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Störungsspezifische Therapie (Subject) / Behandlung von Schizophrenie (Lesson)
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- Hauptpfeiler der Behandlung Psychopharmakotherapie Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungsmodell = Grundlage für pharmakologische und psychotherapeutische Interventionen
- Unterschied formale Denkstörung und inhaltliche Denkstörung formal: Lockerung, Zerfahrenheit inhaltlich: Verfolgungswahn
- Allgemeine Unterteilung der Symptome Positiv: Denkstörungen (formal, inhaltlich), Halluzinationen, Ich-Störungen (Gefühl des Gemachten). Negativ: emotionale Verarmung, Mimische und Gestische Reduktion... Negative Symptome überwiegen im weiteren Krankheitsverlauf
- Günstige Prognose Auftreten ausgeprägter psychotischer Symptome innerhalb von 4 Wochen oder eine gute prämorbide soziale und berufliche Leistungsfähigkeit
- Epidemiologie der Schizophrenie 1% der Allgemeinbevölkerung Männer und Frauen gleichermaßen, alle Schichten. Beginn zwischen 16-30 Jahren Männer erkranken durchschnittlich mit 21 Jahren, Frauen mit 26 Jahren. Ist ein Elternteil an einer Psychose erkrankt liegt das Risiko bei 13%, sind beider erkrankt steigt das Risiko auf 46% an. Krankheitsverlauf: 20% haben nur eine Krankheitsphase und erreichen ihr ursprüngliches Leistungsniveau. 40% haben mehrfache Krankheitsphasen ohne wesentliche Einbußen 40% haben mehrfache Schübe mit wesentlichen Veränderungen. Suizidrate: 10%
- Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungsmodell Spezifische Veranlagung: Dopaminerge Dysfunktionen, die unter Belastung zu auftreten und zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen führen und in psychotische Symptome übergehen. Weitere persönliche Vulnerabilitätsfaktoren: Schizotypische PKS-Züge, reduzierte Verarbeitungskapazität, autonome Hyperaktivität bei aversiver Stimulation.
- Senkung der psychobiologischen Vulnerabilität Steigerung Annahme: durch prophylaktische Neuroleptikagabe= Senkung Steigerung durch Alkohol oder Substanzmitteleinnahme
- Protektive Faktoren im Behandlungsverlauf Bewältigungskompetenzen, Compliance bzg. pharmakologischer Behandlung, familiäre u. soziale Ressourcen.
- Den Krankheitsverlauf gefährdende Faktoren Hoch emotionales Familienklima (HEE), Belastende Ereignisse, Überforderungen
- Pharamkotherapie und kognitive VT Wegen der Nebenwirkungen und aufgrund von Krankheitsverleugnung geringe Compliance. Es wird möglichst niedrig dosiert. Bei Ersterkrankung wird eine 1-jährige Therapie empfohlen, mehr mehrfachen Rezidiven eine 3-5 jährige Neuroleptikabehandlung. Das führt zu einer deutlichen Absenkung der Rückfallrate 15% im Vergleich zu 75% im ersten Jahr und 40% im Vergleich zu 85% im zweiten Jahr. Kognitve VT kann die Rückfallrate um weitere 10-15% senken.
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- Kognitive Vulnerabilitätsindikatoren Sie treten unabhängig vom Erkrankungszustand (z.B. remittiert) auf. Imponieren insbesondere als Aufmerksamkeitsstörungen, reduzierte Verarbeitungskapazität
- kognitiv - verhaltenstherapeutische Interventionen Im postakuten Zustand möglich.Produktive psychotische Symptomatik stellt keine generelle Kontraindikation dar. Kontraindikation: ausgeprägte kognitive Störungen, hohe Instabilität, innere Unruhe. Generell: Einer erneuten Überforderung muss entgegengewirkt werden. Akut psychotische Patienten mit formalen Denkstörungen: Reizabschirmung und Pharmakotherapie. Je ausgeprägter die Störung oder Negativsymptomatik desto stärker strukturierend vorgehen. Kognitive Defizite sollten mit häufigen Pausen und kurzzeitigen Interentionen begegnet werden. Anhaltspunkte für Suizidalität: Suizidversuche in der Anamnese, Klagen über Stagnation und Verlust wesentlicher Lebensziele.
- Basisverhalten in der Therapie Eindeutige Kommunikation, Struktur, Über-u.Unterforderung vermeiden. Förderung des SW. Vermeiden: emotional zu stimulierender Interaktionssil, zu forcierte psychosoziale Interventionen, Suizidabsichten nicht ernst nehmen.
- spezifische kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen 1. Behandlungspartnerschaft etablieren. Patient muss den Zusammenhang zwischen seinen Zielen und den Interventionen des Therapeuten verstehen. 2.Zielbestimmung, Therapieplanung 3.Psychedukation: Krankheitsverständnis, Comliance, Erkennen u. Umgang mit Frühwarnzeichen, Bewältigungskompetenz, Stressmanagement 4. Familienbetreuung, Angehörigenarbeit: Krankheitsverständnis, Compliance, Frühwarnzeichen, Kommunikationsfertigkeiten 5. Strukturierung des Tagesablaufes z.B. bei Minussymptomatik 6. Training sozialer Fertigkeiten, Problemlösen 7. Kognitive Trainingsprogramme (Störungen der Informationsverarbeitung, Kompensationsprozesse) 8. kognitive Therapie oder Aufbau von Bewältigungkompetenzen (Dysfunktionale Kognitionen hinsichtlich der Erkrankung, des SW oder chronisch produktiver Symptome)
- Entspannungsverfahren (Bereich Stressmanagement) PMR u. Atemübungen, keine autogenes Training
- Training sozialer Fertigkeiten, mögliche Inhalte: eigene Bedürfnisse erkennen u. realisieren, um Hilfe bitten, überhöhte Anforderungen ablehnen, mögliche Einschränkungen durch die Krankheit thematisieren (AG, Familie)
- Chronische Plussymptome Strategien im Umgang 40% der ambulanten Patienten leiden unter chronifizierter Plussymptomatik. . Analyse der Situationen in denen die Stimmen auftreten -Hinweise vor dem Auftreten der Symptome wahrnehmen -Einsatz hilfreicher Strategien: Kopfhörer mit lauter Musik (Wechsel der Aufmerksamkeit)Zunahme des Aktivitätsniveaus, Realitätstestungen (sind meine Erlebnisse real, Verändern des physiologischen Erregung z.B. Entspannen. -