Mikroökonomie (Subject) / Grimm - Theorie der Hauhaltsnachfrage (Lesson)

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2. Semester

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  • Was wird in der Haushaltstheorie untersucht? Wie Konsumenten Entscheidungen über ihre Bedürfnisbefriedigung wirtschaftlich sinnvoll treffen.
  • Annahmen der Theorie der Haushaltsnachfrage Haushalt verhält sich wie ein Individuum Haushalt verhält sich nach dem ökonomischen Prinzip Haushalt kann im Rahmen seiner Mittel frei entscheiden, welche der angebotenen Güter er in welcher Quantität nachfragt (Konsumentensouveränität) Mittel zur Bedürfnisbefriedigung sind beliebig teilbar es gibt keine Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern eines Gutes
  • Der Ansatz der Haushaltstheorie besteht aus mehreren Modellelementen: den Präferenzen des Haushalts, die angeben, in welche Rangordnung bedürfnisbefriedigende Güter subjektiv gesetzt werden dem Einkommen des Haushalts, das angibt, welche Güter objektiv erreichbar sind der Annahme, der Haushalt verhalte sich nach dem ökonomischen Prinzip, d.h. er wähle unter den erreichbaren Güterkombinationen diejenige aus, die ihm die größte Bedürfnisbefriedigung einbringt
  • Primäres Ziel der Haushalte Nutzenmaximierung
  • Konsumentensouveränität Haushalt kann im Rahmen seiner Mittel frei entscheiden, welche der angebotenen Güter er in welcher Quantität nachfragt.
  • Was zeigt die Budgetrestriktion? ...zeigt, welche Güterkombinationen der Haushaltobjektiv nachfragen kann.
  • Was der Haushalt objektiv nachfragen kann, ist abhängig von: seinem Einkommen (Y) den Preisen der Güter (pi)
  • Formulierung der Bilanzgleichung bei zwei Gütern p1x1 + p2x2 = Y p = Preis der Güter Y = sein Einkommen
  • Budgetrestriktionen jeder Punkt auf der graphischen Darstellung der Budgetrestriktion (Budgetgerade) reflektiert den objektiven Trade-off der Konsummöglichkeiten des Haushalts will der Haushalt nur Mahlzeiten konsumieren, so kann er mit seinem Einkommen 10 Mahlzeiten nachfragen, will er lediglich Kinobesuche konsumieren, so kann er mit seinem Einkommen 5 Kinobesuche nachfragen will der Haushalt beide Güter nachfragen, so kann er mit seinem Einkommen objektiv nachfragen z.B. 3 Kinobesuche und 4 Mahlzeiten
  • Nutzenfunktion und Präferenzen der Nachfrager (Haushalt) Präferenzen des Haushalts geben an, in welcher Rangordnung bedürfnisbefriedigende Güter subjektiv gesetzt werden sie repräsentieren damit die Bedürfnisbefriedigungswünsche des Haushalts Präferenzen des Haushalts werden theoretisch modelliert mit Hilfe einer Nutzenfunktion, die die Bedürfnisbefriedigung (den Nutzen) als abhängig vom Konsum der beiden Güter definiert
  • 1. Gossen´sches Gesetz Die Größe eines und desselben Genusses nimmt, wenn wir mit der Bereitung des Genusses ununterbrochen fortfahren, fortwährend ab, bis zuletzt Sättigung eintritt.
  • 2. Gossen´sches Gesetz Das Maximum an Bedürfnisbefriedigung ist erreicht, wenn die Grenznutzen der zuletzt beschafften Teilmengen der Güter gleich sind.
  • Nutzenfunktion des Haushalts - Annahmen Haushalt kann Güterkombinationen nach ihrer Bedürfnisbefriedigung (ihrem Nutzen) in eine Rangordnung bringen Haushalt kann dabei sagen, welches Güterbündel ihm mehr und welches ihm weniger Nutzen einbringt (Nutzen wird ordinal gemessen) Präferenzrangordnung ist konsistent: wenn die Güterkombination A der Kombination B vorgezogen wird, und B der Kombination C vorgezogen wird, dann wird A auch C vorgezogen Haushalt zieht mehr Güter weniger Gütern vor. Wenn die Güterkombination B gegenüber dem Güterbündel F mehr Kinobesuche aber die gleiche Anzahl von Mahlzeiten beinhaltet, dann präferiert der Haushalt das Güterbündel B
  • Indifferenzkurve ...zeigt die Güterkombinationen, die für den Haushalt mit der gleichen subjektiven Bedürfnisbefriedigung verbunden sind. lat. "sich nicht unterscheiden"
  • Indifferenzkurve Präferenzen der Nachfrager der Haushalt erhält aus den Güterkombinationen A,B und C die gleiche Bedürfnisbefriedigung der Haushalt ist indifferent zwischen den Güterkombinationen A, B und C
  • Indifferenzkurve und Nutzenniveau der Haushalt zieht mehr Güter weniger Gütern vor je weiter die Indifferenzkurve vom Ursprung entfernt liegt, desto größer ist der Nutzen des Haushalts
  • negative Steigerung von Indifferenzkurven der Haushalt wird, um sein Nutzenniveau zu erhalten, nur bereit sein, eine bestimmte Menge Kinobesuche aufzugeben, wenn er dafür mehr Mahlzeiten erhält wenn sich die Menge eines Gutes reduziert, erhöhtsich die Menge des anderen Gutes Indifferenzkurven haben eine negative Steigung Steigung der Indifferenzkurven an einem bestimmten Punkt zeigt die sogenannte Grenzrate der Substitution (GRS) GRS zeigt das Güterverhältnis, zu der der Haushalt bereit sein wird, das Gut Mahlzeiten durch das Gut Kinobesuche zu ersetzen
  • GRS = Grenzrate der Substitution Steigung der Indifferenzkurve an einem bestimmten Punkt repräsentiert die Menge eines Gutes, die der Haushalt verlangt, um bereit zu sein, eine Mengeneinheit des anderen Gutes aufzugeben (ohne dass sich der Nutzen des Haushalts ändert). enstpricht dem umgekehrten Verhältnis der Grenznutzen der beiden Güter
  • Grenzrate der Substitution Haushalte sind eher bereit, Güter aufzugeben, von denen sie viel haben und weniger bereit, Güter aufzugeben, von denen sie wenig haben Präferenzen der Haushalte sind gekennzeichnet durch eine sinkende Grenzrate der Substitution, weil immer weniger Mengeneinheiten eines Gutes geopfert werden, um eine Mengeneinheit des anderen Gutes mehr zu erhalten
  • Optimaler Haushaltsplan - und Nutzenmaximierung   nach den Annahmen der Haushaltstheorie verhalten sich die Haushalte nach dem ökonomischen Prinzip, d.h. sie versuchen mit dem gegebenen Einkommen ihren Nutzen zu maximieren Haushalte versuchen, die am weitesten rechts liegende Indifferenzkurve zu erreichen. Dabei kann gleichzeitig die Budgetgerade nicht überschritten werden. eine optimale Wahl des Haushalts ergibt sich aus einer kombinierten Betrachtung von Indifferenzkurven und Budgetgerade der optimale Haushaltsplan ergibt sich graphisch an dem Punkt, an dem die Budgetgerade und eine möglichst weit vom Ursprung entfernt liegende Indifferenzkurve sich gerade schneiden der optimale Haushaltsplan repräsentiert den Punkt, an dem der Haushalt sein Nutzenmaximum unter der Nebenbedingung eines bestimmten Einkommes erreicht das Nutzenmaximum des Haushalts ist gegeben an dem Punkt, an dem Indifferenzkurve und Budgetgerade die gleiche Steigung haben die Nutzenmaximierung des Haushaltes ist gegeben an dem Punkt, an dem die Grenzrate der Substitution dem umgekehrten Preisverhältnis der Güter entspricht  
  • Wo ergibt sich der optimale Haushaltsplan grafisch dargestellt? Der optimale Haushaltsplan ergibt sich graphisch an dem Punkt, an dem die Budgetgerade und eine möglichst weit vom Ursprung entfernt liegende Indifferenzkurve sich gerade schneiden.
  • Optimaler Haushaltsplan - und Nutzenmaximierung 2. Gossensches Gesetz die Grenzrate der Substitution entspricht im Optimum dem umgekehrten Preisverhältnis der Güter im Nutzenmaximum ist der Grenznutzen des Geldes in allen Verwendungen gleich
  • Optimaler Haushaltsplan Güterkategorien Substitutionsgüter Komplementärgüter Superiore Güter Inferiore Güter
  • Substitutionsgüter Definition Güter, die einander ersetzen können
  • Komplementärgüter Definition Güter, die gemeinsam nachgefragt werden, weil sie sich in ihrem Nutzen ergänzen (Zusatznutzen)
  • Superiore Güter Definition Güter, welche bei steigendem Realeinkommen verstärkt nachgefragt werden und einander ersetzen können.
  • Inferiore Güter Definition Güter, welche bei sinkendem Realeinkommen verstärkt nachgefragt werden und einander ersetzen können
  • Optimaler Haushaltsplan - Nachfrageverhalten der Haushalte Giffen-Paradoxon Snob-Effekt Veblen-Effekt
  • Giffen-Paradoxon (Sir Robert Giffen) Haushalte, die am Existenzminimum leben, reagieren auf Preiserhöhungen von Grundnahrungsmitteln mit einem Verzicht auf teurere Nahrungsmittel und einer Nachfrageverstärkung nach Grundnahrungsmitteln.
  • Snob-Effekt (snob-value) Anormales Nachfrageverhalten. Entsteht, wenn Güter von einer breiten Konsumentenschicht nicht mehr erworben werden können. Güter sind in aller Regel teuer und selten.
  • Veblen-Effekt (Thorstein Veblen) Anormales Nachfrageverhalten. Entsteht, wenn mit dem Gütererwerb ein Prestige-Effekt eintritt. (Blendungseffekt - demonstrativer Verbrauch)
  • Elastische Nachfrage hohe Mengenreduktion bei bestimmter Preiserhöhung
  • Unelastische Nachfrage geringe Mengenredutkion bei bestimmter Preiserhöhung