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Grundlagen der VWL 1.Semester HS Osnbabrück (Subject) / Handelsvorteile (Lesson)

1. Thema

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  • Worin bestehen die Opportunitätskosten einer Investition in Realkapital? Denken Sie, dass ein Land in Realkapital „überinvestieren“ kann? Die Opportunitätskosten sind die entgangenen Konsummöglichkeiten sowie den entgangenen Möglichkeiten einer Investition in Humankapital. Es ist durchaus möglich in Realkapital "überinvestieren", wenn die Entwickung anderer Produktionsfaktoren wie Humankapital, aber auch Arbeit nicht Schritt hält. Mit zunehmenden Investitionen in Realkapital wird der Nutzen einer zusätzlichen Einheit Kapital im Zeitlauf geringer (abnehmende Grenzerträge). Was nützt ein riesiger Bestand an Maschinen, den niemand bedienen kann und mit dem mangels Arbeitskräften auch niemand arbeiten wird?! Die Opportunitätskosten einer Investition in Humankapital bestehen ebenfalls in entgangenen Konsummöglichkeiten und in entgangenen Investitionen in Realkapital. Im gegensatz zum Realkaital kann ein Land in Humankapital nicht "überinvestieren". Zusätzliches Wissen erhöht stets die Fähigkeit einer Volkswirtschaft zur Produktion von Waren und Dienstleistungen (positive externe Effekte), entweder über eine bessere (produktivere) Nutzung vorhandener Maschinen und Anlagen oder durch die Konzeption neuer Produktionskapazitäten.
  • Opportunitätskosten Zielkonflikte sind von zentraler Bedeutung, daraus folgt ein Denken in Opportunitätskosten Die realen Kosten eines Gutes bestehen in seinen Opportunitätskosten - dem, worauf man verzichten muss, um das Gut zu bekommen. Als Opportunitätskosten (Alternativkosten) bezeichnet man den Nutzenentgang der besten, nicht gewählten Alternative. Opportunitätskosten entstehen z.B. dadurch, dass bei der Produktion eines Gutes gleichzeitig auf den Nutzen eines anderen Gutes verzichtet werden muss, das alternativ hätte hergestellt werden können.
  • Ein Unternehmen muss sich zwischen drei alternativen Projekten entscheiden, von denen es nur ein Projekt verwirklichen kann: Projekt A: Gewinn 5.000 €, Projekt B: Gewinn 18.000 €, Projekt C: Gewinn 10.000 €. Wie hoch sind die Opportunitätskosten Beste Alternative: Projekt B: Gewinn 18.000 € Beste nicht gewählte Alternative: Projekt C: Gewinn 10.000 € Opportunitätskosten: 10.000 € Begründung: Durch die Entscheidung für Projekt B konnte Projekt C nicht durchgeführt werden. Der entgangene Nutzen entspricht also 10.000 €
  • Absoluter und komparativer Kostenvorteil Absoluter Kostenvorteil: Der Produzent, der weniger Inputs für die Produktion einer   Einheit benötigt, hat einen absoluten Kostenvorteil bei der Produktion des Gutes. Komparativer Kostenvorteil: Der Produzent mit den niedrigeren Opportunitätskosten bei der Produktion eines Gutes hat einen komparativen Kostenvorteil in der Produktion des Gutes.
  • Produktionsmöglichkeitenkurve Ein Graph der die verschiedenen Outputkobinationen einer Volkswirtschaft mit den gegebenen Produktionsfaktoren und den technischen Mitteln möglich sind x-Achse: Produktion des ersten Guts y-Achse: Produktion des zweiten Guts also ich kann 500 Kuchen und 500 Brote herstellen oder 1000 Brote und gar keinen Kuchen.
  • Autarkie Selbstversorgung einer Volkswirtschaft
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