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Psychiatrie und Psychosomatik (Subject) / G2 (Lesson)
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- Charakteristika von Sucht im Allgemeinen 1) übersteigertes, unbeherrschtes, wiederkehrendes Verlangen2) Sinnliche, gefühlsmäßige Erfahrung3) andere Werte treten in den Hintergrund4) Existenzgefährdung5) Einschränkung des ‚freien Willens‘ 6) Zeitaufwand für Suchtverhalten
- Zentrale Regionen, in denen der Substanzkonsum ambivalent abgewägt wird 1) Dorsolateraler präfrontaler Cortex---> Verhaltensplanung/ -kontrolle---> Bewertung langfristiger Ziele 2) Anteriores Cingulum---> Konflikt konkurrierender Handlungsmöglichkeiten
- Fast Facts: Alkoholabhängigkeit - Pro-Kopf-Konsum in DE - Geschlechterverhältnis - Erkrankungsalter mit höchster Inzidenz - Erblicher Faktor - Pro-Kopf-Konsum in DE: 9,6L reiner Alkohol/ Jahr/ Kopf- Geschlechterverhältnis: 2,5/ 1 (m/w)- Erkrankungsalter mit höchster Inzidenz: Höchster Anteil in der Gruppe der 17- bis 22-Jährigen (30–35%) - Erblicher Faktor: 40-60% (Familien- und Zwillingsstudien)
- Akute Alkohol-Intoxikation - Diagnostische Kriterien S. 18
- Schädlicher Gebrauch - Definitionen und diagnostische Kriterien S. 19
- Alkoholintoxikation mit pathologischem Rausch (F10.07) - Diagnostische Kriterien und Details S. 20
- Alkohol-Abhängigkeitssyndrom (F10.2) - Überbegriffe - Diagnostische Kriterien S. 21
- Entzugssyndrom (F10.3) - Definition und allgemeine diagnostische Kriterien S. 22
- Alkoholintoxikation mit Delir (F10.4) - Beschreibung und Symptome des Delirium tremens S. 23
- Psychotische Störung (F10.5) - Definition und diagnostische Kriterien S. 24
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- Amnestisches Syndrom (F10.6) - Definition und diagnostische Kriterien S. 25
- Wernicke-Enzephalopathie - Beschreibung und Symptomatik S. 26
- Ätiologie / Pathogenese von erblich bedingter Alkoholsucht --> Konkordanz von 60% bei Zwillingsstudien, mehrere Genorte- Varianten der Alkoholdehydrogenase / CYP2E1 führen zu beschleunigten Alkoholabbau und verminderter Empfindlichkeit für toxischen Effekte - Dopamin & GABA → neuronale Bahnung → Stimulationseffekte geringer Ethanoldosen → Fortsetzung des Alkoholkonsums--> Geringe Reaktion auf Ethanolintoxikation → besondere Gefährdung- Höhere Dosierungen → antagonistische Effekt am NMDA-Glutamat Rezeptor in den Vordergrund (z.B. Bewusstseinstrübungen und kognitive Einbußen)
- Neurobiologische Effekte von Alkohol S. 29
- Ätiologie / Pathogenese: Toleranz und Entzug 1) Alkohol führt zu einer Stimulation von GABA(A)-Rezeptoren--> das führt zur verminderten Ansprechbarkeit der GABA-Rezeptoren --> Entwicklung einer Toleranz --> Das spätere Verlangen nach Alkohol ist mit einer Erniedrigung der GABAergen Aktivität verknüpft 1.1) Hemmung insbesondere der NMDA-Rezeptoren (Glutamatrezeptoren) im Bereich des in Lern- und Gedächtnisvorgänge integrierten Hippocampus--> Diese Rezeptoren sprechen auf den excitatorischen Neurotransmitter Glutamat an--> Diese vorübergehende Hemmung ist wahrscheinlich für die "blackouts" nach Alkoholexzessen verantwortlich 1.1.2) Chronische NMDA-Rezeptorblockade führt zu einer kompensatorischen Erhöhung der NMDA-Rezeptorendichte und -aktivität Zu einer entsprechenden Situation kann es dadurch kommen, daß Alkohol die Anzahl von Calciumkanälen erhöht und damit den Calciumeinstrom in die Zelle fördert. Einem Entzugssyndrom wird hierbei durch Gabe von Calcium-Antagonisten entgegengewirkt.1.1.3) Plötzliche Unterbrechung des chronischen Alkoholkonsum führt demgemäß zu einem übererregten Zustand → Ohne Alkohol besser mögliche Aktivierung der vermehrten NMDA-Rezeptoren 1.1.4) Zu einer entsprechenden Situation kann es dadurch kommen, daß Alkohol die Anzahl von Calciumkanälen erhöht und damit den Calciumeinstrom in die Zelle fördert. --> Einem Entzugssyndrom wird hierbei durch Gabe von Calcium-Antagonisten entgegengewirkt.1.1.5) Kortikale Überstimulation --> Delirium --> Entzugskrampfanfälle--> Vegetativer Dysfunktion und damit je nach Schwere zum sofortigen Trinkrückfall führen
- CAGE Questionnaire Haben Sie schon mal das Gefühl gehabt, Sie sollten weniger trinken? (CUT down on your drinking?) Haben Leute Ihr trinken schon mal kritisiert? (ANNOYED you by criticizing your drinking?) Hatten Sie sich schon mal Schuldgefühle wegen Ihres Trinkverhaltens? (felt GUILTY about your drinking?) Haben Sie schon mal morgens als erstes Alkohol getrunken, um die Nerven zu beruhigen oder einen Kater zu beseitigen? (EYE OPENER)
- Bilanz-Entscheidungs-Viereck S. 38
- Alkoholentzugsbehandlung - Medikamente S. 40
- Qualifizierte Entzugsbehandlung (QE) - What´s dett? S. 44
- Langzeitentwöhnungsbehandlung - Def. S. 45
- Psychotherapeutische Strategien S. 46
- Pharmakologische Rückfallprophylaxe (I) S. 50