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Störungsspezifische Therapie (Subject) / F51.0 Insomnie (Lesson)
- Prävalenz 15-35% in den westlichen Industrieländern. Mehr Frauen als Männer sind betroffen und sie nimmt mit dem Alter zu. 2/3 chronischer Verlauf
- primäre Insomnie psychophysiologisches Bedingungsmodell Erregtheit, Angespanntheit gilt als zentraler Faktor. Sie kann isoliert oder simultan auf emotionaler, physiologischer, motorischer, kognitiver Ebene bestehen. Kognitiv leiden viele unter einem Nicht-abschalten-Können. Negativ getönte Gedanken beziehen sich auf belastende oder unzureichend bewältigte Tageserlebnisse oder den Schlafvorgang selbst. Ein ausschlaggebender kognitiver Faktor ist die Angst vor Schlaflosigkeit u. den erwarteten Konsequenzen. Es treten Angst u. Ärger auf, die eine erhöhte Anspannung auslösen und zu weiteren negativen Gedanken u. Empfindungen führen. Ausgeprägte Selbstbeobachtung, innerer Druck einschlafen zu müssen sowie die Antizipation unangenehmer Folgen erhöhen die Anspannung. Es entwickeln sich ungünstige Schlafgewohnheiten.: Zu lange Bettzeiten, zu frühes Insbettgehen, unregelmäßige Schlaf-Wach-Rhythmik, Tagschlaf, Fernsehen, Lesen, Arbeiten im Bett. Verhaltenstherapeutische Interventionen: -Entspannungstechniken, PMR -Schlafhygienemaßnahmen, Psychoedukation -Schlaf-Wach-Rhythmus Struktur, Stimuluskontrolle, Schlafrestriktion -Kognitive Techniken zur Reduktion der Grübeleien, und zum Abbau dysfunktionaler Kognitionen. Therapiehilfsmittel: Schlaftagebuch, Schlafzeit, Tagesereignisse, es relativiert oft schon generalisierte Annahmen. Es gibt also doch gute Nächte. Regeln zur Schlafhygiene: Rhythmus, kein Tagschlaf, Abstinenz von Nikotin u. Kaffee, Alkohol, nicht auf die Uhr schauen. Einsatz von Stimuluskontrolltechniken: Das Bett soll zum Hinweisreiz für Schlaf werden. Kognitiv: Gedankenstopp u. Umstrukturierung von irrationalen katastrophierenden Befürchtungen. Benzoes schrittweise reduzieren und den Rebound-Effekt beschreiben.