240
Agrarwissenschaften (Subject) / Nutztierwissenschaften 2 (Lesson)
Advertisement
- 5) Nenne die Direktkosten der Milchproduktion - 80 % Futterkosten - 8 % Besamungskosten & Tierarzt - 6% Direktkosten - 3% Zinsansatz - 3% sonstiges (Tierzukauf)
- 6) Nenne die Futterkosten der Milchproduktion! - 51% Grundfutter- 14% Faktorkosten Grundfutter- 32% Kraftfutter- 3% Saftfutter
- 7) Was lässt sich zur Aussage Wachstum = Kostendegression sagen? - RICHTIG - Je größer der Betrieb ist, desto geringer sind die Kosten im Verhältnis (bis 200 Kühe)
- 8) Welche speziellen Milchviehrassen gibt es für die jeweilige Produktionsform? - Einnutzungsrassen Milch: Jersey→ Milcherzeugung - Milchbetonte Zweinutzungsrassen (Dt. Holstein, Braunvieh, Rotvieh,..)→Milcherzeugung, Mast - Zweinutzungsrassen (Fleckvieh)→ Milcherzeugung, Kälber- & Bullenmast
- 9) Nenne & beschreibe die einzelnen Produktionsformen der Milchviehhaltung! - Ergänzungsbetrieb - Hauptproduktionsziel Milch - Eigene Bestandsergänzung durch weibliche Kälber→ Alle übrigen Kälber (männlich, überflüssige weibliche) werden verkauft - Sonderformen: ->Abmelkbetrieb: Kühe nur für Laktation, dann Schlachtung->Durchhaltebetrieb: lässt Kühe nur decken, verkauft alle Kälber
- 9) Nenne & beschreibe die einzelnen Produktionsformen der Milchviehhaltung! - Ergänzungsbetrieb - Hauptproduktionsziel Milch - Eigene Bestandsergänzung durch weibliche Kälber→ Alle übrigen Kälber (männlich, überflüssige weibliche) werden verkauft - Sonderformen: ->Abmelkbetrieb: Kühe nur für Laktation, dann Schlachtung->Durchhaltebetrieb: lässt Kühe nur decken, verkauft alle Kälber- Milchvieh – Rindermastbetrieb - Alle Kälber werden aufgezogen → Männliche in die Rindermast → Weibliche: Bestandsergänzung (Remonte) oder als Färsen verkaufen - Zuchtbetrieb (Herdbuchbetrieb) - Aufzucht der weiblichen Kälber der Bestandsergänzung oder Verkauf - Evtl. Aufzucht der männlichen Kälber als Zuchtbullen, ansonsten Verkauf aller männlichen Kälber
- 10) !!! Nenne die Voraussetzungen für eine rentable Milchproduktion!! -Hohe Milchleistung: >8500kg ECM/Kuh (Umwelt->N-Überschüsse)-Hohe Grundfutterleistung: >4000kg ECM/Kuh-Effizienter Kraftfuttereinsatz: <250g/kg ECM-Niedrige Futterkosten: <16 Cent/kg ECM-Niedrige Kosten Arbeitserledigung: <8 Cent/kg ECM-Herdengröße: Kostendegression je Bestandsgröße-Niedrige Remontierungsrate: <30%-Erstkalbealter: 24 Monate
- 10) !!! Nenne die Voraussetzungen für eine rentable Milchproduktion!! -Hohe Milchleistung: >8500kg ECM/Kuh (Umwelt->N-Überschüsse)-Hohe Grundfutterleistung: >4000kg ECM/Kuh-Effizienter Kraftfuttereinsatz: <250g/kg ECM-Niedrige Futterkosten: <16 Cent/kg ECM-Niedrige Kosten Arbeitserledigung: <8 Cent/kg ECM-Herdengröße: Kostendegression je Bestandsgröße-Niedrige Remontierungsrate: <30%-Erstkalbealter: 24 Monate- Evtl. Auslagerung v. Prozessen (Futterwerbung, Färsenaufzucht) - Wirtschaftliche Grundlage für Milchproduktion - Gesundes Kalb → hohe Zunahme bei guter Pansenentwicklung → gesunde, gut entwickelte Färse, frühes Erstkalbealter → früher Einstieg in Produktivität▪ Lange Nutzungsdauer ▪ Hohe Milchleistung ▪ Gute Milchinhaltsstoffe ▪ Gute Futteraufnahme ▪ Geringe TA – Kosten
- 11) Wie steht es mit der Fortpflanzung des Rindes? - Geschlechtsreife: 6 – 10 Monaten - Zuchtreife: 2/3 des Endgewichts (EKA 24 Monate) - Trächtigkeitsdauer: 280 Tage
- 12) Warum ist eine EKA von 23 Monaten besser als eins mit 27 Monaten? - EKA 23 Monate: 1. Laktation am höchsten - EKA über 27 Monate: Abgangsrate am höchsten ( über 55 %)
- Advertisement
- 13) Wie wird die Mutterkuh gehalten? - Nicht gemolken, zieht eigenes Kalb auf
- 14) Wie wir die Ammenkuh gehalten? - Nicht gemolken - Zieht (neben dem eigenen) fremde, zugesetzte Kälber auf
- 15) Erläutere das extensive Verfahren der Rindfleischproduktion! - Artgemäße Haltung - Nutzung von Grünlandflächen (Landwirtschaftspflege, Naturschutz) - Kälberautark
- 16) Nenne die Anforderungen an die Mutterkuh! - Fruchtbarkeit: Zwischenkalbezeit ≤ 365 Tage - Leichtkalbigkeit (keine Schwergeburten) - Eignung zur Extensivhaltung - Gute Muttereigenschaften - Milchleistung (≥ 2.500 kg/Laktation/Kalb) - Langlebigkeit (Nutzungsdauer > 6 Jahre) - Gute Fleischleistung
- 18) Welches sind die wirtschaftlichen Grundlagen der Mutterkuhhaltung? - Abkalberate > 95% - Aufzuchtrate Kälber > 95% - Tägliche Zunahme der Kälber: ♂ ≥ 1000 g ♀≥ 900 g- Absetzgewichte (Alter 9 Monate): ♂≥ 300 kg LM ♀≥ 270 kg LM - Hohe Schlachtkörperqualität der Kälber
- 19) Wies steht es mit der Verwendung der Kälber (Absetzer ) in der Mutterkuhhaltung? - Reinzüchterherden (Zuchtbetriebe)▪ ♂: Jungbullen zur Zucht, Verkauf zur Mast (ab Hof, Auktion) Direktvermarktung (Babybeef)Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv) ▪ ♀ : Remontierung des eigenen BestandesVerkauf zur ZuchtVerkauf zur Mast (ab Hof/Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) - Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv) Produktionsherden▪ ♂ : Verkauf als Absetzer zur Mast (ab Hof/Auktion)Direktvermarktung (Babybeef)Ausmast im Betreib (intensiv, extensiv) ▪ ♀ : Remontierung des eigenen BestandesVerkauf zur Mast (ab Hof/Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv)
- 20) Wie steht es um die Kälbermast? Bezüglich Handelsklassenverordnung für Rindfleisch? - Handelsklasserverordnung für Rindfleisch (RindHKIV) vom 12.11.2008 - Kategorie V: Kalbfleisch (bis 8 Monate alt)„Fleisch mit Kalbfleischeigenschaften von Tieren, deren Schlachtkörper alsKörper zugeschnitten sind.“ - Kategorie Z: Jungrindfleisch (8 – 12 Monate alt)„ Fleisch von anderen nicht ausgewachsenen männlichen & weiblichen Tieren.“ - Schlachtung 2012: ca. 340.000 (4% des Fleischanfalls) in D stagnierend, v.a. Import aus NL
- 21) Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad? - Selbstversorgungsgrad: ca. 50%, ca. 1kg pro Kopf & Jahr - Spezialisierte & industrialisierte Mast (ca. 300 Mäster in D) - Lohnmast in Hängen von Futtermittelhändlern oder Schlachtunternehmen (ca. 70 in D ) - Tiermaterial: Bullenkälber der milchbetonten 2-Nutzungs-Rassen→ DH, Angler, Braunvieh, auch weibliche Kälber geeignet→ preiswerter, aber schlechtere Leistung
- 22) Warum spricht man von einem geteilten Markt? - Weißes Kalbfleisch: von Milchmastkälbern (Premiummarkt)- Rosarotes Kalbfleisch: junges Rindfleisch aus Intensivmast von Bullenkälbern mit Maissilage / Kraftfutter zart, mager, bis 350 kg LM, 9 Monate, billiger (ca. 1 – 1,5 €)
- 23) Nenne Formen der Kälbermast - Wichtig: ausreichende Eisenversorgung - Rosarotes Kalbfleisch, zart, mager - Früher: Mast leichter Kälber (10 kg LM, 12 Wochen) - Heute: Mast schwerer Kälber, verlängerte Kälbermast bis 250kg LM,6 Monate, Schlachtgewicht 130 – 160kg - „Vollmilchmast“: gelegentlich zur Verwendung von „Übermilch“ - Milchaustauscher (MAT), abh. Von Milchpreis
- 24) Nenne die Produktionsziele der Bullenmast! - Mastleistung ▪ Hohe tägliche Zunahme von 1200g und mehr ▪ Gute Nährstoffverwertung ▪ Hohes Mastendgewicht (rassenabhängig bis > 700 kg) - Schlachtkörperqualität▪ Hohe Schlachtausbeute (Fleischrassen > 60%) ▪ Gute Bemuskelung, hoher Anteil wertvoller Teilstücke ▪ Geringe Verfettung
- 24) Nenne die Produktionsziele der Bullenmast! - Mastleistung ▪ Hohe tägliche Zunahme von 1200g und mehr ▪ Gute Nährstoffverwertung ▪ Hohes Mastendgewicht (rassenabhängig bis > 700 kg) - Schlachtkörperqualität▪ Hohe Schlachtausbeute (Fleischrassen > 60%) ▪ Gute Bemuskelung, hoher Anteil wertvoller Teilstücke ▪ Geringe Verfettung - Fleischqualität▪ Zartheit & Saftigkeit ▪ Gute Marmorierung ▪ Mit zunehmendem Alter (> 18 Monaten) abnehmend→ insbesondere Zartheit→ Ursache: Veränderung der Struktur des Bindegewebes
- 25) Wie hoch ist das Fleischaufkommen von Bullen? - ca. 50% aus Schlachtung von Bullen - Bullenfleisch ▪ Ca. 40% milchbetonte Zweinutzungsrassen (DH, Angler, Braunvieh) ▪ Überwiegend Zerlegung & Export ▪ Ca. 60% Fleckvieh & Fleischrassen (Metzgerqualität)
- 26) Wie steht es mit der Fleischqualiät mit zunehmendem Alter? - Fleischqualität nimmt mit zunehmendem Alter ab (> 18 Monate) - Grund: Veränderung der Strurktur des Bindegewebes
- 27) Nenne & erkläre die verschiedenen Bullen – Mastverfahren! - Intensivmast: 150 – 550 kg (Fleischrassen 700 kg), Alter bei Schlachtung: ≤ 18 Monate→Kraftfuttermast : 1200-1300g tägl. Zunahme, Kraftfutter ad libitum + 1kg Heu ; Endgewicht: 450 kg → Maissilage: > 1200g tägl. Zunahme, Maissilage (ad libitum) + 1 -2 kg Kraftfutter + Rübenblattsilage) - Wirtschaftsmast: Endmast 300 – 700kg, Alter bei Schlachtung 20 Monate→Maissilage: > 1200g tägliche Zunahme, Maissilage ad libitum + 1-2kg Kraftfutter →Grassilage: ad libitum + 2-3kg Kraftfutter - Weidemast : 600kg, Schlachtalter ≥ 2 Jahre, Tägliche Zunahme Ø 800g
- 28) Vergleiche Intensiv – mit Wirtschaftsmast? Intensivmast - Kürzer - Steiler Anstieg des Körpergewichts - Aber dann Plateau Wirtschaftsmast - Länger - S-Form-Anstieg - Höheres Endgewicht
- 29) Erläutere die Wirtschaftlichkeit der Bullenmast! - Kälbereinkauf - Tageszunahme - Schlachtendgewicht - Verluste - Futterkosten - Vermarktung
- 30) Welche Auswirkungen wichtiger Einflussgrößen auf die Wirtschaftlichkeit der Bullenmast gibt es? Veränderter Einflussfaktor - Tageszunahme + 100 g - Dadurch gesenkte Futterkosten - Futterkosten je Tier & Tag - Kraftfutterpreis +/- 1 € /dt - Zukaufspreis Kälber / Fresser +/- 0,1 € / kg LE - Schlachterös +/- 0,1 € / kg SG Auswirkungen je Schlachtbulle - Mastdauer – 50 Tage - Weniger Futterkosten 40 – 50 € - Kosten je Tier/Tag 0,7 – 0,9 € - Kraftfutterpreis +/- 10 € - Zukauf Starterkalb: +/- 6 €, Zukauf Fressermast: +/- 20 € - Schlachterlös +/- 30 – 35 €
- 31) Nenne die Besonderheiten der Färsenmast! - Geringere Leistung als Bullen → 20 % weniger Muskelfleischanteil →schnelle Verfettung, hoher Knochenanteil - Wirtschaftlichkeit nicht gegeben
- 32) Erkläre die Unterscheidung der Einteilung von Wirtschaftsfuttermäster von Färsenmast & Färsenmast mit Vornutzung! - Färenmast▪ Intensiv (mittel- & großrahmige Fleischrassen) ▪ Mittelintensiv (Zweinutzungsrassen) ▪ Extensiv (Fleischrassen) - Färsenmast mit Vornutzung▪ Frühe Belegung mit 13 – 15 Monaten ▪ Nach Abkalbung Trockenstellen ▪ Aufmästen & zur Schlachtung verkaufen
- Advertisement
- 33) Welche Qualitätsanforderungen an das Produkt Färsenfleisch gibt es? - Gut bemuskelt, nicht zu stark verfettete Rinder - Tägliche Zunahmen 800 – 1000g - Alter bei Schlachtung 16 – 19 Monate, Mastendgewicht > 450 kg - Ausschlachtung > 54% - Schlachtgewicht 280 – 320 kg - Handelsklasse: ▪ Überwiegend Fleischigkeitsklasse U & E, weniger O, kein P ▪ Fettgewebsklasse 2 & 3, wenig 4
- 34) Nenne Grundlagen für wirtschaftliche Färsenmast! - Kostengünstiges Grund- und Kraftfutter - Geringste Stallplatzkosten (abgeschriebene Ställe) - Optimale Haltungsbedingungen - Arbeitssparende Technik - Standortangepasste Genetik - Optimales Fütterungsregime & Fütterungsintensität
- 35) Nenne Besonderheiten der Ochsenmast! - Über 1% des Fleischaufkommens - Überwiegend Weidemast, extensiv, häufig 3 Weideperioden - Geringere Mastleistungen als Bullen (ca. -20%) - Verringertes Muskelwachstum, stärkere Verfettung, bessere Fleischqualität→feinfaserig, zart, aromatisch - Kastration nach Aufzuchtphase (160 kg LM) - Wirtschaftlichkeit: identisch mit Bullenmast, wenn höherer Preis (ca. 0,5 – 1€) erzielt werden kann
- 36) Was ist die Fresserproduktion? - Spezialisierte Betriebe kaufen Kälber ( 2 Wochen alt) - Rasse: v.a. Fleckvieh - 4 – 5 Monate Aufzucht▪ Tränke, Maissilage, Kraftfutter ▪ Verkaufsgewicht: 180 – 220 kg - Verkauf an Bullenmastbetriebe & auf Auktionen - Vorteil: Verkauf großer Gruppen, Direktbeziehung Fresserproduzent/Bullenmäster
- Schweinemast 1) Wann sind Haltungsbedingungen tiergerecht? - Wenn sie den spezifischen Anforderungen, die in ihnen lebenden Tieren Rechnung tragen - Wenn die körperlichen Funktionen der Tiere nicht beeinträchtigt werden - Wenn die Anpassungsfähigkeit der Tiere nicht überfordert wird - Wenn essentielle Verhaltensmuster der Tiere nicht so eingeschränkt & verändert werden, dass dadurch Schmerzen, Leiden & Schäden entstehen
- 2) Welche Haltungsverfahren gibt es in der Ferkelaufzucht! - Klein- oder Großgruppen auf Vollspaltenböden mit Raumheizung - Klein- oder Großgruppen mit Teilspaltenböden mit Zonenheizung - Großgruppen auf Tiefstreu (ohne Heizung) - Großgruppen mit Ruhekisten ( Heizung in der Leiste)→ Fütterung i.d.R. trocken→ Wasserversorgung mit Schalen- oder Zapfentränken
- 3) Welche Spielgeräte gibt es? - Kettenkreuz, Pendelbalken, Hebebalken, Schiebestange, Kanister
- 4) Wie kann die Fütterung erfolgen? - Längstrog, Quertrog, Rundtrog - Konsistenz: trocken, flüssig, breiig - Sonderfütterung „Sensorfütterung“, Breiautomat
- 5) Wie ist die Bodengestaltung? - Teil- oder Vollspaltenböden - Eigestreute Verfahren (Flachstreu, Tiefstreu)
- 6) Welche Entmistungsverfahren für Flüssigmist gibt es? - Staumistverfahren ▪ Sperrschieber ▪ Rinnenentmistung ▪ Rohrentmistung ▪ Badewannen - Speicherverfahren - Treib- bzw. Fließmistverfahren