sekundärer Krankheitsgewinn)
  • primäre Krankheitsgewinn ergibt sich aus der Entlastung des Pat. durch die Kompromissbildung in Form des Symptoms und besteht in der Abnahme der Angst
  • sekundäre Krankheitsgewinn besteht aus Vergüngstigungen für den Pat. aus der sozialen Umgebung aufgrund der Krankheit (z.B. mehr Aufmerksamkeit von der Familie)
  • Neurose typisch ist das sich wiederholende Verhaltensmuster, das auf infantile, unbewusste und ungelöste Triebkonflikte hinweist Neurosen sind inadäquate Lösungsversuche, die durch eine aktuelle Lebenssituation ausgelöst werden Unterscheidung Symptom- und Charakterneurose
  • Symptomneurose sind durch ein dominierendes Krankheitszeichen definiertman unterscheidet: depressive Neurose: (entspricht Dysthymia) Zwangsneurose (entspricht Zwangsstörung) Angstneurose (entspricht Angststörung) hysterische Neurose/ Konversionsneurose (entspricht dissoziativer Störung) hypochondriche Neurose (entspricht hypochondrischer Störung)
  • Charakterneurosen sind so genannte symptomlose Neurosen; werden nicht durch spezifische Konflikte ausgelöst Kennzeichnend ist die Störung der Persönlichkeit, weniger eine bestimmte Symptomatikman unterscheidet sie nach:schizoider Struktur: Tendenz zur Überindividualisierung, zum Misstrauen, zur Übermpfindlichkeit depressive Struktur: Tendenz zur Anklammerung und zur Angst vor Selbstständigkeit zwanghafte Strukrut: Tendenz zum Perfektionismus, zur Rechthaberei und zu Schuldgefühlen hysterische Struktur: Tendenz zu übersteigertem Geltungsbedürfnis, Beeinflussbarkeit und Planlosigkeit
  • Bindungstheorie Bowlby beschreibt, dass bereits in der frühen Kindheit eine enge Beziehung zur betreuenden Person aufgebaut wird, die Schutz bieten und die Basis für die Erkundung der Welt darstellen soll frühen Bindungserfahrungen werden internalisiert und auf spätere Kontakte übertragen
  • Säuglingsforschung die moderne Säuglingsforschung als Entwicklung aus der Ich- und Objektpsychologie führt wie bei der Bindungsforschung ebenfalls zu einem Bild von einem aktiven, Interaktionen stimulierenden und durchaus kompetenten Säugling Ansatz widerspricht der klassischen Psychoanalyse, die den Säugling als eher passiv, den Trieben ausgeliefert und abhängig versteht