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Verdauung - Physiologie (Subject) / Leistungsbedingte Anpassung des Stoffwechsels (Lesson)

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  • Hochleistungskühe Erhaltungsbedarf Evolution der metabolischen Priorität Hochleistungskühe: ca. 30kg ECM/Tag → 16'000 kg/Laktation (ECM = Energiekorrigierte Milch = Milchmenge korrigiert mit Inhaltsstoffen + Gewichtungsfaktoren) Erhaltungsbedarf: hoch bei Wdk., für 500kg Erhaltungsenergie = Leistungsenergie Evolution: Säugetiere haben hohe metabolische Priorität entwickelt zugunsten bestehender Gravidität (Trächtigkeit) und Milchproduktion → Bedarf für Milchproduktion kann während Frühlaktation nicht gedeckt werden, Leistung bleibt aber hoch/steigt sogar → Mobilisierung von Körperreserven → hohe Priorität der Milchdrüse
  • Priorität der Milchbildung Funktionen (3) Priorität Maximum reduzierte Priorität Funktionen: Versorgung des Kalbes mit Nährstoffen, passive Immunisierung, Mutter-Nachkommen-Bindung (auch endokrin gesteurt) Priorität: Milchdrüse hat Vorrang vor anderen Organan (ausser Gehirn) → dafür ist Versorgung der Milchdrüse mit Energie und Nährstoffen am Beginn der Laktation vom Gleichgewicht des Stoffwechsels abgekoppelt (von Insulin unabhängig) Maximum: der Milchproduktion kurz nach Kälbern (Kalb wächst ja auch noch) reduzierte Priorität: nach einigen Wochen Umstellung auf pflanzliche Fasern → Vormagensystem soll sich entwickeln → Milchleistung geht zurück, genau wie Stoffwechselpriorität → Milchdrüse wird in Gesamtregulation des Stoffwechsel integriert
  • Anforderungen an Landwirt und Kuh in Frühlaktation Managment Kuh Anoferderungen an Landwirt und Kuh in forgeschrittener Laktation Management: optimale Fütterung und Haltung, Minimierung des Defizits, in Trockenphase nicht zu viel fütter, dann langsam steigert damit sich Pansen anpassen kann Kuh soll nicht zu fett werden (Geburtsprobleme), sonst schlagartig zu viel mobilisiert → viele freie FS im Blut → Leber überfordert → macht Triglyceride → lagern sich in Leber ab → verfettet Kuh: bedarfsgerechte Mobilisierung und Verwertung der Nährstoffe fortgeschrittene Laktation: Priorität nimmt ab, z.B. Alpung von Kühen mit relativ hohen Leistungen (Milch) können wegen unzureichender Fütterung zu Leistungseinbussen führen
  • Milchleistung und Glukoseangebot Milchvolumen Verbrauch im Euter Glukoneogenese Aufnahme ins Euter GLUT1/4 Milchvolumen: Menge an Glukose bestimmt Milchvolumen weil es nach Synthese von Laktose Wasser osmotisch mitzieht (4.8 bis 5% Laktose in Milch) → genügend Glukose hat zentrale Bedeutung Verbrauch im Euter: 70-90% der Glukose → Oxidation in anderen Organen während Laktation reduziert Glukoneogenese: (und damit Glukose) abhängig von Verfügbarkeit von Propionat und AS, Laktat und Glycerin Aufnahme ins Euter: hauptsächlich zum Laktationsbeginn Insulin-unabhängig (Bevorzugung) GLUT1/4: GLUT 1 in Milchdrüse steigt nach Kälbern bis etwa 60 Tage danach an, GLUT 1 ist Insulin-unabhängig → Euter in Homöorese (nicht im Gleichgewicht des Stoffwechsels = gerichteter Verbrauch = Insulinresistenz) GLUT4 steigt später an (spätere Laktationsphase, GLUT4 ist Insulin-abhängig → Euter wird Teil der Homöostase → heisst aber auch, dass bei negative Energiebilanz Milchproduktion nur wenig zurückgeht weil durch Insulin schnell korrigiert
  • Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel bei hoher Milchleistung Bedarf Problem Citratzyklus normal Bedarf: hohe Milchleistung braucht viel Glukose + Energie Problem: wenn Glukose knapp wird, wird Glukoneogenese gesteigert, diese verbraucht aber Oxalacetat, welche im Citratzyklus gebraucht wird um Glukose herzustellen wenn Oxalacetat fehlt, kann Acetyl-CoA (aus Triglyceriden aus Futter oder Depotfett) nicht mehr zu Citrat reagieren → wird als alternative Energiequelle (u.a. auch für Hirn und Milchdrüse) zu Ketonkörper umgebaut → es gibt keine Glukose, und so auch keine Laktose für Milch → Ketose → Ketonkörper inhibieren Futteraufnahme und Glukoneogenese → so werden muss die Kuh die Ketonkörper als Energiequelle benutzen bis diese aufgebraucht sind (werden sonst toxisch) Citratzyklus normal: Acetyl-CoA reagiert zu Citrat welches mit Propionat (aus KH aus dem Pansen) zu Succinat wird → reagiert mit Oxalacetat unter Glukose-Bildung wieder zurück, damit neues Acetyl-CoA gebunden werden kann
  • Hormonkonzentrationen während Laktation Energiebilanz Hormonkonzentrationen: Wachstumshormon (u.a. wichtig für Insulin-Resistenz) sinkt nach Peak während Frühlaktation, genau wie Glucagon (stimuliert Glukoneogenese) und Prolactin (Milchproduktion) Energiebilanz verhält sich gerade umgekehrt Energiebilanz: negativ während Frühlaktation → hohes Risioko für Milchfieber, Fettfieber, Nachgeburtsverhalten, Ketose, Mastitis, Endometritis, Labmagenveralgerung, Klauenerkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen
  • Schlüsselrolle der Leber Glukose NEFA Hydroxybutyrat Glukose: > 80% der Glukose für Laktosesynthese kommt aus Leber (Glukoneogenese, Glykogenolyse(wenn Reserve hat, selten)) NEFA (= nicht veresterte FS): FS sind wichtig als Energiequelle und für Milchfettsynthese → Lipolyse im Depotfett, Leber synthetisiert VDLD (Lipoproteine), Überschuss in Leber verestert und abgelagert (Fettleber) Hydroxybutyrat: Synthese von Ketonkörpern in Leber aus Überschuss Acetyl-CoA
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