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1 Grundlagen der Psychotherapie (Subject) / 1.1.3 Lernpsychologische Grundlagen (Lesson)
Lernpsychologische Grundlagen
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- Historische Entwicklung der Lerntheorien Beginn 20. Jahrhundert: basieren auf Watson (Einführung des Begriffs Behaviorismus)Pawlow (klassisches Konditionieren)Thorndike (law of effect)Skinner (instrumentelles Konditionieren um 1950 Verhaltenstherapeutische Orientierung Wolpe (reziproke Hemmung)Tolman (cognitive maps)Mowrer (2-Faktoren-Theorie) 1970 kognitive Wenge:Kanfer (Selbstregulation)Bandura (soziales Lernen)Beck (kognitive Therapie) 80er Jahre Vielzahl von Stress- und Selbstsicherheitsprogramme (z.B. Meichenbaum) zunehmend mit Erkenntnissen der Sozialpsychologie und Verhaltensmedizin kombiniert
- Definition Lernen Prozess, druch den ein Organismus sein Verhalten als Resultat von Erfahrungen ändert Veränderungen durch Ermüdung, Adaption, Reifung und Drogen werden nicht als Lernen bezeichnet
- Lernformen respondentes Lernen, klassisches Konditionieren operantes Lernen Beobachtungslernen Diskriminationslernen kognitives Lernen
- respondentes Lernen, klassisches Konditionieren ein unkonditionierter Reiz (z.B. Fehlhaltung) löst unkonditionierte Reaktion aus (Muskelverspannung). wenn ein vorher neutraler Reiz (z.B. Arbeitsplatz) mit einem unkonditionierten Reiz verbunden wird, wird er zum konditionierten Reiz. Beim Auftreten dieses Reizes folgt die konditionierte Reaktion (z.B. Rückenschmerzen)
- operantes Lernen Verhalten (z.B. Kind zeigt Angst vor Hunden), auf das als Konsequenz ein verstärkendes Ereignis auftritt (z.B. Zuwendung der Mutter), wird bekräftigt. Verhalten tritt in Folge mit höherer Wahrscheinlichkeit oder in größerem Umfang auf.
- Beobachtungslernen Ein Beobachter ahmt Modell nach.Wahrnehmung von Modellverhalten führt dazu, dass - Beobachter neues Verhalten erlernt - bereits erlernte Reaktion ausgelöst oder Auftreten erleichtert wird - Reaktion des Beobachter wird durch die Wahrnehmung des Modells gehemmt oder enthemmt
- kognitives Lernen, Lernen durch Einsicht Lernprozess besteht darin, dass logische Strukturen und Bedeutungszusammenhänge begriffen werden geistige Fähigkeiten werden aktiv eingesetzt und aufgenommene Info wird ständig weiter verarbeitet Beziehungen zwischen Elementen einer Problemsituation werden plötzlich erkannt, ohne dass ein Ausprobieren erfolgen müsste -> Einsicht statt Lernen durch Versuch und Irrtum
- Verbindung von Lernformen in Realtität des alltäglichen Lernens durchdringen sich Lernarten gegenseitig, z.B 2-Faktoren-Modell, Mowrer
- 2-Faktoren-Modell Mowrer nach dem Prinzip der klassischen Kondititonierung erwirbt ein ursprünglich neutrale Situation (z.B. Besuch des Vaters) aufgrund traumatischer Bedingungen (z.B. Schläge durch den Vater) im Laufe der Zeit selbst aversive Stimuluseigenschaften. Durch diskriminative Hinweisreize lernt Individuum im Sinne der instrumentellen Konditionierung (z.B. Weglaufen, wenn das Kind die Stimme des Vaters hört) die Situation zu vermeiden.
- diskriminativer Hinweisreiz Reiz, der auf die Angemessenheit und die wahrscheinliche Verstärkung einer Reaktion hinweist (z.B. Licht-an signalisiert einer Taube, dass das Picken auf eine Scheibe lohnend sein wird).
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- Diskriminationslernen Beim Unterscheidungslernen signalisieren bestimmte Reize bestimmte Reaktionen und Konsequenzen. Es findet z.B. bei der Triggeranalyse im Rahmen von Traumatherapien Anwendung, damit die Pat. objektiv gefährliche und ungefährliche Reize zu trennen lernen.