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Nutztierwissenschaften II (Subject) / Nutztierwissenschaften II (Lesson)

Nutztierwissenschaften II

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  • Erbfehlerproblematik Jede Abweichung von der normalen phänotypischen Ausprägung eines Organismus, die den Merkmalsträger in seiner physischen bzw. psychischen Gesundheit belastet und genetischen Ursprungs ist, ist als Erbfehler anzusehen. Abnormalität der Struktur, Funktion oder des Stoffwechsels mit erblicher Komponente Defekte sind nicht immer klar abgegrenzt
  • Gendiagnostik beim Rind Hornlosigkeit BLAD DUMPS Weaver Muskelansatz Eutergesundheit Milchmenge, -zusammensetzung Mule-Foot Farbverteilung Rotfaktor
  • Gründe für Aufgabe der Sauenhaltung Verbot der Einzelhaltung tragender Sauen ab 2013 - Umbau steigende Kosten für Tier- und Umweltschutzmaßnahmen Anforderungen der Mäster an immer größere Ferkelpartien zunehmende Ferkelimporte aus Dänemark& den Niederlande +22% Schlachtschweine +44% Ferkel → über 14 Mio. Schweine importiert  
  • Genetik und biologische Leistung Leistungsmerkmale der Sauenfruchtbarkeit haben niedrige Heritabilität Züchterischer Schwerpunkt lag in Deutschland auf Mast-& Schlachtleistung Föderale Zuchtstrukturen → unzureichende Bearbeitung in der Schweinezucht International agierende Zuchtunternehmen (v.a. Dänemark, NL, FR) mit sehr fruchtbaren Sauen konsequente Selektionsarbeit und teilweise Hereinnahme asiatischer Rassen Vorteil gegenüber deutschen Zuchtunternehmen
  • Bestandsgrößenvergleich höheres Wachstum → Betriebsgröße, Leistungsdaten züchterische Vorteile (Hyperprofilics) Einsatz von Fremd- AK (der Bauer als Unternehmer) höherer Fremdkapitaleinsatz weniger Flächenknappheit Image  in D unter 200 am meisten, in NL bis unter 500 am meisten, in DK ab 500 am meisten
  • Warum ist der deutsche Markt bezüglich Schweinefleischproduktion gesättigt? pro-Kopf 2009: 53,4kg Probleme: rückläufige Bevölkerung Anteil der Nicht-Schweinefleischesser steigt Marktvolumen wird sinken  Folge: mehr Angebot als Inlandsnachfrage: ÜBerschuss 2,1 Mio t  → Export: größtenteils in alte EU-Länder 
  • Was ist Qualität? (Thema Schwein) Historie: Fleischfülle steigern Fleischqualität optimieren Prozessqualität sichern → wie werden unsere Lebensmittel produziert? Produktion Verarbeitung Vermarktung -----> Lebensmittelsicherheit
  • Entwicklung von QS-Systemen BSE, MKS, Medikamenten- & Fleischskandale verunsichern Verbraucher stärkeres Bewusstsein für Herkunft der Lebensmittel Forderung nach standardisierten Qualitätssicherungssystemen Entwicklung eines breiten Qualitätssiegelspektrums Ziel: durch verstärkte Transparenz und Rückverfolgbarkeit eine höhere Lebensmittelsicherheit für den Verbraucher erreichen
  • Qualität und Sicherung für den Verbraucher betrifft welche Bereiche? Futtermittel Landwirtschaft Tiertransport Schlachtung Verarbeitung LEH
  • Gesetzesgrundlagen (Thema: Qualitätssicherung) unterteilt in Verordnungen und Gesetzen Verordnungen z.B.: Tierschutznutztierhaltungsverordnung, Schweinehaltungshygieneverordnung,        Viehverkehrsverordnung  Gesetze: Futtermittelgesetz Tierschutzgesetz Tierseuchengesetz Arzneimittelgesetz
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  • zusätzliche Anforderungen ans QS gehen in vielen Bereichen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus Bsp. Schweineproduktion: Futtermittelmonitoring Bestandsbetreuung Salmonellenmonitoring Dokumentation der Schlachtbefunddaten Schmerzmitteleinsatz bei Ferkelkastration
  • Fazit QS Bedarf nach hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Schweinebranche fast vollständig etabliert Vereinbarung mit internationalen QM-Systemen ermöglicht Sicherung und Erweiterung der Warenströme in gut geführten Betrieben einfache Eingliederung in Betriebsablauf Aufzeigen von Mängeln und Schwachstellen im Betrieb wichtiger Beitrag zum Verbraucherschutz und zur Lebensmittelsicherheit
  • Ferkelproduktion: Reproduktion -> Definiton Reproduktionszyklus Planung, Durchführung, Kontrolle und Steuerung von Maßnahmen zur Optimierung der Fruchtbarkeit   141-149 Tage Reproduktionszyklus; 20-21 Wochen; 2,5-2,6Würfe/Jahr
  • Ursachen für Saugferkelverluste Erdrücken, Lebensschwäche, Kümmern, Unterkühlung in den ersten Lebenstagen schon 70-85% der Gesamtverluste Managment + Technik Magen-Darmerkrankungen, Milchmangel, Gelenkentzündungen, Atemwegserkrankungen, Knochenbrüche Gesundheits- und Hygieneniveau + Technik Spreizer, Nervenentzündungen, Totbeißen, Missbildungen Genetik + Management
  • Reproduktionskennzahlen: Begriffe und Ziele Erstbelegungsalter Absetz-Beleg-Intervall Umrauschquote Zwischenwurfzeit Abferkelrate lebend geborene Ferkel Ferkelverluste abgesetzte Ferkel Würfe je Sau und Jahr lebend geborene Ferkel je S Erstbelegungsalter: ca. 240-250 Tage (8 Monate) abhängig von Entwicklung (Gewicht) 115 Tage Tragezeit = Alter der Sau 1 Jahr: ·Generationintervall Absetz-Beleg-Intervall: 6-7 Tage Umrauschquote: 8% Zwischenwurfzeit: ca. 150 Tage Abferkelrate: >90% lebend geborene Ferkel pro Wurf > 12 Ferkel Ferkelverluste. <12% abgesetzte Ferkel pro Wurf: > 11 Ferkel Würfe je Sau und Jahr: > 2,3 lebend geborene Ferkel je Sau und Jahr: >27-28 aufgezogene Ferkel pro Jahr und Sau: > 24 Ferkel Nutzungsdauer: ca. 2,5 Jahre mit 5-6 Würfen Remontierungsquote: 40%
  • Ferkelproduzent Management: Sauenplaner wichtig: laufende Kenntnis seiner Betriebsdaten computergestützte Datenerfassung: alle Tierdaten (ökonomisch und biologisch) gespeichert und schnell abrufbar Auswertung der Daten: Selektion und Remontierung schnellere Reaktion auf Leistungseinbrüche z.B. bei Steigerung der Umrauscherquote, ... etc.)
  • elektronische Tiererkennung (Schwein) durch Transponder, z.B. im Ohr Handmaterial Rauscheerkennung automatische Konditionserkennung (Körperbau) Kontrolllisten
  • Produktionszyklus Schwein der Produktionszyklus erfolgt: in getrennten Produktions- oder Funktionsbereichen (Ställen) die Tiere "wandern" von Stall zu Stall große Bereiche im Rein-Raus-Verfahren: all in - out Grafik Kreislauf: Schellander: Schweinezucht: Folie 46 Fütterung im Produktionszyklus Folie 47
  • Schwein: Arena-Bucht unmittelbar nach dem Absetzen 48h Aufenthalt Rangkämpfe/ Förderung der Gruppenbildung Rauscheförderung durch: Bewegung Licht Luft Fütterung (Eberkontakt ?) Nutzung: geniales Foto verdeckt Text
  • Schwein: Deckzentrum Vorbereitung: Vitamtingabe (A-D-E-Selen) Brunstsynchronisation (hormonell) oder Arenastall Voraussetzungen: ausreichende Kondition der Sauen Temperatur: 21 Grad Celsius viel Licht; ca 200-400 Lux für ca. 16h pro Tag regelmäßige Entfernung von Kot zum Schutz vor Infektionen Stimulation: regelmäßiger Eberkontakt
  • Wartestall Gruppenhaltung (Pflicht ab 1.1.2013) möglichst wenig Stress: weniger Rangkämpfe durch abgeschlossene Gruppenbildung in Arena-Bucht gute Stallbedingungen (Klima, Futter, usw) Beobachtung (täglich) Umrauschekontrolle Tiergesundheit  Vorbeuge MMA Mastitis - Gesäugeentzündung Metritis - Gebärmutterentzündung Agalaktie - Milchmangel, Milchlosigkeit          - MMA - infektiöse auf optimale Körperkonditionen achten (Fütterung) Bewegung
  • Abferkelstall Vorbereitung Hygiene (Stall reinigen, desinfizieren + Sauendusche) rechtzeitiges Umstallen (ca. 5 Tage vorher) angenehmes Klima (18-20 Grad Celsius) ausreichend Futter und Wasser auf Geburtsanzeichen achten (Milch etc.) Vorbeugung MMA Futterreduktion 2 Tage vorher eventuelle Gabe von Glaubersalz rohfaserreiches Futter Temperaturkontrolle der Sauen: > 39,3 Grad behandeln          →MMA-Vorbeugung optimale Klimaverhältnisse schaffen: Ferkel: 30-35 Grad im Ferkelnest Sau: max. 20 Grad, keine Zugluft Geburt Überwachung der Geburt Geburtsverlauf: Ferkel im Abstand von 5-15 Minuten Dauer: 2-8 Stunden Nachgeburt: bis ca. 0,5-2 Stunden nach dem letzten Ferkel Ggfs. Einsatz von Calcium und Oxytocin Ferkel Geburtsgewicht Ferkel: 500-2300g; ø ca. 1,4 kg ggfs. Wurfausgleich oder Ammenhaltung  (Eisenversorgung) und Impfung Schwänze kupieren und Kastration Absetzen 21-28 Tage (gesetzlich vorgeschrieben): im Mittel ca. 6-8kg Einfluss auf die Kondition der Sau Einfluss auf Würfe/Jahr Einfluss auf Ferkelzahl/Jahr  
  • Schwein: rechtliche Grundlagen: EU-Richtlinie; Thema Schwänze kupieren Kupieren eines Teil des Schwanzes darf nicht routinemäßig sein von qualifizierter Person mit Erfahrung Betäubung bei unter vier Tage alten Ferkeln nicht erforderlich zum Selbstschutz des Schweines oder zum Schutz anderer Schweine unerlässlich  
  • die wichtigsten Risikofaktoren in der Schweinehaltung (auf Schwanzbeißen/Verhalten?) Stallklima Besatzdichte Gesundheit Schwanzlänge Rasse Langeweile (lt. Wissenschaftlern einer der wichtigsten Gründe) Kümmerer Futtersystem Geschlecht
  • Kastration Schwein "eine Kastration darf nur durch einen Tierarzt unter Anästhesie und anschließender Verwendung von Schmerzmitteln durchgeführt werden" [EU-Richtlinie: 2001/93/EG] Alternativen: Narkose (Injektionsanästhesie) Narkose (Inhalationsanästhesie) örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) Schmerzmittelgabe Vereisung Immunokastration (Impfung) Ebermast Zucht auf geringem Ebergeruch Spermasexing  
  • Immunokastration Schwein: Vor-& Nachteile Vorteile: keine chirugische Kastration keine Verluste durch Wundheilungsstörungen oder Sekundärinfektionen bessere Fleischverwertung normales Schlachtgewicht höherer Magerfleischanteil Nachteile Arbeitsaufwand (zweimalige Impfung) Anwenderrisiko (Selbstinjektion) Kostenumverteilung (Kastration übernimmt Mäster) Wirksamkeit/ Kontrolle Beurteilung der Hodengröße durch Mäster elektronische Nase am Schlachthof Verbraucherakzeptanz  
  • Ebermast in der EU derzeit vor allem in Ländern mit niedrigen Schlachtgewichten von max. 80kg in D mittlere Schlachtgewichte von >95kg Voraussetzung Jungebermast: Schlachtgewicht 80kg, Lebensalter max. 150-170 Tage Akzeptanz durch Handel und Verbraucher ungewiss
  • Ebermast: Vor-& Nachteile Vorteile: kein Aufwand/ keine Kosten für Kastration keine postoperativen Verluste besseres Wachstumspotential von Ebern bessere Futterverwertung keine Leistungseinbußen (höherer Magerfettanteil der Schlachtkörper) Nachteile Arbeitsaufwand (strikte Geschlechtertrennung) frühzeitigeres Schlachten Rangkämpfe zwischen den Tieren → Verletzungen (Qualtiäts- und Wertminderungen der Schlachtkörper) Verbraucherakzeptanz)
  • Zukunftsstrategien der Ferkelerzeuger geschlossenes System u.U. besser als Verdopplung des Bestandes Koorperation ferkelerzeugender Betriebe (z.B. drei Betriebe mit je 200 Sauen = 600 produktive Sauen) oder Fremdarbeitskraft          → Wochenende und Ferien! Spezialisierung → Probleme: Risiko, kosten- und arbeitsintensiv, Genehmigungsprobleme, dennoch zukunftsträchtig Koorperation in der fleischerzeugenden Kette (Züchter- Ferkelerzeuger- Mäster - Schlachthof) → Hygiene, Absatzsicherheit, Transparenz 
  • Schweinemast: Kenn- und Zielgrößen Einstallgewicht: ca. 28 kg Dauer der Mast: >120 Tage Zunahmen: >750kg Futterverbrauch je kg Zuwachs: < 3kg Futterverzehr pro Tag: ca. 2,25kg Verluste: < 3% Endgewicht: ca. 120 kg Schlachtgewicht: ca. 94kg Ausschlachtung: ca. 78% Magerfleischanteil: > 56%   Kosten: 82% variable Kosten (Ferkel, Futter,..) 18% fixe Kosten
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  • Wirtschaftlichkeit der Schweinemast: Haupteinflussfaktoren Ferkelkosten Futterkosten Schlachterlös
  • Vermartkung nach Auto-FOM Auto-FOM erfasst vollautomatisch Daten Messung im Schlachtablauf integriert Messung per Ultraschall Erfassung der Gewichte von Lachs, Schinken, Schulter und Bauch Vorteile: Objektivität, Messgenauigkeit Teilstück-Erfassung
  • ökologische Schweineproduktion: Überblick BSE-Krise 2001: sprunghafter Nachfrageanstieg nach Bioschweinefleisch Einstieg des LEH in den Biomarkt: Nachfrageanstieg Im Vergleich zu Bio-Fleisch von Rind, Schaf und Geflügel von geringer Bedeutung Ø-Preisaufschlag zu konventionellem Schweinfleisch ca. 90% Vermarktungsmöglichkeiten: Direktvermarktung: ca. 45% Erzeugergemeinschaften: ca. 55%
  • ökologische Schweineproduktion: gesetzliche Rahmenbedingungen Haltung Haltung Mindestanforderungen der Schweine-Haltungsverordnung artgerecht: biologische + ethologische Bedürfnisse Ferkel: Flatdecks und Ferkelkäfige verboten max. 50% Spaltenboden Liege- und Ruheflächen: nicht perforiert, trockene Einstreu Auslauf/ Freigeländezugang natürliche Belüftung, ausreichend Tageslicht kastrieren erlaubt (Qualitätssicherung) Zähnekneifen und Schwanzkupieren verboten (Ausnahme mit Genehmigung der KV möglich)
  • ökologische Schweineproduktion: gesetzl. Rahmenbedingungen: Fütterung Fütterung Futtermittel: aus ökologischer Erzeugung (möglichst betriebseigen) Angebot von Raufutter Restriktionen: Futtermittel tierischer Herkunft; Ausnahme: bestimmte Milchprodukte gentechnisch veränderte Futtermittel Extraktionsschrote (Behandlung mit chemischen Lösungsmitteln) konventionelle Komponenten: max. 20% (ab 2014: 0%!)
  • ökologische Schweineproduktion: gesetzl. Rahmenbedingungen: Krankheitsvorsorge und tierärztliche Betreuung Krankheitsvorsorge und tierärztliche Betreuung Prinzip der Vorbeugung: geeignete Rassen, Haltungssysteme, Futtermittel erkrankte Tiere: Behandlung!           Phytotherapeutische+ homöopathische Präparate          chemisch-synthetische Präparate verboten! Hormone und hormonähnliche Stoffe verboten!  
  • ökologische Schweineproduktion: Haltungssysteme ethologische Anforderungen                     mögliche Haltungssysteme leere und tragende Sauen Gruppenhaltung                                  Mehrflächenstall (Dreiflächenstall) Weide Eber (Umrauschkontrolle) abferkelnde und Ferkel führende Sauen Einzelhaltung whrd. Abferkelung   II   Einzelhaltung in Einzelbuchten keine Fixierung                              II    kombinierte Einzel-&Gruppen- Möglichkeit des Nestbaus              II   haltung geschlossene Buchtenwände im   II   Gruppenhaltung in Gruppen- Nestbereich                                    II   buchten
  • öko. Schweinehaltung: Haltungssysteme: Aufzuchtferkel& Mastschweine Aufzuchtferkel ethologische Anforderungen: möglichst ganze Würfe zusammenlegen oder Ferkel aus vorheriger Gruppenhaltung aufteilen verschiedene Klimabereiche mögliche Haltungssysteme: Offenfront-Tiefstreustall Dreiflächenbucht Ferkelhütten im Freiland Tiefstreustall Mastschweine ethologische Anforderungen: Wühlmaterial Abkühlungsmöglichkeiten Beibehaltung der Gruppen aus Ferkelaufzucht mögliche Haltungssysteme: Tiefstreustall Kompoststall Kistenstall Schrägbodenbucht Kotgangbucht Freilandhaltung
  • ökologische Schweinehaltung steigende Nachfrage, positive Marktentwicklung verbesserte Tiergerechtigkeit bei Umstellung zu beachten: Rückgang der Erträge und Leistungen veränderte Kosten bzw. Anwendungen höherer Arbeitsaufwand Investitionen für Stallneu-/umbau und Lager (Futter, Stroh) Umstellung der Fütterung höhere Marktpreise, geringere Schwankungen bei richtigem Management: Alternative zur konventionellen Schweinehaltung → Nutzung von Marktnischen
  • Bereich Milchviehfütterung: Ziele zur Ausrichtung der Fütterungsstrategie Hauptkomponenten in Rationen laktierender Milchkühe Bewertung der Futterschnitzel nach Konservierung von Futtermittel Ziele zur Ausrichtung der Fütterungsstrategie: Milchleistung (Menge und Inhaltsstoffe) langlebige und gesunde Kühe passende Futterkosten Umweltschutz Arbeitsbelastung Ressourcenschutz Verbraucherschutz Hauptkomponenten in Rationen laktierender Kühe: Grobfutter (Grassilage, Maissilage, Heu,..) Konzentratfutter (industriell hergestellte Mischfutter, Einzelkomponenten,...) Saftfutter (Rüben, Biertreber, Pressschnitzel)  Bewertung der Futtermittel: Inhaltsstoffe Qualität Preiswürdigkeit Konservierung von Futtermittel: Silierung Trocknung chemische Konservierung    
  • Fütterung Saug- und Absetzferkel bis zum Alter von 10 Wochen Ziel Ferkelaufzucht nach Absetzen der Ferkel Karriere entweder als: Mastschwein oder Zuchtschwein in der Regel Drei-Phasen-Fütterung: Prästarter Absetzer Aufzuchtfutter Ziel Ferkelaufzucht: hohe tägliche Zunahemn geringer Futteraufwand geringe Verluste geringe Futterkosten pro kg Zuwachs Grundsteinlegung für eine optimale Mast  Mastschwein: dreiphasige Mast Vormast Mittelmast Endmast Ziel der Schweinemast: hohe LM.Zunahme geringe Verluste gute Futterverwertung gute schlachtkörperverwertung, Fleischansatz ausschöpfen, Verfettung vermeiden geringe Futterkosten pro kg Zuwachs Fütterungspraxis bei Mastschweinen: Getreide: vorrangig Weizen, Gerste und Mais  Zuchtsau: Sauen sollen in allen Lebensabschnitten so gefüttert werden, dass kein unnötiger Energieverlust durch Depotbildung mit nachfolgender Depotmobilisierung (Ausscheidung mit Kot&Harn) erfolgt Ziel der Fütterung von Zuchtsauen: 2-2,2 Würfe pro Jahr 10-12 Ferkel pro Wurf bei 1,3 kg Geburtsgewicht 10 kg Körpergewicht je Ferkel nach 5 Wochen Erhaltung der Tiergesundheit (Remontierung < 40%) Ziel der Fütterung von trächtigen Sauen: gute Einnistung der Embryos hohe Geburtsgewichte der Ferkel wenig totgeborene Ferkel Schaffung einer guten Körperkondition der Sau Sättigung der Sau (Agressivität, Darmgesundheit) Fütterungspraxis bei Sauen: Getreide: vorranig Gerste, Weizen, Hafer, Mais, Weizenkleie      
  • Fütterung Legehennen Komponenten: Weizen, Mais, Sojaschrot Vormischung: Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe Analysen zur Futterbewertung: für ME-Schätzung: XP, XL, Stärke, Zucker Lysin, Methionin Ca, P, Na
  • Fütterung Broiler: Futter: in der Regel Pellet Komponenten: Kükenstarter: Mais,Weizen, Sojaextraktionsschrot, Gerste Mast ab 11. Lebenstag: Weizen, Sojaextraktionsschrot, Mais, Weizenkleberfutter
  • Haltungs- und verfahrensspezifische Begriffe in der Ferkelproduktion Haltungsabschnitte im Reproduktionszyklus Abferkelbucht Abferkelabteil (Geburtsphase, dann laktierende Sauen mit Ferkeln) ↑                                      ↓ ↑                           Deckzentrum (abgesetzte Sauen, werden in Rausche ↑                                       ↓           besamt; evtl. Kontrolle ↑↓ ↑                                       ↓     Wartestall (nieder- und hochtragende Sauen bis zum Abferkeln) ↓ Mastferkel (&weibl. zuchtsauen zur Repro. ↑)                     (&kastrierte männl. Mastläufer zur Schweinemast ↓)   Abferkelbucht besteht i.d.R. aus einem Kastenstand für die Sauen (Ferkelschutzkorb) und Einrichtungen zur Ver- und Entsorgung      
  • Haltungs- und verfahrenstechnische Begriffe in der Ferkelproduktion Einzelhaltung Gruppenhaltung Rein/Raus-Verfahren Absetzrhytmus Einzelhaltung: Kastenstand mit Einzelfütterung Gruppenhaltung: Kleingruppe mit Fangfressständen/ Dribbelfütterung                             Großgruppe mit Tieridentifizierung und Abrufstation Rein/Raus-Verfahren: Stall-/abteilweise Belegung (all in/all out) mit vor-                     heriger Reinigung & Desinfektion der Gänge& Buchten Absetzrhytmus: wochenbezogener Abstand der regelmäßig wieder                            kehrenden Arbeitsabläufe, insb. Absetzen& Umstallen;                           ein-/zwei-&dreiwöchiger Rhytmus möglich  
  • Haltungstechnik und Arbeitsverfahren in der Ferkelerzeugung: Wochentakt einwöchig: Tier-Umtrieb zweiwöchig: R&D-Arbeiten dreiwöchig: andere Routinearbeiten (z.B. Tierbehandlungen)
  • Zwischenwurfzeit in der Ferkelerzeugung insgesamt 21 Wochen bei vier Wochen Säugezeit insgesamt 20 Wochen bei drei Wochen Säugezeit (4 bzw. 3 Wochen Säugezeit + 1 Woche Güstzeit + 16 Wochen Wartephase(Embryonalwachstum)) Abferkelabteil: Umstallung in Deckzentrum: Umstallung in Wartestall    
  • Schwein: Ermittlung der Tierplatzzahlen für das Raumprogramm Gruppenzahl = Zwischenwurfzeit[Wo]/Umsetzrhytmus[Wo] Tierbestand = Gruppenzahl*Gruppengröße Zahl der Abteile = Aufenthaltszeit im Abteil[Wo]/Umsetzrhytmus[Wo]
  • Wasseversorgung für Schweine Beckentränke Zapfentränke
  • Schweine: Fütterungstechniken Dribbel-Fütterung Kastenstände/Fangfressstände Abruffütterung