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Nutztierwissenschaften II (Subject) / Fragenkatalog (Lesson)
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- Was ist Rendement Napole (RN) ? - Merkmal für Fleischbeschaffenheit→ Verarbeitungseignung- Majorgen mit 2 Allelen (RN- und rn+ )- Glykolytisches Potential im Muskel- Hamphire – Effekt▪ hoher Glykogengehalt, p.m. verstärkte Milchsäurebildung → geringerer End-pH, helle Farbe- Arbeitsschritte:▪ Erfassung des Phänotyps (Sortierung + oder -)▪ Genomscreening mit Markern
- Erläutere die Erbfehlerproblematik! - Jede Abweichung von der normalen phänotypischen Ausprägung eines Organismus, die den Merkmalsträger in seiner physischen bzw. psychischen Gesundheit belastet & genetischen Ursprungs ist, ist als Erbfehler anzusehen- Abnormitäten der Struktur, Funktion oder des Stoffwechselns mit erblicher Komponente→ Defekte sind nicht immer klar abgegrenzt
- Welche Punkte sind bei der Gendiagnostik beim Rind von Bedeutung? - Hornlosigkeit - Muskelansatz - BLAD - Eutergesundheit - DUMPS - Milchmenge - Weaver - Farbverreizung, Rotfaktor
- Was ist der genomische Zuchtwert (GNZ) ? - Die Summe aller 54.001 SNP –Marker – Effekte sollte alle systematischen genetischen Unterschiede für alle Merkmale abbilden→ Entkopplung Tier- & Leistungsprüfung→ Anwendung der Formel auf typisierte Tiere→ innerhalb der gleichen Population→ unabhängig von: Alter, Geschlecht, Eigen - & Nachkommenleistung, Abstammung
- Definiere Reproduktionsmanagement! Planung, Durchführung, Kontrolle & Steuerung von Maßnahmen zur Optimierung der Fruchtbarkeit, um ein Höchstmaß an biologischer Leistung zu gewinnen
- Wie lang ist der Reproduktionszyklus? - 141 – 149 Tage- 20 – 21 Wochen- 2,5 – 2,6 Würfe / Jahr
- Wie lange sind die Sauen trächtig? - 3 Monate, 3 Wochen & 3 Tage
- Wann ist die Laktation? 5 – 6 Tage nach dem Absetzen- Dauer: 21 – 28 Tage
- Wann erfolgt das sog. „Umrauschen“? - Nach 21 Tagen
- Was versteht man unter „Umrauschen“? - Wenn eine Sau trotz geglückter Samenaufnahme noch einmal vor dem Abferkeln in die Brunst kommt, oder bei der TU als nicht tragend auffällt, dann bezeichnet man dies als „Umrauschen“
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- Nennen Sie Ursachen für Saugferkelverluste! - Erdrücken, Lebensschwäche, Kümmern, Unterkühlung→ In den ersten Lebenstagen schon 70 – 85 % der Gesamtverluste→ Management + Technik- Magen-Darmerkrankungen, Milchmangel, Gelenkentzündungen, Atemwegserkrankungen, Knochenbrüche→ Gesundheits- & Hygieneniveau + Technik- Spreizer, Nervenentzündungen, Totbeißen, Missbildungen→ Genetik + Management
- Repro – Kennzahlen! - Erstbelegungsalter (Sau) : ca. 240 – 250 Tage (8 Monate)→ von der Entwicklung (Gewicht) abhängig→ + 115 Tage Tragezeit = Sau genau 1 Jahr alt- Absetz – Beleg – Intervall: 6 – 7 Tage- Umrauschquote: < 8%= Die Umrauschquote beschreibt den %- Anteil der belegten Sauen, die ohne abzuferkeln erneut brünstig werden.- Zwischenwurfzeit: ca. 150 Tage- Abferkelrate: > 90%= Prozentualer Anteil der abgeferkelten Sauen an der Anzahl der belegten Sauen; Bezieht sich zunächst auf die erstbesamten Sauen; Sie wird für die Umrauscher getrennt ermittelt- Lebend geborene Ferkel pro Wurf: > 12 Ferkel- Ferkelverlust: < 12 %= % Anteil der Verendungen und Merzungen von lebend geborenen Ferkeln während der Säugezeit an der Anzahl der lebend geborenen Ferkel- Abgesetzte Ferkel pro Wurf: > 11 Ferkel- Lebend geborene Ferkel je Sau & Jahr: > 27 – 28- Würfe je Sau & Jahr: > 2,3- Aufgezogene Ferkel je Sau & Jahr: > 24 Ferkel- Nutzungsdauer: ca. 2,5 Jahre mit 5 – 6 Würfen- Remontierungsquote 40%= Anteil der jährlich durch Jungsauen ersetzen Altsauen (optimal 50 – 60%)
- Wie viele Tage ist das Absetz – Beleg – Intervall lang? 6 – 7 Tage
- Wie viel beträgt die Umrauschquote? Ca. 8 %
- Wie lang ist die Zwischenwurfzeit? Ca. 150 Tage
- Wie hoch ist die Abferkelrate? > 90 %
- Wie viel lebend geborene Ferkel gibt es pro Wurf? > 12 Ferkel
- Wie hoch sind ca. die Ferkelverluste? Max. 12 %
- Wie viele Ferkel werden abgesetzt? Min. 11 Ferkel
- Wie oft wirft eine Sau pro Jahr? - Min. 2,3 mal
- Wie viele lebend geborene Ferkel gibt es demnach pro Sau & Jahr? Min. 27 – 28 Ferkel
- Wie viele aufgezogene Ferkel je Sau & Jahr? Min. 24 Ferkel
- Wie lange ist die Nutzungsdauer von Sauen? Ca. 2,5 Jahre mit 5 – 6 Würfen
- Wie hoch ist die Remontierungsquote? 40%
- Wie erfolgt das Management? (Schwein) - Sauenplaner→ PC – geschützte Datenerfassung→alle Tierdaten (ökonomisch & biologisch) werden gespeichert & sind schnell abrufbar→ Auswertung der Daten → Selektion & Remontierung→ schnelle Reaktion auf Leistungseinbrüche (z.B. bei Steigerung der Umrauscherquote)- Also für Ferkelproduzenten wichtig (laufende Kenntnis über seine Betriebsdaten)
- Wie erfolgt die elektronische Tiererkennung? - Über einen Transponder im Ohr
- Veranschauliche den Reproduktionszyklus! Arenabucht Deckzentrum Wartestall Abferkelstall -->Ferkelaufzucht---> Zukauf Jungsauen<---> Abgang Altsauen zwischen Arenabucht u Deckzentrum Jungsauenquarantäne
- Was geschieht im Deckzentrum? - Vorbereitung : Vitamingabe (A, D, E, Selen)Hormonelle Brunstsynchronisation- Voraussetzungen:▪ Ausreichende Kondition der Sauen▪ Temperatur: 21 °C▪ Viel Licht ca. 200 – 400 Lux für ca. 16 Stunden pro Tag▪ Regelmäßige Entfernung von Kot, zum Schutz vor Infektionen- Stimulation:▪ Regelmäßiger Eberkontakt
- Was ist ein sog. „Wartestall“ ? - Wartestall▪ Gruppenhaltung (Pflicht seit 01.01.2013)- Möglichst wenig Stress▪ Weniger Rangkämpfe durch abgeschlossene Gruppenbildung in Arenabucht▪ Gute Stallbedingungen (Klima, Futter, etc.)- Beobachtung (täglich)▪ Umrauschekontrolle▪ Tiergesundheit- Vorbeuge von MMA ( = infektiöse Faktorenkrankheit)▪ Mastitis (Gesäugeentzündung)▪ Metritis (Gebärmutterentzündung)▪ Agalaktie (Milchmangel, Milchlosigkeit)-->Auf optimale Körperkondition achten (Fütterung)--> Bewegung!!
- Was geschieht im Abferkelstall? Was ist zu beachten? Vorbereitung fürs Abferkeln▪ Hygiene (Stall reinigen/desinfizieren + Sauendusche)▪ Rechtzeitiges Umstallen (ca. 5 Tage vorher)▪ Angenehmes Klima (18 – 20 °C)▪ Ausreichend Futter & Wasser▪ Auf Geburtsanzeichen achten (Milch, etc.)- Vorbeugung – MMA▪ Futterreduktion 2 Tage vorher▪ Eventuell Gabe von Glaubersalz▪ Rohfaserreiches Futter▪ Temperaturkontrolle der Sauen -> ab über 39,3 °C behandeln!- Optimale Klimaverhältnisse schaffen▪ Ferkel: 30 – 35 °C im Ferkelnest▪ Sau: max. 20 °C, keine Zugluft- Geburt▪ Überwachung der Geburt▪ Geburtsverlauf: Ferkel im Abstand von 5 – 15 Minuten▪ Dauer: 2 – 8 Stunden▪ Nachgeburt: bis ca. 0,5 – 2 Stunden nach dem letzten Ferkel▪ Ggfs. Einsatz von Calcium & Oxytocin- Ferkel▪ Geburtsgewicht Ferkel: 500 – 2300 g (im Mittel ca. 1,4 kg)▪ Ggfs. Wurfausgleichung oder Ammenhaltung- Absetzen▪ 21 – 28 Tage (gesetzlich vorgeschrieben) -> im Mittel ca. 6 – 8 kg▪ Einfluss auf die Kondition der Sau▪ Einfluss auf Würfe/Jahr▪ Einfluss auf Ferkelzahl/Jahr
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- Was kann vorbeugend gegen MMA getan werden? - Futterreduktion 2 Tage vorher- Eventuell Gabe von Glaubersalz- Rohfaserreiches Futter- Temperaturkontrolle der Sauen -> ab über 39,3 °C behandeln!
- Worauf ist bei der Geburt zu achten? (Schwein) - Überwachung der Geburt- Geburtsverlauf: Ferkel im Abstand von 5 – 15 Minuten- Dauer: 2 – 8 Stunden- Nachgeburt: bis ca. 0,5 – 5 Stunden nach dem letzten Ferkel- Ggfs. Einsatz von Calcium & Oxytocin
- as lässt sich dann zu den Ferkeln sagen? - Geburtsgewicht: 500 – 2300 g- Im Mittel: 1,4 kg- Ggf. Wurfausgleich oder Ammenhaltung
- Nennen Sie Details zum Absetzen! 21 – 28 Tage (gesetzlich vorgeschrieben) -> im Mittel ca. 6 – 8 kg- Einfluss auf die Kondition der Sau- Einfluss auf Würfe/Jahr- Einfluss auf Ferkelzahl/Jahr- Eisenversorgung & Impfung- Schwänze kupieren & Kastration→ bis zum 4. Lebenstag ohne Betäubung, nur Beruhigungsmittel, danach mit & von Tierarzt- Kastration: nach 7. Tag nur durch Tierarzt unter Anästhesie & Schmerzmitteln- Alternativen zur Kastration: Narkose, örtliche Betäubung, Vereisung, Ebermast, Spermasexing, Zucht auf geringen Ebergeruch
- Was ist die Arenabucht? - Unmittelbar nach dem Absetzen- 48 h Aufenthalt- Rangkämpfe / Förderung der Gruppenbildung- Rauschefaktoren▪ Bewegung▪ Licht▪ Luft▪ (Eberkontakt)
- Was ist die sog. Immunokastration? - Immunologisches Präparat (Impfung)- Prinzip: Immunisierung mit Improvar ® induziert eine Immunreaktion gegen GnRF ( = Gonadotropin-Releasing-Faktor)- Senkung des Testosteronspiegels- Senkung von Androstenon→ verminderter / kein Ebergeruch mehr- 2 – malige Injektion nötig1. Injektion bis zur 15. Lebenswoche (sensibilisiert das IS)2. Injektion: 4 – 6 Wochen vor der Schlachtung→ bewirkt Rückbildung der Hodenfunktion→ die Konzentration unerwünschter Geruchsstoffe wird reduziert=Tier wächst bis zur Impfung als nicht kastrierter Eber auf!
- Nennen Sie die Vor- & Nachteile dieser Immunokastration! Vorteile: Keine chirurgische Kastration Keine Verluste durch Wundheilungsstörungen oder Sekundärinfektionen Bessere Futterverwertung Normales Schlachtgewicht Höherer Magerfleischanteil Nachteile: Arbeitsaufwand (2-malige Impfung) ANwenderrisiko (Selbstinjektion) Kostenumverteilung (Kastration übernimmt Mäster) Wirksamkeit/Kontrolle: Beurteilung der Hodengröße durch Mäster, elektronische Nase am Schlachthof (Verbraucherakzeptanz)
- Nenne alle Faktoren zur Ebermast! - in EU derzeit v.a. in Ländern mit niedrigen Schlachtgewichten von max. 80kg- in D mittlere Schlachtgewichte von > 95 kg- Voraussetzungen Jungebermast→ Schlachtgewicht 80 kg, Lebensalter max. 150 – 170 Tage→ Akzeptanz durch Handel & Verbraucher ungewiss
- Nenne Vor- und Nachteile der Ebermast! Vorteile: Kein Aufwand/Kosten für Kastration Keine postoperativenTierverluste Besseres Wachstumspotential von Ebern Bessere Futterverwertung Keine Leistungseinbußen Höherer Magerfleischanteil der Schlachtkörper Nachteil: Arbeitsaufwand (strikte Geschlechtertrennung) Frühzeitigeres Schlachten Rangkämpfe zwischen Tieren (verletzungen führen zu Qualitäts und Wertminderung der Schlachtkörper) Verbraucherakzeptanz
- Nenne alle damit verbundenen Kostenfaktoren! (Stallbau) - Neubaukosten: 3000 – 3500 €- Umbaukosten zu Gruppenhaltung→ Teilumbau: ca. 400 € / Platz→ Komplettumbau: 600 – 1000 € / Platz→ Mehrbedarf an Platz: ca. 25 %
- Wie steht es um Genehmigungsverfahren hinsichtlich Stallanlagen in der Schweinehaltung? - Baurechtlich / immissionsschutzrechtlich (je nach Tierbestandsgrößen)- Genehmigungsbehörden begleiten das Verfahren- Verfahren können sehr lange dauern, wenn Sondergutachten erforderlich sind- Zunehmende Ablehnung (Nachbarn, Kommune)- Landwirte sollten sich Profis zur Hilfe holen
- Wofür ist das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) verantwortlich? -Genehmigungsgrenzen- Grenzwerte der zu akzeptierenden Geruchswahrnehmungshäufigkeiten- Staubgrenzwerte- Ammoniakgrenzwerte & Mindestabstände
- Was sind die Planungsgrundlagen bei der Bauleitplanung? - Ortsentwicklung (Gestaltung des Ortsbildes)- Umwelt & Natur- Gesunde Wohn- & Arbeitsverhältnisse (Vermeidung von Stallgeruch & Betriebslärm)- Sparsamer Umgang mit Grund & Boden (Flächen für landw. Nutzung, Wald & Wohnzwecke nur notfalls anders nutzen)- Strikte Abwägung zwischen öffentlichen & privaten Belangen
- Wie sieht eine Planung für Stallanlagen aus? - Stallanlagen sind langfristige Investitionsgüter & benötigen eine sorgfältige Planung- Erste Teilschritte:▪ Erschließung vorbereiten▪ Erstellung des „Raumprogramms“ (= Räume & Zahl der Tiere)
- Zweiter Schritt: „Funktionsprogramm“ ▪ Gebäudebestandteile & deren funktionale Zuordnung▪ Dach: Witterungsschutz, Wärmeschutz,▪ Außenwände: Wärmeschutz, Raumprogramm m³ Raum/Tier▪ Innenwände Funktionsprogramm; ▪ Technische Kontaktflächen▪ Tieraufenthalt m² Fläche/Tier ▪ Versorgung ▪ Technik▪ Versorgung▪ Fußboden▪ Bauliche Kontaktfläche: Entsorgung ohne Handarbeit & ohne Emissionen▪ Entmistungskanäle▪ Grundplatte , Fundament, Gründung→ Grundwasserschutz , Betonplatte zur Aufnahme der Gebäudegewichtskraft → Verankerung
- Zweiter Schritt: „Funktionsprogramm“ ▪ Gebäudebestandteile & deren funktionale Zuordnung▪ Dach: Witterungsschutz, Wärmeschutz,▪ Außenwände: Wärmeschutz, Raumprogramm m³ Raum/Tier▪ Innenwände Funktionsprogramm; ▪ Technische Kontaktflächen▪ Tieraufenthalt m² Fläche/Tier ▪ Versorgung ▪ Technik▪ Versorgung▪ Fußboden▪ Bauliche Kontaktfläche: Entsorgung ohne Handarbeit & ohne Emissionen▪ Entmistungskanäle▪ Grundplatte , Fundament, Gründung→ Grundwasserschutz , Betonplatte zur Aufnahme der Gebäudegewichtskraft → Verankerung
- Was kosten Ställe für Milchvieh, Mastbullen, Sauen, Hühnermast? - Milchvieh (50 – 60) : 4000 – 5000 € je Tierplatz- Mastbullen (> 120): 1000 – 1250 € je Tierplatz- Sauen (> 80): 2000 – 2500 € je Tierplatz- Hühnermast (> 30.000): 6 – 7 € je Tierplatz
- Was lässt sich zur Haltungstechnik und zum Arbeitsverfahren in der Ferkelzucht sagen? - Struktur des Tierbestandes & Platzzähler in den Haltungsabschnitten- Rechtliche Rahmenbedingungen- Gestaltung von Abferkelbereich, Deckzentrum & Wartebereich
- Nach wie viel Tagen sind Sauen wieder belegfähig? Nach 5 Tagen
- Nenne wiederkehrende Arbeitsrhythmen! - Einwöchig: Tier-Umtrieb- Zweiwöchig: Reinigungs- & Desinfektionsarbeiten- Dreiwöchig: andere Routinearbeiten (z.B. Tierbehandlungen)