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Paradigmen der Pädagogischen Psychologie (Subject) / Empathie (Lesson)

Theorie & Empirie zum Thema "Empathie"

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  • Empathie - Definition Einfühlungsvermögen Lipps (1902): Zwang zu motorischer Nachahmung>Spiegelneurone (Rizzolatti, 1996) Ekman (1984):◦ Kognitive Empathie: erkennen, was andere denken◦ Emotionale Empathie: fühlen, was andere fühlen Empathie als interpersonales Phänomen
  • Empathie - Zweck Elterliche Sorge um den Nachwuchs Leben in Gruppen /sozialisieren Moralische Urteilskraft Prosoziales, altruistisches Verhalten
  • Empathie = schwer messbar Breites Spektrum an Phänomenen Sorge um andere Menschen Emotionen anderer nachfühlen Wissen was jemand fühlt oder denkt > Linie zwischen sich selbst und anderen verwischt Mensch: Empathie auch für Fremde oder andere Spezies Empathie nicht zwangsläufig an Wahrnehmung tatsächlicher Distress-Signale oder an „Gefühlsansteckung“ gekoppelt > Kognitive Verarbeitungsprozesse, Imagination,…  
  • Evolution der Empathie Von der Basis der elterlichen Sorge bei Säugetieren…. Über die Entwicklung des Präfrontalen Kortex… Zu fortgeschrittenen, flexibleren Levels der Empathie(z.B. Perspective Taking) > Basale und fortgeschrittene Stadien existieren heute gleichzeitig, aber teilweise in verschiedenen neurobiologischen Systemen
  • Die Rolle sozialer Bindungen Funktionen: Sicherheit, Ernährung, Stressverminderung  
  • Oxitocin wichtige Rolle bei Tier und bei Mensch für Stressreaktivität & prosoziales Verhalten
  • Die Wahrnehmung vom Leid anderer Individuen Basis: Säugetiere sorgen sich um das Wohl ihrer Nachkommen Diese Sorge geht bei vielen Säugetieren über die Mutter-Kind- Beziehung hinaus Warnendes, projektives, annäherndes Verhalten gegenüber leidenden Individuen fMRT: viele Studien zeigen, dass genau dieselben Hirnareale („pain matrix“), die bei direkter eigener Schmerzerfahrung aktiv sind auch bei Antizipation, Perzeption oder Imagination von Schmerz anderer aktiv sind Was gehört zu diesem neuralen Netzwerk? - Supplementäres Motor Areal- Dorsaler und anteriorer medialer ACC (anteriorer cingulärer Kortex)-AIC (anteriorer insulärer Kortex): am besten bestätigt- Amygdala &- periaquäduktales Grau
  • Empathie als flexibles, adaptives Phänomen Empathie ≠ Automatismus oder Reflex> Abhängig von situativen, sozialen und interpersonalen Faktoren Beispiel: Voreinstellungen > Höhere Aktivität in diesen Arealen, wenn man geliebte Menschen leiden sieht vs. Fremde > Verminderte Aktivität, wenn die leidende Person zuvor unfaires Verhalten zeigte oder von einer anderen ethnischen Gruppe ist! Beispiel: individuelle Erfahrung mit Schmerz (Ärzte vs. KG)
  • Menschliche Empathie Über die Tierwelt und über die evolutionären Ursprünge hinausgehende Aspekte vgl. Studie „Perspective Taking“ (Bedingung A vs. Bedingung B)
  • Empathie und Belohnung Verstärkung durch hormonelle und soziale Belohnung!    
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  • Tageszeit und moralisches Verhalten Annahme: Tageszeit kann unethisches Verhalten beeinflussen! > Erleben des Alltags kann Selbstkontrolle im Laufe des Tagesreduzieren > Allmähliche Ermüdung (z.B. Treffen von Entscheidungen, Verhaltenssteuerung, Aufwendung von körperlicher Energie) > negativer Effekt auf eigenes moralisches Verhalten   Menschen handeln ethischer und widerstehen einer Versuchung eher morgens als später am Tag!
  • "Kapzitätsmodell" der Selbstregulation Die Kapazität von Selbstkontrolle ist wie ein Muskel und erfordert nach der Anwendung Erholung, um die Kraft wiederherzustellen > Erschöpfung dieser Ressource behindert die Fähigkeit einesMenschen anschließend Selbstkontrolle anzuwenden   Erschöpfte Selbstregulations-Ressourcen> Aufstockung durch Ruhe und Entspannung
  • Morning Morality Effect Wenn Selbstregulations-Ressourcen den Tag über allmählich verbraucht werden, verhalten sich Menschen nachmittags eher unethischer als morgens!
  • Der mildernde Effekt von Moral Disengagement Annahme: Tageszeit beeinflusst Menschen auf unterschiedliche Art und Weise Ethisches Verhalten wahrscheinlich beeinflusst durch die Neigung zu Moral Disengagement Moral Disengagement:Individueller Unterschied in der Art, wie Menschen Entscheidungen und Verhalten mit ethischer Bedeutung kognitiv verarbeiten, der denen ermöglicht, die dazu neigen sich moralisch loszulösen, sich unethisch zu verhalten, ohne Kummer zu spüren Annahmen:> Interaktion von Neigung, sich moralisch loszulösen, und Tageszeit> Menschen mit geringer Neigung, sich moralisch loszulösen, verhalten sich ethischer als Menschen mit starker Neigung> Stärkerer Einfluss durch den Morning Morality Effect bei geringer Neigung
  • Mimikry Definition & Arten Definition: häufig imitieren Menschen unbewusst die Sprache, den Habitus, die Mimik oder auch die Gestik anderer Menschen > nützlicher Automatismus im sozialen Miteinander> lässt eine Person sympathischer erscheinen> können Empathie und soziale Ansteckung beeinflussen Mimikry beim Menschen: wenn Menschen andere Menschen unbewusst & automatisch nachahmen Arten von Mimikry: >verbales, > verhaltensbezogenes & > emotionales Mimikry  
  • Mimikry von Gesichtsausdrücken Das Beobachten eines emotionalen Gesichtsausdrucks führt beimBeobachter innerhalb von wenigen Sekunden dazu, dass dieser sichan den beobachteten Ausdruck anpasst und ihn „nachahmt“> diese schnelle Gesichtsreaktion (rapid facial reactions (RFRs)) nenntman Mimikry > wichtig für soziale und emotionale Prozesse (soziale Wahrnehmung &emotionale Ansteckung) > mit Phänomenen wie „Hilfeleistung“ und Großzügigkeit verknüpft > häufig mit Störungen wie Autismus und Schizophrenie in Verbindunggebracht
  • RFRs als motorische Reaktionen Die schnellen Gesichtsreaktionen (RFRs) sind eine bloße Nachahmung der beobachten Expression bzw. des beobachteten Ausdrucks> reine non-affektive motorische automatische nicht emotionale Reaktionen es wird postuliert, dass der Mensch über neuronale, passiveWahrnehmungs-Verhaltens-Verbindung verfügen > umgehen emotionale Systeme und Prozesse > vermutlich durch Spiegelsystem (Morrorsystem) vermittelt Die Wahrnehmung eines Verhaltens einer anderen Person führtautomatisch zur neuronalen Aktivierung der für dieses Verhaltenverantwortlichen Neuronen im menschlichen Körper (Spiegelneurone)
  • RFRs als emotionale Reaktionen emotionale Prozesse bedingen diese schnellen Gesichtsreaktionen (RFRs) > emotionale Ansteckung wird bedingt durch emotionale Prozesse und nicht durch reine einfache reflexive Prozesse RFRs als ein Ergebnis eines emotionalen Zustandes des Beobachters & kein non-emotionaler Reflex > Dimberg (1997): konnte zeigen, dass RFRs auch auftreten alsReaktion auf beobachtete nicht gesichtsbezogene emotionalen Reize wie Schlangen breites Verständnis von Emotionen: schließen Handlungstendenzen, kognitive Bewertung, Aufmerksamkeitsmechanismen & physiologischenVeränderungen mit ein für die Bewertung der Umwelt
  • Mimikry von Gesichtsausdrücken Zwei konkurrierende Theorien 1. RFR als motorische Reaktion: nur eine mögliche Reaktion 2. RFR als emotionale Reaktionen: mindestens zwei mögliche Reaktionen