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Allgemeine Psychologie 1 (Subject) / VL 6 (Lesson)
Rezeptive Felder und Merkmalsdetektoren
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- wesentliche Stationen der Verarbeitung im visuellen System Retina Corpus geniculatum laterale (Seitlicher Kniehöcker) CGL primärer visuelle Kortex ⇒ Die Signale wandern durch den Sehnerv zum Corpus geniculatum laterale und von dort zu 90% zum primären visuellen Kortex -> Die restlichen 10% wandern in den colliculus superior (für die Oculomotorik)
- primärer visueller Kortex erregende und hemmende Zonen im rezeptiven Feld nebeneinander -> Balken - oder Streifendetektor
- Corpus geniculatum naturale Center-Surround-Neuronen wie in der Retina
- komplexe Zellen ⇒ Antworten wie einfache Zellen am Stärksten auf Balken mit bestimmter Orientierung, reagieren aber NUR, wenn sich ein korrekt ausgerichteter Lichtbalken über das komplette rezeptive Feld bewegt Einzelne Lichtpunkte o.ä. zeigen hier einen Effekt! Außerdem reagieren sie auf Bewegung bestimmter Richtung
- Zellen im visuellen System einfache Kortexzellen komplexe Zellen Endinibierte oder hyperkomplexe Zellen
- Endinibierte oder hyperkomplexe Zellen Reagieren nur auf bewegte Ecken oder Winkel, oder auf bewegte Linien, die eine bestimmte Länge haben Die Zelle feuert also nur, wenn der Balken eine bestimmte Orientierung (mit bestimmtem festgelegten Winkel!) und eine bestimmte Länge/Größe hat! Anmerkung: Es wurden auch Zellen entdeckt, die v.a. auf bestimmte Objekte wie Häuser antworten(!)
- Akinetopsia Bewegungsblindheit - Alles wird in Einzelbildern wahrgenommen, wie die Bilder in einem Strotoskop
- Welche Rolle spielen Merkmalsdetektoren in der Wahrnehmung? 1. Selektive Adaption 2. Selektive Aufzucht
- Selektive Adaption ⇒ Grundprinzip: Man schaut ein Objekt für längere Zeit an, das bestimmte Eigenschaften hat, auf die bestimmte Neuronen reagieren; nach einer Weile ermüden diese Neuronen, d.h., sie adaptieren, feuern weniger und feuern auch weniger, wenn sie gleich wieder „gefragt“ sind ⇒ unterschiedlich breit wirkende Balken
- Selektive Aufzucht Tiere werden in den ersten Lebensmonaten geprägt, das Sehen und Hören… entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten und passt sich auf die Gegebenheiten in der Umwelt an → Das liegt an der Neuroplastizität!! Anpassungsfähig! Beachte: Manches kann man grundsätzlich umbauen und manches (wie das hier) funktioniert nur in gewissen sensiblen Phasen ⇒ Man zog also Katzen in den ersten Lebensmonaten in einer Welt auf, die nur aus vertikalen oder auch horizontalen Balken bestand ⇒ Die Katzen waren danach blind für das jeweils andere, schienen es nicht wahrzunehmen → Es wurden nur Zellen ausgebildet, die für den jeweiligen Bereich zuständig sind ⇒ Ganz nach dem Motto: „Wer nicht sieht, hört besonders gut“ o.ä.
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- Strukturierung der Neuronen im Gehirn Karten Säulen Ströme Module
- Ströme Verarbeitungskanäle, die Infos vom primären visuellen Kortex in andere Hirnareale bringen Es gibt u.a. den Was- und Wo-Strom, die Informationen weitertransportieren
- Was-Strom Ventraler Verarbeitungsstrom: Lässt sich testen bei Affen mit Läsion (durch das Läsionsverfahren erzeugt…), denen ein Teil des Temporallappens fehlt und die sich danach schwer tun, Objekte zu unterscheiden, z.B. dass Futter immer unter Quader (Was?)
- Wo-Strom Dorsaler Verarbeitungsstrom: Affen mit entferntem Teil des Parietallappens bekommen zwei Kästen, unter denen Futter sein könnte, und haben gelernt, dass das Futter dort ist, wo man näher an dem hingestellen zylinderförmigen Objekt ist Fällt ihnen schwer (Wo?)
- Säulen Untereinander liegende Schichten im CGL und Kortex sind oft mit überlappenden rezeptiven Feldern verbunden Beim CGL: „Sandwichstruktur“, die verschiedenen Schichten kommunizieren miteinander Beim Kortex: Positionssäulen (Die Neuronen in einer Säule haben ihre rezeptiven Felder am selben Ort der Retina), Orientierungssäulen (Jede Säule enthält Zellen, die auf bestimmte Ausrichtungen reagieren) und okulare Dominanzsäulen ; Neuronen mit derselben okularen Dominanz sitzen in okularen Dominanzsäulen
- okulare Dominanz Neuronen antworten zumeist stärker auf das eine Auge als auf das andere
- Karten Sie repräsentieren die räumliche Anordung: Was nah beieinander liegt in Echt, liegt auch im Kortex nah beieinander; UND; was für dasselbe zuständig ist, liegt im Kortex nah beieinander -> Nennt man auch retinotope Kartierung, d.h., es wird bildgetreu abgebildet
- Wie funktioniert die Objekterkennung? Einzelkodierung Ensemblekodierung
- Einzelkodierung Es gibt spezifische Neuronen für spezifische Objekte (z.B. sog. Grandmother-cell, durch den man die Großmutter erkennt) ⇒ Problem: Solche maximal spezifischen Neuronen wurden noch nicht entdeckt → Die Entdeckten antworten auf Gesichter allgemein, aber nicht auf spezielle Gesichter
- Ensemblekodierung Es gibt keine Zelle für eine bestimmte Sache („Meine Großmutter“), sondern eine Vielzahl von Zellen kodieren für ein bestimmtes Objekt, mehrere Merkmale werden kombiniert Dadurch entsteht ein eindeutiges Muster