103

Klinische Psychologie- und Psychopathologie (Subject) / Klinische Psychologie- und Psychopathologie (Lesson)

Klinische Psychologie- und Psychopathologie

This lesson was created by jazie.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Psychologie ist in ein Kordinatensystem eingeordnet. Welche Hauptgebiete kreuzen sich? Normal-pathologisch Sozial-biologisch
  • Was bezeichnet man als bio-pscho-sozialen Kontext? Gesamtheit von persönlicher Vergangenheit und Familiengeschichte, Privat und Berufsleben, in die jeder Mensch eingebettet ist.
  • Welche Grundhaltung muss ein Psychologe im Gespräch einnehmen? warm und mitfühlend => schafft Vertrauensverhältnis zw. Patient & Psychologen 
  • Wie viele Hauptformen des klinisch-psyhologischen Gesprächs gibt es? Nenne sie! 3 Krisengespräch (Analyse gegenwärtiges Verhalten, Ziel: Erleichterung, Hilfe; Analyse gegenwärtiges Verhalten) Erstgespräch (Analyse Symptome=>psych. Diagnose) Folgegespräch (feststehende Diagnose, Konzentration auf Einzelprobleme)  
  • Was sind die 3 Säulen der Psychotherpie? Zweck => Linderung psych. Leidens Mittel => Aufbau Vertrauensverhältnis, Distanzwahrung Kriterium => Vorhandensein entsp. Ausbildung/Kompetenz
  • Wann wird eine Familientherapie durchgeführt? wenn Ursache des Problems mglw. Interaktion mit seinem Umfeld ist
  • Wenn jemand ständig Angst hat, spricht man von Angst als... Eigenschaft
  • Definition Neuropsychologie Zusammenhänge von Ursache und Wirkung, zwischen Schädigungen des Nervensystems und psychischen Störungen.
  • Definition Psychopharmakologie Lehre von der Wirkung eingenommener oder injizierter Substanzen auf die Psyche des Menschen
  • Was betrachtet die Sozialpsychologie? Den Menschen im Rahmen einer soz. Gruppe bzw. Beziehung zu anderen soz. Gruppen
  • Advertisement
  • Welche 4 Techniken gibt es in der Psychoanalyse? Analyse der freien Assoziation Traumanalyse Analyse der Widerstände Analyse der Übertragung
  • Definition von Angst ist ein subjektiv empfundnener emotionaler Zustand hervorgerufen durch: Furcht Beengung Erregung durch ein Gefühl der Bedrohung
  • Was bezeichnet man als Angststörung? krankhafter Zustand bei dem grundlos & unangemessen starke Ängste od. Panikattacken auftreten keine Folge von körperlicher Erkrankung od. Suchtmittelmissbrauchs
  • Welche sind die körperlichen Anzeichen einer Angststörung? - Herzklopfen oder -rasen - Schwindel - Übelkeit - Hitzewallungen - Verdauungsprobleme - "Knoten im Hals"
  • Welche zwei Formen der Angst werden unterschieden? vorübergehende Angst als Zustand (State-Angst od. Zustandsangst) permanente Angst als Eigenschaft (Trait-Angst od. Eigenschaftsangst) ist chronisch und beeinträchtigt das soziale Leben des Betroffenen
  • Was ist eine Panikattacke? Akuter, intensiver und zeitlich begrenzter Angstanfall. plötzliche Krise, Eintritt jederzeit ohne besonderen Anlass Intensität der Angst erreicht innert Sekunden od. Minute ihren Höhenpunkt und klinkt danach langsam ab ( einige Minuten bis Stunden) 
  • Auf welche drei Ebenen wirkt sich die Panikattacke aus? Psyche Angst verrückt zu werden, zu sterben, unkontrolliertes zu tun, Umwelt fremdartig wahrgenommen Körper Herz-Kreislaufprobleme, Erstickungsgefühl, Schwindel, Hitzewallung, Schüttelfrost, Zittern, Übelkeit Verhalten wie gelähmt, stark erregt, Fluchtbedürfnis
  • Wann spricht man von einer Panikstörung? Wenn Panikattacken zu einer chronischen Erkrankung werden.
  • Definition von Phobien Sind Störungen, bei denen Angst ausschliesslich oder überwiegend durch eindeutig definierte, im Allgemeinen ungefährliche Situationen oder Objekte hervorgerufen wird.
  • Was sind die Gemeinsamkeiten aller Phobien? - langandauernd - durch Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten gekennzeichnet - und können sozial stark beeinträchtigend sein Den Betroffenen ist es bewusst, dass die Ängste übertrieben sind, trotzdem können sie diese nicht unterdrücken
  • Durch was ist die Sozialphobie (häufigste Phobie) gekennzeichnet? Durch die übertriebende Angst von anderen beobachtet oder kritisiert zu werden. Angst: vor Menschen zu sprechen in der Öffentlichkeit befragt zu werden in der Öffentlichkeit zu erröten nicht antworten zu können in der Öffentlichkeit zu essen körperliche Probleme zu haben
  • Anzeichen einer generalisierten Angst ständige grundlose Befürchtungen- körperliche Anspannung mit Zittern, Gliederschmerzen, Asthenie Reizbarkeit Hyperaktivität Schlaflosigkeit
  • Definition von Zwangsstörung Zwangsstörung ist eine spezielle Form der Angststörung, die von Zwangsgedanken und -handlungen begleitet wird
  • Was sind Zwangsgedanken? Sind wiederholende Gedanken und Vorstellungen Zwangsgedanke reicht aus, um Angst auszulösen Irrationalität ist bewusst, kann aber nicht unter Kontrolle gebracht werden Besipiele: Vorstellungen (Kontrollzwang, moralische/religöse Vorstellungen) Impulse (Angst, Schimpfworte zu sagen) Phobien (Themenbereich Sauberkeit, Schutz des Körpers) 
  • Was sind Zwangshandlungen? Sind Handlungen, streng ritualisiert und gleichförmig immer wieder vollzogen  Betroffenen gelingt es nicht , die Zwangshandlung zu unterlassen, obwohl er ihre Sinnlosigkeit erkennt. Besipiele: einfache Handlung als Beschwörungsritual ( "nicht auf die weisse Linie treten") komplexere Handlung wie streng ritualisiertes Händewaschen stereotype innerliche, geistige Vorgänge (Aufsagen von Zahlenreihen, Worten, Gebeten)
  • Definition von posttraumatische Belastungsstörung pathologischer Zustand durch starke emotionale Erschütterung hervorgerufen Tritt unmittelbar, Tage oder auch Jahre nach schrecklich und bedrohlich empfundener Ereignis auf z.B. Überfall, Naturkatastrophe, Verkehrsunfall, Krieg... Folge eines konkreten Schock-Erlebnisses
  • Welches Verhalten ist typisch für die posttraumatische Belastungsstörung? Ständiges Wiedererleben des traumatischen Ereignisses: Immer wieder mit hoher emotionaler Intensität Betroffener ist immer auf der Haut zeigt übertriebene Schreckreaktionen  st in Erregung  hat aggressive Impulse hat emotionale Krisen  hat mentale Probleme   
  • Wie müssen Angststörungen behandelt werden? meistens mehrgleisig und mit Medikamenten wie Anxiolytikum und Antidepressiva
  • Welche Formen der Therapien bei Angststörungen gibt es? - Entspannungstherapie Erlernen von Entspannungstechniken, dann Angst aussetzen, mit der Zeit wird Angst erträglicher,Druck nimmt ab - Verhaltenstherapie Angstabbau durch Desensibilisierung (Angstaussetzung Schritt für Schritt), Selbstbestätigung & soziales Lernen (Rollenspiele) - Kognitive Therapie Denkfehler abstellen, während Angstzustand spricht Patient über inneren Zustand => Therapeut lernt Vorgänge in Patienten kennen und therapieren
  • Welche ist die häufigste Form von Stimmungsstörungen? die Depression
  • Advertisement
  • Welche sind die drei Hauptsymptome einer schweren Depression? - Depressive Stimmung  in erhöhter Intensität anhaltende Dauer körperl. Schmerzen mgl. Gleichgültigkeit Dysphorie (gedrückte Stimmungslage Wut-Freude zeitlich variiert) schmerzhafte Hyperthymie (Überempfindlich kleinster Ereignisse im Alltag) - Verlangsamung geistige Aktivität (Denken langsam mit abnehmender Qualität, Einschränkung Ausdrucksfähigkeit, Konzentrations- & Erinnerungsschwierigkeiten) motorische Aktivität (Bewegung langsam, Gesicht starr, Sprache langsam&monoton, keine Initiative, passiv, zurückgezogen, Müdigkeit) - Schlafstörungen Einschlafstörung Durchschlafstörung Ausschlafstörung manchmal Hypersomnie (Schlafsucht)
  • Welche weiteren Anzeichen (neben der 3 Hauptsymptome) gibt es noch bei der schweren Depression? Asthenie: grundlose Erschöpfung Störung des Sexuallebens Verdauungsstörugen Störungen der Harnausscheidung Herz-Kreislaufstörungen Neuromuskuläre Probleme: Schwächung der Muskelkrakft, Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Schwindel
  • Andere Formen der Stimmungsstörungen neben Depressionen: - Melancholie tiefe schmerzliche Verstimmung kein Interesse für Aussenwelt Verlust Liebesgefühle Herabsetzung des Selbstwertgefühls - Lavierte Depression (verkleidete Depression) Verstimmung nicht im Vordergrund sondern Vielfalt körperlicher Beschwerden (Kopf- und Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Herzbeschwerden - Saisonale Depression Winterdepression Fehlen von Tageslicht Symptome: Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, kein Interesse, Libidoschwäche (sex.Lustlosigkeit,), erh. chlafbedürfnis, Gewichtszunahme, Heisshunger auf Kohlenhydrate) 
  • Welche Ursachen der Stimmungsstörungen gibt es? - Organische Ursachen Neurologische Ursache (Gehirntumor, Parkinson, Multiple Sklerose usw.) Hormonelle Ursachen (Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Menopause usw) Systematische Ursachen (Krebs, Leukämie, Tuberkolose) - Ursachen im Umfeld Verlust eines Menschen Probleme im soz. Umfeld/Arbeitsplatz - Psychologische Ursachen pers. Vergangenheit Erlebnisse in Kindheit Schwierigkeiten im Sozial- und Berufsleben
  • Welche Therapieformen gibt es bei Stimmungsstörungen? - Pharmokotherapie medik. Behandlung mit Antidepressiva (AD) mgl. in 3 Gruppen (nicht-sedierende AD mit anregender Wirkung, sedierende AD mit beruhigender Wirkung, intermediäre AD je nach Pat. anregend oder beruhigend) therapeutische Wirkung nach ca. 3 Wochen, Wirkung auf Verlangsamung und Schlafstörungen nach ca. 5-6 Tagen - Stationäre Behandlung Hauptgrund: Selbstmordrisiko - Psychotherapien kognitive Verhaltenstherapie manchmal auch Lichttherapie
  • Definition von psychisch bedingte Anorexia psychisch bedingte Appetitlossigkeit = Magersucht
  • Was ist bei einer Person die an einer psychisch bedingten Anorexia leidet gestört? die Körperwahrnehmung
  • Durch welche 3 Hauptsymptome ist die psychisch bedingte Anorexia zu erkennen? - Gewichtsverlust Körper mager, knochig, hohle Wangen, Haare trocken/glanzlos Extremitäten blass bis bläulich stark&dicht wachsene Körperhaare (Hypertrichose) Blutdruck niedrig, Puls tief Verstopfung - Nahrungsverweigerung Oft Einnahme von Appetitzügler, Abführmittel, Diuretika (Urin fördernd) - Amenorrhoe
  • Welche anderen typischen Anzeichen (neben der Symptomtriade) gibt es bei einer Anorexia? Störung des Beziehungslebens: Abhängigkeitsverhältnis wird aufgebaut Störung des Sexuallebens: keinerlei sexuelles Verlangen Überbetonung der intellektuellen Aktivitäten: durch geistige Leistung glänzen Stimmungsstörungen: stehen niemals im Vordergrund
  • In welchen drei Phasen verläuft die psychisch bedingte Anorexia? - Angangsphase Auslöser meist wichtige Veränderung im Leben (Wechsel der Schule /Wohnort, Veränderung in der Familie) Zunächst geben die Betroffenen an, eine Diät zu machen - Zweite Phase von Optimiusmus geprägt Beschwichtigungen gegenüber Bezugspersonen Gefühl wächst, Kontrolle über sich selbst und andere zu besitzen - Dritte Phase  gelengtlich depressive Störungen & Angstgefühle Phasen von Bulimie möglich Phase kann sich über längeren Zeitraum hinziehen und bis zur Kachexie (Auszehrung) führen, dem Endstadium der Anorexia
  • Wie verläuft die psychisch bedingte Anorexia beim jungen Mann? tritt vorallem bei übergewichtigen Jungen auf verursacht eine Verzögerung des körperlichen Wachstums und der körperlichen Reife auch hier ist das sexuelle Verlangen gestört
  • Welche Therapieformen gibt es bei der Anorexia und der Bulimie? Stationäre Behandlung Notfallmassnahme bei Gefährdung durch tragische Abmagerung oder Selbstmordversuche Hauptziel: Verbesserung körperlichen Zustand mit Hilfe eines Ernährungsberaters Abschluss eines "Gewichtsvertrag" mit Betreuern u. Eltern zur  Gewichtsteigerung durch korrekte Ernährung. Isolation von soz. Umfeld in dieser Zeit, Belohnung bei erreichter Gewichtsschwelle in Form von Telefonat, Besuch od. später mit Ausgang Dauer ca. 3 bis 6 Monate Ambulante Therapie Behandlung mit Antidepressiva und Ernährungsberatung Gruppentherpie: Interindividuelle Beziehungen wird thematisiert und Netz von sozialen Kontakten erstellt Familientherapie soll Gleichgewichtsverhälnisse im Familiengefüge verändern. Wegen Stabilität der Angehörigen ist sie oft schwer umzusetzen
  • Definition von Bulimie Ess-Brech-Sucht Parallel können auch Abführmittel eingenommen werden
  • Wie verläuft eine Krisenphase bei der Bulimie? Krisenphasen setzten abrupt ein Betroffene Person kann sich nicht gegen die zwanghafte Attacke wehren & verschlingt hastig und gierig eine riesige Menge Nahrungsmittel Vorräte von kalorienreicher und schwerer Nahrung werden im Voraus angelegt Heisshungerattacken werden gefolgt von selbst herbeigeführtem Erbrechen, erfolgt oft auch automatisch Krisenphase kann bis 2 Wochen dauern mit bis zu 15 Attacken pro Tag
  • Wie fühlt sich der Betroffene nach einer Krisenattacke von Bulimie? fühlt sich geschwächt leidet unter körperlichen Schmerzen, vor allem im Oberbauch und empfindet häufig Unwohlsein Person schämt sich, erekelt vor sich selber und empfindet Reue
  • Ambulante Therapie bei Bulimie Therapie durch Verschreibung von Antidepressiva Wirkung ist erfolgreich auch wenn keine Stimmungsstörung vorhanden ist Pat. mit starken Ängsten, werden noch zusätzlich Anxiolytikum behandelt kognitive Verhaltenstherpie um das Zwangsverhalten aus Hinunterschlingen und Erbrechen unter Kontrolle zu bringen
  • Definition von Neurose? seelisch bzw. psychosozial bedingte Gesundheitsstörung ohne nachweisbare körperliche Grundlage
  • Wie äussert sich die Neurose? Verhalten und Persönlichkeit des Betroffnen können beeinträchtigt sein, bleiben aber innerhalb sozial akzeptierter Grenzen Das neurotische Beschwerdebild ist Folge oder gar symbolischer Ausdruck (z.B. Herzneurose) des krankmachenden seelischen Konfliktes, der aber unbewusst bleibt
  • Symptome, die alle Formen der Neurose kennzeichnen - Anomalien der sexuellen Aktivität Sexuelle Hemmungen, wie Abnahme der Libido und Probleme beim Geschlechtsverkehr Bei der Frau: Frigidität und Schmerzen beim Geschlchtsverkehr Beim Mann: nicht vollständige Impotenz mit Ejakulatonsprobleme - Schlafstörungen vor allem Einschlafstörungen und nach mehrfachem Aufwachen, wieder einzuschlafen gelegentlich wird auch eine Hypersomnie beobachtet - Asthenie Kraftlosigkeit ist morgens am ausgeprägtesten und bessert sich im Laufe des Tages Müdigkeit ist übermässig stark und wird von Angstzuständen begleitet - Angst sie sich können psychisch od. physisch auswirken die ständige Sorgenbereitschaft ist nicht zu kontrollieren Typisch sind: ständig erhöhte Anspannung, Nervosität, Erregung, Überwachheit und zahlreiche vegetative Beschwerden - Hypochondrische Störungen Äussert sich vor allem in ängstlicher, meist körperbezognener Selbstbeobachtung und grundlose Berfürchtungen, an einer schweren Erkrankung zu leiden - Essstörungen Phasenweise äussern sich diese entweder quantitativ (Pat. isst wenig od. viel) oder qualitativ (Pat. verweigert ein Nahrungsmittel)
  • Welche ist die bekannteste Form der Neurose? die Hysterie auch hysterische Neurose genannt