6

Endokrinologie - Physiologie (Subject) / Stress-Hormone (Lesson)

1 Skript, Rupert Bruckmaier

This lesson was created by tn12b131.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

  • Coping-Redictability-Konzept limbisches System Coping-Redictability-Konzept Stressor führt zu a) aktivem Coping, wenn Kontrollverlust droht, Steuerung über Amygdala → Aktivierung von Verhalten via Sympathikus, NNM (Katecholamine) → Kampf/Fluckt, Aggression, Mobilität, erhöhtes Testosteron b) passivem Coping, wenn Kontrollverlust sicher, Steuerung über Hyppocampus → Hemmung von Verhalten via HPA-Achse → Unterordnung, Verlust von Mobilität, vertieftes Testosteron genetische Disposition, körperliche Verfassung und Erfahrugen entscheiden ob Weg a oder b limbisches System: Hirnregionen, die durch Nervenbahnen eng miteinander verbunden sind, steiert vegetative, emotionale Vorgänge ist dem Hypothalamus übergeordnet, dazu gehören Thalamus (koordiniert Empfindungen zwischen Grosshirn und Hypothalamus), Hippocampus (Verhaltensanpassung bzgl. Raum, Populationsdichte) und Amygdala (aggressive Reaktionen gegen Umwelt, emotionale Reaktionen, Gedächtnis bzw. Umwelterfahrungen)
  • systemische Stressreaktionen via Nebennieren schnell langsam, ausdauernd schnell: nervale Antwort über efferente Fasern → NNM (Katecholamine) Folgen → Lipolyse, Glykogenabbau in quergestreifter Muskulatur (Glukosegewinnung direkt für Muskeln) → Laktat zur Glukoneogenese in Leber, dort auch Glykogen mobilisiert für Glukose Folgen → Pankreas sekretiert Glucagon, und weniger Insulin langsam, andauernd: humorale Antwort über HPA-Achse → ACTH aus Hypophyse → Glukokortikoide (v.a. Cortisol) aus NNR und Mineralkortikoide aus NNR (Aldosteron → Wasser-Resorption in Nieren) Folgen → Lipolyse, Proteolyse, Glukoneogenese
  • Glukokortikoide antiphlogistische und immunsuppressive Wirkungen genetische Herkunft von ACTH antiphlogistische und immunsuppressive Wirkungen: Hemmung der Zytokinsynthese → Interleukon, Tumor-Nekrose-Faktor,... Hemmung der Induktion proinflammatorischer Enzyme → Phospholipase, Cyclooxigenase-2, induzierbare NO-Synthase Hemmung der Expression von Zellinteraktionsmolekülen → Selektine, intrazelluläre Adhäsionsmoleküle Hemmung der Ausschüttung von präformierbaren Mediatoren → Histamin beschleunigter Abbau von Mediatoren → Bradykinin, Tachykini Induktion von Akutphasenproteinen in Leber genetische Herkunft von ACTH: Spaltprodukt aus Proopiomelanocortin → dabei entstehen auch endogene Opiate → machen schwierige Situationen ertragbar
  • Stressreaktion beim Schwein vs. Kuh Schwein: durch ACTH-Gabe induzierte Stressreaktion fällt bei Schweinen gleich stark aus wie bei natürlichen Stresssituationen Kuh: beim Rind fällt Stressreaktion bei natürlichem Stress weniger stark aus → NN hat eigene Gegenregulation gegen zu hohe (und schädliche) Stressreaktion
  • vegetatives (autonomes) Nervensystem Sympathikus Parasympathikus Noradrenallin Adrenalin Symoathikus: Neurotransmitter am Zielorgan = Noradrenalin, ergotrop (Arbeit steuernd), Wirkung = erhöhte Leistungsbereitschaft Parasympathikus: Neurotransmitter am Zielorgan = Acetylcholin, trophotrop (Ernährung steuernd), Wirkung = Verdauung im Vordergrund Noradrenalin: besonders hohe Affiniät zu α1-Rezeptoren → Kontraktion von Arteriolen der Haut Adrenalin: besonders hohe Affinität zu β2-Rezeptoren → Erweiterung der Herzkranzgefässe → gilt bei beiden nur für kleine Konzentrationen, binden bei höheren Konzentrationen auch am jeweils anderen Rezeptor
  • Herzfrequenz-Variabilität Messungsmöglichkeiten Herzfrequenz-Variabiliät: im entspannten Zustand und bei gesunden Tieren variieren Intervalle zwischen den R-Zacken beim EKG → Sympathikus und Parasympathikus sind am reguliert → Ruhephase Unter Anspannung und ausschliesslicher Kontrolle via Sympathikus nimmt nicht nur Herzfrequenz zu, sonder sie wird auch regelmässiger → Stressreaktion Messungsmöglichkeiten: Blut → auch Entnahme führt zu Stressreaktionautomatischer Dauerkatheter → verstopfen gernephysiologische Parameter im Kot und Harn (keine kurzfristigen Änderungen)Speichelprobe → hohe Korrelation zu Blutproben
Advertisement