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1 Grundlagen der Psychotherapie (Subject) / 1.1.5 Motivations- und emotionspsychologische Grundlagen (Lesson)

Motivations- und emotionspsychologische Grundlagen

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  • Grundlegende Motivationstheorien Triebtheoretischer Ansatz: ältester Erklärungsversuch des motivationalen Geschehenssynonyme Verwendung: Bedürfnis, Disposition, Trieb, Antrieb, Motiv Vertreter: McDougall, Instinkttheorie Freud, Triebtheorie Hull   Lerntheoretische Antriebstheorie
  • Instinkttheorie von McDougall, 1908 es gibt 12 Instinkte, die direkt oder indirekt die Antriebsquellen jeglicher Tätigkeit sind ein Instinkt hat 3 Funktionen:wahrnehmende: Instinkt bestimmt, wie wir uns die Dinge mittels der Sinne aneignenemotionale: wie wir die Dinge erlebenmotivationale: wie wir mit Dingen umgehen jedem Instinkt werden Emotionen zugeordnet, z.B. Fluchtinstinkt <-> Furcht  
  • Triebtheorie von Freud, 1933/1999 Entwicklung in mehreren Phasen- Dualismus zwischen Ich-Trieben (Selbsterhaltung) und sexuellen Trieben (Arterhaltung) - Vereinung beider zum Lebenstrieb (Eros) und Gegenüberstellung Todestrieb (Thanatos) Triebquelle liegt in einem körperlichen Spannungszustand, der Unlust bereitet Triebziel ist die Aufhebung dieses Spannungszustandes
  • Motivationstheorie/ triebtheoretischer Ansatz von Hull, 1951 Triebe (drives) sind motivationale Komponenten physiologischer Bedürfnisse, die durch Störung der Homöostase entstehen liegt Bedürfniszustand vor, stellt der Trieb ungerichtete Energie bereit, mit der die in der Situation dominante Reiz-Reaktions-Verbindung (habit) aktiviert wird Verhaltenstendenz wird als Funktion des Produktes von drive und habit definiert: Reaktion = f (drive x habit) später Berücksichtigung des Anreiswertes eines Zielobjektes: Reaktion = f (habit x [drive x Anreiz])
  • Lerntheoretische Antriebstheorie (Antrieb/ Motivation keine klassischen Themen der Behavioristen, weil sie als intervenierende Variablen Phänomene in der nicht direkt erforschbaren Black Box sind.) Aktivität von Individuen werden durch die Konsequenzen des Verhaltens  (z.B. Verstärkung/ Bestrafung), wobei die Verstärker auf angeborenen Treiben (z.B. Hunger) basieren. Aus der Verbindung mit diesen primären Trieben können sekundäre Triebe wie Angst oder Aggression erworben werden.
  • spezielle Motivationsformen und deren Bedeutung für die PT Leistungsmotivation: nach Heckhausen: Bestreben, eigene Tüchtigkeit ind den Bereichen zu steigern und möglichst hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält erste Theorie, McClelland, 1953, nach Anwendung des TAT, aus den Geschichten wurde die Hoffnung auf Erfolg und die Furcht vor Misserfolg bestimmt Attkinson, 1957, Risiko-Wahl-Modell: leistungsmotiviertes Handeln von Erfolgserwartungen (Situation), den Erfolgsmotiven (Person) und wahrgenommenen Schwierigkeiten der Aufgabe (Anreiz) abhängig; Erfolgsmotivierte wählen Aufgaben mit mittlerer Schwierigkeit; Misserfolgsmotivierte wählen eher sehr leichte oder sehr schwere Aufgaben   Änderungsmotivation:kann als ein erstes Therapieziel angesehen werden steht in Zusammenhang mit der Hoffnung auf Erfolg bzw. Furcht vor Misserfolg zur Förderung müssen selbstabewertende und resignierende Gefühle reduziert werden nach Kanfer, 2000: gesteigert durch freiwillige und möglichst transparente Therapie; Pat. erlebt ständig Kontrolle über Therapieprozess; soll selbst Ziele formulieren, eigene Kompetenzen wahrnehmen Wenn die Bereitschaft zur Behandlung und zur Erfüllung der äußeren Rahmenbedingungen trotz eventuell auftretender Probleme gegeben ist, spricht man von hoher Motivation. Werden in der Therapie Motivationsprobleme deutlich, können nach einer Motivationsanalyse spezielle Strategien wie z.B. Reframing, Beseitigung der Hindernisse oder Schaffung von Anreizen eingesetzt werden. beim Erleben von Motivationsproblemen: Motivationsanalyse, reframing, Beseitigung der Hindernisse oder Schaffung von Anreizen
  • Komponenten und Funktionen von Emotionen vorrationale Steuerungs- und Bewertungsmechanismen liegen auf den Kontinuen zwischen Lust-Unlust, Spannung-Lösung, Erregung-Beruhigung motivierende Eigenschaften, dienen zur Bewertung von Situationen und enthalten einen Handlungsentwurf Kommonikation von Emotionen ist eine Voraussetzung für das intra- und interpersonellen Kommunikation Maladaptive Emotionen "verrauchen" nicht und enthalten keinen Handlungsentwurf
  • Störungen der Emotionen Bsp. Angst, Depression, Zwang, Belastungen, z.B.Angst: Überstarke, unangemessene A schränkt Denken und Handeln ein; Lähmung Depression: Bandbreite des emotionalen Erlebens stark reduziert; auch nach erfreulichen Ereignissen hellt sich die Stimmung nicht auf Zwang: wird einem Zwang nicht nachgegeben, stellt sich unterträgliche Angst ein Reaktionen auf Belastungen: im Trauma werden Affekte abgespalten, die später durchbrechen können. Posttraumatische Belastungsreaktionen können so als Folge nicht verarbeiteter Emotionen verstanden werden. Psychosomatische Erkrankungen: Alexithymie (Gefühlsblindheit) ist ein häufiger Verarbeitungsmodus bei psychosomatisch Erkrankten Schizophrenie: Schon Bleuler nannte neben Assoziationsstörung, Abmivalenz und Autismus auch Änderungen im Affekt als Kennzeichen von Schizophrenie. Es kann z.B. zu Affektverflachung, Parathymie, gleichzeitigen gegensätzlichen GEfühlen oder läppischem Affekt kommen.
  • Bedeutung von Emotionen für die Psychotherapie und Strategien für die Arbeit mit Emotionen - lenken der Aufmerksamkeit auf die Emotionen - Refokussierung: wenn der Pat. abschweif, lenkung auf Emotionen - Konzentration auf momentan erlebte innere Zustände, auch wenn Pat. über Vergangenes spricht - Intensität der erlebten Gefühle werden möglichst reguliert - Analyse des nonverbalen Ausdrucks, um ihm Info über affektiven Zustand zu geben - Veräußerlichung von Emotionen macht sie für Bearbeitung verfügbar - nach Verbalisierung, hilft der Therapeut, Handlungen/ veränderungsimpulse festzulegen (unbewusste Gefühle werden bewusst und als legitim angenommen, Aktivierung wird oft erleichtert erlebt, Veränderung von Einstellungen und Konzepten, Anerkennung auch dann, wenn neg. Gefühle geäußert werden)
  • psychodynamische Grundlage der Emotion, Freud energetisierende Funktion von Emotionen als abgeschwächter Rest der unterdrückten Triebe gesehen, der in das Bewusstsein gelangt spielen damit eine wichtige Rolle bei der Auswahl und der Steuerung von Verhaltensweisen
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  • Leistungsmotivation Leistungsmotivation: nach Heckhausen: Bestreben, eigene Tüchtigkeit ind den Bereichen zu steigern und möglichst hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält erste Theorie, McClelland, 1953, nach Anwendung des TAT, aus den Geschichten wurde die Hoffnung auf Erfolg und die Furcht vor Misserfolg bestimmt Attkinson, 1957, Risiko-Wahl-Modell: leistungsmotiviertes Handeln von Erfolgserwartungen (Situation), den Erfolgsmotiven (Person) und wahrgenommenen Schwierigkeiten der Aufgabe (Anreiz) abhängig; Erfolgsmotivierte wählen Aufgaben mit mittlerer Schwierigkeit; Misserfolgsmotivierte wählen eher sehr leichte oder sehr schwere Aufgaben
  • 2-Faktorentheorie von Schachter und Sinder, 1962 ! (Komponenten & Funktionen von Emotionen) Emotionen basieren darauf, dass einer unspezifischen physiologischen Reaktion eine kontextabhängige zu der Erregung passende Kognition zugeordnet wird. Emotionen sind vorrationale Steuerungs- und Bewertungsmechanismen. Sie liegen auf den Kontinuen zwischen Lust-Unlust, Spannung-Lösung und Erregung-Beruhigung. Als Basisemotionen werden Furcht oder Panik, Zorn oder Wut, Freude oder Ekstase, Traurigkeit oder Kummer, Akzeptanz oder Vertrauen, Ekel oder Abscheu, Überraschung oder Erstaunen und Neugierde oder Erwartung genannt. Emotionen haben motivierende Eigenschaften, dienen zur Bewertung von Situationen und enthalten eine Handlungsentwurf. Die Differenzierung von Emotionen und deren sinnvoller Ausruck ist wichtig für die Selbsterkenntnis und für die zwischenmenschliche Kommunikation.