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Politik (Subject) / Politische Theorie (Lesson)

Politische Theorie Einführungsvorlsung

This lesson was created by kainitsche.

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  • Welche Art von Begriffen gibt es ? logische Begriffe nicht-logische Begriffe  deskriptive Begriffe (empirische und theoretische Begriffe) präskriptive Begriffe (Normbegriffe und Wertbegriffe)
  • Was ist der Unterschied zwischen empirischen und theoretischen Begriffen ? empirische Begriffe sind Beobachtungsbegriffe theoretische Bergriffe sind Begriffe, die durch eien Theorie eingeführt wurden
  • Welche Art von Aussagen gibt es und was leisten diese ? deskriptive/empirische Aussagen (Beschreibungen) dekriptive/theoretische Aussagen (Erklärungen) präskriptive/normative Aussagen (Werturteile)
  • Welche Art von Aussagen gibt es ? (Beispiele)   Deskriptive Sätze: –  Peter nimmt einen Schokoriegel aus dem Regal, ohne zu bezahlen. –  Peter glaubt, dass Stehlen kein Verbrechen ist. Präskriptive Sätze: –  Stehlen ist verboten. –  Du sollt nicht schneller als 150 km/h fahren. –  Wenn eine Handlung unter allen Umständen ethisch schlecht ist, dann ist sie verboten. Analytische Sätze – Alle Junggesellen sind unverheiratet. – In allen Demokratien wird gewählt. – 2+2=4 
  • Was sind Real- was Nominaldefinitionen ? Welche Definitonsweise ist für den Wissenschaftsprozess eher geeignet ? Nominaldefinitionen werden verwendet (es werden keine Wortbedeutungen benutzt) --> konkrete empirische Begriffe   Realdefinition: Definition anhand von Wortbedeutung
  • Erläutern sie das Problem des naturalistischen Fehlschlusses. Sätze mit normativen Begriffen werden auf Sätze mit empirischen Begriffen zurückgeführt aber nicht andersrum !!
  • Worin besteht der Hauptunterschied zwischen der empiristischen und der rationalistischen Position in der Wissenschaftstheorie ? empirische Position: baut auf Erfahrung und auf Beobachtungen (empirische Sätze) rationalistisch: Ausgangspunkt sind Vernunft und Logik (analytische Sätze)
  • Was sind empirische, was analytische Sätze ? Definition und Beispiel Analytisch: Wahrheit feststellbar durch Logik Bsp. 2+2=4 Empirisch: empirische Begriffe  Bsp. Peter glaubt das Stehlen kein Verbrechen ist
  • Was versteht man unter Rationalitätspostulat ? definiert Konstitutionsbedingungen von Wissenschaft  
  • Diskutieren sie mögliche Rechtfertigungen des Induktionsprinzip und bewerten sie diese kritisch. 1. Verallgemeinerungen brauchen eine große Anzahl Versuche 2. Wiederholung von Beobachtungen unter bestimmten Bedingungen 3. Beobachtungsaussagen dürfen nicht mit dem allgemeinen Gesetz in Widerspruch stehen   ist nicht haltbar da Schluss von empirischen Sätzen zu theoretischen Sätzen nicht möglich ist
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  • Nennen sie zentrale Kritikpunkte des logischen Empirismus   -  Induktionsprinzip nicht haltbar -  Schluss von endlicher Zahl an Beobachtungen auf allgemeines Gesetz ist logisch nicht rechtfertigbar -  Gültigkeit des Induktionsprinzips ist logisch nicht begründbar; d.h. es können keine Gründe angegeben werden, die für die Geltung des Induktionsprinzips sprechen -  Logischer Zirkelschluss: Man rechtfertigt Induktionsprinzip mit Hilfe des Induktionsprinzips -  Widerspricht der Forderung der Begründbarkeit und Widerspruchsfreiheit -  Außerdem Probleme bei Forderung nach Präzision: Was heißt ‚große Zahl an Beobachtungen‘, große Vielfalt an Gelegenheiten‘ etc.? 
  • Skizzieren sie die wissenschaftstheoretische Konzeption des logischen Empirismus und formulieren sie Einwände dagegen. 1. Beobachtungen werden in empirische Sätzte umgefasst 2. Basierend darauf entstehen Theorien   Beobachtungen bleiben keine Beobachtungen
  • Skizzieren sie die wissenschaftstheoretische Konzeption des Falsifikationismus und formulieren sie Einwände dagegen. Die Erkenntnis eines Problems ist die Ursache nicht die Beobachtung --> nur möglich wenn Beobachtungssätze mit Sicherheit wahr sind --> Theorien werden immer wieder als falsch abgestempelt und überarbeitet
  • Was ist der Unterschied zwischen der Falsifikation und der Falsifizeirbarkeit einer Theorie ? Falsifizierbar heißt dass es rein theoretisch fals sein könnte Falsifikation ist die Methode anhand dieser Falsifizierbarkeit gezeigt wird
  • Nennen sie Qualitätskriterien einer Theorie aus Sicht des Falsifikationismus - möglichst große Anzahl von potenziellen Falsifikatoren - Bewährungen von speziellen Fällen sind interessant - Theorie sollte mehr erklären können als bestehende Theorien
  • Warum ist nach Popper der Falsifikationismus dem Induktivismus überlegen ? Weil durch das Annähern mit Hilfe von vielen falschen Theorien kommt man der empirischen Wharheit näher als durch Beobachtungen
  • Was versteht man unter der Methode der Explikation ? Welche Adäquatsbedingungen gibt es ? Methode für umganssprachliche Begriffe exakte wissenschaftliche Begriffe zu benutzen Ähnlichkeit Einfachheit Regelhaftigkeit Fruchtbarkeit
  • Begründen sie die folgende Aussage: Das HO-Schema ist die Explikation des Erklärungsbegriffs Das HO-Schema entspricht einer deduktiv-nomologischen Erklärung und dient somit als Explikat. 
  • Wie sieht die Struktur einer Erklärung aus ? Nennen sie die Adäquatsbedingungen einer Erklärung. Ein Ereignis (Explanandum) wird erklärt durch mindestens einen logischen Schluss und eine oder mehrere Antezendenzbedingungen.   Bedingungen:  Folgerunsbedingung: Schluss muss korrekt sein Gesetzesbedingung: ein allgemeines Gesetz muss enthalten sein Signifikanz: muss empirischen Wert haben Wahrheit: muss wahr sein 
  • Stellen Sie die theoretischen Grundüberlegungen der Struktur wissenschaftlicher Revolutionen vor und diskutieren Sie diese kritisch.   Struktur wissenschaftlicher Revolutionen Abgrenzung zum statement-view Theorien sind Strukturen, bestehen aus theoretischen Elementen und der Zuweisung einer exemplarisch bestimmten Menge empirischer Anwendungen Wissenschaft nicht als kumulativer Prozess, stattdessen gibt es qualitative Brüche im Wissenschaftsprozess  Kritik:  Theorien bestehen aus Beobachtungen oder aus Aussagen über die Welt und nicht aus theoretischen Konstrukten
  • Welche Kritik übt Kuhn an Popper?   -  Wissenschaftsprozess ist nach Kuhn irrational -  Theorien können nicht an der Realität scheitern, sondern werden verdrängt -  Kein kumulativer Wissenschaftsfortschritt 
  • Welche Kritik lässt sich aus der Perspektive von Lakatos an Kuhn üben?   -  Theorien können nicht an der Realität scheitern, sondern werden verdrängt -  „Die Wissenschaftsgeschichte legt aber den Gedanken nahe, dass (1) Tests zumindest dreiseitige Kämpfe sind zwischen theoretischen Rivalen und dem Experiment; und dass (2) einige der interessanten Experimente prima facie zu einer Bewährung und nicht zu einer Falsifikation führen“ (Laktos 1982: 30). 
  • Stellen Sie die theoretischen Überlegungen der Methodologie wissenschaftlicher Forschungsprogramme vor und diskutieren Sie diese kritisch.   -  Forschungsprogramm und Paradigma werden synonym verwendet -  Forschungsprogramm besteht aus o hartem Kern (theoretische Komponente, Gesetz) o Schutzgürtel (Reihe von Zusatzannahmen, Beobachtungs- und Messtheorien) o intendierten Anwendungen (empirische Komponente) -  Schutzgürtel soll Anomien ausgrenzen (Theorien vor Widerlegung schützen) -  Lakatos formuliert Regeln, wie mit widersprüchlichen Ergebnissen umgegangen werden sollte: Negative Heuristik: Schutz des harten Kerns Positive Heuristik: Vorschläge zur Abwehr von Anomalien, mit jeder Abwehr entstehen theoretisch Varianten 
  • Skizzieren Sie die Positionen der Logischen Empiristen, von Popper, Kuhn und Lakatos hinsichtlich ihrer Einschätzung, ob Wissenschaft ein kumulativer Prozess ist und sich der Wahrheit annähert. nn
  • Warum gilt das struktur-individualistische Erklärungsprogramm als Integration der verstehenden und erklärenden Tradition in den Sozialwissenschaften? (Einordnung und Erläuterung)   Der erste Schritt des Programms ist verstehend (Definition der Situation: Nachvollziehen, wie Akteur eine Situation wahrnimmt) und die anderen erklärend (Logik der Selektion: Kausale Erklärungen und Logik der Aggregation). 
  • Was sind Brückenhypothesen? Und was sollen sie leisten? Hypothesen die eine Verbindung zwischen Makro- und Mikroebene herstellen Logik der Situation --> wie nimmt ein Akteur die Situation wahr
  • Was versteht man unter der Aussage ‚Ein Phänomen ist Ergebnis der nicht-intendierten Effekte rationalen Handelns‘?   Im struktur- individualistischen Erklärungsprogramm lässt sich erkennen, wie individuelle Handlungen sich zu Ereignissen/ Phänomenen aggregieren, die nicht beabsichtigt und sozial erwünscht sind (Bsp. Alle wollen gleichzeitig losfahren und schnell ankommenà Stau) 
  • Stellen Sie das struktur-individualistische Erklärungsprogramm vor (Abbildung und Erläuterung).   1. Definition der Situation Herstellung des Bezugs zwischen Bedingungen und Akteur Rekonstruktion der sozialen Situation 2. Logik der Selektion  Herstellung des Zusammenhangs zwischen Wahrnehmung und Handlung des Akteurs (auch Gesetz der Nutzenmaximierung) 3. Logik der Aggregation  Verbindung zwischen individuellem Handeln und allgemeinem Explanandum herstellen 
  • Erläutern Sie das struktur-individualistische Erklärungsprogramm anhand eines selbst gewählten Beispiels (mit Abbildung).
  • Erläutern Sie die SEU-Theorie mit Entscheidungsregel an einem selbst gewählten Beispiel. Ziel eines Bankräubers: viel Geld machen ohne geschnappt zu werden Möglichkeiten: 1. Bank ausrauben --> großes Risiko aber viel Geld    2. Handtasche klauen --> kleines Risiko, wenig Geld Annahme der Nutzenmaximierung: So bringt 1. zwar mehr Geld aber zu viel Risko. Präferenz: 2.   
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  • Skizzieren Sie das Grundmodell des soziologischen Forschungsprogramms. Einzelne wählen ihr Handeln in Anbetracht an externe sozialen Normen    --> soziale Geplogenheiten hält man ein Rollentheorie: Vergleich der eigenen Rolle mit der eines Schauspielers     --> Orientierung am Skript des Lebens sozusagen   Soziale Position: jeder Ort in einem Feld sozialer Beziehungen Soziale Rolle: jede Position ist mit einer Rolle verbunden (z.B. Erwartungen der Schüler an den Lehrer) Bezugsgruppe: Rollenerwartungen kommen aus einer Vielzahl von Richtungen (z.B. hier: Bezugsgruppe der lehrerrolle: Schüler, Eltern, Schulleitung etc.)  Internalisierung: Mittels Sozialisation werden die Erwartungen der Anderen erlernt und Teil der Persönlichkeit.   
  • Welche Komplikationen können im Rahmen der Rollentheorie auftreten? Intra-Rollenkonflikte: soziales Handeln passt nicht zur Rolle Inter-Rollenkonflikte: Widersprüche und Erwartungen einer Person an die Rolle Defizitäres Rollenwissen: mangelnde Information und Wissne zur Rolle Ressourcenmangel Person-Rolle Konflikt: schüchterner Mensch spielt jemand extrovertieren
  • Was versteht man unter Role-Taking? Was bezeichnet man mit Role-Making?   Role-Taking bedeutet, dass Akteure ihre Rolle in Situationen, die sich durch eine hohe Erwartungssicherheit auszeichnen, erfüllen können (Beispiel: Lehrerrolle wird eingenommen wenn Klasse brav) Role-Making ist in Situationen mit Komplikationen verwendbar (Beispiel: Kind verletzt sich und Lehrer muss die Rolle des Rettungsgehilfen übernehmen/ improvisieren) 
  • Wie ist die theoretische Entwicklung des Homo Sociologicus wissenschaftstheoretisch zu bewerten? Erläutern Sie ihre Position! Wissenschaftstheoretisch ist die Position eher undenkbar, da eine Person immer rational handelt und versucht ihren eigenen Nutzen zu maxmieren. Dabei gibt es kein Vorsagen oder Skripte, die genaue Entscheidungen vorraus sagen. Die Situationen und Zeiten ändern sich. Mensch ist Mensch. 
  • Was versteht man unter Rationalität im Rahmen des ökonomischen Ansatzes? beschreibt die optimale Wahl von Ergebnissen und das optimale Treffen von Entscheidungen eines Individuums auf sich selbst bezogen  --> maximaler Gewinn
  • Was sind die Kernannahmen des ökonomischen Ansatzes?   Motivationsannahme: Präferenzen sind Bedingung menschlichen Handelns: Bedürfnisse, Ziele, Wünsche Retsriktionsannahme: Restriktionen sind Bedingungen menschlichen Handelns (Knappheit der Güter) Maximierungsannahme: Akteure handeln nutzenmaximierend Methodologischer Individualismus als grundsätzliche Orientierung 
  • Stellen Sie das Median-Voter-Theorem dar. Das Median-Voter Theorem beschreibt eine Theorie die sich auf ideologische Distanz basiert. Dabei geht es darum, dass vom Wähler eine Partei gewählt wird, die nahe an der eigenen Ideologie ist, auf einer links-rechts Skala.  --> Parteien bewegen sich also zur Mitte um den Medianwähler für sich zu gewinnen (Downs Zweiparteienmodell)
  • Skizzieren sie die ökonomische Theorie der Demokratie unter Gewissheit. Unter Gewissheit kennen die Parteien die Positionen der Wähler und die Wähler die Positionen der Parteien  --> jegliche Informationen sind verfügbar
  • Vergleichen Sie den harten RC-Ansatz mit dem weichen (synonym zu eng und weit) und diskutieren Sie Leistungsvermögen und Defizite. keine Ahnung