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Allgemeine Psychologie 1 (Subject) / Verfahren der klassischen Schwellentheorie (Lesson)

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  • Fechner "Elemente der Psychophysik" beschrieb drei Methoden 1) Grenzverfahren "Methode der ebenmerklichen Unterschiede" 2) Herstellungsverfahren "Methode des mittleren Fehlers" 3) Konstanzverfahren "Methode der richtigen und falschen Fälle"
  • Grenzverfahren 2 Varianten: aufsteugend, absteigend Biete die Reize dar, bis sich die Antwort ändert, danach kann man aufhören -> wie in Übung   Probleme: Antizipation, Habituation
  • Antizipation fehlerhaftes Antwortverhalten Antwortwechsel erfolgt zu früh, weil VP weiß was kommt Therapie: wechselnde Startwerte
  • Habituation Festhalten an der Antwort: "ich hab jetzt so lange ja gesagt, also kann ich das auch länger tun"   auch Persevationstendenz genannt
  • Persevationstendenz Menschen sagen bei aufsteigend öfter nein und bei absteigend öfter ja
  • Herstellungsverfahren VP kontrolliert den Reiz mit Hilfe eines Reglers (Maus, Schieber) Aufgabe: Stelle auf ein vorgegebenes Kriterium ein "eben gerade hörbar" Vorteil: "schnell" keine Reihenfolgeeffekte
  • Herstellungsvefahren Nachteile Antizipation & Habituation physiologische Adaptionen (Gewöhnung an den Reiz nach längerer Dauer und höhere Schwelle) VP könnte sich an Reglerpositionen orientieren (VP braucht den ganzen Tag) Resultate stark von der Sorgfalt abhängig
  • Konstanzverfahren Vorgehen Wähle Reizpegel um die erwartete Schwelle aus biete sie in zufälliger Reihenfolge dar VP antwortet "ja" oder "nein"
  • Konstanzverfahren bei Unterschiedsschwelle (Diskrimination) jeder trial besteht aus zwei Reizen   Reiz 1: Standardreiz 60 dB Reiz 2: Vergleichsreiz (ausgewählte Regel um den Standard) -> VP entscheidet ob Reiz 2 lauter oder leiser ist   Reize werden mehrmals dargeboten
  • Konstanzverfahren Ergebnisse in psychometrischer Funktion Punkt subjektiver Gleichheit (PSG) oder "loudness match" -> 50 % Punkt der psychometrischen Fkt X 0,5   Unsicherheitsintervall: X 0.75 - X 0.25 JND: Unterschiedsschwelle: Hälfte des UI
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  • Konstanzverfahren Vorteile/Nachteile + Reizsequenz ist nicht vorhersagbar, da wild durcheinander präsentiert + die gesamte psychometrische Fkt wird erfasst - relativ zeitaufwendig - Platzierung der Beobachtungen ist eventuell nicht ideal
  • Kriterienproblem VP setzt ein Kriterium dafür ja zu sagen Kriterium ist konfundiert mit der Messung der Empfindlichkeit -> Bsp: streng/ lax erzogenes Kind ----> Unterschied in gemessenen Schwellen hat nichts mit Wahrnehmung zu tun
  • Konstanzverfahren Lösungen catch trials forced choice adaptives Verfahren kombiniert mit forced-choice
  • catch trials "Hörst du den Ton?" obwohl keiner da ist -> Ehrlichkeit wird getestet es kann passieren, dass nach Ermahnung VP zu schnell nein antwortet
  • forced choice -präsentiere in jedem Durchgang ein Signal -2 oder mehr Beobachtungsintervalle -VP entscheidet in welchem Intervall das Signal war, nicht ob es da war -Kriterium fällt heraus (da auf beide Intervalle angewandt) -jeder trial bringt das Signal -> leichter für die Teilnehmer kriterienfreies Verfahren
  • adaptives Verfahren kombiniert mit forced-Choice kommt häufig vor Antwortverhalten im vorangegangen Intervall beeinflusst das neue Intervall  -> Prozedur korrigiert auf ein bestimmtes Niveau ----> 1) simple up-down-precedure 2) transformed up-down-methods
  • Simple up-down-procedure richtige Antwort -> Pegel wird gesenkt, wird schwerer falsche Antwort -> Pegel wird erhöht, wird leichter   Schwelle als Mittelwert der Umkehrpunkte Problem: VP könnte auch raten -> um das zu Umgehen wird die Regel geändert
  • Lösungen für das Krieterienproblem Vermeiden: (adaptive) forced-choice Vefahren Angehen: (in der Modellierung berücksichtigen) Signalentdeckungstheorie
  • Transformed-up-down-methods Two-down-1-up-Verfahren • wenn 2 korrekte Antworten go down • wenn 1 falsche Antwort go up Schätzt den 71%-Punkt der psychometrischen Funktion ->  p2 = (1- p) + p(1- p)  1 p = √0,5