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1 Grundlagen der Psychotherapie (Subject) / 1.1.4 Kognitionspsychologische Grundlagen (Lesson)

Kognitionspsychologische Grundlagen

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  • Definition Wissen Gesamtheit der gespeicherten Inhalte (Repräsentationen) im Gedächtnis Differenzierung:explizites Wissen: semantisches Wissen (erlerntes Wissen) und episodisches Wissen (erlebtes Wissen: z.B. bei Kennedys Tod war ich gerade zu Hause) implizites Wissen: prozedurales Wissen (z.B. Wissen, wie man Fahrrad fährt)
  • Definition Erwartungen beschreiben die subjektiv wahrgenommene Wahrscheinlichkeit, dass ein Objekt bestimmte Merkmale besitzt Die Erwartung spielt z.B. eine große Rolle bei der Leistungsmotivation: Erfolgserwartung stärkt die Leistungsmotivation, Misserfolgserwartung schwächt sie
  • Definition Gedächtnis!! Gedächtnisleistung: Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen, Erfahrungen und Bewusstseinsinhalte zu registrieren, speichern und wieder zu reproduzieren Unterscheidung:- prozedurales Gedächtnis: für erlernte Bewegungsabläufe - episodisches: persönliche Erlebnisse - semantisches: Fakten, die bewusst erlernt werden -implizites: Gedächtnis für Inhalte, die sich auf die Person auswirken, ohne in deren Bewusstsein zu sein - autobiografisches Gedächtnis: für Episoden, die für die Person besondere Bedeutung haben (Überschneidung mit dem episodischen Gedächtnis) - beim Priming steigt die Zugänglichkeit bestimmter abgespeicherter Information im Gedächtnis durch die vorherige unbewusste Wahrnehmung von Reizung
  • Definition Erinnern Rekonstruktion eines Erlebnis- oder Bewusstseinsinhaltes aus dem Gedächtnis Konstruktion keine exakte Kopie der Erfahrung
  • Definition Einstellung intellektuelle und emotionale Haltung einer Person, wird erworben und bestimmt die beständige Art und Weise, wie sich ein Mensch verhält dienen zur Orientierung in der Umwelt
  • Definition Attribution Versuch eigenes und fremdes Verhalten zu erklären, zu kontrollieren und vorherzusagen best. Ereignisse werden durch Attributionen Ursachen und Erklärungen zugeschrieben 3 Dimensionen:intern/ extern(kontrollierbar/ unkontrollierbar)global/ spezifischstabil/ labil (variabel) Eine Form der Kontroll- oder Kausalattribution erklärt das Modell der gelernten Hilflosigkeit nach Seligman!. Dabei werden nach Erfahrungen der Machtlosigkeit unangenehm erlebte Zustände nicht beendet, obwohl dies objektiv möglich wäre. Die Attribution "ich bin der Unterlegene und der andere ist stärker" bleibt bestehen. Dieser Ansatz dient als eine Erklärung der Depressionsentstehung. Im Rahmen der VT können Reabttributionen (Neuzuschreibungen) zur Änderung verzerrter Realitätswahrnehmungen eingesetzt werden.
  • Kontrollüberzeugung beinhaltet die prinzipielle Ansicht einer Person, das eigene Leben selbst bestimmen und bewältigen zu können starke Kontrollüberzeugung geht mit besserer allgemeiner Gesundheit und größerer Lebenszufriedenheit ältere Menschen sind sich sicherer, ihr Leben gestalten zu können als jüngere; Männer stärker als Frauen günstig interene Überzeugung (selbst Einfluss auf Folgen eigenes Handelns)eher ungünstig external-fatalistische (Glück oder Zufall) oder external-personenbezogene (mächtige Personen oder Organisationen)
  • Selbstwirksamkeit! Bandura, 1979; Kompetenzerwartung, self efficacy Überzeugung in einer definierten Situation die nötigen Fähigkeiten und Kompetenzen zu besitzen nimmt auf Verhalten Einfluss, indem sie sich auf Motivation und Wahrnehmung auswirktlegt z.B. fest, welcher Situation sich eine Person aussetzt, wie sehr sie sich anstrengt und wie viel Ausdauer sie zeigen wird. Dabei spielen die Erwartung, durch das eigene Verhalten ein bestimmtes Ergebnis erzielen zu können und die Erwartung, die dazu nötige Kompetenz zu haben, eine wesentliche Rolle. Bei der Self-efficacy-Therapie von Bandura wird die Veränderung der Kompetenzerwartung zur Depressionsbehandlung eingesetzt. Bedeutsam dabei ist, inweiweit Pat. persönliche Veränderungsmöglichkeiten wahrnehmen und konkret erleben.
  • kognitive Netzwerke jede neue Info wird in ein organisiertes Netzwerk vorhandenen Wissens, oft auch als Schema bezeichnet, angepasst widerspricht die neue Info dem Schema, so wird es neu organisiert. Die neue Information trifft auf Erinnerungen vorhandener Informationen, die im Langzeitgedächtnis gespeichert wurden und die mit der neuen Information assoziiert werden. Die neue Info kann alte Einstellungen unterstützen oder beeinträchtigen. Kognitive Reaktionen werden in der Regel nicht bewusst ausgelöst und kontrolliert, sie laufen quasie "automatisch" ab ("lautes Denken").
  • Informationsverarbeitung Informationsaufnahme und Verarbeitung, wobei ein großer Teil ausgefiltert wird und nicht im Bewusstsein bleibt Gliederung:Informationsaufnahme Transformation Speicherung Abgabe
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  • Schemata und Pläne kognitve Strukturen, die durch Abstraktion von den Besonderheiten eines Einzelfalles entstehen: Ereignisschemata: auch Skripte genannt (z.B. gewohnte Abläufe Restaurant) Situationsschemata: auch Rahmen/ frames (z.B. alles, was mit einem Geburtstag zusammenhängt) Handlungsschemata: Pläne (z.B. eigen Aktivitäten auf dem Weg zwischen Arbeitsplatz und Wohnung) erleichtern die Steuerung der Aufmerksamkeit, die Integration von Infos und die Bildung von Schlussfolgerungen
  • Antizipation vorstellungsmässige Erwartung eines Ereignisses und wird durch die bisherigen Erfahrungen bestimmt
  • Coping koordinierter Ich-Prozess, um eine Stresssituation zu bewältigen transaktionaler Ansatz von Lazarus und Launier (1978): Coping-Prozesse als zentrale Mechanismen bei der Adaption von Individuen an belastende Person-Umwelt-Beziehungen bestimmen als primäre Bewertung, ob ein Ereignis als Schaden, Bedrohung oder Herausforderung wahrgenommen wird bei sekundären Bewertung werden Ressourcen geprüft Bandbreite der Coping-Mechanismen ist groß; grobe Unterteilung: Informationssuche, direktes Handeln, Unterlassen einer Handlung, intrapsychisches Coping helfen bei Problem- bzw. Emotionsbewältigung
  • Schematherapie Young et al 2005 Nach der Schematherapie sind Schemata handlungsbestimmende Grundannahmen, die sich früh entwickeln und auf 5 grundlegenden emotionalen Bedürfnissen basieren. In der Therapie werden maladaptive Schema-Bewältigungsstile identifiziert und aufgelöst.
  • Kognition, Metakognitionen Unter Kognitionen versteht man alle Prozesse des Erkennens und Wissens, Metakognitionen umfassen das Wissen über die eigenen kognitiven Prozesse. Dysfunktional oder maladaptiv werden Kognitionen oder Metakognitionen dann, wenn sie sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken.
  • das Modell der gelernten Hilflosigkeit nach Seligman! Eine Form der Kontroll- oder Kausalattribution erklärt das Modell der gelernten Hilflosigkeit nach Seligman!. Dabei werden nach Erfahrungen der Machtlosigkeit unangenehm erlebte Zustände nicht beendet, obwohl dies objektiv möglich wäre. Die Attribution "ich bin der Unterlegene und der andere ist stärker" bleibt bestehen. Dieser Ansatz dient als eine Erklärung der Depressionsentstehung. Im Rahmen der VT können Reabttributionen (Neuzuschreibungen) zur Änderung verzerrter Realitätswahrnehmungen eingesetzt werden.