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Medizin (Subject) / Pharma - Teil 3 (Lesson)
Zentrales Nervensystem
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- Bromocriptin Parkinsonmittel -> Ergot Dopaminagonist Indikation: 2. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken Speziell für Ergot-Derivate wie Pergolid, Bromocriptin, Lisurid Fibrosen: Herzklappenfibrosen, Raynaud-Syndrom, pulmopleurale und retroperitoneale Fibrosen
- Pergolid Parkinsonmittel -> Ergot Dopaminagonist Indikation: 2. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken Speziell für Ergot-Derivate wie Pergolid, Bromocriptin, Lisurid Fibrosen: Herzklappenfibrosen, Raynaud-Syndrom, pulmopleurale und retroperitoneale Fibrosen
- Lisurid Parkinsonmittel -> Ergot Dopaminagonist Indikation: 2. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken Speziell für Ergot-Derivate wie Pergolid, Bromocriptin, Lisurid Fibrosen: Herzklappenfibrosen, Raynaud-Syndrom, pulmopleurale und retroperitoneale Fibrosen
- Cabergolin Parkinsonmittel -> Ergot Dopaminagonist Indikation: 2. Wahl bei Pat. < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Wirkung wie L-Dopa, jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, da keine präsynaptische Decarboxylierung durch die geschädigten Neuronen erfolgen mussStärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor Nebenwirkung: Alle Dopaminagonisten Vegetativ: Übelkeit, Erbrechen und orthostatische Hypotension Motorisch: Dyskinesien (selten) Psychisch: Unruhe, Halluzinationen, Impulskontrollstörung (Gesteigerte Libido, zwanghaftes Einkaufen) bis hin zur Psychose Vermehrte Tagesmüdigkeit und Schlafattacken Speziell für Ergot-Derivate wie Pergolid, Bromocriptin, Lisurid Fibrosen: Herzklappenfibrosen, Raynaud-Syndrom, pulmopleurale und retroperitoneale Fibrosen
- L-Dopa Parkinsonmittel -> Dopaminvorstufe -> immer in Kombi mit Decarboxylasehemmer (Carbidopa) Indikation: 1. Wahl bei Pat > 70 Jahre oder mit erheblichen Komorbiditäten 2. Wahl bei Pat < 70 Jahre ohne wesentliche Komorbiditäten Wirkung: Benötigtes Dopamin ist nicht Blut-Hirn-Schranken-gängig → Dopamin-Vorstufe L-Dopa schon → Decarboxylierung im präsynaptischen Neuron in Dopamin Periphere Decarboxylierung von L-Dopa wird durch Benserazid oder Carbidopa gehemmt Wirksamstes Parkinsonmedikament: Dabei stärkste Wirkung auf Akinese, gefolgt von Rigor und Tremor L-Dopa Response Test (alternativ Apomorphin-Test) = Test ist positiv, wenn die Gabe von L-Dopa/Apomorphin zu einer Verbesserung führt L-Dopa wird optimalerweise zwischen den Mahlzeiten eingenommen (z.B. 30 Minuten vor einer Mahlzeit). Eine hohe Eiweißbindung führt zu verminderter Wirkung bei Aufnahme mit der Nahrung! Nebenwirkungen: Wirkungsverlust, evtl. Notwendigkeit der Verkürzung der Dosierungsintervalle Vegetative Symptomatik Nausea und Emesis Unruhe, L-Dopa induzierte Psychosen möglich: Psychotische Symptome mit Halluzinationen, Schlafstörungen, Angst, Unruhe und Aggressivität sollten mitClozapin behandelt werden! . Hypo- oder hyperkinetische Wirkungsfluktuationen Hypokinetisch End-of-dose-Akinesie / wearing off Freezing On-Off-Phänomen Hyperkinetisch On-Dyskinesie Off-Dyskinesie Biphasische Dyskinesien Akinetische Krise Malignes L-Dopa-Entzugssyndrom
- Entacapon Parkinsonmittel -> COMT-Hemmer Indikation: Bei starken motorischen Wirkungsfluktuationen Wirkungen: Kombinationstherapie mit L-Dopa: Hemmung der Catechol-O-Methyltransferase → Dopamin-Abbau↓ → Dopaminwirkung↑ → L-Dopa-Bedarf↓ Nebenwirkungen: Gastrointestinale Nebenwirkungen Dyskinesien und psychische Störungen (z.B. Halluzinationen)
- Amantadin Parkinsonmittel -> NMDA-Hemmer Indikation: Alternative bei Patienten mit milder Symptomatik Reduktion L-Dopa-induzierter Dyskinesien Wirkung: Antagonismus am Glutamat (NMDA)-Rezeptor mit folgender dopaminerger Wirkung Stärkere Wirkung auf Akinese und Rigor als auf Tremor Mittel der Wahl bei akinetischer Krise (Ursprünglich als Virustatikum zur Behandlung der Influenza entwickelt) Nebenwirkungen: Ähnliche Nebenwirkungen wie L-Dopa, jedoch in deutlich geringerem Ausmaß QT-Verlängerung! Keine Gabe bei schweren, kardialen Vorerkrankungen!
- Selegilin Parkinsonmittel -> MAO-B-Hemmer Indikation: Alternative bei Patienten mit milder Symptomatik Wirkung: Hemmung des zentralnervösen Dopamin (und Katecholamin)-Abbaus → Verlängerung der Dopaminwirkung → Verminderung des Bedarfs an L-Dopa Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Dyskinesien, psychische Störungen (z.B. Halluzinationen) Bei therapeutischer Dosierung vorwiegend MAO-B-Hemmung. Bei erhöhter Dosis jedoch auch MAO-A-Hemmung mit vermindertem peripheren Abbau der Katecholamine und entsprechenden adrenergen Nebenwirkungen
- Rasagilin Parkinsonmittel -> MAO-B-Hemmer Indikation: Alternative bei Patienten mit milder Symptomatik Wirkung: Hemmung des zentralnervösen Dopamin (und Katecholamin)-Abbaus → Verlängerung der Dopaminwirkung → Verminderung des Bedarfs an L-Dopa Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Dyskinesien, psychische Störungen (z.B. Halluzinationen) Bei therapeutischer Dosierung vorwiegend MAO-B-Hemmung. Bei erhöhter Dosis jedoch auch MAO-A-Hemmung mit vermindertem peripheren Abbau der Katecholamine und entsprechenden adrenergen Nebenwirkungen
- Biperiden Anticholinergikum -> Supportiv bei M.Parkinson Wirkung: Nur supportiv zur Standardtherapie bei nicht suffizient kontrolliertem Tremor Wirkung: Hemmung exzitatorischer cholinerger Neurone → Acetylcholinspiegel↓ → Angleichung der Acetylcholinspiegel an die erniedrigten Dopaminspiegel soll zu der Symptomverbesserung führen Nebenwirkung: Bei Vorliegen psychischer Befunde ist bei der Gabe von Anticholinergika eine Symptomverschlechterung wahrscheinlich!!!
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- Budipin Anticholinergikum -> Supportiv bei M.Parkinson Wirkung: Nur supportiv zur Standardtherapie bei nicht suffizient kontrolliertem Tremor Wirkung: Hemmung exzitatorischer cholinerger Neurone → Acetylcholinspiegel↓ → Angleichung der Acetylcholinspiegel an die erniedrigten Dopaminspiegel soll zu der Symptomverbesserung führen Nebenwirkung: Bei Vorliegen psychischer Befunde ist bei der Gabe von Anticholinergika eine Symptomverschlechterung wahrscheinlich!!!