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Körper und Medizin (Subject) / Medikamente (Lesson)

Clozapin, Methylphenidat...

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  • Clozapin Clozapin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Neuroleptika, der in der Behandlung von therapieresistenten Psychosen eingesetzt wird. Der 1972 im deutschen Sprachraum eingeführte Arzneistoff gilt als der erste Vertreter der atypischen Neuroleptika. Atypische Neuroleptika lösen im Gegensatz zu den klassischen Neuroleptika nur selten extrapyramidal-motorische Störungen, wie z. B. eine tardive Dyskinesie, aus. Clozapin gilt als mittelstark wirksames Neuroleptikum. Aufgrund seines andersartigen Wirkmechanismus wird es jedoch häufig bei solchen Schizophrenien eingesetzt, die auf klassische Neuroleptika nicht oder nur unzureichend medikamentös ansprechen. Ein Einsatz als Mittel der ersten Wahl verbietet sich jedoch wegen teilweise lebensbedrohlicher Nebenwirkungen, darunter die sehr seltene, aber häufig lebensbedrohliche Agranulozytose.
  • Methylphenidat Methylphenidat (kurz: MPH; Handelsname u. a. Ritalin) ist ein Arzneistoff mit stimulierender Wirkung. Er gehört zu den Derivaten von Amphetamin. Methylphenidat findet bei der medikamentösen Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie der Narkolepsie Anwendung. Methylphenidat unterliegt betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften: In Deutschland ist es als verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft[6] und unterliegt einer gesonderten Verschreibungspflicht.
  • Sertralin Sertralin ist eine polycyclische chemische Verbindung, die zu den Halogenaromaten und Aminen zählt. In der Medizin wird sie als Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) eingesetzt. Sertralin findet unter anderem als Antidepressivum bei Depressionen sowie bei Angststörungen, posttraumatischer Belastungsstörung und Zwangsstörungen Verwendung.
  • Ergotamin Ergotamin ist ein Hauptalkaloid des Mutterkorns und wird als Arzneistoff eingesetzt. Es ist eine hochwirksame Substanz (siehe LD50), die unter anderem für Mutterkornvergiftungen (Antoniusfeuer) mitverantwortlich ist. Therapeutisch kann Ergotamin zur Akuttherapie der Migräne und zur Kurzzeitprophylaxe des Cluster-Kopfschmerzes eingesetzt werden.[5] Die Substanz wurde 1918 von Arthur Stoll als erstes reines Mutterkornalkaloid isoliert und beschrieben.
  • Triptane Triptane sind Arzneistoffe zur Akutbehandlung der Migräne und des Cluster-Kopfschmerzes. Ihr Wirkmechanismus beruht auf einer selektiven Stimulierung von Serotonin-Rezeptoren des Subtyps 5-HT1B/1D/1F.
  • hochpotente Neuroleptika haben eine stärkere antipsychotische Wirkung Klassische Neuroleptika werden hinsichtlich ihres Wirkungsspektrums in sogenannte hoch- und niederpotente Wirkstoffe eingeteilt. Die Potenz ist ein Maß für die antipsychotische Wirksamkeit eines Wirkstoffs. Jeder Wirkstoff hat sowohl eine antipsychotische (den Realitätsverlust bekämpfende) als auch eine sedierende (beruhigende) Wirkkomponente, die jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Bei den klassischen Neuroleptika stehen diese Wirkungen dabei in direktem Verhältnis zueinander. Hochpotente Stoffe wirken hauptsächlich antipsychotisch und kaum sedierend. Sie eignen sich besonders zur Behandlung von sogenannten Positivsymptomen wie Wahn und Halluzinationen. Bei den niederpotenten Stoffen ist es umgekehrt, sie wirken hauptsächlich sedierend und kaum antipsychotisch. Daher werden sie bei Symptomen wie Unruhe, Angst, Schlafstörungen und Erregungszuständen verabreicht.[4] Auch eine kombinierte Einnahme ist möglich. Häufig bei der Behandlung einer akuten Psychose ist beispielsweise die tägliche Gabe eines antipsychotisch wirksamen Stoffes, während ein sedierendes Präparat bei Bedarf zusätzlich eingenommen werden kann.[3] Zur Einteilung der Wirkstoffe in hoch- und niederpotent kann man ihre sogenannte Äquivalenzdosis heranziehen. Die Äquivalenzdosis ist ein Maß für die antipsychotische Wirksamkeit einer Substanz und wird mit der Einheit Chlorpromazin-Äquivalent (CPZ) angegeben. Als Referenzwert von 1 wurde Chlorpromazin festgelegt, der erste als Neuroleptikum verwendete Wirkstoff. Ein Wirkstoff mit einem CPZ von 2 ist doppelt so stark antipsychotisch wirksam wie Chlorpromazin.[17] Das Konzept der Äquivalenzdosis ist vor allem im Zusammenhang mit den typischen Neuroleptika von Bedeutung, da sich diese in ihrer Wirkungsweise und den auftretenden Nebenwirkungen ähneln. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Verhältnis von sedierender zu antipsychotischer Wirkung. Die atypischen Neuroleptika unterscheiden sich wesentlich stärker hinsichtlich ihrer Wirkungsweise, Nebenwirkungen und Einsatzgebiete, wodurch ein direkter Vergleich mittels einer Äquivalenzdosis an Bedeutung verliert.[43] Die Einteilung der Wirkstoffe wird anhand ihrer Chlorpromazin-Äquivalenzdosis vorgenommen: niederpotente Neuroleptika (CPZi ≤ 1,0) Beispiele: Promethazin, Levomepromazin, Thioridazin, Promazin mittelpotente Neuroleptika (CPZi = 1,0–10,0) Beispiele: Chlorpromazin, Perazin, Zuclopenthixol hochpotente Neuroleptika (CPZi > 10,0) Beispiele: Perphenazin, Fluphenazin, Haloperidol, Benperidol
  • Temazepam Temazepam ist ein Benzodiazepin. Es ist ein mittellang wirksames Benzodiazepin mit einer Halbwertszeit von 5 bis 13 Stunden. Es kann schon nach kurzer Anwendung zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen.
  • Phasenprophylaxe bei affektiven Störungen, bipolaren Störungen, Manien Lithium, Kontraindikation: Nierenleiden, Herzleiden, kochsalzarme Diät NW: Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, Tremor, Schwäche, Gewichtszunahme      Carbamazepin,wird bei Kontraindikation von Lithium eingesetzt u. bei bipolaren Zyklothymien mit raschem Wechsel. Früher als Antiepileptikum bekannt, heute Manien, rezidivprophylaktish bei affektiven Psychosen, Alkoholabhängigkeit. NW: Schwindel, Sehstörung, MÜdigkeitn, Arrhythmien, AV-Block, Leberfunktionsstörungen Valproat: auch Antikonvulsivum. Bei akuter Manie und Prophylaxe bipolarer Störungen. NW: ähnlich Carbamazepin Kontrainidikationen: Leber und Pankreasstörungen, Niereninsuffizienz.
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