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Agrarwissenschaften (Subject) / Nutztierwissenschaften 2 (Lesson)

Fragenkatalog Nutztier 2

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  • 5) Nenne die Direktkosten der Milchproduktion -  80 % Futterkosten -  8 % Besamungskosten & Tierarzt -  6% Direktkosten -  3% Zinsansatz -  3% sonstiges (Tierzukauf) 
  • 6) Nenne die Futterkosten der Milchproduktion! - 51% Grundfutter- 14% Faktorkosten Grundfutter- 32% Kraftfutter- 3% Saftfutter
  • 7) Was lässt sich zur Aussage Wachstum = Kostendegression sagen? -  RICHTIG -  Je größer der Betrieb ist, desto geringer sind die Kosten im Verhältnis (bis 200 Kühe) 
  • 8) Welche speziellen Milchviehrassen gibt es für die jeweilige Produktionsform? -  Einnutzungsrassen Milch: Jersey→ Milcherzeugung -  Milchbetonte Zweinutzungsrassen (Dt. Holstein, Braunvieh, Rotvieh,..)→Milcherzeugung, Mast -  Zweinutzungsrassen (Fleckvieh)→ Milcherzeugung, Kälber- & Bullenmast 
  • 9) Nenne & beschreibe die einzelnen Produktionsformen der Milchviehhaltung! -  Ergänzungsbetrieb -  Hauptproduktionsziel Milch -  Eigene Bestandsergänzung durch weibliche Kälber→ Alle übrigen Kälber (männlich, überflüssige weibliche) werden verkauft -  Sonderformen: ->Abmelkbetrieb: Kühe nur für Laktation, dann Schlachtung->Durchhaltebetrieb: lässt Kühe nur decken, verkauft alle Kälber
  • 9) Nenne & beschreibe die einzelnen Produktionsformen der Milchviehhaltung! -  Ergänzungsbetrieb -  Hauptproduktionsziel Milch -  Eigene Bestandsergänzung durch weibliche Kälber→ Alle übrigen Kälber (männlich, überflüssige weibliche) werden verkauft -  Sonderformen: ->Abmelkbetrieb: Kühe nur für Laktation, dann Schlachtung->Durchhaltebetrieb: lässt Kühe nur decken, verkauft alle Kälber-  Milchvieh – Rindermastbetrieb -  Alle Kälber werden aufgezogen → Männliche in die Rindermast → Weibliche: Bestandsergänzung (Remonte) oder als Färsen verkaufen  -  Zuchtbetrieb (Herdbuchbetrieb) -  Aufzucht der weiblichen Kälber der Bestandsergänzung oder Verkauf -  Evtl. Aufzucht der männlichen Kälber als Zuchtbullen, ansonsten Verkauf aller männlichen Kälber 
  • 10) !!! Nenne die Voraussetzungen für eine rentable Milchproduktion!! -Hohe Milchleistung: >8500kg ECM/Kuh (Umwelt->N-Überschüsse)-Hohe Grundfutterleistung:  >4000kg ECM/Kuh-Effizienter Kraftfuttereinsatz: <250g/kg ECM-Niedrige Futterkosten: <16 Cent/kg ECM-Niedrige Kosten Arbeitserledigung:  <8 Cent/kg ECM-Herdengröße: Kostendegression je Bestandsgröße-Niedrige Remontierungsrate: <30%-Erstkalbealter: 24 Monate
  • 10) !!! Nenne die Voraussetzungen für eine rentable Milchproduktion!! -Hohe Milchleistung: >8500kg ECM/Kuh (Umwelt->N-Überschüsse)-Hohe Grundfutterleistung:  >4000kg ECM/Kuh-Effizienter Kraftfuttereinsatz: <250g/kg ECM-Niedrige Futterkosten: <16 Cent/kg ECM-Niedrige Kosten Arbeitserledigung:  <8 Cent/kg ECM-Herdengröße: Kostendegression je Bestandsgröße-Niedrige Remontierungsrate: <30%-Erstkalbealter: 24 Monate-  Evtl. Auslagerung v. Prozessen (Futterwerbung, Färsenaufzucht) -  Wirtschaftliche Grundlage für Milchproduktion -  Gesundes Kalb → hohe Zunahme bei guter Pansenentwicklung → gesunde, gut entwickelte Färse, frühes Erstkalbealter → früher Einstieg in Produktivität▪  Lange Nutzungsdauer ▪  Hohe Milchleistung ▪  Gute Milchinhaltsstoffe ▪  Gute Futteraufnahme ▪  Geringe TA – Kosten 
  • 11) Wie steht es mit der Fortpflanzung des Rindes? -  Geschlechtsreife: 6 – 10 Monaten -  Zuchtreife: 2/3 des Endgewichts (EKA 24 Monate) -  Trächtigkeitsdauer: 280 Tage 
  • 12) Warum ist eine EKA von 23 Monaten besser als eins mit 27 Monaten? -  EKA 23 Monate: 1. Laktation am höchsten -  EKA über 27 Monate: Abgangsrate am höchsten ( über 55 %) 
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  • 13) Wie wird die Mutterkuh gehalten? - Nicht gemolken, zieht eigenes Kalb auf 
  • 14) Wie wir die Ammenkuh gehalten? -  Nicht gemolken -  Zieht (neben dem eigenen) fremde, zugesetzte Kälber auf 
  • 15) Erläutere das extensive Verfahren der Rindfleischproduktion! -  Artgemäße Haltung -  Nutzung von Grünlandflächen (Landwirtschaftspflege, Naturschutz) -  Kälberautark 
  • 16) Nenne die Anforderungen an die Mutterkuh! -  Fruchtbarkeit: Zwischenkalbezeit ≤ 365 Tage -  Leichtkalbigkeit (keine Schwergeburten) -  Eignung zur Extensivhaltung -  Gute Muttereigenschaften -  Milchleistung (≥ 2.500 kg/Laktation/Kalb) -  Langlebigkeit (Nutzungsdauer > 6 Jahre) -  Gute Fleischleistung 
  • 18) Welches sind die wirtschaftlichen Grundlagen der Mutterkuhhaltung? -  Abkalberate > 95% -  Aufzuchtrate Kälber > 95% -  Tägliche Zunahme der Kälber: ♂ ≥ 1000 g ♀≥ 900 g-  Absetzgewichte (Alter 9 Monate): ♂≥ 300 kg LM ♀≥ 270 kg LM - Hohe Schlachtkörperqualität der Kälber 
  • 19) Wies steht es mit der Verwendung der Kälber (Absetzer ) in der Mutterkuhhaltung? -  Reinzüchterherden (Zuchtbetriebe)▪  ♂: Jungbullen zur Zucht, Verkauf zur Mast (ab Hof, Auktion) Direktvermarktung (Babybeef)Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv) ▪  ♀ : Remontierung des eigenen BestandesVerkauf zur ZuchtVerkauf zur Mast (ab Hof/Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) -  Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv) Produktionsherden▪  ♂ : Verkauf als Absetzer zur Mast (ab Hof/Auktion)Direktvermarktung (Babybeef)Ausmast im Betreib (intensiv, extensiv) ▪  ♀ : Remontierung des eigenen BestandesVerkauf zur Mast (ab Hof/Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv) 
  • 20) Wie steht es um die Kälbermast? Bezüglich Handelsklassenverordnung für Rindfleisch? -  Handelsklasserverordnung für Rindfleisch (RindHKIV) vom 12.11.2008 -  Kategorie V: Kalbfleisch (bis 8 Monate alt)„Fleisch mit Kalbfleischeigenschaften von Tieren, deren Schlachtkörper alsKörper zugeschnitten sind.“ -  Kategorie Z: Jungrindfleisch (8 – 12 Monate alt)„ Fleisch von anderen nicht ausgewachsenen männlichen & weiblichen Tieren.“ -  Schlachtung 2012: ca. 340.000 (4% des Fleischanfalls) in D stagnierend, v.a. Import aus NL 
  • 21) Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad? -  Selbstversorgungsgrad: ca. 50%, ca. 1kg pro Kopf & Jahr -  Spezialisierte & industrialisierte Mast (ca. 300 Mäster in D) -  Lohnmast in Hängen von Futtermittelhändlern oder Schlachtunternehmen (ca. 70 in D ) -  Tiermaterial: Bullenkälber der milchbetonten 2-Nutzungs-Rassen→ DH, Angler, Braunvieh, auch weibliche Kälber geeignet→ preiswerter, aber schlechtere Leistung 
  • 22) Warum spricht man von einem geteilten Markt? -  Weißes Kalbfleisch: von Milchmastkälbern (Premiummarkt)-  Rosarotes Kalbfleisch: junges Rindfleisch aus Intensivmast von Bullenkälbern mit Maissilage / Kraftfutter zart, mager, bis 350 kg LM, 9 Monate, billiger (ca. 1 – 1,5 €) 
  • 23) Nenne Formen der Kälbermast -  Wichtig: ausreichende Eisenversorgung -  Rosarotes Kalbfleisch, zart, mager -  Früher: Mast leichter Kälber (10 kg LM, 12 Wochen) -  Heute: Mast schwerer Kälber, verlängerte Kälbermast bis 250kg LM,6 Monate, Schlachtgewicht 130 – 160kg -  „Vollmilchmast“: gelegentlich zur Verwendung von „Übermilch“ -  Milchaustauscher (MAT), abh. Von Milchpreis 
  • 24) Nenne die Produktionsziele der Bullenmast! -  Mastleistung ▪  Hohe tägliche Zunahme von 1200g und mehr ▪  Gute Nährstoffverwertung ▪  Hohes Mastendgewicht (rassenabhängig bis > 700 kg) -  Schlachtkörperqualität▪  Hohe Schlachtausbeute (Fleischrassen > 60%) ▪  Gute Bemuskelung, hoher Anteil wertvoller Teilstücke ▪  Geringe Verfettung 
  • 24) Nenne die Produktionsziele der Bullenmast! -  Mastleistung ▪  Hohe tägliche Zunahme von 1200g und mehr ▪  Gute Nährstoffverwertung ▪  Hohes Mastendgewicht (rassenabhängig bis > 700 kg) -  Schlachtkörperqualität▪  Hohe Schlachtausbeute (Fleischrassen > 60%) ▪  Gute Bemuskelung, hoher Anteil wertvoller Teilstücke ▪  Geringe Verfettung  - Fleischqualität▪  Zartheit & Saftigkeit ▪  Gute Marmorierung ▪  Mit zunehmendem Alter (> 18 Monaten) abnehmend→ insbesondere Zartheit→ Ursache: Veränderung der Struktur des Bindegewebes 
  • 25) Wie hoch ist das Fleischaufkommen von Bullen? -  ca. 50% aus Schlachtung von Bullen -  Bullenfleisch ▪  Ca. 40% milchbetonte Zweinutzungsrassen (DH, Angler, Braunvieh) ▪  Überwiegend Zerlegung & Export ▪  Ca. 60% Fleckvieh & Fleischrassen (Metzgerqualität) 
  • 26) Wie steht es mit der Fleischqualiät mit zunehmendem Alter? -  Fleischqualität nimmt mit zunehmendem Alter ab (> 18 Monate) -  Grund: Veränderung der Strurktur des Bindegewebes 
  • 27) Nenne & erkläre die verschiedenen Bullen – Mastverfahren! -  Intensivmast: 150 – 550 kg (Fleischrassen 700 kg), Alter bei Schlachtung: ≤ 18 Monate→Kraftfuttermast : 1200-1300g tägl. Zunahme, Kraftfutter ad libitum + 1kg Heu ; Endgewicht: 450 kg  → Maissilage: > 1200g tägl. Zunahme, Maissilage (ad libitum) + 1 -2 kg Kraftfutter + Rübenblattsilage) -  Wirtschaftsmast: Endmast 300 – 700kg, Alter bei Schlachtung 20 Monate→Maissilage: > 1200g tägliche Zunahme, Maissilage ad libitum + 1-2kg Kraftfutter →Grassilage: ad libitum + 2-3kg Kraftfutter -  Weidemast : 600kg, Schlachtalter ≥ 2 Jahre, Tägliche Zunahme Ø 800g  
  • 28) Vergleiche Intensiv – mit Wirtschaftsmast? Intensivmast -  Kürzer -  Steiler Anstieg des Körpergewichts -  Aber dann Plateau  Wirtschaftsmast -  Länger -  S-Form-Anstieg -  Höheres Endgewicht
  • 29) Erläutere die Wirtschaftlichkeit der Bullenmast! -  Kälbereinkauf -  Tageszunahme -  Schlachtendgewicht -  Verluste -  Futterkosten -  Vermarktung 
  • 30) Welche Auswirkungen wichtiger Einflussgrößen auf die Wirtschaftlichkeit der Bullenmast gibt es? Veränderter Einflussfaktor -  Tageszunahme + 100 g -  Dadurch gesenkte Futterkosten -  Futterkosten je Tier & Tag -  Kraftfutterpreis +/- 1 € /dt -  Zukaufspreis Kälber / Fresser +/- 0,1 € / kg LE -  Schlachterös +/- 0,1 € / kg SG  Auswirkungen je Schlachtbulle -  Mastdauer – 50 Tage -  Weniger Futterkosten 40 – 50 € -  Kosten je Tier/Tag 0,7 – 0,9 € -  Kraftfutterpreis +/- 10 € -  Zukauf Starterkalb: +/- 6 €, Zukauf Fressermast: +/- 20 € -  Schlachterlös +/- 30 – 35 €   
  • 31) Nenne die Besonderheiten der Färsenmast! -  Geringere Leistung als Bullen → 20 % weniger Muskelfleischanteil →schnelle Verfettung, hoher Knochenanteil -  Wirtschaftlichkeit nicht gegeben
  • 32) Erkläre die Unterscheidung der Einteilung von Wirtschaftsfuttermäster von Färsenmast & Färsenmast mit Vornutzung! -  Färenmast▪  Intensiv (mittel- & großrahmige Fleischrassen) ▪  Mittelintensiv (Zweinutzungsrassen) ▪  Extensiv (Fleischrassen)  -  Färsenmast mit Vornutzung▪  Frühe Belegung mit 13 – 15 Monaten ▪  Nach Abkalbung Trockenstellen ▪  Aufmästen & zur Schlachtung verkaufen 
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  • 33) Welche Qualitätsanforderungen an das Produkt Färsenfleisch gibt es? -  Gut bemuskelt, nicht zu stark verfettete Rinder -  Tägliche Zunahmen 800 – 1000g -  Alter bei Schlachtung 16 – 19 Monate, Mastendgewicht > 450 kg -  Ausschlachtung > 54% -  Schlachtgewicht 280 – 320 kg -  Handelsklasse: ▪  Überwiegend Fleischigkeitsklasse U & E, weniger O, kein P ▪  Fettgewebsklasse 2 & 3, wenig 4 
  • 34) Nenne Grundlagen für wirtschaftliche Färsenmast! -  Kostengünstiges Grund- und Kraftfutter -  Geringste Stallplatzkosten (abgeschriebene Ställe) -  Optimale Haltungsbedingungen -  Arbeitssparende Technik -  Standortangepasste Genetik -  Optimales Fütterungsregime & Fütterungsintensität 
  • 35) Nenne Besonderheiten der Ochsenmast! -  Über 1% des Fleischaufkommens -  Überwiegend Weidemast, extensiv, häufig 3 Weideperioden -  Geringere Mastleistungen als Bullen (ca. -20%) -  Verringertes Muskelwachstum, stärkere Verfettung, bessere Fleischqualität→feinfaserig, zart, aromatisch -  Kastration nach Aufzuchtphase (160 kg LM) -  Wirtschaftlichkeit: identisch mit Bullenmast, wenn höherer Preis (ca. 0,5 – 1€) erzielt werden kann 
  • 36) Was ist die Fresserproduktion? -  Spezialisierte Betriebe kaufen Kälber ( 2 Wochen alt) -  Rasse: v.a. Fleckvieh -  4 – 5 Monate Aufzucht▪  Tränke, Maissilage, Kraftfutter ▪  Verkaufsgewicht: 180 – 220 kg  -  Verkauf an Bullenmastbetriebe & auf Auktionen -  Vorteil: Verkauf großer Gruppen, Direktbeziehung Fresserproduzent/Bullenmäster 
  • Schweinemast 1) Wann sind Haltungsbedingungen tiergerecht? -  Wenn sie den spezifischen Anforderungen, die in ihnen lebenden Tieren Rechnung tragen -  Wenn die körperlichen Funktionen der Tiere nicht beeinträchtigt werden -  Wenn die Anpassungsfähigkeit der Tiere nicht überfordert wird -  Wenn essentielle Verhaltensmuster der Tiere nicht so eingeschränkt & verändert werden, dass dadurch Schmerzen, Leiden & Schäden entstehen 
  • 2) Welche Haltungsverfahren gibt es in der Ferkelaufzucht! -  Klein- oder Großgruppen auf Vollspaltenböden mit Raumheizung -  Klein- oder Großgruppen mit Teilspaltenböden mit Zonenheizung -  Großgruppen auf Tiefstreu (ohne Heizung) -  Großgruppen mit Ruhekisten ( Heizung in der Leiste)→ Fütterung i.d.R. trocken→ Wasserversorgung mit Schalen- oder Zapfentränken 
  • 3) Welche Spielgeräte gibt es? - Kettenkreuz, Pendelbalken, Hebebalken, Schiebestange, Kanister 
  • 4) Wie kann die Fütterung erfolgen? -  Längstrog, Quertrog, Rundtrog -  Konsistenz: trocken, flüssig, breiig -  Sonderfütterung „Sensorfütterung“, Breiautomat 
  • 5) Wie ist die Bodengestaltung? -  Teil- oder Vollspaltenböden -  Eigestreute Verfahren (Flachstreu, Tiefstreu) 
  • 6) Welche Entmistungsverfahren für Flüssigmist gibt es? -  Staumistverfahren ▪  Sperrschieber ▪  Rinnenentmistung ▪  Rohrentmistung ▪  Badewannen -  Speicherverfahren -  Treib- bzw. Fließmistverfahren