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HdM WI7 2. Semester (Subject) / Content-Management Fragenkatalog (Lesson)
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- Das Unternehmen beschafft für die Website ein neues CMS. Zur Auswahl stehen ein statisches, ein dynamisches und ein hybrides CMS. Nennen Sie drei Unterschiede zwischen den Systemen. Dynamisches CMS (z.B. WordPress) generiert eine HTML-Seite aus dem Template und der Datenbank beim Aufruf; leichter pflegbar Statisches CMS erstellt eigene HTML-Seite für den Content bei der Erstellung des Contents; muss quasi abgeschlossen auf dem Server liegen Hybrides CMS: häufig aufgerufene Inhalte werden statisch festgehalten (z.B. Startseite, Bilder), sich schnell ändernde Inhalte werden dynamisch generiert.
- Begriffserklärung: Content-Management-System Mittels eines so genannten CMS ist es Kunden möglich, Ihre Website in Eigenregie zu verwalten. Dank moderner (Web) Content-Management-Systeme wie Joomla, Drupal, Typo3 oder WordPress ist es auch Laien möglich, Ihre Website-Inhalte ohne jedwelche Kenntnisse von Technik oder Programmierung zu verwalten.
- Was sind “dynamische Internetseiten”? Ein „Content-Management-System“ (WordPress bspw.) generiert so genannte dynamische Internetseiten auf Basis von Datenbanken. Das bedeutet, dass die Inhalte (Texte, Bilder etc.) getrennt von technischen Elementen (Layout- Vorlagen, Programmierung, Skripte) aufbewahrt werden. Wenn ein Besucher die Website besucht, werden die Inhalte und die technischen Elemente aus den Datenbanken gelesen und “just in time” zu einer Internetseite zusammengefügt und dem Besucher der Seite ausgeliefert. Man hat also die Inhalte nicht “fest verankert” in einem Seiten-Dokument. Die Inhalte werden jedesmal “live” aus der Datenbank genommen. Man spricht von einer dynamischen Website.
- Was sind die “statischen Websites” Im Gegensatz zur dynamischen Websites gibt es auch so genannte “statische” Websites. Bei einer statischen Website werden alle Seiten eines Internetauftritts hergestellt und als einzelne Dateien auf dem Webserver gespeichert. Wenn ein Besucher die Website besucht, werden die Seiten direkt zu ihm übertragen. Ein Zugriff auf Datenbanken erfolgt nicht. Benötigt man eine größere Website, kann es bei einer statischen Website schnell vorkommen, dass sehr viele einzelne Dateien erstellt werden müssen. Ändert man etwas am Layout zum Beispiel, muss jede Datei einzeln angepasst werden. Auch die Erst-Erstellung aller Dateien ist sehr zeitintensiv.
- Klassifizierung WCMS: Statische Systeme Statische Systeme sind auf dem Publishing Server einer Redaktion und bieten dieser alle Funktionen zur Artikelerstellung und -verwaltung an. Sie sind nicht direkt mit dem Leser verbunden, d.h. zwischen dem Publishing Server und dem Leser befindet sich ein Staging Server inkl. Web Server. Wenn Artikel publiziert werden, wird eine HTML Seite mit Hilfe eines Templates generiert und auf den Staging/Web Server geladen. Bevor Änderungen veröffentlich werden, müssen diese von Entwicklungsservern (Quality Assurance Server) getestet werden.
- Klassifizierung WCMS: Dynamisch System Dynamische Systeme generieren eine Seite aus dem Template und den Inhalten aus der Datenbank bei jedem Aufruf neu, d.h. dass Seiten zur Laufzeit erzeugt werden. Sie sind damit direkt mit dem Leser verbunden. Beispiel: kleine Blogs
- Klassifizierung WCMS: Hybride Systeme Hybride Systeme sind eine Mischung aus statischen und dynamischen Systemen. Häufig abgerufene Inhalte werden statisch vorgehalten und sich schnell ändernde Inhalte werden dynamisch bereitgestellt. => Caching
- Die Unternehmer möchten den Shop auch international verfügbar machen. Hierzu sind Übersetzungen erforderlich. Sie haben gehört, dass es hierfür TMS gibt und fragen Sie, was dies genau ist. Erläutern Sie kurz die Abkürzung eines TMS. Translation Memory Systeme sind die Basis jeder Software zur computergestützten Übersetzung. Anhand eines separaten Servers wird diese Sprachtechnologie mit einer zentralen Arbeitsumgebung für alle internen und externen Übersetzer und Redakteure verbunden. Jeder einmal übersetzte Satz wird in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert und lässt sich für alle zukünftigen Projekte wiederverwenden. Mit der Zeit wird ein immer größerer Datenpool aufgebaut, aus dem der Übersetzer schöpfen kann. Herausforderungen:- Begriffe einheitlich und Texte sinngemäß übersetzen (Terminologie)- Auch Bilder übersetzen- Layout der Endprodukte ist i.d.R. einheitlich "Sprachen haben aber alle verschiedene Zeichenzahlen bei gleichem Inhalt- Maßeinheiten müssen übersetzt und die Werte umgerechnet werden- Aufwendige Pflege für TMS Inhalte
- Erläutern Sie kurz die Aufgaben eines Terminologie-Managements Terminologie-Management ist ein wesentlicher Beitrag zur Definition eines reduzierten und kontrollierten Wortschatzes. Terminologie zu einem Produkt entsteht in vielen Unternehmensbereichen:Im Marketing, in der Entwicklung/Konstruktion, im Service. Werbeschriften, Datenblätter etc. werden an verschiedenen Stellen übersetzt und über das Internet schnell verteilt.Ohne Terminologiemanagement führt diese Praxis zwangsläufig zu einem kostspieligen Wildwuchs an Benennungen in allen Sprachen. Deshalb sollten die betreffenden Unternehmensbereiche bei einem unternehmensweiten Terminologiemanagement berücksichtigt werden. Aufgaben:- Koordinierung der Entwicklung von Glossaren und Wörterbüchern- Validierung der extrahierten Terminologie- Durchsuchung und Entwicklung der Terminologie-Datenbanken- Bearbeitung, Prüfung und Aktualisierung der Terminologie auf einer konsistenten Basis- Entwicklung und Umsetzung von Stilrichtlinien
- Erläutern Sie mit kurzen Worten, die Begriffe „valide“ und „wohlgeformt“ im Kontext mit XML Wohlgeformt: Ein XML-Dokument heißt „wohlgeformt“ (oder englisch well-formed), wenn es alle XML-Regeln einhält.Beispielhaft seien hier folgende genannt: - Das Dokument besitzt genau ein Wurzelelement. Als Wurzelelement wird dabei das jeweils äußerste Element bezeichnet, z.B. <html> in XHTML.- Alle Elemente mit Inhalt besitzen einen Beginn- und einen End-Auszeichner (-Tag) (z.B. <eintrag>Eintrag 1</eintrag>). Elemente ohne Inhalt können auch in sich geschlossen sein, wenn sie aus nur einem Auszeichner bestehen, der mit /> abschließt (z.B. <eintrag />).- Die Beginn- und End-Auszeichner sind ebenentreu-paarig verschachtelt. Das bedeutet, dass alle Elemente geschlossen werden müssen, bevor die End-Auszeichner des entsprechenden Elternelements oder die Beginn-Auszeichner eines Geschwisterelements erscheinen.- Ein Element darf nicht mehrere Attribute mit demselben Namen besitzen.- Attributeigenschaften müssen in Anführungszeichen stehen.- Die Beginn- und End-Auszeichner beachten die Groß- und Kleinschreibung (z.B. <eintrag></Eintrag> ist nicht gültig) Valide (in sich funktionierend): Der Standard definiert ein XML-Dokument als gültig (oder englisch valid), wenn es wohlgeformt ist, den Verweis auf eine Grammatik enthält und das durch die Grammatik beschriebene Format einhält.Validität (Gültigkeit) ist grundsätzlich strenger als die Wohlgeformtheit (Beachtung der XML-Regeln)! Valide XML-Instanzen müssen wohlgeformt sein, und darüber hinaus von einer DTD abgeleitet sein und allen Deklarationen des Inhaltsmodells, die in der DTD definiert wurden, entsprechen.
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- Erklären Sie, warum XML-Namensräume (XML Namespaces) erforderlich sind und beschreiben Sie die grundlegenden Funktionen. XML-Namensräume (englisch „XML namespaces“) werden benutzt, um das Vokabular eines XML-Dokumentes eindeutig zu identifizieren und um in einem einzelnen Dokument mehrere XML-Sprachen zu mischen. Ihre Funktionsweise ist mit Vorwahlen bei Telefonnummern zu vergleichen. Wenn beispielsweise zweimal „Titel“ (einmal Buch-Titel, einmal Akademischer Titel) in einem Code vorkommen, löst die Anwendung von XML Namespaces Semantikprobleme. Man kann sich einen Namespace quasi als Box vorstellen, in welcher der jeweils gemeinte Titel als Buch-Titel oder Akademischer Titel fixiert wird.
- Die Unternehmer haben die Begriffe „valide“ und „wohlgeformt“ verstanden. Unklar ist ihnen der Begriff „XML-Anwendung“, der nicht für eine Software steht, sondern im Kontext von DTD und Dokumenten zu verstehen ist. Erläutern Sie, was hinter dem Begri Unter einer Anwendung von XML versteht man nicht ein konkretes Programm, sondern ein XML-Vokabular für einen bestimmten Anwendungsbereich, welches zum Beispiel durch eine DTD oder ein Schema definiert sein kann. Es gibt Anwendungen in jeder Komplexitätsstufe und für fast jedes Gebiet. XML-Anwendungen werden durch den Anwender definiert. Die Bestandteile einer XML Anwendung sind das XML Dokument selbst, sowie ein anwendungsspezifisches XML Schema. Beispiel: XHTML
- Der Lebenszyklus von Content teilt sich in verschiedene Phasen ein. Füllen Sie den nachstehenden Kreis mit diesen Phasen aus. Beachten Sie die richtige Reihenfolge mit der die Phasen angeordnet sind. 1. Inhalte erstellen 2. Inhalte freigeben 3. Inhalte publizieren 4. Inhalte wiederverwenden 5. Inhalte archivieren
- Kataloge sollen im Rahmen eines Single Source Publishings veröffentlicht werden. Wo findet bei diesem Konzept die Korrektur von Fehlern statt? Unter Single Source Publishing (auch Einzelquellenausgabe) verstand man ursprünglich Verfahren, um aus einer Quelle mehrere Ausgabeformate zu erstellen. Beim S.S.P. handelt es sich um medienneutrales Datenhandling Ikea-Beispiel: weltweiter Vertrieb über alle Medien; eine große Datenquelle (Single Source) aus der die Inhalte für die verschiedenen Medien gezogen werden -> Die Korrektur von Fehlern findet in der Originalquelle statt, wodurch die mehrfache Verwendung der Quelle zu keinen Folgefehlern auf den einzelnen Medien führt.
- Erläutern Sie den Begriff ETIM und beschreiben Sie warum ETIM benötigt wird. ETIM – Elektrotechnisches Informationsmodell- ETIM soll den unternehmensübergreifenden elektronischen Handel von elektrotechnischen Artikeln ermöglichen – vor allem das Auffinden.- ETIM ermöglicht den Austausch von einheitlichen Artikelinformationen durch die Bereitstellung einer zweistufigen Hierarchie und durch einheitliche beschreibende Artikelmerkmale. Wiki: ETIM Deutschland e.V. ist eine Initiative zur Standardisierung des elektronischen Austausches von Produktdaten im Fachbereich Elektrotechnik zur Ermöglichung des elektronischen Handels dieser Produkte. Der Standard ist speziell an die Anforderungen der Elektrobranche ausgerichtet und erlaubt das einheitliche, technische Beschreiben von Elektrogütern sowie die Zuordnung zu einer Produktklasse. Produkte werden in zwei hierarchischen Stufen erfasst: Artikelgruppe und Artikelklasse. Die Standardisierung ermöglicht lieferantenunabhängig Elektrogüter anhand der Klasse oder von technischen Merkmalen wieder zu finden. ETIM ist insbesondere bei der Erstellung von Produktkatalogen gebräuchlich. Die Übertragung von Katalogdaten erfolgt in einem erweiterten BMEcat-Format.
- Erläutern Sie den Begriff Master Data Management Master Data Management (dt. Stammdatenverwaltung) bezeichnet die zentrale Verwaltung von Stammdaten oder Referenzdaten (engl. master data), um system- und anwendungsübergreifende Konsistenz sicherzustellen. Bewegungsdaten (transaktionsorientiert):- häufige Generierung, häufige Änderung, oft kurze Spanne für Aktualität;- Bsp.: Bestellung, Serviceanfragen Stammdaten (statisch):- seltene Generierung, seltene Änderungen, oft lange Zeitspanne für Aktualität;- Bsp.: Kundenstammdaten, Adressen
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen vertikalen und horizontalen Portalen und geben Sie für beide jeweils ein Beispiel Vertikales Portal: - thematisch tiefgreifend - fokussierte Themen, Branchen oder Produktbereiche Beispiel: mediengestalter.info Horizontales Portal: - thematisch breit gefächert - viele Themen, Produkte oder Branchen; breit angelegtes Portal (Internetportal, Webportal), das sich an breite Benutzerschichten (Surfer, Kunden usw.) mit allgemeinen, d.h. nicht speziellen, Interessen wendet. Beispiel: gelbeseiten.de
- Das Enterprise Content Management wird in fünf Bereiche eingeteilt. Füllen Sie den nachstehenden Kreis mit diesen Begriffen aus. Beachten Sie die richtige Reihenfolge mit der die Bereiche angeordnet sind. Mittig: ECM von oben im Uhrzeigersinn: Capture (Erfassen) Store (Speichern) Manage (Verwalten) Deliver (Ausgeben) Preserve (Sichern/Aufbewahren)
- Kataloge sollen im Rahmen eines Single Source Publishings veröffentlicht werden. Wo findet bei diesem Konzept die Korrektur von Fehlern statt? Fehlerkorrekturen oder Änderungen erfolgen immer am Original, da alle Kataloge auf die Originalquelle zugreifen.
- Erläutern Sie die Aufgabe der Klassifikation von Dokumenten, die im Dokumenteneingang nach dem OCR durchgeführt wird. Optical Charactor Recognition umfasst die klassische Zeichenerkennung (Wandlung von analog zu digital). Aufgabe der Klassifikation von Dokumenten ist es, zu erkennen, um was für eine Art des Dokuments es sich handelt: Ist es reiner Text, ist es eine Rechnung, ist es ein Mahnschreiben, ein Vertrag? Anhand vom Barcode, QR-Code, o.ä. ist zu erkennen, um welche Dokumentart versteckt. Das ECM-System weiß sonst nicht, was für ein Dokument es vor sich hat. Nur mit einem klassifizierten Dokument kann weitergearbeitet werden, da das System weiß, wie das Dokument aufgebaut ist und welche Daten für die Weiterverarbeitung aus dem Dokument extrahiert werden müssen.
- Erläutern Sie den Begriff Klassifikation im Kontext von Product Information Management (PIM) Unter Produktinformationsmanagement (auch PIM oder engl. Product Information Management) versteht man die Bereitstellung von Produktinformationen für den Einsatz in verschiedenen Ausgabemedien beziehungsweise Vertriebskanälen sowie für unterschiedliche Standorte. Voraussetzung dafür ist die medienneutrale Verwaltung, Pflege und Modifikation der Produktinformationen in einem zentralen System. Wichtig unternehmensintern und für Handel mit anderen Unternehmen. Bsp.: Einzelne Kataloge sollen zu Multi-Supplier Katalogen zusammengefasst werden. Dazu müssen Produkte die gleiche Klassifizierung verwenden, damit gleiche oder ähnliche Produkte zusammen gelistet werden können. Produkte sollten mit gleichen Merkmalen beschrieben sein.
- Ist BMEcat ein Standard für Produktklassifikation oder für Kataloge? BMEcat ist ein standardisiertes Austauschformat für Katalogdaten im Katalogmanagement; Das BMEcat-Format basiert auf der XML-Technologie und erlaubt den standardisierten Austausch von Katalogdaten.