Allgemeine Psychologie 1 (Subject) / VL 7 (Lesson)
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Objektwahrnehmung, Farbwahrnehmung
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- Farbwahrnehmung ensteht dadurch, dass man bestimmte Wellenlängen rausfiltert
- Funktionen des Farbensehens Signalfunktion (rote Ampel) Objektidentifikation -> Erleichtert die Unterscheidung von Objekten! → Viele Objekte haben dieselbe Helligkeit, sie können wir nur durch Farbsehen unterscheiden →Z.B. das Sehen von Objekten vor einem unregelmäßigen Hintergrund („Beeren zwischen Blättern“), die sich in der Helligkeit kaum unterscheiden, würde ohne Farbsehen schwer werden!
- Young-Helmholtzsche Dreifarbentheorie Das Farbsehen basiert auf drei verschiedenen Rezeptorsystemen, die für ein bestimmtes Spektrum empfindlich sind Grenzen: additive Farbmischung Farbabgleichsexperiomente subtraktive Farbmischung Farbfehlsichtigkeiten
- Additive Farbmischung Man überlagert verschiedenes Licht miteinander und daraus entsteht Weiß → Voraussetzung: Die Wellenlängen beider Farben müssen das Auge erreichen und die Zapfen stimulieren
- Subtraktive Farbmischung Pigmentfarben werden gemischt, die jeweils verschiedene Wellenlängen an Licht schlucken – In der Mischung schlucken sie alles außer das, was von keinem von beiden absorbiert wird! – So bleibt, wenn man gelb und blau mischt, nur grün unabsorbiert
- Farbfehlsichtigkeiten Hierbei fallen ein oder mehrere Rezeptortypen aus, so dass diese Menschen anders sehen 2 Typen: Monochromaten Dichromaten
- Monochromaten Echte Farbenblinde = Haben meist überhaupt keine Zapfen; braucht nur eine Wellenlänge, um eine Testfarbe herzustellen, indem er einfach die Intensität variiert
- Dichromaten Nehmen Farben wahr, jedoch nur eine kleinere Palette Drei Formen: Protanope (fehlt das L-Zapfenpigment) Deuteranope (fehlt das M-Zapfenpigment) Tritanope (fehlt das S-Zapfenpigment)
- Wie finde ich heraus, was ein Dichromat sieht? Unilaterale Dichromaten sind Menschen, die auf einem Auge normal sehen und auf dem anderen dichromat à Sie können angeben, wie eine Farbe in der „Dichromaten-Welt“ aussieht
- Farbsehen bei anderen Lebewesen Die meisten Säugetiere: Nur zwei Zapfentypen (M und L), was auf nachtaktive Lebensweise schließen lässt Vögel hingegen haben vier, sind Tetrachromaten Bienen sind Trichromaten
- Gegenargumente gegen die Dreifarbentheorie Nachbilder Simultaner Farbkontrast: Farbwahrnehmung hängt vom Kontext ab Polarisierende Farbwahrnehmung: Es gibt Farbempfindungen, die sich gegenseitig ausschließen scheinbar à Ich kann mir kaum grünliches Rot vorstellen oder bläuliches Gelb Farbfehlsichtigkeiten: Wer „rotblind“ ist, ist automatisch auch „grünblind“ -> Bestimmte Paare an Farben
- Gegenfarbentheorie des Farbensehens nach Hering · Manche Farben scheinen in der Hinsicht zusammenzugehören, dass sie sich gegenseitig ausschließen (Kein blaues Gelb) bzw. auch bei Farbenblinden oder bei Nachbildern zusammen auftauchen · Deshalb: Jede Wellenlänge wird durch drei antagonistische, d.h. gegensätzliche Prozesse widergespiegelt rezeptive Felder mit 2 Farben
- 3 Prozesse der Gegenfarbentheorie Helligkeitskanal Rot-Grün-Kanal Blau-Gelb-Kanal
- Helligkeitskanal Reagiert positiv auf schwarzes, d.h. dunkles und negativ auf weißes, d.h. helles Licht und bildet damit die Helligkeit ab (geht auch umgekehrt) Summe der Signale aus Rot-, Grün- und Blau-Zapfen (R+G+B)
- Rot(+)-Grün(-)-Kanal Reagiert positiv auf rotes und negativ auf grünes Licht (geht auch umgekehrt) Differenz der Signale, die von den Rot- und Grün-Zapfen kommen (R-G)
- Blau(+)-Gelb(-)-Kanal Reagiert positiv auf blaues und negativ auf gelbes Licht (geht auch umgekehrt) Differenz aus dem Signal der Blau-Zapfen und der Summe der Rot- und Grünzapfen (B-(R+G))
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- Gegenfarbenzellen in der Netzhaut und im CGL nachgewiesen → So gibt es Zellen, die bei grün „angehen“ und bei rot aus, wie auch solche, die bei rot „angehen“ und bei grün aus –> In den Kombinationen an Farben, die auch die Theorie sagt
- Zonentheorie nach Kries · Die Signale, die die drei Zapfentypen aussenden, werden auf höheren Verarbeitungsebenen zu Gegenfarbenkanälen verschaltet verbindet die anderen 2 Theorien 2 Zonen
- 2 Zonen der Zonentheorie In der ersten gilt die Dreifarbentheorie: Hier gibt es drei Zapfentypen – L, M und S – und eine additive Mischung Spektralfarben Rot, Grün und Blau In der zweiten gilt die Gegenfarbentheorie und es gibt höhere Prozesse: a = Rot-Grün-Kanal b= Blau-Gelb-Kanal L = Summe aus Rot, Grün und Blau
- Farb-und Helligkeitskonstanz · Ein Objekt hat für mich immer die gleiche Farbe, egal, ob ich es anleuchte oder nicht! Erklärung: Verhältnisprinzip
- Verhältnisprinzip Zwei Flächen, die unterschiedliche Mengen von Licht reflektieren, sehen gleich aus, wenn die Verhältnisse ihrer Lichtintensitäten ihrer Umfelder dieselben sind
- CIE Farbraum Vesuch alle Farbwahrnehmungstheorien zu Normen
- Luminanz Helligkeit einer Farbe
