4

Körper und Medizin (Subject) / Sympathikus Parasympathikus (Lesson)

Sympathikus u. Parasympathikus

This lesson was created by AnjaTemplin1.

Learn lesson

  • Sympathikus Was ist das? Was löst eine Aktivierung aus? Der Sympathikus (Sympathicus) oder das sympathische Nervensystem ist neben dem Parasympathikus und dem enterischen Nervensystem (Darmnervensystem) ein Teil des vegetativen Nervensystems. Die meisten Organe werden von den ersten beiden Systemen gesteuert, die als Gegenspieler (antagonistisch) wirken und dadurch eine äußerst feine Regulation der Organtätigkeit ermöglichen. Der Sympathikus hat in diesem System eine ergotrope Wirkung, das heißt, er erhöht die nach außen gerichtete Handlungsbereitschaft („Fight-or-flight“). Zielgewebe des Sympathikus sind vor allem die glatte Muskulatur der Blutgefäße und Drüsen. Wie die übrigen Anteile des vegetativen Nervensystems steuert der Sympathikus lebenswichtige Vorgänge. Diese Regulation erfolgt weitgehend ohne bewusste Wahrnehmung und kann kaum willentlich beeinflusst werden. Der Sympathikus bewirkt insgesamt eine Leistungssteigerung des Organismus (Ergotropie). Er versetzt den Körper in hohe Leistungsbereitschaft, bereitet ihn auf Angriff oder Flucht oder andere außergewöhnliche Anstrengungen vor (→ Stressreaktion). Er steigert: Herztätigkeit Blutdruck Durchblutung und Tonus der Herz- und Skelettmuskulatur Glykolyse Stoffwechsel. Er hemmt dafür andere, für die unmittelbare Aktivität nicht unbedingt erforderliche Vorgänge, wie z. B. die Darmtätigkeit. Außerdem hat er Einfluss auf die: Lungenfunktion (Erweiterung der Bronchien) Blasenfunktion (bewirkt die Kontinenz) Geschlechtsorgane (bewirkt u. a. die Ejakulation beim Mann und den Orgasmus bei der Frau) inneren Augenmuskeln (Pupillenerweiterung, Mydriasis) Sekretion der Drüsen (Steigerung der Schweißdrüsensekretion und Adrenalinausschüttung im Nebennierenmark, Minderung der Speichel- und Bauchspeicheldrüsensekretion).  
  • Sympathikus: Womit werden die Nervenimpulse übertragen? Mittels Acetylcholin u. Noradrenalin
  • Parasympathikus: Wodurch werden die Nervenimpulse übertragen? Durch Acetylcholin
  • Was macht der Parasympathikus? Unwillkürliche Steuerung der inneren Organe und des Blutkreislaufes. Ruhenerv, da er dem Stoffwechsel, der Regeneration und dem Aufbau körpereigener Reserven dient (trophotrope Wirkung).   Vagotonie: Das Gleichgewicht zw. Sympathikus u. Parasympathikus ist in Richtung Paras. verschoben= Hypotonie, Bradykardie, kalte HÄnde...
Advertisement