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Forschungskompetenzen (Subject) / 2. Semester (Lesson)

Ostendorf, Welte

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  • Auswertung und Analyse Phase 1: Transkription Phase 2: Die Einzelanalyse Reproduktion prägnanteste Textstellen Kommentierung und erste Charakterisierung Verknüpfung von Aussagen und Interpretationen (Besonderheiten und Allgemeines) Phase 3: Generalisierende Analyse Gemeinsamkeiten und Unterschiede Phase 4: Kontrollphase Gesamtmaterial Gegenseitiger Austausch Phase 5: Kontrollphase: Themenorientierte Darstellung
  • Konstruktive Analysemethoden Datenresümee verfassen Kategorien bilden und Daten kodieren Praktische Hinweise: so rasch wie möglich "Schlüssel-Begriffe (Kristallisationspunkte des Denkens) der/die "Betroffene" selbst Theoretische Notizen / Memos schreiben Metaphern bilden
  • Praktische Anforderungen an Transkription Wie genau muss diese sein? Geräusche Dialekt Pausen Gesten, Bewegungen Unverständliches Welche Form der Gestaltung? Seitenangaben Zeilenangaben Zeilenabstand Trennung Interviewer und Interviewte Angaben zu Zeit, Ort, Dauer des Interviews evt. erste Anonymisierung evt. erste biografische Daten festhalten
  • Tipps zur systematischen Erschließung von Textmaterial zunächst auf eine Textstelle konzentrieren Sinneinheit (kann Begriff, Satz oder Absatz sein) Auswahl hängt vom Forschungsinteresse ab Von dort aus andere Textstellen erschließen (z.B. kommt das Thema öfter vor? Aussagen ähnlich? Inwiefern?,...) Hinweise des Interviewpartners nutzen Freud´sche Versprecher Metaphern ("in einem Boot") Analogien (" wie in einem Krimi") Hervorhebungen (bspw. durch Lautstärke) Sprachlicher Stil Definition der Kategorie, Ankerbeispiele, Kodierregeln
  • Kritisch-prüfende Analysemethoden Prüfung was spricht für und was spricht gegen die Richtigkeit einer Erkenntnis (-> Suche nach entstprechenden Fällen in den Daten) Spezifische Merkmalskombination und fallübergreifende Generalisierung Eigene Überzeugung vs. Reflexion Voraussetzung: Haltung intellektueller Redlichkeit Abschluss - Sättigung? Instrumente: Prüfung von Thesen Kommunikative Validierung
  • Umgang mit "Vorwissen" Forscher bringt unterschiedliche Erfahrungen in die Analyse ein Fachliteratur in Form von Hypothesen persönliche Erfahrungen   Kontextwissen als Datenfundus Möglichkeiten, um Vergleiche anzustellen, Variationen zu entdecken trägt zur Entwicklung einer konzeptionell dichten, sorgfältig aufgebauten Theorie bei Einfluss des Kontextwissen wird durch Triade (Datengewinnung - Kodierung - Memos schreiben) kontrolliert
  • Prüffragen für die Qualität im Forschungsprozess Wie wurde die Utnersuchungsgruppe gewählt? Warum? Welche Hauptkategorien wurden entwickelt? Welche Ereignisse, Vorfälle etc. verweisen auf diese Hauptkategorien? Was waren einige der Hypothesen hinsichtlich Beziehungen zwischen Konzepten? Mit welcher Begründung wurden sie formuliert, wie überprüft? Gibt es Beispiele, dass Hypothesen nicht haltbar waren? Wie wurde diesen Diskrepanzen Rechnung getragen? Wie und warum wurde die Kernkategorie gewählt? In Bezug auf die empirische Verankerung der Ergebnisse Sin die Konzepte systematisch zueinander in Beziehung gesetzt? Gibt es viele konzeptionelle Verknüpfungen? Sind die Kategorien gut entwickelt? Sind die breiteren Rahmenbedingungen, die das untersuchte Phänomen beeinflussen, in seine Erklärungen eingebaut? Wurde dem Prozessakt Rechnung getragen? In welchem Ausmaß scheinen die theoretischen Ergebnisse bedeutsam= Rückmeldung der Forschungsergebnisse an Interviewte
  • Komplexe Methoden (Analyse) Musteranalyse Dilemma- Analyse
  • Musteranalyse Muster: regelhafte, imm wieder ähnlich ablaufende Handlung, oft nicht intendiert, sondern Routinen, Selbstverständlichkeit Muster reduzieren, ordnen und interpretieren der Daten Ergänzung: theoretische Notizen schreiben:  Ideen, die von theoretischer Relevanz für die Fragestellung sind, festhalten (Bedeutung von Daten, Definitionen von wichtigen Begriffen, theoretische Konzepte ...)
  • Fragen zur Musteranalyse Worin besteht das Muster? Aus welchen Elementen ist es zusammengesetzt und welche Beziehungen bestehen zwischen ihnen? Was bedeutet das Muster? Was drückt sich darin aus? Wir wirkt sich das Muster aus? Welche Einstellungen, Fähigkeiten werden durch das Muster wahrscheinlich gestärkt? Welche Belege gibt es dafür / dagegen?
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  • Dilemma - Analyse Suche nach Widersprüchen Formulierung/ Entwicklung ovn Spannungsverhältnissen Annahme: individuelle und soziale Realität sind widersprüchlich; diese Widersprüche sind analysierbar Widersprüche als zentrale Ansatzpunkte für das Verstehen von Situation
  • action research   Die in den Sozialwissenschaften gebräuchlichen Begriffe Handlungs-, und Aktionsforschung sind synonyme Übersetzungen des von Kurt Lewin geprägten Begriffsaction research[1][2]. Er wollte als Kritik an einer rein experimentellen Sozialpsychologie eine Wissenschaft begründen, deren Hypothesen praxisnah sind und deren Implikationen zu Veränderungen im Sinne einer Problemlösung führen. Mit ihrem expliziten Handlungsgebot sollte sie ein Gegenentwurf zu einer seiner Meinung nach auftragsfreien, verantwortungslosen Wissenschaft sein, der eine Entfremdung von Theorie und Praxis aufheben würde
  • Unterschiede Partizipation & Response Evaluation Partizipative Evaluation: Enge Zusammenarbeit mit den Betroffenen, aber stärker festgelegt   Responsive Evaluation Informationsbedürfnisse der Akteure im Vordergrung,  Flexibles, offenes Design
  • Kompetenzfelder und Dimensionen in Stichworten gemäß der Empfehlungen für die aus- und Weiterbildung in der Evaluation 1. Evaluationstheorie und - geschichte 2. Methodenkompetenzen 3. Organisations- und Feldkenntnisse 4. Sozial- und Selbstkompetenzen 5. Praxis der Evaluation
  • Evaluationstheorie - und geschichte a) Grundlagen Definitionen - Evaluation und Evaluationsforschung Kennzeichen einer Evaluation Funktionen von Evaluationen b) Evaluationsgeschichte Entwicklungstrends Nationale Evaluationskulturen Einflüsse von Kontextfaktoren auf die Entwickung von Evaluation c) Evaluationsansätze Theoretische und methodologische Ansätze und Modelle Positionierung und Aufgabenstellung, methodische Ausgestaltung d) Evaluationsstandards Sicherung der Qualität von Evaluation Kommunikationsinstrument Konfliktmanagement, Steuerung von Evaluationen
  • Methodenkompetenzen a) Grundzüge der empirischen Sozialforschung und Untersuchungsdesign Entwicklung und Operationalisierung von Fragestellungen Planung empirischer Untersuchungen, Auswahl- und Messverfahren b) Datenerhebung, -aufbereitung und -interpretation Grundlagen von Erhebungsformen Entwicklung von Erhebungsinstrumenten c) Statistische Kenntnisse Univariate Häufigkeitsverteilungen, Kreuztabellen, Varianzanalyse Verfahren zur Messung von Zusammenhängen, Signifikanztests d) Datenauswertung Anwendungskenntnisse in Softwarepaketen zur quantitativen und qualitativen Datenanalyse Kodierung und Rekodierung Dateninterpretation und Reporting e) Projektorganisation Zeitplanung, Durchführungsplanung und -kontrolle Kostenplanung und -kontrolle Einführung in Fragen der Kosten-Leistungs-Rechnung  
  • Organisations- und Feldkenntnisse a) Organisationswissen Organisationsbegriff, Organisieren Handlung vs. Struktur Kommunikation und Interaktion b) Rechts- und Verwaltungswissen Einführung Rechtswissenschaft Verwaltungslehre Geschäftsprozesse c) Spezifische Feldkenntnisse Unterschiedliche Praxisfelder Spezifisches Organisations- und Kommunikationswissen Spezifisches Rechts- und Verwaltungswissen
  • Sozial - und Selbstkompetenzen a) Soziale Kompetenz   Kontaktaufbau und - gestaltung Perspektivenübernahme und Empathie Feedback und Konfliktfähigkeit   b) Kommunikative Kompetenz   Kommunikationstheorie Praxis I: Zuhören & Sprechen Praxis II: Lesen und Schreiben   c) Kooperationskompetenz   Präsentieren und Moderieren Gesprächs- und Verhandlungsführung Kooperation und Arbeit in Gruppen   d) Selbstmanagement-kompetenzen   Motivation und Arbeitsstil Auftrag- Erwartungs- und Rollenklärung   e) Lern- und Problemlösekompetenz   Reflexion und Fokussierung Problemlösungsstrategien Lernformen- und stile  
  • Praxis der Evaluation a) Umfang In der Regel 12 Wochen Einführung in zwei Evaluationsfelder b) Qualität der Ausbilder Langjährige Evaluationserfahrung Praktische Erfahrungen in allen Phasen der Evaluation c) Phasen der Evaluation Planung Durchführung Ergebnisdarstellung Ergebniskontrolle
  • The formal analysis Process Data management ------> Abstraction and Interpretation Organising ---------------> Describing ----> Explaining
  • Interviewführung Anfangen Zuhören Fragen Nachfragen Nach dem Interview