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Verdauung - Physiologie (Subject) / Wdk - Dickdarm (Lesson)
1 Skript, Josef Gross
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- Hauptaufgabe Allgemeines Hauptaufgabe: Absorption von Wasser und Elektrolyten (v.a. Na-Resorption und K-Sekretion) Allgemeines: Passage 2-3 mal länger als durch Dündarm (Düda: 4-6h, Dida: 6-12h bei Hund, 1d bei Sw und Wdk, bis 3d beim Pferd) nur noch geringe Mengen fermentierbare organische Substanzen (ausser Pferd) → mikrobielle Gärung gerin Vergärung von organsichen Substanzen → Bildung von FFS → Absorption und energetische Nutzung aber Versorgung mit AS serh gering
- Fleischfresser pH Magen, Darm Funktion Dickdarmsaft Abbau Dickdarmflora pH: Magen 1-2, Düda 8.4, Dida netralisiert Darm (anaerobes, schwach alkalisches Milieu) Funktion: Beendigung der Verdauung, Eindickung, Kotbildung Dickdarmsaft: Gemisch aus Sekreten der Dickdarmdrüsen/des OF-Epithels beim Hund → Colon-/Caecumsekret dünnflüssig, Bodensatz aus Schleim, Leukozyten, Darmepithelzellen, fast enzymfrei Abbau: durch Tätigkeit von Bak, Enzyme nur aus Dünndarm übergetreten, Bak synthetisieren im Dida auch Vitamine bak. Abbauvorgänge → Spaltung der Eiweissstoffe (Proteine die nicht im Düda verdaut wurden, abgestorbene Mikroben, abgestossene Zellen, Verdauungssekrete), Vergärung der KH Überhandnehmen proteolytisch wirksamer Keime wird durch saure Stoffwechselprodukte (Milchsäure, FSS) gehemmt Dickdarmflora: vielfältig, variiert in vers. Darmabschnitten (Milchsäurebak sind obligat)
- Pflanzenfresser + Schwein Funktion Darmeigendrüsensekret Blinddarm KH-Abbau Schwein pH-Werte Funktion: Dickdarm = Gärkammer bei Pflanzenfressern mit 1-höhligem Magen, → bakterielle Zerlegung von Cellulose mikrobielle Produktion von Vitaminen B und K Darmeigendrüsensekret Blindarm: alkalisch, schleimig, keine Enzyme KH-Abbau: Blinddarm und grosses Colon (Gärkammern) Schwein: sehr dichte Besiedelung des Dickdarmes, Vermehrung der Bak wird durch geringe Durchtrittsgeschwindigkeit des Inhaltes begünstig Verdaulichkeit der Rohfaser schwankt (0-97%, abhängig vom Gehalt in der Ration, Grad der Bearbeitung, Höhe der Nährstoffaufnahme, Alter der Schweine) Blinddarm nicht umgedingt lebensnotwendig pH-Werte: 6.7-6.9 → mikrobielle Abbau von Cellulose und der im Dünndarm nicht abgebauten KH führen zur Bildung von FFS aber Sekretion von Hydrogencarbonat in Ileum, Caecum, Colon sichert pH und im dorsalen Colon wird Phosphat in Darmlumen abgegeben → Neutralisation der Säuren
- Kaninchen Kottrennung Phasentrennung schlecht verdauliches Futter gut verdauliches Futter Kottrennung: flüssige Phase bleibt länger im Colon, passiert nachts, wenig Elektrolyt- und Wasserabsorption → Weichkot mit viel Bakterien → Caecotrophie, sofort wieder aufgenommen → Bak werden dann im Magen und Dünndarm verdaut → Versorgung mit AS und löslichen Vitaminen rohfaserreiches/schwer verdauliches passiert schneller = tagsüber ausgeschiedener Hartkot schlecht verdauliches Futter: Rücktransport von Wasser, Protein, VIt B und K und nicht-lysierten, KH-reichen Bak aus Colon ins Caecum Ausscheidung nicht verdauter Futterbestandteile → Hartkot → nerval getrennt gut verdauliches Futter: Sekretion von Wasser ins Colon und Umhüllung der Caecotrophie-Trauben durch Muzin, Sekretion von Lysozym → Weichkot
- mikrobieller Abbau von Nahrungsbestandteilen im Dickdarm Malabsorption, Maldigestion mikrobieller Abbau: v.a. im Caecum und proximalem Colon durch Anaerobier Mikrobenmasse und -umsatz abhängig von Energie, N- bzw Rohfasergehalt im Darminhalt → Mikrobenmasse wächst bei viel Energie (viel Stärke) und viel Stickstoff, schrumpft bei viel Rohfaser, wenig Stickstoff und wenig Energie Malabsorption, Maldigestion z.B. bei exokriner Pankreasinsuffizienz, Lactoseintolleranz, SH-Schädigungen → Dickdarm absorbiert vermehrt FFS, NH3 und toxische Abbauproduke von Proteinen durch übermässigen mikrobiellen Abbau von Fetten, Proteinen und KH → mehr FFS, CO2, H2, CH4 → Laktat → pH sinkt
- kurzkettige FS im Dickdarm Cellulose + bakterielle Fermentation → kurzkettige FS produzierte Menge und Verhältnis Acetat/Propionat/Butyrat abhängig von Angebot an NfE (Zucker) und RF Absorption (ca. 90%) durch Diffusion im Dickdarm Verwendung für Deckung des Eigenbedarfs (v.a. durch Acetat) des Gesamtorganismus und v.a. der Skelett- und Herzmuskulatur sowie der Dickdarmzellen (v.a. Butyrat) Stimulation (Acetat und Butyrat) des Dickdarmwachstums (mehr Kryptenzellen) Substrate für Synthese längerkettiger FS (Acetat und Butyrat) und für Glukoneogenese (Propionat) was nicht verstoffwechselt wird gelang via V.portae in Leber für Energiegewinnung
- Motorik Allgemein Antiperistaltik tierartliche Unterschiede Allgemein: Bewegungsvorgänge langsamer als im Dünndarm, unter bestimmten Bedingungen aber sehr intensiv gleiche Bewegungsformen wie im Dünndarm→ Mischbewegungen (Pendelbewegungen der Längsmuskulatur, Stülpbewegungen und tonische Kontraktionen der Ringmuskulatur)→ Transportbewegungen (peristaltische Wellen) Antiperistaltik: ausschliesslich im Dickdarm → Verlängerung der Dauer des Aufenthaltes → erhöhte Wasserresorption tierartliche Unterschiede: Geflügel → Antiperistaltik im Colon zur schnellerer Füllung der Blinddärme Schwein → keine/schwache antiperistaltische Wellen Wdk → Blinddarm und Colonanfang als motorische Einheit (Inhalt fluten hin und her), keine antiperistaltische Wllen in Ansa spiralis Pferd → schubweise Chymus in Blinddarm → dieser ist nicht ganz leer + Gas im Blinddarmkopf, grosse Blinddarmbewegung von Spitze zum Kopf, dabei auch Entleerung von flüssigem Inhalt in Colon, im ventralem Colon langsamer Transport
- Fäzes Allgemein Carnivoren Pflanzenfresser Geflügel Eigenschaften: Gerusch, Farbe, Menge, Konsistenz embryonale Entwicklung Allgemein: = Rückstände des Futters, unverdaulich (z.B. Keratin), verdaulich aber nicht verdaut (Cellulose, Knochen, Sehnen), verdaut aber nicht resorbiert (FS, Seifen, Lipide, AS) + Substanzen die vom Körper ins Darmlumen abgegeben worden sind → Gallenbestandteiel, Schleim, Mineralien, Enzyme, Epithelien, Bak und deren Produkte Carnivoren: v.a. Bak und Exkretionsprodukte (da nahezu vollständige Ausnutzung der Futterbestandteile) Pflanzenfresser: grosse Mengen unverdauter Futterreste Geflügel: grosse Mengen unverdauter Futterreste, Mastdarm und Harnleiter münden in Kloake Eigenschaften: Konsistenz → grosse Mengen an Muzin bei Pferd und Rind embryonale Entwicklung: auch dann Kotbildung → Mekonium = Darmentleerung, steriles Exkretionsprodukt, v.a. Wasser, Muzin, Cholesterol, Seifen, Mineralstoffe, Galle, Fruchtwasserinhalt (Haare, Epithelzellen)
- Defäkation Allgemein Steuerung Dauer Allgemein: Reflex, evtl. Willen unterstellt (Hd, Ktz) Muskulatur von distalen Colon und Rektum wird kontrahiert (peristaltische Wellen), Sphinkter am ANus erschlaffen v.a. bei Carnivoren Unterstützung durch Bauchpresse (Krümmen des Rückens) Steuuerung: Centrum anale (Grosshirn) → Centrum anospinale (im Sakral- und Lumbalmark) willkürlich und unwillkürlich vom Ventrum anale aus Dauer (orale Medis): markiertes Futter ist beim Rind nach 90h zu 80% ausgeschieden (Pferd 1-3d, Hund 1d), nach 12-13 Tagen 100% (Pferd 4-5d, Hund 1-2d)
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