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Paradigmen der Pädagogischen Psychologie (Subject) / Binding (Lesson)

Binding

This lesson was created by FelixOskarGRI.

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  • Definiton "Binding" Unter dem ... versteht man die Frage nach den neuronalen Grundlagen sensorischer Integration, also der Fähgikeit des Gehirns, aus einer Vielzahl von Sinneseindrücken einheitliche Wahrnehmungen zu konstruieren
  • Nutzen von Binding Binding ist die Grundlage für unsere Erinnerung und dient als Basis für das KZG und das LZG
  • Bindingtypen 2 unterschiedliche Bindingtypen: - Within-Binding - Between-Binding 2 unterschiedliche Level, auf denen Informationen verarbeitet werden
  • Within-Binding - ein isoliertes Objekt wird präsentiert - die verschiedenen Eigenschaften des Objekts werden inunterschiedlichen parallelen Netzwerken verarbeitet - die Beziehungen zwischen den Eigenschaften des Objekts werdendurch die Synchronisation in einem Zellverband hergestellt - diese Eigenschaften werden in einer „object file“ gesammelt - die spezifischen Objekte („object tokens“) bilden die Bausteine desArbeitsgedächtnisses und des Langzeitgedächtnisses > automatischer Prozess während der Wahrnehmung > läuft immer ab, wenn ein Objekt als Figur vor dem Hintergrund erkannt wird
  • Between Binding (=Relational Binding) Iteminformationen werden in Gruppen zusammengefasst und bilden auf Grundlage von deklarativem Wissen ein Objekt > höherer, komplexerer Bindingtyp > stellt Beziehung zwischen Items (Objekten) dar
  • Arousal-Enhances-Binding-Hypothese erregende Stimuli triggern emotionale Reaktionen > Binding dieser Stimuli an Kontext verstärkt Fokus auf Unterschiede zwischen Gedächtnis bei Wortsequenzen: bessere Erinnerung an Ort und Farbe von emotionalen bzw. erregenden Wörtern als von neutralen
  • Arousal-Impairs-Binding-Hypothese Hohe Stresslevel stören hippocampale & präfrontale Funktion > Memory Binding müsste bei erregenden Ereignissen schlechter sein Da Stress gleichzeitig die Amygdalafunktion fördert > Gedächtnis für Iteminformation gefördert > lebendig erinnerte Fragemente von emotionalen Ereignissen
  • Aufmerksamkeitsverengung & Gedächtnis für wesentliche vs. periphere Details Easterbrook's cue-utilization Hypothese (1959) - emotionales Arousal > Aufmerksamkeitsverengung - Nutzen von zentraler Information auf Kosten von peripherer Information Augenzeugengedächtnis-Studien konsistent mit Hypothese - Erinnerung an Farbe des zentralen Details besser in erregender Bedingung als in neutraler Bedingung - Erinnerung an peripheres Objekt umgekehrt
  • Fokussierte Aufmerksamkeit notwendig für Perceptual Binding Treismans Feature-Integration-Theory (1999) Eigenschaften wie Form und Farbe werden automatisch & parallel im visuellen System registriert für Binding dieser Eigenschaften: Aufmerksamkeitsfokussierung auf Objekt notwendig   verschiedene Thesen: - geteilter Ort ermöglicht die Verknüpfung von Objekteigenschaften > Ergebnis: Objektdatei - Aufmerksamkeit objektgebunden: Aufmerksamkeit nur auf ein Objekt möglich, auch wenn Ort geteilt (vgl. fMRI-Studie)
  • Emotional erregende Stimuli lenken fokussierte Aufmerksamkeit auf sich - Rolle von Emotionen: Aufmerksamkeits- und Verhaltenslenkung - Wahrnehmung von bedrohlichen Stimuli schneller (vgl. soziale Phobie) - mehr Aufmerksamkeit > stärkere Aktivierung in visuell verarbeitenden Hirnregionen bei emotionalen Stimuli
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  • Arousal = wichtigster Faktor für emotionale Aufmerksamkeitseffekte Verschiedene Theorien für erhöhte Aufmerksamkeit auf emotionale Reize: - genereller Negativbias in der Aufmerksamkeit - adaptiv zum Überleben - jedoch wichtiger als Valenz: Höhe des Arousals (Höhe der physiologischen Erregung)   vgl. Schimmack (2005): stark erregende Stimuli erzeugen am meisten Interferenz hinsichtlich der Aufmerksamkeit
  • Hinweise auf ein durch Arousal verbessertes Within-Object Memory Binding - Wörter - Bilder Für Wörter: - bessere Erinnerung an Farbe & an Ort von emotionalen im Vergleich zu neutralen Wörtern - besseres Gedächtnis für Farbkontext (in Studie: farbiger Rahmen) bei emotionalen Wörtern auch für Bilder: - bessere Erinnerung an Hintergrund, wenn emotionales Bild präsentiert wurde - bessere Erinnerung an spezifische Details von emotional erregenden Bildern
  • Arousal & Between-Object Binding Beeinflusst das Arousal das between-object Memory? 2 Möglichkeiten denkbar: 1. Vorteil nur für das Objekt, auf welches die Aufmerksamkeit gerichtet wird > kein Unterschied im between-object Binding zwischen arousing und non-arousing Objects 2. Das between-object Binding wird durch arousing Objects beeinträchtigt (die Aufmerksamkeit richtet sich auf emotional erregendes Objekt, das Herstellen von Verknüpfungen zu den anderen Objekten wird dadurch erschwert)
  • Effekte des Arousals auf das Binding in Enkodierungsaufgaben mehr Aufmerksamkeit auf das arousing-Item erhöht nicht die Fähigkeit zur korrekten Kategorisierung (kein Vorteil) Item-Memory-Vorteil bei arousing-Items: wurden eher als korrekt identifiziert als gelernt bzw. nicht gelernt
  • Arousal & Binding im AG Arousal verschlechtert Binding, Arousal verbessert Itemerinnerung > in high- & medium-arousal trials: mehr Aktivität in Gehirnregionen, die mit visueller Aufmerksamkeit assoziiert sind > höhere visuelle Prozesse in high-arousal trails > erhöhte Aufmerksamkeit auf das arousing-Item (auf Kosten der Verknüpfungen zu anderen Objekten)
  • Endogenes Arousal & kurzfristige Speicherung von Assoziationen Frage: Einfluss des endogenen Arousals auf das Gedächtnis? - endogenes Arousal gemessen über Stresshormone - Abruf negativ beeinflusst durch Stresshormone - stärkere Abrufbeeinträchtigung für emotionale im Vergleich zu neutralen Items
  • Rolle von Arousal bei der Langzeitkonsolidierung - Annahme: Emotionales Arousal zum Zeitpunkt der Enkodierung verschlechtert die Konsolidierung von Binding - Kurzfristige & langfristige Effekte von erhöhtem emotionalen Arousal bzw. Stress: negativer Effekt auf den Hippocampus & den PFC positiver Effekt auf die Amygdala