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bwf (Subject) / betriebswirtschaftliche funktionen (Lesson)
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- Welche zwei grundsätzlichen Bedeutungen können dem Marketing zugeordnet werden? - Denkhaltung, die alle unternehmerischen Teilfunktionen einbezieht (Betrieb/Produktion, Markt, Mensch, Gesellschaft) - unternehmerische Teilfunktion im realwirtschaftlichen Güterprozess (Verkauf/Vertrieb, Absatz, Umsatz, Distribution, Vermarkten)
- Beschreiben sie die verschiedenen Phasen des Marketings aus historischer Sicht. - Produktorientierung: Nachfrage überstieg Angebot, Verkäufermarkt. Primat der Produktion - Verkaufsorientierung: Sättigung des Marktes; Anstieg der Wettbewerbsintensität; Primat des Absatzes - Marktorientierung: Primat des Marktes, Marketing als Denkhaltung Absatzwirtschaft - Umweltorientierung: Gesellschaftsorientiertes Marketing. Einbeziehung sämtlicher Anspruchsgruppen.
- Was versteht man unter societal Marketing? Gesellschaftsorientiertes Marketing Bedürfnisse sämtlicher Anspruchsgruppen (Stakeholder) sind mit einzubeziehen (Lieferanten, Kapitalgeber,…).
- Beschreiben Sie den Problemlösungsprozess des Marketings. - Analyse. Umfeldbedingungen Bedürfnisse des Kunden (Marktforschung) Unternehmensziele - Marketing-Ziele Umsatz, Marktanteil, geographische Märkte, Produkte, Kunden - - Bestimmung der Marketing-Instrumente 4-P´s Produkt – Product Distribution – Place Konditionen – Price Kommunikation – Promotion Die Marktforschung liefert dazu jene Informationen, die für die Gestaltung der einzelnen Marketing-Instrumente bekannt sein müssen. - Marketing-Mix Marketing-Instrumente kombinieren - Realisierung des Marketing-Konzeptes z.B. Werbekampagne - Evaluierung der Marketing-Resultate Ergebnisse mit Zielen vergleichen
- Marketing Konzept Formulierung der angestrebten Marketing-Ziele und der zieldienlichen Ausgestaltung der Marketing-Instrumente.
- Marketing-Management Steuerung des -Problemlösungprozesses, insbesondere die Gestaltung und Umsetzung des Marketing-Konzeptes.
- Nennen sie Typen von Kaufentscheidungen, mit denen das Konsumentenverhalten charakterisiert werden kann - Rationalverhalten: Käufer als Nutzenoptimierer - Gewohnheitsverhalten: Routineentscheidungen - Impulsverhalten: Spontankauf - Sozial abhängiges Verhalten: Beeinflussung durch Freunde, Umwelt
- Welche Absichten verfolgt ein Unternehmen mit einer Marktsegmentierung? Aufteilung des Gesamtmarktes in homogene Käufergruppen. Ziel: erfolgreiche Marktbearbeitung.
- Beschreiben Sie die Voraussetzungen für eine sinnvolle Anwendung einer Marktsegmentierung. - Messbarkeit: Quantitative ist einfach zu messen, Qualitative nicht - Kausalzusammenhang: Bedürfnis der Käufergruppe und Bedürfnis, das das Produkt abdeckt, sollen übereinstimmen - Entscheidungsträgerorientierung: Nicht immer ist Käufer auch Verwender. Deswegen müssen die Kaufbeeinflusser in die Kriterien mit einbezogen werden. - Segmentgröße: Mindestvolumen hinsichtlich Fertigungskapazität. Es muss sich lohnen, ein Produkt herzustellen und ein eigenes Marketing-Programm aufzustellen. - Konstanz: im Sinne von Beständigkeit und Verlässlichkeit. Kriterien sollen über einen langen Zeitraum anwendbar sein. Der Markt wandelt sich zwar, die Segmentierung nicht.
- Marktpotential Max. Aufnahmefähigkeit des Marktes
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- Absatzpotential max. Anteil am Marktpotential
- Marktvolumen Gesamtabsatz aller Anbieiter
- Absatzvolumen realer Absatz eines Unternehmens (Summe)
- Absatzvolumen realer Absatz eines Unternehmens (Summe)
- Marktanteil Absatzvol/Marktvol *100 Umsatzantel eines U am Umsatz der gesamten Branche
- Beschreiben Sie die Ziele der Marktforschung Marktforschung ist eine systematische Vorgehensweise zur Gewinnung und Auswertung von relevanten Informationen über die Elemente und Entwicklungen des Marktes
- Welche Marktforschungsmethoden gibt es? - Primärmarktforschung: Field Research Erhebung von Info für bestimmte Problemstellung mittels einer extra dafür entwickelten Konzeption (Befragung, Test, Beobachtung) - Sekundärmarktforschung: Desk Research Auswertung von bereits vorhandenen Informationen, die in der Regel für andere Zwecke oder wegen eines allgemeinen Interesses zusammengetragen werden (inner- außerbetriebliche Quellen)
- Welche Quellen stehen der Sekundärmarktforschung zur Verfügung? - Innerbetriebliche: Absatzstatistiken - Außerbetriebliche: amtliche Statistiken
- Beschreiben sie die einzelnen Erhebungstechniken im Rahmen der Primärmarktforschung. Befragung: Planmäßiges Vorgehen, um Person zur Angabe der gewünschten Info zu bewegen. - Ad hoc-Umfragen: Maßgeschneiderte Umfrage - Standarderhebung: durch Marktforschungsinstitute - Omnibusumfrage: Mehrere Unternehmen führen eine Umfrage zusammen durch - Panel: wiederholte Befragung derselben Auskunftsperson zu unverändertem Themenkreis Beobachtung: Planmäßige Erfassung des Verhaltens von Personen mittels optischer, akustischer oder sensorischer Wahrnehmung (payback) Test: Schaffung einer speziellen Situation bzw. Entwicklung einer Methode, um vermutete Zusammenhänge zwischen zwei oder mehreren Faktoren überprüfen und gegebenenfalls bestätigen zu können. (Hypothesenüberprüfung) - Labortest: Bewusste Veränderung einer Situationsvariablen, um deren Wirkung auf das Verhalten der Versuchsperson unter künstlich geschaffener Bedingung festzustellen - Markttest: Erprobung eines Marktinstruments auf einem geographisch abgegrenzten Teilmarkt (Testmarkt) vor dem endgültigen Einsatz.
- Was versteht man unter einem Test? Formen Schaffung einer speziellen Situation bzw. Entwicklung einer Methode, um vermutete Zusammenhänge zwischen zwei oder mehreren Faktoren überprüfen und gegebenenfalls bestätigen zu können. (Hypothesenüberprüfung) - Labortest: Bewusste Veränderung einer Situationsvariablen, um deren Wirkung auf das Verhalten der Versuchsperson unter künstlich geschaffener Bedingung festzustellen - Markttest: Erprobung eines Marktinstruments auf einem geographisch abgegrenzten Teilmarkt (Testmarkt) vor dem endgültigen Einsatz.
- Was versteht man unter einem Experiment? Bsp. Vergleich zweier identischer Gruppen bei unterschiedlichen Umweltbedingungen.
- Wie lassen sich Informationsträger im Rahmen der Marktforschung grundsätzlich auswählen? - Zufallsauswahl (Würfeln, Losen,…) - Quotenverfahren (Prozentuale Anteile der befragten Gruppe ist die in Bevölkerung)
- Objektivität: Unabhängigkeit des Untersuchungsgegenstandes von – bewussten oder unbewussten – Einflüssen der Untersuchungsperson
- Reliabilität: Zuverlässigkeit einer Messung im Sinne von Reproduzierbarkeit der Messergebnisse
- Validität: Kausale Genauigkeit, misst das Verfahren auch das, was es vorgibt zu messen
- Was versteht man unter Produktpolitik? Gestaltung des Absatzprogramms - Hardware - Software - Service Sowie dem Produkt angebotenen Zusatzleistungen (Montage)
- Nach welchen Kriterien lässt sich ein Produkt charakterisieren? - Verwendungszweck - Verwendungsdauer - Erklärungsbedürftigkeit - Lagerfähigkeit - Zahl der Bedarfsträger - Art der Bedürfnisbefriedigung - Einkaufsgewohnheiten - Neuheitsgrad - Bekanntheitsgrad
- Programmtiefe: Verschiedenartige Ausführungen einer Produktart à je tiefer ein Programm, desto mehr Varianten à Tiefe ist Spiegelbild zur Heterogenität versch. Pizzasorten
- Programmbreite: Verschiedene Produktarten eines Absatzprogramms à Nutzung von Verbund-/Synergieeffekten à Praktische Erwägungen bei der Bändelung von Produkten zu einer Produktart/-klasse (Homogenisierung)
- Produktgruppe: ähnliche Produkte mit verschiedenen Ausführungen (Apfelsaft klar, trüb)
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- Produktlinie: umfassen verschiedene Produktgruppen (Personenwagen, Lastwagen)
- Charakterisieren sie Grundnutzen, Zusatznutzen und Zusatzleistungen Grundnutzen: Produktkern: Physikalische Substanz im Sinne von Leistungsfähigkeit + Funktionale Eigenschaften im Sinne von Benutzbarkeit à Zweckbestimmung, d.h. Sicherheit, Haltbarkeit,… Zusatznutzen: Design, Verpackung, Markierung Zusatzleistungen: Pre or After-Sales service à Information, Schulung, Garantie
- Wann werden Produkte als Markenartikel, wann als Generika bezeichnet? Markenartikel: eindeutige Markierung, markenbezogene Verbraucherwerbung Generika: No-name-Produkte, bis zu 50% billiger; einfache und sachliche Beschriftung
- Was sind Handelsmarken / Herstellermarken? Herstellermarke: Nescafé Hersteller = Marke Handelsmarke oder Eigenmarke = Aldi-Produkte (Hergestellt für …)
- Welche Absichten verfolgen Handelsunternehmen mit der Einführung von Eigenmarken? - Preisgünstigeres Produkt als Herstellermarke Keine Werbung, deswegen billiger - Kunden an Handelsunternehmen zu binden
- 1. Einführungsphase Produkt wird eingeführt Gewinnung von Kunden durch Absatzpolitische Bemühungen Absatz: steigt langsam; ideal gleichmäßig; hoher Marktanteil eines Vorgängers erleichtert Markteinführung vom neuen Produkt Cash-Flow: Liquiditätsbeitrag negativ; negativer Free-Cash-Flow (Umsatz Cash-Flow abzgl. Investitionen, wegen z.B. Werbung, Schulungen,…) Rentabilität: Verlust bei geringen Umsätzen, wegen hohem Produktionsaufwand, geringere Stückzahlen, hoher Werbeaufwand. Gewinn/Umsatz x 100
- 2. Wachstumgsphase Absatz: steigt. Gewinnung von immer mehr Kunden; Kundenbindung; Wiederholungskäufe Cash-Flow: Übergang vom negativen zum positiven Free-Cash-Flow; wegen weniger Werbeausgaben; steigenden Umsätzen Rentabilität: beste Renditevoraussetzungen; Gewinn wird vergrößert bei sinkender Rendite, da Preissenkungen das Marktpotential erweitern; Rendite pro Stück sinkt zwar, Gesamtgewinn steigt, da Absatz steigt
- 3. Reifephase Absatz: nur verlangsamte Zunahme des Absatzvolumens; zunehmende Sättigung; Entstehen von Alternativprodukten Cash-Flow: Bis hier muss Produkt mindestens kommen, sonst Flop; Kaum Investitionen; Maximaler Free-Cash-Flow; Maximum der Einnahmen Rentabilität: Rentabilität sinkt; sinkende Umsatzerlöse (weil Preis vorher gesenkt wurde) Gewinn am größten
- 4. Sättigungsphase Absatz: Absatz sinkt; Verdrängung des Produktes vom Markt (Schwarz-weiß-TV) Cash-Flow: Umsatzeinbruch; keine Investitionen (Ausnahme: Instandhaltungskosten) Free-Cash-Flow Rentabilität: Umsatzerlöse sinken; Ertragsrückgang größer Kostenreduktion à Renatbilitätseinbruch zwingt zur aktiven Beendigung des Produktlebenszyklus und zur Einführung eines neuen Produktes.
- Wozu ist die Kenntnis von Produkt-Lebenszyklen nützlich? z.B. zur Entscheidungsfindung Investition ja/nein; wenn ja, welche Zeitpunkt für Neueinführung eines neuen Produktes festlegen
- Wo liegt die Problematik des Produktlebenszyklus? - Alle unterschiedlich - Es gibt nicht den idealtypischen Produktlebenszyklus - Lassen sich schwer voraussagen
- Was versteht man unter Produktentwicklung Tätigkeiten des F-u-E-Bereiches, mit dem Ziel der Schaffung eines neuen oder verbesserten Produktes oder Verfahrens.
- Worauf ist die stark steigende Zahl an Neuentwicklungen von Produkten zurückzuführen? Ziel der besseren Kundenorientierung à ausufernde Angebotsdifferenzierung
- Beschreiben sie die Phasen des Produktentwicklungs-Prozesses - Produktidee - Entwicklung - Einführung
- Was ist der Zweck und Inhalt der Anregungsphase im Rahmen der Produktentwicklung? Ideensuche – Ideenverdichtung – Ideenauswahl – Entwicklungsvorschläge (dazwischen evtl. Abbruchsentscheidung) Zweck: Problemerkennung; evtl. Abbruchsentscheidung
- Was ist bei der Produkteinführung zu beachten? - Instruktionsmanuals - Verkäuferschulung - Vorführungen - Werbung
- Was versteht man unter Distribution? Verteilen im Sinne von - entscheidungsorientierter Gestaltung - plangestützter Steuerung - faktischer Ausführung Überführung der Produkte vom Hersteller zum Käufer Gestaltung von Steuerung der Überführung eines Produktes vom Produzenten zum Käufer.
- Geben sie eine Zusammenfassung über die distributionspolitischen Entscheidungen - Welcher Absatzweg: Direkter / indirekter Weg; d.h. mit oder ohne Absatzmittler - Welches Absatzorgan: unternehmenseigene / unternehmensfremde Distributionsorgane (Verkaufsniederlassung, Außendienst, Einzelhandel, Großhandel) - Welche physisch-technische Überführung: Die richtigen Produkte in der richtigen Menge beim richtigen Kunden zur rechten Zeit und zu optimalen Kosten liefern als Zielvorgabe.
- Wie unterscheiden sich die Entscheidungen über die Absatzmethode (akuisitorische Distribution) von denjenigen über die physische Distribution (Distributionslogistik)? Akuisitorische Distribution: Dient dazu, Kunden und Kundenaufträge zu akuirieren (beschaffen) Logistische Distribution: physisch-technische Überführung der Ware zum Kunden
- Erläutern Sie die Vor- und Nachteile des direkten wie auch des indirekten Absatzweges? Direkter Absatzweg: Vorteil: keine Absatzmittler; höhere Handelsspanne Nachteil: Kunde muss direkt zum Hersteller; Konkurrenz zu eigenen Ansatzmittlern Indirekter Absatzweg: Vorteil: beschränkter Distributionsservice; überschaubare Kundenzahl (Großhändler); Unternehmen profitiert von Marktkenntnis des Handels (Desk-Research) Nachteil: niedrigere Verkaufpreise; unflexibel hinsichtlich Marktveränderungen durch zu geringen Endverbraucherkontakt