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Entwicklung (Subject) / Erwachsenenalter (Lesson)
Entwicklung im erwachsenenalter
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- Konzept der Wendepunkte: Wie kann man Diskontinuität im menschlichen Leben erklären? WP=bedeutsame Lebensereignisse, die Veränderung der Entwicklungsrichtung bewirken bzw gewisse Veränderung von Prioritäten blockieren oder öffnen Entwicklungsmöglichkeiten Veränderungen: Lebensstil, Rolle, Selbstkonzept, Sicht auf Welt können zu positiver/negativer Entwicklung führen kontrollierte und unkontrollierbare WP ein Lebensereignis ist nicht für ALLE Individuen ein WP ABER: keine Vorhersage für künftige Entwicklung/Veränderung
- 8 Leitsätze der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne 1. Lebenslanger Prozess 2. Multidirektionalität 3. Gewinn und Verlust möglich (eher zunehmend Verluste mit Alter) 4. Plastizität 5. Eingebettet in Kontexte: normative alters- und lebenszeitgebundene Einflüsse normative kulturelle und historische Einflüsse nichtnormative Einflüsse (individuell) 6. Veränderung der Dynamik zw Biologie und Kultur 7. Zusammenspiel von Selektion, Optimierung und Kompensation 8. Multidisziplinäre Betrachtung
- Komponenten der SOK SOK= Selektive Optimierung mit Kompensation (erfolgreiches Altern) Selektion=Auswahl von Zielen und Verhaltensbereichen kann verlustbasierend(reaktiv) oder um bestimmte Ziele zu verfolgen(elektiv) erfolgen elektive Selektion: Zielspezifizierung/auswahl verlustbasierte Selektion: Fokussierung auf wichtigste Ziele, Suche nach neuen Zielen, Veränderung der Zielhierachie, Anpassung Optimierung=bzg auf zielrelevante Ressourcen: Stärkung, Verfeinerung Mittel und Mechanismen werden eingesetzt, gestärkt, verfeinert für Zielerreichung Bsp: Fähigkeiten üben/erwerben, Aufmerksamkeit/Energie Kompensation=Aufrechterhalten eines best. Funktionsniveaus wenn best. Mittel nicht länger verfügbar sind: neue Mittel adaptive Reaktion auf Verlust von Mitteln/Ressourcen Bsp: mehr Zeit/Engergie, neues erwerben/aktivieren, Nutzung externer Hilfe, therapeutische Intervention
- Veränderung SOK über Lebensspanne mit zunehmendem Alter sollte Selektion und Kompensation an Bedeutung gewinnen, da: Erwachsene Verhalten bewusster steuern/mehr Handlungswissen man im EA eher damit konfroniert wird, dass man nicht alle Ziele gleichzeitig verfolgen kann im Alter Verluste zunnehmen und reagiert werden muss andererseit: Verluste --> weniger Ressourcen für SOK Studien --> elektive Selektion nahm mit Alter zu und die anderen 3 Strategien warem im mittleren EA am höchsten --> auf wenige Ziele beschränken/fokussieren (Selektion) nahm vom mittleren zum höheren EA bei Riediger&Freund zu
- Was sind die 5 typischen Rollenübergänge in das Erwachsenenalterß Abschluss der Schule/Ausbildung Auszug aus dem Elternhaus Beginn der Berufstätigkeit Heirat Geburt des 1.Kindes
- Welche Faktoren sagen früheren Übergang ins Erwachsenenalter voraus? Geschlecht: Frauen früher als Männer (außer Bildung) frühere Pubertät --> frühere Heirat, Elternschaft Problemverhalten: früherer Auszug, Elternschaft Sozioöko. Status der Eltern: Übergänge werden später vollzogen Geschwisterzahl: frühere Finanz. Unabhängigkeit, Auszug Widrige Umständen in Familie: früherer Auszug Elterliche Erwartungen: wichtig, verlieren aber mit wachsendem Alter an Bedeutung Makrosozialer Kontext (DDR vs BRD)
- Hypothesen zu früheren/späteren Übergänge 1. Entwicklungsschlus-Hypothese(Stage-Termination): zu früher Vollzug des Übergang: negative Folgen Ressourcen zur Bewältigung fehlen Pseudoreife: soziale Reife(sich älter fühlen), ohne Psyche. Reife Mädchen, die vor dem 18.LJ ausziehen, haben schlechteren Bildungsabschluss, früher Eltern und heiraten früher 2. Devianzhypothese Negative Folgen von zu früh/zu spät vollzogenen Übergänge Verstoß geg Erwartungen In anderen Zeitfenster weniger Opportuinitäten Weniger Befunde zu Folgen verspäteter Übergänge Jugendliche, die 2 Jahre nach Schulende keine Lehrstelle hatten, bekamen auch später keine --> Übergänge= wichtige Schritte --> es gibt auch graduelle Veränderungen von erlebter Kompetenz,... --> Übergänge haben Konsequenzen für weitere Entwicklung
- Welche Umwelten unterscheidet das Modell von Bronfenbrenner? Mikrosysteme(Familie, Arbeitsplatz, Freundeskreis, Nachbarn) Mesosysteme(Vereinbarkeit von Vers. Mikrosystemen) Exosysteme(Arbeit v. Familienmitgliedern, Angehörige v. Kollegen) Makrosystem(gesellschaftliche Rahmenbedingungen) Umwelten müssen: Zugänglich sein, phsys. Sicherheit, Verfügbarkeit v Opportunitäten haben, stimulieren, strukturieren, kontrollieren, Responivität, Unterstützung, Privatheit zeigen
- Wie verbreitet ist Kindesmisshandlung und Vernachlässigung in Deutschland? Deutschland(2011): Misshandlung ca. 5% extrem bis schwer/mäßig körperlich oder emotional ca. 10% gering/mäßig emotional und 6% körperlich ca. 6% extrem bis schwer/mäßig und ca. 6% gering sexuell Vernachlässigung ca. 14% extrem bis schwer/mäßig emotional und 29% körperlich ca 35% gering emotional und 20% körperlich
- Was sind Entwicklungsfolgen von Misshandlung? Mehr aggressives und gestörtes Sozialverhalten Häufige Zurückweisung durch Gleichaltrige vermehrte Schulprobleme Rückstand der kognitiven und sprachlichen Entwicklung erhöhte Suizidneigung Rückstand in körperlicher Entwicklung ist bei schwerer Vernachlässigung möglich
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- Unterschiede in Entwicklung zwischen individualistischen und kollektivistischen Gesellschaften Individualistisch(z.B.:Westeuropa, USA) Mehr Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Selbstkontrolle Wünsche und Präferenzen werden berücksichtigt Autobiografische Erinnerungen entstehen früher Stärkerer Selbstbezug Kollektivistisch(z.B.: Arabische Länder, Südamerika) Verbundenheit und Respekt gegenüber Älteren Streben nach Harmonie Geringere Berücksichtigung von eigenen Bedürfnissen Ausrichtung des Elternverhaltens auf eigene Sozialisationsziele Fügsamkeit (Trotzphase und extreme Pubertät fehlen oft) spätere Unabhängigkeit von Eltern
- Modelle zur Veränderungen der Ehezufriedenheit Beginn: sehr positiv, hohe Beziehungszufriedenheit, Wohlbefinden Modelle zur Veränderung: 1. Desillusionierungsmodell: Parner starten mit unreal. positiven Erwartungen, allmählich: Desillusionierung --> Verschlechterung der Beziehungsqualität 2. Modell der ständigen Probleme: schon am Anfagn Stressoren --> Stress für zu Erosion der Beziehungsqualität und Zufriedenheit 3. Modell der neu auftauchenden Probleme: Paar kommt gut zurecht bis stärkere Stressoren kommen, dann reichen Bewältigungsfähigkeiten nicht mehr aus --> Verschlechterung der Beziehungsqualität 4. Akkomodationsmodell: Probl. Merkmale führen anfangs zu Enttäuschungen, über die Zeit hinweg erfolgt Anpassung --> Verbesserung der Beziehungsqualität Querschnittstudien: min. Zufriedenheit im mittleren EA, dann besser (Kohorteneffekt) Längsschnittstudien: Abnahme der Ehezufriedenheit, keine Anstieg Stärkste Abnahme in 1.Ehejahren, dann gedämpft --> Stabilität
- Prädiktoren einer hohen Ehestabilität Ähnlichkeit (Status, Alter, Einstellungen, Intressen,..) positives Verhalten Ehezufriedenheit sex. Zufriedenheit
- Veränderung der Ähnlichkeit der Partner im Beziehungsverlauf am Anfang: sehr hohe Ähnlichkeit im Bezug auf Alter, ethn. Herkunft, sozioökonom. Status, Werten, Intressen etc Ähnlichkeit bei später geschlosenen Ehen geringer (kleiner "Heiratsmarkt") Ähnlichkeit nimmt im Beziehungsverlauf im Mittel nicht zu (schwache wechselseitige Einflussnahme), weil nichtgeteilte Umwelte dagegen wirkt ABER: im vgl. zu nicht-partner verändert sich die Ähnlichkeit weniger, Partnerschaft hält also von dem sich von einander entfernen ab
- Auswirkungen von Elternschaft auf Parnterschaftsqualität verstärktes Absinken der Ehezufriedenheit nach Geburt von Kind Absinken der Zärtlichkeit, Glücklichsein und Beziehungspflege
- 3 Risikofaktoren zur Voraussage von Scheidungen (Levingers Austauschtheoretisches Modell) 1. Geringer Nutzen des Verbleibens der Ehe 2. Geringe Trennungsbarrieren (innerlich: Bedenken, Furcht, Versagen, Sorgen um Kinder und äußerlich: finanzielle Einbußen, Statusverlust) 3. Verfügbarkeit attraktiver Alternativen zum Fortbestand der Ehe
- Auswirkungen von Auszug der Kinder aus Elternhaus (empty nest) früher: Auslöser für Krise besonders bei Müttern --> Verlust einer Rolle, Gefühl der Nutzlosigkeit heute: nur Minderheit erlebt Krise, sonst postive Befindesveränderungen meist Mischung aus Gewinn und Verlust empty nest senkt bei lange Verheirateten und erhöht bei kurz Verheirateten Scheidungsrisiko Gefühle zu Partner nehmen wieder zu
- Annahmen der sozioemotionalen Selektivitätstheorie Kontaktbedürfnisse verändern sich über Lebensspanne (Menschen stiften/beenden aktiv soziale Kontakte) Grundmotive: Wissenserwerb + Emotionsregulation/ Selbstwert Selektionsprozess angetrieben durch Endlichkeit des Daseins
- Belege dafür, dass nicht das Alter an sich, sondern die Begrenztheit der Zukunft Kontaktpräferenzen verändert? begrenzte Zeit (bei Kranken, Alten oder Menschen im Krieg) --> Kontaktpräferenz zu Angehörigen (emotionale Ziele) Wenn aber Ältere Menschen gefragt werden mit wem sie Zeit verbringen würden, wenn sie noch viel Zeit hätten wählen sie eher Kontaktpartner, der neue Info liefern kann (Ziele: Autonomie und soziale Anerkennung)
- Veränderung der Arbeitsmotivation im Erwachsenenalter Motivation für Wettbewerb, pers. Wachstum und berufl. Weiterkommen sinkt Motivation für pers. Grundsätze und Autonomie steigt allg. Motivation, Engagement, Identifikation, Loyalität, Kontrolle Zufriedenheit positiv korreliert(steigt) Stress, Überforderung, Unsicherheit, Zufr. Mit Aufstiegsmögl. negativ korreliert (sinkt) Möglichkeit zur Selbstbestimmung im Beruf zu t1 (bei längsschnitt) fördert Entwicklung der intrinsischen Motivation und Selbstwirksamkeitserwartungen
- Bewertung von älteren und jüngeren Arbeitnehmern --> Vorurteile?? ältere AN werden im Mittel negativer bewertet als jüngere Qualifikation, Potential, Fertigkeiten schlechter bewertet Zuverlässigkeit besser bewertet (weniger Fehltage) Leistungseinbußen bereichsspezifisch/ können kompensiert werden Weniger Arbeitsunfälle bei älteren, aber längere Genesungszeit Stärken älterer AN: Beurteilungen auf Grund von Erfahrungen --> Vorurteile/Bewertungen stimmen nicht wirklich
- Veränderung von körperlichem und psychischen Befinden in Abhängigkeit von Ruhestand Rollen/Funktionsveränderung: freie Zeit muss jetzt selbst ausgefüllt werden Mittleres Ea: vage postive Einstellung zu Pensionierung --> kurz davor: Verschlechterung--> danach: kurzfristiges Stimmungshoch --> dann: Ernüchterung/Enttäuschung --> Neuorientierung Eher keine negativen Befindens/Gesundheitsveränderungen Frühpensionierung geht mit schlechteren Gesundheit einher Kein Einfluss auf Selbstbewert, Depressivität sogar geringer Oft Probleme wie Langeweile, Einsamkeit, Sinnverlust etc
- Wie verändert sich flüssige bzw. kristallisierte Intelligenz? Flüssige Intelligenz/Mechanik = Basisprozesse der Infoverarbeitung stark von biol. nur wernig von kult. Bedingungen beeinflusst Verarbeiutung neuartiger und komplexer Infos (z.B.: räuml. Orientierung, schlussfolgerndes Denken) sinkt im Längsschnitt nach mittleren EA besonders Merkfähigkeit und Wahrnehmungsgeschwindigkeit sinken steil ab (ZNS stärker beteiligt: Nervengeschwindigkeit, neuronale Plastizität,...) Kristallisierte Intellligenz/Pragmatik = erfahrungsbasierend/kulturabhängig z.B.: Wissen, verbales Verständnis sinkt erst nach dem 75 LJ unter das Niveau der 25 Jährigen (dann aber deutlich) beobachtete Abnahme beruht größtenteils auf Terminal decline Innersystemische Kovarianzdedifferenzierung: Korrelatioon der beiden nimmt mit hohemn Alter zu Veränderung der flüssigen Intelligenz führen zu Veränderungen der kristallisierten Intelligenz
- Terminal decline = beschleunigtes Absinken der Intelligenz in den Jahren vor Tod Personen, die in nächsten 3 Jahren verstarben erbrachten schlechte kognitive Leistung und stärkerer Abbau(ca. 42 Monate vorher) Zsmhang auch wenn gesundheitliche Einschränkung statistisch kontrolliert Unterschiedung normaler und pathologischer Veränderung der Intelligenz Terminal decline nur bei Personen mit min. einen Apolipoprotein E e4 Allel gefunden --> Zsmhang mit Alzheimer
- Warum verhalten sich Heimbewohner oft unselbstständig? Theorie der erlernten Hilflosigkeit: Passivität entsteht, weil man lernt, dass man Lebensumstände nicht beeinflussen kann: Nichtkontingenz --> Passivität Erlernte Abhängigkeit: Passivität entsteht, weil soz. Umwelt das bekräftigt: Kontingenzen in Umwelt (Unterstützung von Unselbstständigkeit) --> Unselbstständigkeit liefert soziale Unterstützung Selektive Optimierung mit Kompensation: Unselbstständigkeit als Mittel um soz. Zuwendung zu erhalten und soz. Kontrolle auszuüben: Berdürfnis nach soz. Zuwendung --> Auswahl von Unselbstständigkeit um Bedürfnis zu befriedigen Befunde: Pflegepersonal zeigt mehr Verhalten das Abhängigkeit unterstützt, als Verhlaten das Unabhängigkeit unterstützt; bei selbstständigem Verhalten reagiert Personal sogar mit Ignoranz
- Was sind die 5 Kriterien der allgemeinen Weisheit? Reiches Faktenwissen über grundlegende Fragen des Lebens Reiches prozedurales (strategisches) Wissen über den Umgang mit grundlegenden Fragen des Lebens Denken in Kontexten des Lebensverlaufs Relativierendes Denken im Hinblick auf Weltvorstellungen und Lebensziele Denken, das die Ungewissheiten des Lebens berücksichtigt und bewältigt
- Welche Altersunterschied gibt es bei allgemeiner Weisheit? (Erklärung!) allgemeine Weisheit bildet sich im Jugendalter heraus danach: keine weiteren Altersunterschiede Korrelation des Lebensalters mit der allgemeinen Weisheit im Bereich von 20-88 Jahren von r=-.07 ab 80.LJ keine hohe Ausprägung der allgemeinen Weisheit mehr bei über 85 jährigen gibt es negative Korrelation von Alter und Weisheit r=-.31 --> keine Zunahme von Weisheit mit höherem Alter, weil... früheres Wissen wird durch neue Erfahrungen überformt/vergessen Abnahme fluider Intelligenz wirkt Zuwachs entgegen Sozialer Wandel und Altern --> neue Probleme für die man keine Vorerfahrung hat Altersassoziierter Zuwachs an Lebenserfahrung bei vielen Personen begrenzt
- Welche Befunden sprechen für Common Cause Hypothese? Common-Cause-Hypothese (Hypothese der gemeinsamen Ursachen): Hinter den Erklärungen und Prozessen zur Abnahme von kognitiven Fähigkeiten verbrigt sich eigentlich das Gleiche: die Hirnalterung (ZNS-Funktionstüchtigkeit lässt nach) Hauptargumente: nachlassen der Infoverarbeitungsgeschwindigkeit, der Gedächtnisspanne, der Sensorik und der Hemmung irrelevanter Infos hoch miteinander korreliert, wenn man einen Faktor kontrolliert, klären nur noch wenig zusätzliche Effekt des Alters auf Intelligenz auf Größen und Gewichtsreduktion des Gehirns Abnahme der dendritischen Verzweigungen und synapt. Verbindungen Abnahme von Rezeptoren des Neurotransmitters Dopamin und der Neurotransmitterproduktion Verringerung des cerebralen Blutflusses und Gehirnstoffwechsells Abnehnende Spezifik der Aktivierung neuronaler Systeme Abnehmende Verbindungen zw Gehirnregionen
- Wie verändern sich Big 5? (Ergebnisse Meta-Analyse) (Neurotizismus umkodiert = emotionale Stabilität) Balken gehen eher nach oben: 5 Merkmale nehmen im Mittel im Verlauf des EA (bis zu 60 LJ) zu Ab 60.LJ auch Balken nach unten: weniger extravertiert, weniger offen für Erfahrungen Ab 70 LJ.: emotionale Stabilität nimmt etwas ab Problem: jenseits 70 keine Daten andere Studie: 74-84 Jährige: Zunahme von Verträglichkeit & Abnahme von Extraversion
- Wie verändern sich interindividuelle Unterschiede im Erwachsenenalter? Meta-Analyse: interindividuelle Unerschiede nehmen im jungen und mitteren EA im Mittel zu (Menschen werden immer unterschiedlicher) im hohen EA: interindividuelle Unterschiede werden wieder geringer (in 3 Gruppen eingeteilt:Anfangs bleiben 3 Gruppen erhalten, über Zeit hinweg näherten sich die Gruppen aneinander an, va die Gruppe die anfangs Überdurchschnittlich waren)
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- Wie verändern sich Lebensziele im Erwachsenenalter? Zahl von Entwicklungszielen ist relativ altersinvariant (spiegeln altersnormative Aufgaben wieder) Zeitperspektive wird im höheren Alter kürzer (bis wann möchte ich Ziel erreichen?) Veränderung der Zielinhalte: Abnahme von gewinnorientierten Zielen, Zunahme von Zielen bezgl. Vermeidung von Verlusten bzw. Erhaltung von best. Dingen Ältere Menschen hatten weniger inkompatible Ziele (integriertes Zielsystem) 25-34: Beruf, Freunde, Familie und Unabhängigkeit am wichtigsten später: Kognitive Leistungsfähigkeiten wichtiger, ab 70 kommt Gesundheit dazu Zielverfolgung wird angepasst an Erfolg/Möglichkeiten --> wenn Ziele kaum noch realisierbar sind, werden Zielprioritäten verändert
- Prozess zum Schutz des subj. Wohlbefindens und Selbstkonzepts im Alter (Brandstädter) Ausgangspunkt Diskrepanzen zw aktuellem Selbstbild und neuen selbstbez. Infos--> 3 Wege/Prozesse zum Umgang mit Diskrepanzen: Assimilative: auf Problem gerichtetes Verhalten (zur Verbesserung der Situation/der Lebensumstände --> neg. Info soll abnehmen): instrumentell, selbstkorrektive, kompenstorische, selbstkonfirmatorische AktivitätenAkkomodative: Veränderung der Bewertungsmaßstäbe, so dass veränderte Realität zu den veränderten Maßstäbe passt (Blockierte Ziele aufgeben, Anspruchsenkung, selbstwerterhöhende Vergleiche)Immunisierende: Reduzierung der Bedeutung der diskrepanten selbstbez. Infos, so dass die nach wie vor bestehende Diskrepanz zw. neg. Info und individuellen Zielen die Bedeutung für Selbst verliert (Datengerichtet: uminterpretieren, ignorieren, Konzeptgerichtet)--> 3 Prozese hemmen sich wechselseitig Belege: Altersunterschiede in der Nutzung der Prozesse: FZA(flexiblität der Zielanpassung) nimmt im EA zuHZV(Hartnäckigkeit der Zielverfolgung): nimmt nach 30.LJ ab (mehr unveränderbare Verluste, weniger Ressourcen für FZA)
- Sind 100 jährige eine positiv oder eine negativ Auslese der Bevölkerung? eher negativ: kumulation von chronischen Krankheiten eher positiv: verglichen mit Geburtskohorte, sind es ja diejenigen, die überlebt haben, die anderen haben also viel mehr Probeme gehabt --> 100 jährige haben höhere Kompetenz Mischung aus positver und negatver Auslese: Heterogenität ist sehr groß
- Wie groß ist der Prozentsatz an Demenzerkrankten bei 100 jährigen? Verbreitung: Angaben variieren zw. 40 und 60% (je nachdem ob in Altenheim oder Zuhause, außerdem Demenz schwierig zu diagnostizieren) 22%: weit fortgeschrittene Demenz 36%: kognitiv intakt
- Welche psychologischen Merkmale sagen Langlebigkeit vorher? Intelligenz im JA sagt Lebenslänge vorher (Einfluss von nicht-rauchen etc.) für Männer: höheres soz. Engagement ein längeres Überleben vorher(bei Frauen u.) Für Frauen: religiöses Engagement bei Frauen mit längerem Überleben verbunden Persönlichkeit: Kinder die als sozial, zuverlässig und gewissenhaft lebten länger Optimismus & Sinn für Humor: geringere Lebenserwartung (vermittelt über Risikoverhalten, Rauchen) Psychische Anpassung (emot. Stabiltät) im EA mit längerer Lebenserwartung --> positiver Zusammenhang von Gewissenhaftigkeit, psych. Gesundheit und Intelligenz mit einer größeren Lebenslänge
- Welche Erkenntnisse haben uns Studien zum testing the limits geliefert? Testing the Limits = Obergrenzen des Trainingsgewinns austesten Gedächtnistraining (Vermittlung der Methode der Orte, Listenlernen)60-80 Jährige Senioren und junge Erwachsene an Training teilgenommen Befunde Sowohl junge und alte Erwachsene zeigten einen Trainingszuwachs im Trainingsverlauf wird Plateau der Leistung erreicht Jüngere zeigen einen stärkeren Leistungszuwachs als Ältere (geringere kognitive Plastizität Älterer) Ältere die in den letzten 6,5 Jahren stärkere Abnahme kog. Fähigkeiten aufwiesen, zeigten gerineren Trainingszuchwachs Alte Teilnehmer wendeten Methode der Orte nicht konsistenz an, waren überfordert
- Wie wirksam sind kognitive und körperliche Trainings im Bezug auf die Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit? Kognitive Trainings Kogn. Plastizität auch im hohen Alter nachgewiesen (Trainingsgewinn nimmt aber ab) Transfer auf Alltag ist begrenzt: Techniken sind aufwendig und sehr spezifisch biologische Veränderungen sind durch Training nicht zu beseitigen Traniningserfolg nimmt bei stark kognitiv eingeschränkte Personen ab Kombi von kogntiven und körperlichesTraining: SIMA Gedächtnistraining, Alltagskompetenz, psychomotl Training, Kombi meiste positive Effekte wenn Training der Psychomotorik und das Gedächtnistraining kombiniert (--> Langzeiteffekt) relativ breite Aktivierung --> motivierend bessere Effekte wenn man kogn. Fähigkeiten übt und zugleich Hirnstoffwechsel/durchblutung fördert durch körperlcihes Training werden kognitive Ressourcen frei die vorher für Motorik benötigt
- Welche positiven und welche negativen Effekte haben Kontrollinterventionen im Altenheim gebracht? a) Intervention: Betonung der Auotonomie der Heimbewohner, Grünpflanze geschenkt Kontrollgruppe: Betonung der Verantwortung des Personals für Wohlergehen v. Patienten bzw. b) Besuchsprogramm (wann kommt Besuch?) Resultat a) Verbesserung von Befinden und Aktivität in der Interventionsbedingung b) Kurzfristig positive Effekte auf Aktivität und Befinden (bei Gruppen die Kontrolle hatten) b) Auslaufen des Programms: längerfristige Verschlechterung des Befindens bei längerfristiger Kontrollerhöhung: längerfristige positive Effekte
- Wie und warum verändert sich die Angst vor dem Tod im EA? stärkere Angst vor Sterben und Tod...(nimmt erst zu dann wieder ab) im mitleren EA(etwa nach dem Tod der Eltern --> älteste Genereation) bei Frauen bei gesundheitlich stärker belasteten Personen bei Personen mit hoher Ängstlichkeit/Neurotizismus external Kontrollüberzeugten negativer Einstellung zum Leben Menschen mit niedriger soz Unterstützung
- Trauermodell von Stroebe und Schut Trauer = Pendeln zw verlustorientierten und wiederherstellungsorientierten Aktivitäten Alltagserfahrungen Verlust-orientiert: Trauerarbeit Intrusionen Auflösung der Bindungen Verstorbene Personen als solche wahrnehmen Verleugnen/Vermeidung von Realitätsveränderungen vs. Wiederherstellungs-orientiert: Lebensänderungen aufmerksam verfolgen Neue Dinge unternehmen von Trauer ablenken Verleugnen, Trauer vermeiden Neue Rollen, Identitäten, Beziehungen aufnehmen --> mit Zeit nimmt Verlustorientierung ab und Wiederhersellungsorientierung zu
- Ist Trauern notwendig um über Verlust hinweg zu kommen? Nach Bowlby: Trauer = normative Entwicklungsaufgabe Phasen: Betäubung -- Sehnsucht -- Desorganisation&Verzweiflung -- Neuorganisation negative Effekte von Trauer: negative Gefühle, körperliche Empfindungen, Gedanken, Verhaltensweisen und sogar Wahrnehmungen (Halluzinationen) gewöhnliche/abnehmende Trauer nimmt nach Zeit ab und hilft darüber hinwegzukommen chronische Trauer/Depressionen werden immer schlimmer, manchmal auch keine Anpassung an Verlust möglich: Auswirkung auf Mortalität der Hinterbliebenen