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Verdauung - Innere Medizin (Subject) / Pfd - Ileus (Lesson)
1 Skript, Claudia Graubner
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- Formen mechanisch funktionell mechanischer Ileus: Obturation → Einengung des Lumens von innen ohne/mit geringer Beeinträchtigung der Durchblutung Kompression → Einengung des Lumens von aussen ohne/mit geringer Beeinträchtigung der Durchblutung Strangulation → Beeinträchtiung der Durchblutung durch strangulierende Prozesse wie Torsion, Vovlulus, Inkarzeration, Proplaps,... funktioneller Ileus: paralytisch → postoperativ, v.a. nach Dünndarmileus mit ausgeprägter Dünndarm-Dilatation (Schädigung intramuraler Ganglien durch Strangulation und Dilatation Darmwandinfarkte (Parasiten, Koagulationsstörung, Folge von Strangulation), toxische Zerstörung der Darmwandganglien (Grass sickness) spastisch → Krampfkolik, Elektrolytenverschiebung und Dehydratation, z.B. nach starker Anstrengung
- mechanischer Ileus Obturation Kompression Strangulation Obturation: Dünndarm → Ileumobstipation, Wurmknäuel durch adulte Parascaris equorum Dickdarm → Caecumobstipation, Obstipation des Colon ascendes, Obstipation des Colon descendes, Tympanie des Caecums/Colons (alle v.a. bei Ponys und Miniature Horses) Kompression: nicht-strangulierende Dickdarmverlagerung (z.B. in Milz-Nieren-Raum) intramurale oder extramurale Masse (z.B. Abszess, Tumor) Verklebungen die zu Kompression führen können obstipierter und/oder verlagerter Dickdarm der Futterpassage im Dünndarm verhindert Fohlen in utero Strangulation: Volvulus jejuni/coli Hernie mit Inkarzeration (F.epiploicum, Mesenterialriss, Nabelhernie, Inguinalhernie, Skrotalhernie, Diaphragmalhernie) Lipoma pendulans, Intussusseption (Invagination)
- Ileus und Kolik Ileus = Darmverschluss schmerzt (viszeraler und somatischer Schmerz) wegen Dehnung (visceral) und Peritonitis (somatisch)
- Ursachen Obturation Kompression Strangulation Obturation: Dickdarmobstipation → zu viel Futter + zu wenig Wasser, gestört Darmmotorik, wenig Bewegung, Zahnprobleme Dickdarm-Meteorismus/-Tympanie → Fehlgärung bei Fütterungsumstellung, aborale Obstipation und orale Aufgasung Dünddarmobstipation → Ileumobstipation (pappiges Material gefressen, Störung der Motorik → Hypertrophie der T.muscularis), Askariden-Pfropf (nach Entwurmung) Kompression: nicht-strangulierende Dickdarmverlagerung → left-dorsal displacement, Verlagerung des Colon ascendes in Milznierenraum, Verlagerung des Colon ascendes nach rechts, Retroflexion Strangulation: Volvulus jejuni → eher jüngere Pferde betroffen, Zusammenhang mit Parasiten vermutet, sekundär zu anderen Darmverlagerungen, orale Hyperperistaltik zu aboraler Hypoperistaltik Volvulus coli → je nach Stadium noch nicht strangulierend, right dorsal displacement kann bereits über 180° drehen, Stuten post partum prädisponiert, rasche Komplikationen (Schock, erhöhte HF (aussen wenn VBagus stimuliert) Hernie mit Inkarzeration → F.epiploicum (häufiger Wallache, Kopper, Zusammenhang mit Management-Wechsel gezeigt), Mesenterialriss (Trächtigkeit, Geburt, angeboren, Trauma), Nabel-/Inguinal-/Skrotalhernie (Erblichkeit, Zuchthygiene), Diaphragmalhernie (angeboren, traumatisch, häufiger im dorsalen Zwerchfellsbereich) Lipoma pendulans → eher ältere Pferde, gestielte, gutartige Fett-Tumore, Pferd muss nicht fett sein, Ursprung meist am Mesenterium Intussusseption → Kolik über mehrere Tage, zunehmende Einstülpung, Darm verdaut sich selbst
- Ursachen paralytisch postoperativ: länger andauernde Strangulation mit prästenotischer Dilatation, keine Darmmotorik mehr vorhanden → Reflux Schmerzempfinden nciht wie bei Strangulation, eher vergleichbar mit Übelkeit, wenige Stunde bis mehrere Tage toxische Zerstörung der Darmwandganglien (grass sickness): vermutlich Toxin von Cl. botulinum, Ganglien der Darmwand und Schrittmacherzellen zerstört, keine Motorik möglich akute bis chr. Verläufe schlechte Prognose, eingetrockneter Coloninhalt, dilatierter Dünndarm
- Therapie Ileus abhängig von Ursacheklinischer Zustand entscheidendkonservativ versus chirurgisch Tabelle im Skript
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