36

Kriminalpsychologie (Subject) / Kapitel 3 (Lesson)

psychologische Kriminalitätstheorien

This lesson was created by Nadjaka.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Welche psychologischen Kriminalitätstheorien wurden besprochen. Was ist jeweils die Quintessenz in einem Satz ? 1.Freuds psychoanalytische Theorie: Del. Verhalten ist Rückschritt auf frühere Entwicklungsstufe (Kind ist "geborener" Verbrecher, asoziales Wesen). Psychopathologische Entwicklung in best Phasen geht mit spezifischen Delikten einher. 2.Frustrations-Aggressions-Hypothese Dollard, weiterentwicklung durch Berkowitz: Aggression ist Rektion auf aversives Ereignis (zB Frustration) 3. Lerntheoretische Modelle: Verhalten ist erlernt. Unterschied v.a. darin welche Form von lernen im Mittelpunkt der Theorie steht. 4.Theorien rationaler Entscheidungen: Delinquentes Verhalten ist eine rationale Wahl. Menschen unterscheiden sich nicht (so sehr) qualitativ sondern vielmehr quantitativ aufgrund differentieller Gelegenheitsstrukturen. (Erweiterte Theorien integrieren individuele Faktoren wie zB Impulsivität-> niedrigere Schwelle) 5. Theorien der sozialen Informationsverarbeitung. Aggressive personen haben kognitive Schemata und Skripte, die zu verzerrter Informationsverarbeitung führen in den verschiedenen Phasen der Handlungsvorbereitung. 6. Kumulierte Risikomodelle: Empirisch beobachtbare stabile verläufe werden auf die Wirkung von Risikofaktoren zurückgeführt, deren Wirkung bei Kumulierung gravierend (in einer Studie von ? sogar exponentiell) ansteigt. Diese Modelle stellen eine Zusammenfassung und Verknüpfung empirischer Befunde dar. 7. Modell des integriereten kognitiv-antisozialen Potentials von Farrington: Erklärt einerseit die Entstehung von langfristig kriminellem Potential. Darüberhinaus aber auch die Faktoren die zusätzlich hinzukommen müssen damit kriminelles Verhalten ausgeübt wird (neben dem langfristig kriminellen Potential auch kurzfristig motivierende Faktoren/Auslöser und günstige Gelegenheitsstrukturen . 8. Schutzfaktoren: Empirisch lassen sich immer wieder untypische Verläufe finden wie: Spontane Beendigung der kriminellen Karriere, Unauffällige Entwicklung trotz hoher Risikobelastung, Latebloomers mit relativ spätem Einstieg in kriminelle Karriere. Diese Entwicklungen können mit Hilfe von Schutzfaktoren erklärt werden, die nur dann zum tragen kommen, wenn eine Risikobelastung vorliegt. Eine kumulierte Wirkung ist wahrscheinlich, wurde bisher aber selten nachgewiesen. Zu beachten ist, dass SF und RF in Richtung und Wirkung nicht stabil sein müssen: sie können sich umkehren, ein SF für die eine Störung kann RF für eine andere sein, und: sie können differentielle Wirkung bei unterschiedlichen Personen haben (zB in abhkeit vom geschlecht) 9. Aktualgenese antisoziale Verhaltens 10. Verlaufstypologien: Es lassen sich unterschiedliche prototypische Verläufe finden, die jeweils unterschiedliche Entstehungs- und Bedingungsfaktoren aufweisen. Allerdings wurden in unterschiedlichen Studien jeweils unterschiedliche prototypische Verläufe entdeckt, was zT auf die Methodenabhängigkeit der gefundenen Typologien zurückzuführen ist. Relativ stabile Befunde sind allerding: Stabile lebenslange Verläufe/ Intensivstraftäter, Jugendliche passagere Delinquenz, untypische Verläufe: Spontanabbrecher und Late-Bloomers.
  • Welche psychologischen Kriminalitätstheorien wurden besprochen. Was ist jeweils die Quintessenz in einem Satz ? 1.Freuds psychoanalytische Theorie: Del. Verhalten ist Rückschritt auf frühere Entwicklungsstufe (Kind ist "geborener" Verbrecher, asoziales Wesen). Psychopathologische Entwicklung in best Phasen geht mit spezifischen Delikten einher. 2.Frustrations-Aggressions-Hypothese Dollard, weiterentwicklung durch Berkowitz: Aggression ist Rektion auf aversives Ereignis (zB Frustration) 3. Lerntheoretische Modelle: Verhalten ist erlernt. Unterschied v.a. darin welche Form von lernen im Mittelpunkt der Theorie steht. 4.Theorien rationaler Entscheidungen: Delinquentes Verhalten ist eine rationale Wahl. Menschen unterscheiden sich nicht (so sehr) qualitativ sondern vielmehr quantitativ aufgrund differentieller Gelegenheitsstrukturen. (Erweiterte Theorien integrieren individuele Faktoren wie zB Impulsivität-> niedrigere Schwelle) 5. Theorien der sozialen Informationsverarbeitung. Aggressive personen haben kognitive Schemata und Skripte, die zu verzerrter Informationsverarbeitung führen in den verschiedenen Phasen der Handlungsvorbereitung. 6. Kumulierte Risikomodelle: Empirisch beobachtbare stabile verläufe werden auf die Wirkung von Risikofaktoren zurückgeführt, deren Wirkung bei Kumulierung gravierend (in einer Studie von ? sogar exponentiell) ansteigt. Diese Modelle stellen eine Zusammenfassung und Verknüpfung empirischer Befunde dar. 7. Modell des integriereten kognitiv-antisozialen Potentials von Farrington: Erklärt einerseit die Entstehung von langfristig kriminellem Potential. Darüberhinaus aber auch die Faktoren die zusätzlich hinzukommen müssen damit kriminelles Verhalten ausgeübt wird (neben dem langfristig kriminellen Potential auch kurzfristig motivierende Faktoren/Auslöser und günstige Gelegenheitsstrukturen . 8. Schutzfaktoren: Empirisch lassen sich immer wieder untypische Verläufe finden wie: Spontane Beendigung der kriminellen Karriere, Unauffällige Entwicklung trotz hoher Risikobelastung, Latebloomers mit relativ spätem Einstieg in kriminelle Karriere. Diese Entwicklungen können mit Hilfe von Schutzfaktoren erklärt werden, die nur dann zum tragen kommen, wenn eine Risikobelastung vorliegt. Eine kumulierte Wirkung ist wahrscheinlich, wurde bisher aber selten nachgewiesen. Zu beachten ist, dass SF und RF in Richtung und Wirkung nicht stabil sein müssen: sie können sich umkehren, ein SF für die eine Störung kann RF für eine andere sein, und: sie können differentielle Wirkung bei unterschiedlichen Personen haben (zB in abhkeit vom geschlecht) 9. Aktualgenese antisoziale Verhaltens: integriert Modell kumulierter Risiken mit dem Modell des integriereten kognitiv-antisozialen Potentials (Farrington) und beinhaltet benennt darüber hinaus die Konsequenzenantisozialen Verhaltens, die  zu dessen Aufrechterhaltung/Verstärkung führen (Ettikettierung, Konsequenzlernen) 10. Verlaufstypologien: Es lassen sich unterschiedliche prototypische Verläufe finden, die jeweils unterschiedliche Entstehungs- und Bedingungsfaktoren aufweisen. Allerdings wurden in unterschiedlichen Studien jeweils unterschiedliche prototypische Verläufe entdeckt, was zT auf die Methodenabhängigkeit der gefundenen Typologien zurückzuführen ist. Relativ stabile Befunde sind allerding: Stabile lebenslange Verläufe/ Intensivstraftäter, Jugendliche passagere Delinquenz, untypische Verläufe: Spontanabbrecher und Late-Bloomers.
  • Was sind die Grundannahmen von Freuds Theorie ? 1. Das Kind ist der geborene Verbrecher, Asozialpolymorph perverses Wesen 2. Antisoziales Verhalten ist Rückschritt auf frühere Entwicklungsstufe 3.Durch psychopathologische Entwicklung in bestimmten Entwicklungsphasen kommt es zu charakteristischem delinquenten Verhalten
  • Welche Entwicklungsstufen sind nach Freud mit welchem delinquenten Verhalten verknüpft ? Suchtproblematik -> 1.LJ gestörte Bindung, kein Urvertrauen Streben nach macht: Betrug Diebstahl, Mord aus Rache, sexuelle Perversion -> 2-3.LJ Trauma führt zu Minderwertigkeitsgefühl das kompensiert werden soll Delikte im Zushang mit Sex: sexuelle Gewalt, Prostitution, Sadismus .... -> 4-5 LJ keine Identifikation mit gleichgeschlechtlichem Elternteil
  • Kritik an Freuds Theorie ? -Strukturmodell nicht empririsch bestätigt -retrospektive hypothesenprüfung -pathologisierung von verbrechen
  • Was sind die Grundannahmen von Freuds Theorie ? 1. Das Kind ist der geborene Verbrecher, Asozialpolymorph perverses Wesen. Wird Triebbefriedigung durch Über-Ich und Umwelt frustriert kommt es zu Aggressivität und Kriminalität 2. Antisoziales Verhalten ist Rückschritt auf frühere Entwicklungsstufe 3.Durch psychopathologische Entwicklung in bestimmten Entwicklungsphasen kommt es zu charakteristischem delinquenten Verhalten
  • Grundannahme der Frustrations-Aggr-Hypothese von Dollars ? Die Frustrations-Aggressions-Hypothese besagt, dass das Erleben von Frustration die Wahrscheinlichkeit von aggressivem Verhalten steigert. In späteren  Ergänzungen  wird 1. als Mediator der negative Affekt eingeführt. 2.Zusätzlich zur Frustration kommt der  Faktor "Motiv zur Aggression" hinzu. 3.Wird die Aggression gegen den Verursacher blockiert, kommt es zu Verschiebung.  4. Zusätzlich wurde die Katharsishypothese mit aufgenommen die besagt, dass aggressives Verhalten eine kathartische Wirkung hat und so das Motiv zur Aggression befriedigt/hemmt.
  • Was sind die Unterschiede in Berkowitzs Theorie ? Bewertung ? 1. Nicht nur Frustration sondern jesed Aversive Ereignis erhöht die Wkeit für Aggression(Hitze, Kälte, Provokation, Lärm...) indem sie negativen Affekt auslösen 2. Statt Motiv für Aggression werden hier Hinweisreize als zusätlicher Faktor gesehen. zB geballte faust, Waffe,... 3. die Reaktion muss nicht immer Aggression sein. Es kann auch zu anderen aversive reaktionen kommen Bewertung: + gute emp. Belege zB für die Steuerungsmöglkeit durch Hinweisreize - Allerdings wenig prognostischer Nutzen ?  
  • Lerntheoretische Wirkung von Verstärkung und Bestrafung. Was sind die Probleme durch die Dissoziales Verhalten verstärkt werden ? 1. Dissoziales Verhalten hat in der Regel eine positive Bilanz  2. Positives Verhalten folgt immer und unmittelbar 3. Bestragung zeigt nur geringe Wirkung da: 1. sie verzögert eintritt 2.Es anders als bei Verstärkung nicht zu Generalisierung sondern zu Diskriminationslernen kommt 3.die Wkeit für Strafe sehr gering ist ->ausbleiben erwarteter Bestrafung wirkt negativ verstärkend
  • Nenne einige lerntheoretische Befunde zu Bestrafung ! Achtung: die Befunde aus experimentellen, erziehungs- und kriminologischen Studien sind nicht sehr konsistent ! 1. Strafe wirkt im Labor um so besser, je größer der Strafreiz (gilt nicht in krim. Studien: hier wirkt eher die Wkeit der entdeckung)  2.Strafe wirkt besser, je wenn Belohnung/Verstärkung bisher seltener und mit Verzögerung erfolgte (und nicht so groß war)  -> daher va bei diskontinuierlichen Verstärkerplänen (die ja für sich genommen Verhalten eigentlich langfristiger Verstärken) 3. Strafe verliert im Labor schon nach kurzer Latenz (5 sec) seine Wirkung. Achtung Tierstudien, Experimentelle Studien -> unklar, inwieweit kognitive  und sprachliche Vermittlung diese Spanne erweitern  4. Anders als bei Versärkung ist kontinuierliche Bestrafung wirksamer. Bleibt erwartete Bestrafung aus, wirkt dies negativ Verstärkend. 5. Bei Strafe kommt es zu diskriminationslernen 6. Strafe kann nur wirken wenn alternatives Verhalten verfügbar ist.
  • Advertisement
  • Nenne einige lerntheoretische Befunde zu Bestrafung ! Achtung: die Befunde aus experimentellen, erziehungs- und kriminologischen Studien sind nicht sehr konsistent ! 1. Strafe wirkt im Labor um so besser, je größer der Strafreiz (gilt nicht in krim. Studien: hier wirkt eher die Wkeit der entdeckung)  2.Strafe wirkt besser, je wenn Belohnung/Verstärkung bisher seltener und mit Verzögerung erfolgte (und nicht so groß war)  -> daher va bei diskontinuierlichen Verstärkerplänen (die ja für sich genommen Verhalten eigentlich langfristiger Verstärken) 3. Strafe verliert im Labor schon nach kurzer Latenz (5 sec) seine Wirkung. Achtung Tierstudien, Experimentelle Studien -> unklar, inwieweit kognitive  und sprachliche Vermittlung diese Spanne erweitern  4. Anders als bei Versärkung ist kontinuierliche Bestrafung wirksamer. Bleibt erwartete Bestrafung aus, wirkt dies negativ Verstärkend. 5. Bei Strafe kommt es zu diskriminationslernen 6. Strafe kann nur wirken wenn alternatives Verhalten mit ähnlichem Wert verfügbar ist. (Aufmerksamkeit/Anerkennung, materielle Werte/Geld)
  • Warum können die lernztheoretischen Befunde nicht ohne weiteres übertragen werden ? -Tierexperimente, zudem mit oft hochdeprivierten Tieren-> hohe Verhaltensmotivation -Studien an Kindern und Studenten mit geringer Repräsentativität -in Realität liegen Alternative Verhaltensmöglichkeiten sehr viel weiter auseinander (Stehlen versus Arbeiten) - in realität ist Gratifikationsstruktur viel Komplexer (Status, materieller gewinn, ...) -Strafreize im Labor einfache aversive Reize...
  • Banduras Modell der Aggression ? Bandura hat verschiedene Konzepte zu einer sozial-kognitiven Theorie integriert die 3 Phasen tematisiert: Erwerb, Auslösung und Stabilisierung/Destabilisierung von Verhalten. Auf allen Ebenen spielt Beobachtungslernen eine Rolle wobei aber auch operante Konditionierungen berücksichtigt werden. Daneben werden berücksichtigt: AUf der Ebene des Erwerbs: struturelle/biologische  Determinanten (Persönlichkeit) als Moderatoren der Lernerfahrung. Auf der Ebene der Auslösung: Faktoren die die Beurteilung der Situation beeinflussen: Modelle - wirken hie rnicht mehr nur zum lernen sondern auch beispw. durch legitimisierung oder Emotionalisierung. Alkohol/Drogen, Befehle/Anweisunge, motivierende Anreize, aversive behandlung/Frustration/wahrgenommene Schädigung. Auf der Ebene der Stabilisierung/Destabilisierung: Neben Modelllernen und externen Kontingenzen (direkt und indirket: stellvertretende Verstärkung. Negative und Positive Verstärkung) werden hier auch Prozesse ser Selbstregulation angenommen, so könne zB durch Neutralisierungen negative Selbstbeurteilungen und Schulderleben abgepuffert werden.
  • Was sind die Grundannahmen von Cornish und Clarks Modellrationaler Entscheidungen und was folgt daraus ? Kritik ? Grundannahme: Der Mensch ist rational und daher geht jedem Verhalten eine Kosten-Nutzen-Kalkulation voraus. Dabei gilt: Der Nutzen soll maximiert werden(Nutzenmaximierung), es werden lediglich Kosten und Nutzen für sich selbst betrachtet nicht für andere (Egoismusannahme). Folgerung: Delinquentes und nicht-delinquentes Verhalten unterscheiden sich daher nicht qualitativ sondern quantitativ (aufgrund differentielle Gelegenheitsstrukturen) Wie Unterscheide zustande kommen: Durch Faktoren, die die Gelegenheitsstruktur und die Kosten-Nutzen-Kalkulation beeinflussen:  Anzahl Gelegenheiten, Erfolgwkeit, Höhe des Gewinns, Misserfolgswkeit (Entdeckungsrisiko), Höhe der Sanktion -> wie günstig ist die Gelegenheit Kritik: 1. Affekthandlungen können nicht erklärt werden 2. Individuelle Faktoren wie bspw Impulsivität, Lernerfahrungen werden nicht berücksichtigt (wurden aber in Erweiterungen des Modells integriert )
  • das Modell rationaler Entscheidungen legt nahe, präventiv an den Gelegenheitsstrukturen anzusetzen indem die Erfolgswkeit verringert und die Entdeckungswkeit erhöht wird. Was bedeutet in diesem Zusammenhang? Verschiebung tritt auf, wenn es Alternativen gibt, die demselben Bedürfnis dienen, denselben Nutzen haben und weniger Kosten/Risiko haben. Bsp.: Wegfahrsperren bei neueren KFZ-Modellen -> Ausweichen aud andere Modelle
  • Spezialisieren sich Straftäter auf immer ähnliche Straftaten oder auf eine Vielzahl von Delikten ? Das ist Abhängig davon, welchem Bedürfnis die Delikte dienen sollen -> Generalisierung tritt dann auf, wenn eine Vielzahl von Delikten demselben bedürfnis dient und dabei ähnliche Kosten hat.
  • Was ist die Grundannahme des Modell sozialer Informationsverarbeitung ? Aggressive Personen besitzen kognitive Schemata und Skripte, die zu verzerrter Informationsverarbeitung führt in den verschiednen Phasen der Handlungsvorbereitung
  • Welche 6 Phasen der Informationsverarbeitung unterscheiden Crack&Dodge ? Und was sind die typischen Abweichungen dissozialer Personen ? 1. Entschlüsselung der Externen und internen Information -> wahrnehmungsvorteil:aggresive/bedrohliche Reize werden schneller entdeckt 2.Interpretation der Situation: Kausalattribution, Zuschreibung von Absicht, Selbst- und Fremdevaluation -> Vorschnell interpretation von Feindseligkeit 3. Zielabklärung:Wie will ich diese Situation nutzen, wie komme ich aus der Situation raus....-> eher Ziele, andere zu schädigen, Gesicht nicht zu verlieren, Grenzen abzustecken  4. Reaktionssuche: Suche im Verhaltensrepertoire nach geeigneten Reaktionen -> quantitativ kein reduziertes Verhaltensrepertoire, allerdings wenig sozial kompetente Alternativen 5.Handlungsbewertung und Auswahl: Die im Hinblick auf das Ziel vielversprechendste Handlung wird gewählt -> aggressives Verhalten wird grundsätzich positiv bewertet hinsichtlich der Zielerreichung un dist mit hoher Erfolgserwartung verknüpft. 6.Handlungsinitiirung
  • das Modell rationaler Entscheidungen legt nahe, präventiv an den Gelegenheitsstrukturen anzusetzen indem die Erfolgswkeit verringert und die Entdeckungswkeit erhöht wird. Was bedeutet in diesem Zusammenhang "Verschiebung"? Verschiebung tritt auf, wenn es Alternativen gibt, die demselben Bedürfnis dienen, denselben Nutzen haben und weniger Kosten/Risiko haben. Bsp.: Wegfahrsperren bei neueren KFZ-Modellen -> Ausweichen aud andere Modelle Das gegenteil wäre Diffusion der wirkung einer Maßnahme
  • Kritik am Modell sozialer Informationsverarbeitung ? rein kognitives Modell, Emotionen werden nicht berücksichtigt. Es gibt aber Modifikationen, Beispweise das Allgemeine Aggressions-Modell von Anderson und Bushman.
  • Was besagt das Allgemeine Aggressions-Modell von Anderson und Bushman ? Wie das Modell der sozialen Informationsverarbeitung folgen hier den internen und externen Situationen Bewertungs-und Entscheidungsprozesse die durch innere Zustände Beeinflusst werden. Neben den Kognitionen spiele hier aber auch Emotionen und physiologische Erregung eine Rolle. Es wird davon ausgegangen dass diesen Prozessen entweder überlegtes (soziales) Verhalten oder aber impulsives (dissoziales) Verhalten folgt. (Die Wiederum die Situation verändern und neue Bewertungs-und Entscheidungsprozesse anstoßen) +es können auch Affekthandlungen erklärt werden - es gibt auch rationale kriminelle Handlungen
  • Erkläre das Modell kumulierter Risiken ! Empirisch beobachtbare stabile dissoziale Entwicklungsverläufe werden auf die Wirkung unterschiedlicher Risikofaktoren zurückgeführt, deren Wirkung bei Kumulierung gravierend ansteigt, d.h. die Wirkung kann sich potenzieren. Wobei wohldosierte Belastungen durchaus positive Effekte haben können auf psychische gesundheit und  Kompetenzentwicklung  -> Sie fassen viele empirische Befunde verknüpft zusammen.  Die Risikofaktoren folgen einem Entwicklungsverlauf von Kindheit über Jugend bis zu jungen Erwachsenen,  in dem sich antisoziales Verhalten in unterschiedlicher Weise manifestiert. Kind: Störung des Sozialverhaltens(Aggression, Lügen,Wutausbrüche) ->                   Jugendl.: Delinquenz,Straffälligkeit, jugendliches Problemverhalten (Cluster von J.) ->                 Erw.: Kriminalität, Antisoziale PK, Aggression
  • Nenne jeweils die 3 Faktoren von Stufe I - V des kumulierten Risikomodells Stufe I geringe Erziehungskompetenz/Konflkte (Konflikte& Gewalt, Beaufsichtigung, Erziehungsstil inkonsistent, zu hart oder indifferent) Multi-Pronblem-Milieus (instabile Familienbeziehungen, Finanzielle Probleme, GewalT/Vand. in Nachbarschaft) Genetische und biologische Grundlagen (Exp. schädlicher Substanzen/Mangelernährung, Geburtskomplikationen, genetische Belastung) Stufe II Bindungsprobleme  schwieriges Temperament, Impulsivität Kognitive Defizite, Aufmerksamkeitsprobleme: ADHS, Schwierigkeiten in exekutiven Funktionen, geringere intellektuelle Fähigkeiten Stufe III Zurückweisung durch Gleichaltrige Verzerrte Verarbeitung sozialer Information  (hostility Bias, Reaktionsalternativen aggressiv und wenig sozial kompetent, kurzsichtige Bewertung von Konsequenzen, Erwartung positiver Konsequenzen bei Aggression...) Probleme in Schule (Lernstörung, Rückzug aus Leistungssituation, Schulschwänzen) Abweichende PeerGroups (Vermeiden Beaufsichtigung, Modelle, Bekräftigungslernen) StufeIV Problematisches Selbstbild (Betonung von physischer Stärke und Körperlichkeit, unmittelbare Bedürfnisbefriedigung, Neutralisierung und rationalisierung abweichenden Verhaltens) Konsum Gewalthaltiger Medien (Amstumpfung, Übernahme negativer Stereotype und Feindbilder, Lerneffekt das aggressives Verhalten effektiv ist)            Selektionseffekt: gewalthaltige Comp.spiele sind das Mekka für jemanden mit ADHS,  Stufe V Probleme in Partnerschaft Probleme in Ausbildung/Arbeit/Beruf
  • Was ist der Prozess der Zwangsinteraktion nach Patterson, in dem sowohl kind als auch Erwachsene/Geschwister in ihrem probl. Verhalten positiv Verstärkt werden? Kind reagiert mit antisozialem Verhalten auf Aufforderungen, diese werden daruafhin aufgegeben, woraufhin wiederum das Kind das antisoziale verhalten beendet -> Sowohl das Kind als auch die Eltern werden negativ verstärkt
  • Zeichen sie einen typischen Entwicklungspfad delinquensbegünstigenden Verhaltens/Einstellungen nach ! Konflikte in Familie -> geringe Bindung an Eltern -> frühe Orientierung nach außen -> Anschluss an deviante Peers -> Übenahme devianten lebensstils  -> Risikoverhalten, Ablehnung schulischer Werte, striukturloses Verhalten, Bevorzugung von männlichkeitsnorm, ...
  • Untypische Entwicklungsverläufe können mit Resilienz/protektiven Faktorenerklärt werden. Was sind Protektive Faktoren und wie wirken sie ? Protektive Faktoren sind Merkmale und Prozesse, die den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren/Belastungen und psychosozialer Anpassung mediieren.  Sie können den negativen Effekt von Risikofaktoren abpuffern. Zumindest bei delinquentem Verhalten werden sie aber nur wirksam bei Vorliegen von Risikobelastung ( bei sehr geringer Belastung machen sie nicht weniger delinquent ) Protektive Faktoren sind auf individueller, sozialer und gesellschaftlicher Ebene zu finden:   1. soziale Kompetenz, kognitive Kompetenz, internale Kontrollüberzeugung, Sinnerleben, positive Bewältigungserfahrung, positives Selbstkonzept                                                             2.emotionale Bindung an min. eine zuverlässige Person, soziale Unterstützung, autoritativer Erziehungsstil
  • RF und Schutzfaktoren sind nicht stabil hinsichtlich ihrer Wirkrichtung, Wirkung und Stärke. Nenne Beispiele ! 1. Wirkungen können sich umkehren (zB Berufstätigkeit der Mutter bis zum 11. LJ ungünstig, danach sogar eher entwicklungsförderlich) 2. Differentielle Einflussmöglichkeiten: Derselbe Faktor kann bei Mädchen vs. Jungen unterschiedlich Wirken  3. Differentielle Einflussmöglichkeiten: Derselbe Faktor kann SF für eine Störung sein und zugleich RF für eine andere Störung (Bsp.: IQ -> schützt vor Delinquenz, begünstigt internalisierte Störungen)
  • Untypische Entwicklungsverläufe können mit Resilienz/protektiven Faktorenerklärt werden. Was sind Protektive Faktoren und wie wirken sie ? Protektive Faktoren sind Merkmale und Prozesse, die den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren/Belastungen und psychosozialer Anpassung mediieren.  Sie können den negativen Effekt von Risikofaktoren abpuffern. Zumindest bei delinquentem Verhalten werden sie aber nur wirksam bei Vorliegen von Risikobelastung ( bei sehr geringer Belastung machen sie nicht weniger delinquent ) Protektive Faktoren sind auf individueller, sozialer und gesellschaftlicher Ebene zu finden:   1. soziale Kompetenz, kognitive Kompetenz, internale Kontrollüberzeugung, Sinnerleben, positive Bewältigungserfahrung, positives Selbstkonzept, sinn für Humor, einfaches Temperament, Bindung an andere, Akademische Leistung,                                                             2.emotionale Bindung an min. eine zuverlässige Person, soziale Unterstützung, autoritativer Erziehungsstil, Spiritualität, ausreichend materielle ressourcen, schlischer Erfolg, wertgeschätzte Beganumg/Hobby, Kohäsion und Unterstützung in der Familie
  • Untypische Entwicklungsverläufe können mit Resilienz/protektiven Faktorenerklärt werden. Was sind Protektive Faktoren und wie wirken sie ? Protektive Faktoren sind Merkmale und Prozesse, die den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren/Belastungen und psychosozialer Anpassung mediieren.  Sie können den negativen Effekt von Risikofaktoren abpuffern. Zumindest bei delinquentem Verhalten werden sie aber nur wirksam bei Vorliegen von Risikobelastung ( bei sehr geringer Belastung machen sie nicht weniger delinquent ) Protektive Faktoren sind auf individueller, sozialer und gesellschaftlicher Ebene zu finden:   1. soziale Kompetenz, kognitive Kompetenz, internale Kontrollüberzeugung, Sinnerleben, positive Bewältigungserfahrung, positives Selbstkonzept, sinn für Humor, einfaches Temperament, Bindung an andere, Akademische Leistung,  Stressbewältigungskompetenzen, gutes Planungs-und Entscheidungsverhalten, Flexibilität im Umgang mit Veränderung                                                                                            2.emotionale Bindung an min. eine zuverlässige Person, soziale Unterstützung, autoritativer Erziehungsstil, Spiritualität, ausreichend materielle ressourcen, schlischer Erfolg, wertgeschätzte Beganumg/Hobby, Kohäsion und Unterstützung in der Familie
  • In welche 2 Teile lässt sich das Modell von Farrington zerlegen ? Teil 1: erklärt die Entwicklung von langfristigem kriminellem Potential über die Wirkung von Risikofaktoren (1. Geringe Erziehungskompetenz, familiäre Kohärenz uä..-> Bindungsprobleme, ungünstige Sozialisation 2. Antisoziale Modelle 3.Schulversagen,geringes Einkommen,Arbeitslosigkeit 4.Aktuelle Lebensereignisse,zB gekränkt, von Freundin verlassen... 5.Impulsivität) Teil 2: Langfristig kriminelles Potential ist nicht ausreichend um kriminelles Verhalten zu erklären. Es müssen kurzfristig motivierende Faktoren(Auslöser) und günstige Gelegenheitsstrukturen hinzukommen um kurzfristig kriminelles Potential aufzubauen. Die gelegenheitsstrukturen beeinflussen auch die kognitiven Prozesse an deren Ende gegf. kriminelles Verhalten stehen kann.  Auslöser sind: Alkohohl, Drogen; wahrgenommene Schädigung/Provokation; Langeweile, physiol. Erregung, negative Emotionen,, günstige Gelegenheiten(motivierende Anreize); Modelle, sozialer Druck (Befehle,Anweisungen,Aufforderungen) Verhaltenshemmend sind: hohes Entdeckungsrisiko; positive Modelle; positive Stimmung/Humor; hohe soziale Kontrolle; Wahrnehmung von Opferleid
  • Advertisement
  • Modell der Aktualgenese von Bliesener ? Integriert mehrere Ansätze zu einem Umfassenden Modell, das Entstehung/Erwerb, Auslösung und Stabilisierung kriminellen Verhaltens erklärt. Es verknüpft zugleich viele empirische Befunde ( Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Auslöser, Hemmende Faktoren...): 1. Das Modell kumulierter Risiken um langfristig kriminelles Potential zu erklären 2. das Modell von Farrington zur Erklärung kurzfristigen antisozialen Potentials und der Auslösung antisozialen Verhaltens 3. Ettikettierungstheoretische und lerntheoretische Annahmen(operante Konditionierung) um Stabilisierung von antisozialem Verhalten zu erklären
  • Was versteht man unter Psychopathie ? Definition? Zusammenhang mit Antisozialer PKS ? Ätiologie ? 1. Psychopathie ist ein Perskeitskonstrukt. Es ist defniert durch eine spezifische Konstellation affektiver, interpersonaler, Lebsensstil- und antisozialer Merkmale. (Egozentrismus, Impulsivität, Verantwortungslosigkeit, manipulatives Verhalten, Tendenz Normen und soziale Regeln zu übertreten, Mangel an tiefen Affekten, Empathie, Gewissen ) 2. Psychopathen bilden eine Teilgruppe unter den Personen mit antisozialer PKS. Letzteren fehlen aber die besonderen affektiven und interpersonellen Merkmale. Einige Autoren nehmen an, dass es auch eine Gruppe von Psychopathen gibt, die nicht zur Gruppe der Antisouzialen PKS gehören -> sogenannte erfolgreiche Psychopathen 3.Viele Autoren gehen von einer biologisch bedingten Vulnerabilität aus und weisen psychosozialen Faktoren eine Moderierende Wirkung zu. Zusammenhänge mit best. Varianten des MAO-A-Gen und antisozialem Verhalten wurden gefunden. Konsistent sind Befunde, die auf eine geringe physiol. Stresseaktion und auf Defizite bei Vermeidungslernen hinweisen.
  • Wie wird Psychopathie Diagnostiziert ? Der Goldstandard ist die PCL-R nach Hare. Teilstandardisiertes Interview auf der Basis von Aktendaten, 2-3 h Interviewdauer. -> enthält Merkmale, mit Hinweisen worauf zu achten ist und Beispielen. Ab 20 Punkten Verdachtsdiagnose, ab 30 Diagnose  -> Gesicherte Kriteriumsvalidität. Kriterium: Rückfallwkeit -> hohe Beurteilerübereinstimmung -> Die Items lassen sich 2 Faktoren zuordnen: 1.Faktor affektive und interpersonelle Merkmale   2.Faktor:soziale Devianz/Lebensstil  SONSTIGE: promiskuitives Verhalten, viele kurze, eheähnliche Beziehungen
  • Welche Kritik gibt es an der PCL-R ? Sie erfasst sowohl PK-Merkmale wie auch Verhaltensmerkmale. Evtl sind aber letztere lediglich Verhaltenskorrelate, die in unterschiedlichen Populationen anders ausfallen. In diesem Fall würde nur eine bestimmte Gruppe mit Psychopathie erfasst. Verhaltenskorrelate könnten in anderen Gruppen anders aussehen -zB Populationen mit Affinität zu Macht und Geld
  • Welche Relevanz hat das Psychopathiekonzept ? Es hat sich gezeigt, das Psychopathen eine Gruppe von persistierenden Intensivtätern darstellen. Sie heben sich von anderen Tätern ab hinsichtlich Schwere, Frequenz und Persistenz von delinquentem Verhalten.  -> Das Konzept hat eine hohe prognostische Relevanz Zudem zeigte sich, dass Psychopathen von gängigen Therapien nicht profitieren, bzw. teilweise zeigten sich sogar negative Effekte auf die Rückfallrten.  -> Relevanz für Behandlungsindikation und -prognose
  • Wiederholung: Merkmale von Psychopathie - Psychopathie ist eine schwere Persönlichkeitsstörung, die definiert ist durch folgende Merkmale: 1. affektiv: gefühlskalt, gewissenlos, unfähig zur Empathie 2. interpersonell: ausbeuterische, manipulative, betrügerische Haltung 3. verhaltensbezogen: impulsiv, verantwortungs- und rücksichtslos 3. Lebensstil: frühe Auffälligkeiten, vielfältige kriminelle Aktivitäten -Extreme Ausprägung der dissozialen PS, verbunden mit Merkmalen der narzisstischen, impulsiven, schizoiden PS - Psychopathie ist ein zentraler Risikofaktor (ca. r = .30). -Erfassung durch die Psychopathy Checklist-Revised PCL-R (Hare, 2003) - Psychopathie gilt als nicht oder sehr schwer behandelbar (vgl. aber Salekin, 2010); unstrukturierte Behandlung kann sogar die Rückf.lligkeit steigern.