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1 Grundlagen der Psychotherapie (Subject) / 1.2.3 Typische Registriermethoden der Psychophysiologie (Lesson)
Typische Registriermethoden der Psychophysiologie
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- Wie entstehen Gehirnströme durch die Aktivität großer Nervenzellverbände, ihr Rhythmik wird vom Thalamus erzeugt
- Elektroenzephalografie (EEG) misst elektrische Gehirnströme erfasst werden die Potenzialschwankungen zwischen jeweils 2 von 20 Elektroden, die auf die Kopfhaut aufgesetzt werden Lage der Ableitelektroden und die Filter, Verstärker, Zeitkonstanten etc. wurden standardisiert man unterscheidet folgende Wellen im EEG:Delta-WellenThetaAlphaBetaGamma EEG wird eingesetzt zur Erfassung von:- Schlafstadien- Neigung zu epileptischen Anfällen (Krampfpotenziale)- Vorliegen von entzündlicher oder stoffwechselbedingter Erkrankungen bei Leber- oder Nierenschädigungen (allgemeine Veränderungen)- Schlaganfällen (Herdbefund)- Hirntodes (Nulllinie)
- Delta-Wellen 0,5-3 Hz und Amplitude 5-250 Mikrovolt μV im Tiefschlaf, Koma, in Narkose, bei erhöhtem Hirndruck oft Hinweis auf eine schwere Schädigung
- Theta-Wellen 4-7 Hz und Amplitude 20-100 Mikrovolt im Wachzustand bei Kindern bis zum 5. Lebensjahr und bei Erwachsenen im Schlaf, in Trance und unter Hypnose
- Alpha-Wellen 8-13 Hz und Amplitude 20-120 Mikrovolt entspannter Wachzustand mit geschlossenen Augen an allen Ableitungsorten etwas gleich (synchronisiertes EEG)
- Beta-Wellen 14-30 Hz und Amplitude von 5-50 Mikrovolt Wachzustand mit offenen Augen, häufig bei geistiger Tätigkeit desynchronisiertes EEG, verstärkt bei Medikamentenwirkung (z.B. Barbiturate, Benzodiazepine)
- Gamma-Wellen 31-60 Hz und Amplitude von -10 Mikrovolt Gesetzmäßigkeiten von Auftreten und Lokalisation sind nicht bekannt
- Magnetenzephalografie (MEG) erfasst werden die magnetischen Felder, die durch die elektrischen Signale der Nerven im Gehirn verursacht werden Methode wird v.a. in der Epilepsieforschung eingesetzt
- Elektrokardiogramm (EKG) misst über die Hautoberfläche die elektrischen Vorgänge bei der Reizausbreitung im Herzen Normalerweise werden 6 Elektroden an Beinen und Armen angelegt mit dem EKG werden u.a. Extrasystolen, Versorgungsstörungen, Kammerflattern oder -flimmern diagnostiziert unter Umständen wird das EKG auch unter körperlicher Belastung erfasst
- Elektromyogramm (EMG) Erfassung der bioelektrischen Aktivität der Muskulatur i.d.R. werden dazu Nadelelektroden benutzt Methode dient bsw. der Diagnose von Myopathien, Polyneuropathien oder Nervenwurzelkompressionen
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- Computertomografie (CT) bildgebendes Verfahren basiert auf dem Röntgenverfahren Bilder zeigen die Absorption von Strahlung durch das Gewebe Bilder sind statisch
- Magnetresonanztomografie (MRT) bildgebendes Verfahren zunächst werden die Wasserstoffatome des Gewebes in einem magnetischen Feld ausgerichtet beschallt man dann die Radiowellen, wird ein messbares elektromagnetisches Signal ausgesendet Bilder sind statisch
- Funktionales Magnetresonanz-Imaging (fMRI) bildgebendes Verfahren im aktiven Hirnareal ändern sich Hirnstoffwechsel, Sauerstoffverbrauch und Hirndurchblutung die dadurch bedingte lokale Signaländerung wird durch das fMRI sichtbar gemacht Untersuchungen können durchgeführt werden, während die Pat. bestimmte Aufgaben ausführen so kann man auch die neuronale Aktivität psychischer Funktionen erfassen