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Endokrinologie - Innere Medizin (Subject) / KT - Diätetik bei GI-Erkrankungen (Lesson)
1 Skript, Simone Schuller
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- Ösophagus - Regurgitation Prinzipien potentielle Rolle der Diätetik empfohlene Fütterung Fütterung bei Megaösophagus Prinzipien: gewisse Krankheiten können medikamentell oder chirurgisch nicht beeinflusst werden → Tier muss mit Erkrankung leben (z.B. Megaösophagus), aber Risiko für Komplikationen hoch (z.B. Aspirationspneumonie) potentielle Rolle der Diätetik: Futtertyp, Fütterungstechnik, Futterverabreichungsmodus empfohlene Fütterung: hochfüttern → Hud/Katze hochhalten, Futternapf erhöhen, TreppeFutterkonsistenz → je nach Tier flüssig, breiig, fest (trocken, Stücke) Fütterung bei Megaösophagus: mehrere, kleine Mahlzeiten, kaloriendichtes Futter, aufgenommene kalorien messen, Körpergewicht kontrollieren Ernährungssonde → z.B. PEG-Tube → mit Endoskop in Magen + aufblasen → Magenwand gegen Abdomenwand gedrückt → mit Nadel von aussen in Magen → Faden durch Nadel → über Ös raus → Sonde an Faden fixieren → zurück in Magen und durch Lock raus → fixieren → verhindert septische Peritonitis
- akute Gastroenteritis - Erbrechen, Durchfall Fütterung bei EB, Dehydrierung, Elektrolyt- oder Säure-Basen-Verschieb. Fütterung wenn kein EB alternatives Prinzip Fütterung mit EB: NPO, Flüssigkeitstherapie Fütterung ohne EB: orale Rehydratation wenn möglich, sonst Flüssigkeitstherapie + langsam fettarm/leicht verdaulich anfüttern nicht zu lange fasten → sonst Atrophie der Enterozyten keine Milchprodukte, faserarm, K, Na, Cl erhöht (weil erhöhte Verluste) zurück zu normaler Diät über 3-5 Tage alternatives Prinzip: weiter füttern trotz klinischen Zeichen → kann evtl. Erholung beschleunigen und Mortalität senken aber potentielles Risiko für → Permeabilitätsstörunge im GIT, Exposition zu Allergenen, Risiko von Hypersensitivität und schwierig bei profusem DF und persistierendem EB
- chronische Gastritis diätetische Prinzipien multiple kleine Mahlzeiten, Nassfutter, körperwarm Verdünnung mit Wassen → senkt Osmolalität hochverdauliche Diät, fettarm, faserarm → schnellere Magenentleerung
- Magendilatation, -drehung diätetische Prinzipien bei Risiko-Hunden regelmässige Fütterungszeiten (Konditionierung), Vermeidung von Stress und körperlichen Aktivitäten postprandial, nicht erhöht füttern. Futterhygiene (Napf, Futter) keine Mineralien → sonst Pufferkapazität erhöht → pH steigt → mehr Mikroorganismen → merh Gas viel Fett → vermindert mikrobielle Gärung → weniger Gas
- Durchfall - Futtermittelreaktionen Immunologisch nicht immunologisch diätetische Prinzipien immunologisch: = Hypersensitivität Typ I → crosslinking löst Mastzell-Degranulation aus → hydrolytische Diät → kurze Peptide statt langen Proteinen → können crosslinikng nicht machen nicht immunologisch: = Intoleranz → idiosynkratisch (Enzymdefekt), pharmokologischer Effekt (Schokolade, Koffein), Pseudo-iun (Futter mit Histamin-Freisetzung), Futtermittelvergiftung, verdorbenes Futter diätetische Prinzipien: ausgewogene Zusammensetzung, hohe Verdaulichkeit im Dünndarm, Ingredienten vermindert (→ weniger Antigene) hausgekochte Diät, kommerzielle Diät mit einzelner Proteinquelle oder hydrolysierten Proteinen
- Durchfall - IBD diätetische Prinzipien Eliminationsdiät/Hypoallergene Diät: hohe Verdaulichkeit, SH-Entzündung aufgrund allergische Reaktion kann IBD-Entwicklung fördern Fettrestriktion, neue Fettquelle: Hydroxylierung vom Fett durch gewisse Darmbakterien, evtl. Omega-3-FS erhöhen → entzündungshemmend Hochqualitätsproteine mit hoher Verdaulichkeit: Proteinindigestion vermindert → Toxinbildung vermindert + evtl. Probiotika und Präbiotika
- Durchfall - Lymphangiektasie Definition diätetische Prinzipien Definition: Dilatation in Darmmukosa und Mesenterium → können Fett nicht gut absorbiert (weil ja durch Lympe absorpiert) diätetische Prinzipien: Fettrestriktion mittellangkettige FS → über lymphatisches Sysetm absorbiert → können EB und DF auslösen → nicht mehr empfohlen Supplementierung mit fettlöslichen Vitaminen, evtl. Glutamin
- Durchfall - Dichdarmdurchfall diätetische Prinzipien Initial: gut verdauliche Diät langfristig: Regulation der gestörten Motilität, Regulation der Mikroflora, hypoallergen unlösliche Fasern: Zellulose, Kleie regulatorische Wirkung auf Peristaltik und Transitzeit, aber nicht immer gut toleriert lösliche Fasern: Pektin, Karotten erhöhter Wassergehalt des Kots, Bakteriengärung im Dickdarm, produktion von kurzkettigen Säuren, GI-Azidität erhöht, metabolische Aktivität der Darmbakterien erhöht, Buttersäure erhöht cave!!! bei schlechtem AZ → vorischtig mit Fasern → senken auch Verdaulichkeit anderer Futterbestandteile
- Obstipation, Megacolon diätetische Prinzipien unlösliche Fasern: Kotmenge erhöht → Kolonmotilität erhöhtin kleinen Mengen wasserbindend → weichere Kotkonsistenzin grösseren Mengen → Futterverdaulichkeit gesenkt → eher induziert für milde/frühe Formen lösliche Fasern: fermentierbar durch Dickdarm-Bakterienwasserbindend → weichere KotkonsistenzExtrembeispiel → Laktulose → eher induziert für schwerwiegendere Formen
- exokrine Pankreasinsuffizienz diätetische Prinzipien klassisch: hoch verdaulich, Fettrestriktion, faserarm Empfehlung: Erhaltungsfutter von guter Qualität → Änderungen je nach Ansprechen auf Therapie + Pankreasenzyme supplementieren
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- Pankreatitis diätetische Prinzipien prädisponierende nutritive Faktoren identifizieren und behandeln (Obesitas, Hyperlipidämie) Pankreas-Ruhe bis klinische Besserung evtl. parenterale Ernährung, jejunale Sonde, nasoösophageale Sonde idR fettarne Diät Katzen → idR chronisch → weiterfüttern
- Leberinsuffizienz, -versagen, HE Hauptziele der Diätetik HE Hauptziele der Diätetik: Vermeidung von Malnutrition → genung Energie und Nutrienten Vermeidung von weiteren Schäden → durch Ansammlung von Kupfer und freien Radikalen Förderung der hepatozellulären Regeneration Vermeidung der Hepatoenzephalopathie HE: Erhaltung der Muskelmasse und von einer positiven N-Bilanz Proteinrestriktion titrieren → nur soviel Restriktion wie nötig hochqualitative Proteine Vermeidung von GI-Blutungen, Obsitpation, Infektionen, Alkalose, Hypokaliämie, Azotämie,...