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Medizin (Subject) / Blut (Lesson)
Bestandteile, Erkrankungen
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- Lymphozytose (Erkrankung der Leukozyten) - Definition: erhöhte Anzahl der Lymphozyten im Blut (> 4.000/µl)- Ursachen: akute Infektionen
- Lymphome (Lymphomknotenkrebs) - Erkrankung der Leukozyten Definition: bösartige Tumore des lymphatischen Systems; bestehen aus entarteten Lymphozyten Hodgkin-Lymphom Typisch: wenige, riesige Tumorzellen im Lymphknoten (B-Lymphozyten). Kann sich im Spätstadium im ganzen Körper ausbreiten Symptome: schmerzlose Lymphknotenschwellung, Fieber, nächtliches Schwitzen und Gewichtsabnahme, Lymphozytopenie Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) 32 verschiedene Non-Hodgkin-Lymphome; entartete B- oder T-Lymphozyten. NHL können sowohl vom Lymphknoten als auch von anderen lymphatischen Gewebe des Körpers ausgehen. Symptome: ähnlich dem Hodglin-Lymphom, wenn auch Knochenmark betroffen, Anämie, Leuko- und Thrombozytopenie Spezialfälle: - MALT-Lymphome: Malignome des Lymphsystems des Magen-Darmtraktes (90% durch Helicobakter pylori) - Multiples Myelom: bösartiges B-Zell-Lymphom, das das Knochenmark zerstört (häufigste Tumore des Knochen)
- Leukämie (Blutkrebs) - Erkrankung der blutbildenden Organe - Definition: Entartung der Stammzellen im Knochenmark füht zu einer erhöhten Anzahl nicht funktionstüchtiger Leukozyten (Blasten) im Knochenmark und Blut. - Symptome: Immunschwäche, Verminderung der Bildung der anderen Blutzellen mit entsprechenden Symptomen. Je nach betroffener Stammzelle unterscheidet man myeloische und lymphatische Leukämiea.) akut: lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tod führenb.) chronisch: verlaufen meist über Jahre und sind im Anfangsstaium häufig symptomarm m akute lymphatische Leukämie (ALL): va. im Kindesalter m akute myeloische Leukämie (AML): va. Erwachsene m chronische lymphatische Leukämie (CLL) m chronische myeloische Leukömie (CML)
- Polycythaemia vera - Erkrankung der blutbildenden Organe - Definition: Entartung der myeloischen Stammzellen, bei der sich alle Zellen im Blut übermäßig vermehren. - Symptome: Gesichtsröte (Plethora) und "blühendes Aussehen", Thrombosegefahr, hoher Hämatokrit, Hypertonie - Therapie: Aderlässe
- Hypokoagulabilität (hämorrhagische Diathese) Definition: Krankheitszustände, die durch Blutungsneigung bzw. das Auftreten spontaner, schwer stillbarer Blutungen gekennzeichnet sind.Störungen der plasmatischen Bestandteile (Koagulopathien):Typisch hierfür sind großflächige BlutungenDefektagulopathien: verringerte Bildung von Gerinnungsfaktoren, angeboren oder erworben (Vitamin K -Mangel,Lebererkrankungen) m Hämophilie (Bluterkrankheit): angeboren, 85 % mangelnde Bildung des Faktor VIII, dem rest fehlt Faktor IX m Von Willebrand Syndrom: Defekt des Willebrand-Faktors (vermittelt die Thrombozytenaggregation)Immunkoagulopathien: autoimmunologischVerbrauchskoagulopathien: durch übermäßige starke Blutgerinnung werden die Gerinnungsfaktoren verbaucht und es kommt zur Blutungsneigung. m Disseminierte intravasale Gerinnung: ungerichtete Gerinnung innerhalb der Gefäße. Komplikation bei Schock, Sepsis, schwere Traumen,...Hyperfibrinolysen: übermäßig gesteigerte Fibrinolyse z.B: nach Operationen oder bei fibrinolytischer Therapie.Thrompozytopenie:Thrombozytenzahl <140.000/µlTypisch: Petechien (kleine BLutpunkte durch Kapillarblutungen) m verminderte Thrombopoese m Verkürzung der LebenszeitVaskuläre hämorrhagische Diathesen: lokale oder generalisierte Schwäche der Gefäßwand; Petechien und flächenhafte Blutungen treten aufz.B. Vitamin C-Mangel, Kortison, genetisch
- Hyperkoagulabilität (Thromophilie) Defintion: erhöhte Gerinnungsbereitschaft, kann zu Thrombosen und Embolien führenUrsachen: m Störungen der plasmatischen Bestandteile: - Erhöhung von Prokoagulantien: z.B: Prothrombinerhörung - Verminderung von Antikoagulantien: z.B: Antithrombin III-Mangel m Störungen der Blutzellen: z.B. erhöhte Blutviskosität, gesteigerte Thrombozytenaggregation m Gefäßwandschäden
- parenteral Parenteral bedeutet wörtlich „am Darm vorbei“, „unter Umgehung des Darmes“ und bezeichnet den Weg, auf dem Stoffe oder Krankheitserreger unter Umgehung des Darmtraktes in den Körper gelangen. Beispiele für eine parenterale Verabreichung sind: intravenöse Injektion oder Infusion (in eine Vene) intraarterielle Injektion oder Infusion (in eine Arterie) intramuskuläre Injektion (in einen Skelettmuskel) intrathekale Injektion (in den Liquorraum des Rückenmarks) subkutane Injektion (unter die Haut) intraperitoneale Injektion oder Infusion (in die Bauchhöhle) intrakardiale Injektion (in das Herz) intravitreale Injektion (in den Glaskörper des Auges) intraossäre Applikation (in den Knochen).
- Thrombozytenaggregationshemmer Indikation: Prophylaxe von ThrombosenWirkstoffe: Acetylsalicylsäure (ASS): hemmt die Cyclooxygenase und somit die Bildung von Thromboxan (aggragationsfördernder Thrombozytenfaktor)NW: auch Synthese von Prostacyclin (aggregationshemmend) wird unterdrückt, dadurch wird Wirkung teilweise wieder aufgehoben, magenschädigendTiclopidin, Clopidogrel: blockieren den ADP (Adenosindiphosphat)-Rezeptor, werden eingesetzt, wenn man ASS nicht verträgt oder wenn nicht ausrechend wirkt.Glycoprotein IIb/IIIa - Rezeptor-Hemmer (Absiximab, Eptifibatid): hemmen Ausbildung stabiler Thromben.
- Fibrinolytika Plasminogenaktivatoren, aktivieren die FibrinolyseWirkstoffe: Urokinase, StreptokinaseIndikation: Thrombolyse bei Infarkten und EmbolienNW: erhöhte Blutungsgefahr
- Hämostyptika blutstillendWirkstoffe: Aprotinin: Protein zur Blutstillung bei OperationRingerlösung, Dextranlösungen: zur VolumensauffüllungFibrinkleber, Kollagen: zum "Verkleben" von Wunde
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