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PEM (Subject) / PErsonalfreistellung (Lesson)

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  • Personalfreistellung – eine Definition (1/2) Personalfreistellung umfasst die Reduktion einer festgestellten Personalüberdeckung - unter Berücksichtigung der mit dem Abbau verbundenen sozialen und betrieblichen Konsequenzen Es wird unterschieden zwischen Personalfreistellung MIT und OHNE Personalbestandsreduktion Die Reduzierungen können sich unterscheiden hinsichtlich: • Quantität: Überdeckung in einer bestimmten Höhe • Qualität: Überdeckung in bestimmten Qualifikationen • Zeit: Überdeckung in einem bestimmten Zeitraum • Örtlichkeit: Überdeckung in bestimmten Betriebsteilen
  • Ursachen der Personalfreistellung aus Unternehmenssicht Unvorhersehbare Ursachen Management- bzw. Planungsfehler Liquiditätsengpässe Fehlschlag des Einstiegs in bestimmte Märkte bzw. Marktsegmente Schwankungen im Bedarf der Nachf Vorhersehbare Ursachen   Entwicklungen der Technologien   Stilllegung bzw. Verlagerung von Standorten   Akquisitionen von Unternehmunge Produktionsverlagerung oder - umstellung   Verlagerung im Leistungsprogram Veränderung der Organisationsstruktur   Konjunktur- bzw. saisonbedingte Absatzrückgänge   Unvorhersehbare Ursachen Management- bzw. Planungsfehler Liquiditätsengpässe Fehlschlag des Einstiegs in bestimmte Märkte bzw. Marktsegmente Schwankungen im Bedarf der Nachfrage Absatzeinbrüche auf Grund nicht erwarteter Aktivitäten von Konkurrenten
  • Ursachen der Personalfreistellung aus Unternehmenssicht Ausserbetriebliche Rahmenbeding.   Konjunkturelle Schwankungen   Veränderung der Technologie   Zunehmende Konkurrenz Betriebliche Bedingungen Reorganisation Standortverlegung Betriebsstillegung Akquisitionen und Fusionen
  • Auswirkungen der Personalfreistellung auf Seite Arbeitnehmende  Individuelle Ebene   Materielle Einbussen   Psychosoziale Folgen   Veränderungen der sozialen Beziehungen   Berufliche-laufbahnbezogene Probleme (Schwierigkeiten neue Stelle zu finden) Gesellschaftliche Ebene Ausfälle für Einkommens- Steuer, AHV/IV und ALV Verschärfung des «sozialen Klimas», härtere Verteilungs kämpfe
  • Auswirkungen der Personalfreistellung auf Seite Unternehmen • KurzfristigeKostenfürAbfindungenund Sozialpläne • Know-howVerlust • Mittel- bis langfristig: Personaleinsparungen führen zu Kostenentlasstungen • Nicht-monetäre Kosten: Imageverlust der Firma • Auswirklungen auf die verbleibenden MA (Survivor Sickness Syndrom)
  • Survivor Sickness Syndrom Definition: Symptome der «im Unternehmen verbleibenden Mitarbeitende» nach einem Personalabbau Symptome können sein: • Konzentrationsschwierigkeiten • Reizbarkeit und Wutausbrüche • Schlafstörungen, Angstträume • Schreckhaftigkeit • Körperliche Reaktionen wie Schweissausbrüche, Herzrasen • Interessenlosigkeit, Gefühle von Betäubtsein
  • Folgen: Survivor Sickness Syndrom • Motivationslosigkeit • WeitereKündigungenvon«Überlebenden»folgen • StarkeBeeinträchtigungdesBetriebsklimas • LängerfristigreduzierteProduktivität Folgekosten für die Unternehmung
  • Massnahmen zur Verminderung des Survivor Sickness Syndrom Fünf Strategien: • Fairen Entlassungsprozess realisieren • Höchste Priorität für Kommunikation • Verbleibende MA müssen ihre Gefühle äussern können • Vision für die Zukunft darlegen • Investitionen für die Weiterbeschäftigten tätigen
  • Formen der Personalfreistellung nach dem Inhalt der Freisetzung nach dem zeitlichen Horizont der Freisetzung nach der Ursache der Freisetzung nach der Richtung der Freisetzung
  • Personalfreistellung ohne Auswirkung auf Personalbestand Versetzung Horizontal: Wechsel auf gleicher Ebene Vertikal: Wechsel verbunden mit Auf- /Abstieg Arbeitszeitverkürzung Teilzeit Überstundenabbau Kurzarbeit Langzeiturlaub Mehrstufiger Vorruhestand
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  • Personalfreistellung mit reduzierten Einfluss auf den Personalbestand Direkte Massnahmen Einstufiger Vorruhestand Aufhebungsvertrag Outplacement Transfergesellschaften Entlassung/Kündigung   Indirekte Massnahmen Einstellungsstopp (natürliche Fluktuation) ichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge Nichtverlängerung von Personalleasingverträgen 
  • Kommunikation der Personalfreistellung (1/9) Übertragung von freisetzungsbezogenen Informationen mit dem Ziel, glaubwürdige Inhalte zu vermitteln und das Vertrauen der internen und externen Interessengruppen zum Unternehmen zu erhalten
  • Konsequenzen fehlender bzw. unangemessener Kommunikation: • Beeinträchtigung des Images des Unternehmens als Arbeitsgeber • Auftreten des ‚Survival Sickness Syndrom‘ • Verstärkte Fluktuation erfolgsmotivierter Mitarbeitender
  • Facetten des Kommunikationsinhaltes (2/9) Kognitiv-orientierte Kommunikation: • Vermittlung von Daten und Fakten (Gründe, Freisetzungszeiträume, Anzahl betroffener Mitarbeitender, Aktivitäten zur Unterstützung etc.) • Richtet sich an einen bestimmten Adressatenkreis (intern bzw. extern) Affektiv-orientierte Kommunikation: • Erhalt der Glaubwürdigkeit des Unternehmens und des Vertrauens der Mitarbeitenden in das Unternehmen • Wichtig: Einordnung der Personalfreistellung als ‚gerecht‘
  • Richtung der internen Kommunikation Diagonale Freisetzungskommunikation vertrikale Freisetzungsko. Horizontale freisetzungskomm.
  • AdressatInnen der internen Kommunikation: • betroffene (freigestellte) Führungskräfte und MitarbeiterInnen • ArbeitnehmervertreterInnen • im Unternehmen verbleibende Beschäftigte
  • Phasen des persönlichen Freisetzungsgesprächs: • Vorbereitung des Freisetzungsgesprächs • Durchführung des Freisetzungsgesprächs • Nachbereitung des Freisetzungsgesprächs
  • Externe Kommunikation: • richtet sich an die Stakeholder des Unternehmens • wird vom Bereich Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) übernommen • genutzt werden v. a. öffentliche Medien, z. B. Presse, Fernsehen, Radio, Internet • Erhaltung der Glaubwürdigkeit des Unternehmens und somit Wahrung des Images
  • Phasen der Freistellungskommunikation (7/9) Awareness-Phase: • erstmalige Kommunikation über die geplante Freisetzung • zentrale Voraussetzung dafür, dass Unternehmen die Kommunikationsinhalte gezielt steuern können Participation-Phase: • Aktive Einbindung der unmittelbar und mittelbar Betroffenen • Information über Gründe, Massnahmen und weitere Schritte Acceptance-Phase: • Ziel ist ein konstruktiver Umgang der unmittelbar und mittelbar Betroffenen mit den Freistellungsmassnahmen • Feedback der Betroffenen ans Unternehmen wichtig
  • Psychische Prozesse im Umgang mit Freisetzung   Phase im Verarbeitungsprozess Beispielhafte Maßnahmen zur Unterstützung der freigesetzten Person 1. Phase des Schocks Sachliches Informieren über den Umfang und den zeitlichen Horizont der Freisetzung Darlegen von Gründen für die Freisetzung Aufzeigen beruflicher Alternativen außerhalb des Unternehmens 2. Phase der Verneinung Differenziertes Darlegen des Prozesses, wie und warum die Freisetzungsentscheidung in dieser Form gefallen ist Vermeiden arbeitsgerichtlicher Auseinandersetzungen Ggf. zusätzlicher Abfindungszahlungen 3. Phase der Einsicht und 4. Phase der Akzeptanz Anbieten konkreter Maßnahmen zur Unterstützung der Führungskräfte bzw. Mitarbeiter Darlegen erfolgreicher Werdegänge anderer freigesetzter Führungskräfte bzw. Mitarbeiter 5. Phase des Ausprobierens Durchführen von Bewerbertrainings für Führungskräfte bzw. Mitarbeiter Durchführen von Schulungen zur Aktualisierung des Wissens Anfragen kooperierender Unternehmen hinsichtlich möglicher Beschäftigungsmöglichkeiten 6. Phase der Neuorientierung Unterstützen beim Eintritt in die neue Arbeitstätigkeit (z. B. durch rechtliche Beratung oder Umzugsunterstützung)
  • Exkurs Outplacement Definition: Beratung & Unterstützung ausscheidender Führungskräfte zur Verringerung individueller und unternehmensbezogener Probleme Ziel: • Ermöglichung sozialverantwortlicher, konfliktfreier und einvernehmliche Trennung auf Seiten der Ug • Unterstützung des MA bei Stellensuche
  • Outplacement: Vorteile für MA • Bewältigung psychosozialer Spannungen • Wiedereingliederung in Arbeitsmarkt • Verkürzung Suchzeit nach neuer Stelle • Finden von gleichwertigem Tätigkeitsfeld
  • Outplacement: Vorteile für Ug • Sozialverantwortung übernehmen • Vermeiden von Imageverlust in Öffentlichkeit • Vermeidung negativer Auswirkungen auf verbleibende Mitarbeitende • Aufdecken von Schwachstellen im Ug durch Outplacement Interviews • Vorbeugen gegenüber arbeitsrechtlichen Schritten • Konstruktive Trennung: künftige Zusammenarbeit offen halten
  • Outplacement: ein Prozess Analysephase Profilermittlungs- phase Neuorientierungs- phase Trainings- phase Umsetzungs- phase • Aufnahme Ausgangssituation • Erfassung Gesamtsituation • Ermittlung fachlicher/persönlicher Stärken un Analysephase: • Aufnahme Ausgangssituation • Erfassung Gesamtsituation Profilermittlungs- phase: • Ermittlung fachlicher/persönlicher Stärken und Potenziale • Identifikation Grenzen: • Identifikation Schwächen Neuorientierungs- phase: • Aktuelle Marktsituation bezüglich potenzieller Branchen • Möglichkeiten beruflicher Neuorientierung aufzeigen   Trainings- phase: • Beratung zu Möglichkeiten und Infoquellen für Stellensuche • Vermittlung von Bewerbungstechniken   Umsetzungs- phase   • Recherche zu vakanten Positionen • Erstellung Qualifikationsprofil und Hilfestellung bei Kontaktaufnahme • Psychisch-pädagogische Begleitung