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Medizin (Subject) / Neumann-Herz-Kreislauf (Lesson)

Für UK GZH

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  • Hypoxämie Verminderter Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut. Typische Folge einer Lungenerkrankung. Kann z.B. an einer Blauverfärbung der Haut (=Zyanose) erkannt werden. Besser ist die Messung mit einem Pulsoximeter.
  • Hypoxie Verminderter Sauerstoffgehalt in Organen. Oft Folge einer Durchblutungsstörung (Ischämie) oder eines Infarktes.
  • Ischämie zu geringe Durchblutung (ungenügende Durchblutung) eines Organs. Bei völligem Fehlen der Durchblutung eines Organs entsteht eine Organ-Hypoxie und daraus schließlich ein Infarkt..
  • Kapillaren Kleinste Blutgefäße, die das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen
  • Kardiomyopathie Erkrankungen des Herzmuskels, die mit einer Funktionsstörung einhergehen. Z.B. dilatative Kardiomyopathie (=Herzdehnung) mit nachfolgender Herzinsuffizienz
  • Kardioversion - Definition Behandlung des Vorhofflimmerns durch elektrischen Stromimpuls. Wird meist in Kurznarkose durchgeführt, da schmerzhaft. Bei der Kardioversion liegt kein Herzstillstand vor, d.h. es ist kein Notfall sondern ein planbares Therapieverfahren bei Vorhofflimmern. Unterscheide: -->Defibrillation
  • KHK - Definition, Formen Koronare Herzkrankheit mit Ischämie des Myokards. Formen 1) Stabile Angina pectoris (niedriges Infarktrisiko) 2) Instabile Angina pectoris (Infarkt-Risiko erhöht auf ca. 20%) 3) Myokardinfarkt
  • KHK - Haupt-Symptom Angina pectoris = „Brustenge“ (Angina pectoris wird auch als Krankheitsbezeichnung verwendet --> siehe stabile bzw. instabile Angina pectoris)
  • Links-rechts-Shunt - Definition, Symptome Sauerstoffreiches Blut aus dem linken Herzen strömt infolge eines Herzfehlers zurück in das rechte Herz. Hierbei tritt, im Gegensatz zum Rechts-links-Shunt, keine Zyanose auf.
  • Lungenembolie - Symptome Symptome: akuter Beginn, Dyspnoe, Tachypnoe, Tachycardie, Thoraxschmerzen (atemabhängige Schmerzen), Blutdruckabfall u. Schweißausbrüche
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  • Lungenembolie Einschwemmung eines Thrombus aus den Venen in die Lungengefäße, der dort Teile der Lunge verstopft.
  • Lungenödem - Definition Ansammlung von Ödem-Flüssigkeit (Blutserum) in der Lunge. Dies führt zu akuter Atemnot, da die Funktion der Lunge durch das Ödem behindert wird.
  • Lungenödem - Ursachen Häufigste Ursache = Linksherzinsuffizienz. Bei Linksherzinsuffizienz kommt es zu einem Blutrückstau in den kleinen Kreislauf und damit zum einströmen von Serum in die Lunge = Lungenödem
  • Lungenödem - Symptome - Atemnot (Dyspnoe) - Orthopnoe (kann sich nicht hinlegen) - Zyanose, - feuchte Atemnebengeräusche (Rasselgeräusche) - Evtl. Abhusten schaumiger Ödemflüssigkeit
  • Lyse Auflösung. Z.B. therapeutische Thrombolyse nach Herzinfarkt
  • Marcumar® (Phenprocoumon) Handelsname einer gerinnungshemmenden Substanz aus der Gruppe der Cumarine. Es wirkt durch Hemmung der Vitamin-K-Synthese,
  • Myokardinfarkt - Definition Definition: Herzinfarkt = Irreversible Myokardläsion (Nekrose) bei schwerer Stenose oder Verschluss einer Koronararterie.
  • Myokardinfarkt-Leitsymptome 1) Anhaltender Brustschmerz in Ruhe (70% retrosternal, 40% linksthorakal, 30% in den linken Arm ziehend, 20% in die linke Schulter, 25% Epigastrium, 10% Hals, 10% Rücken, 10% Unterkiefer) 2)Dyspnoe in 50% der Fälle 3) Vegetative Symptome in 30% der Fälle (Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Blässe, Verwirrtheit, Unruhe, allgemeine Schwäche, Todesangst) WICHTIG: Im Gegensatz zum Angina-pectoris-Anfall keine Besserung der Symptomatik durch Nitrospray (Nitroglycerin) oder körperliche Ruhe.
  • Nitroglyzerin schnell wirksames venenerweiterndes Medikament. Senkt dabei vor allem die Vorlast des Herzens. Wird oft als sehr schnell wirksames Spray (Nitrospray) verabreicht. Anwendung bei akuter Angina pectoris und bei Herzinfarkt.
  • NYHA Abkürzung für die New York Heart Association, eine Gesellschaft aus New York, die die heute gültige Schweregrad-Einteilung der Herzinsuffizienz entwickelt hat.
  • NYHA-Stadien 4 Stadien, die den Schweregrad der Herzinsuffizienz anhand von klinischen Beschwerden klassifizieren 1= beschwerdefrei, 2=Beschwerden bei stärkerer körperlicher Belastung, 3=Beschwerden bei leichter körperlicher Belastung, 4= Beschwerden in Ruhe
  • Nykturie - Definition, Ursachen Verstärkte Harnproduktion während der Nacht mit nächtlichem Wasserlassen Ursachen: typisch für Herzinsuffizienz, gutartige Prostatahyperplasie, Harnwegsinfekt, oder einen noch nicht entdeckten Diabetes mellitus
  • Orthopnoe - Definition, Ursachen Im Liegen auftretende Luftnot, die beim Aufsetzen verschwindet. Sie ist typisch für Linksherzinsuffizienz, da im Liegen vermehrt Blut aus den Beinen zum Herzen zurückströmt. Orthopnoe kann auch während eines akuten Asthmaanfalls auftreten, da die Atemmuskulatur im Liegen mehr arbeiten muss.
  • Osmotischer Druck: Druck der durch lokal unterschiedliche Konzentrationen von gelösten Molekülen in einer Flüssigkeit entsteht. Z.B. erzeugt der kolloidosmotische Druck der Albumine in den Blutgefäßen einen Unterdruck in den Kapillaren, der dazu führt, dass sich bei normalen Kreislaufverhältnissen keine Ödeme ausbilden. Fehlt Albumin, so kann sich ein hypoproteinämisches Ödem ausbilden. (siehe Ödeme)
  • Perfusion - Definition 1: Durchblutung 2: Durchströmung eines Organs oder Gewebes mit Flüssigkeit
  • PTCA Abkürzung für perkutane transluminale Koronarangioplastie. Aufweitung verengter Herzkranz-gefäße mittels Ballonkatheter
  • Pulsdefizit wiederholter Ausfall eines peripher tastbaren Herzschlags zwischen sonst normal tastbaren Herzschlägen. Wird bei der allgemeinen Untersuchung als Hinweis für abklärungsbedürftige Herzkrankheit genutzt, da es oft infolge einer Herzrhythmusstörung auftritt.
  • Quick-Wert Gerinnungsparameter der zur Dosierung der Cumarin-Therapie (z.B. Marcumar®) verwendet wird. Je höher die Marcumar-Dosierung, desto niedriger der Quick-Wert (Blutungsgefahr bei Marcumar-Überdosierung, Thrombosegefahr bei Unterdosierung)
  • Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus körpereigener Mechanismus zur Erhöhung des Blutdrucks durch Vasokonstriktion und durch Senkung der Flüssigkeitsausscheidung in den Nieren. Dabei wird zunächst Renin von der Niere gebildet und in den Blutstrom abgegeben. Dies führt zur Erhöhung der Angiotensin-II-Konzentration. Angiotensin-II ist ein starker Vasokonstriktor (Gefäßkontraktion) und stimuliert außerdem die Bildung von Aldosteron, einem Hormon, das die Wasserausscheidung der Nieren senkt. Als Folge der Gefäßkontraktion und der erhöhten Flüssigkeitsmenge in den Gefäßen steigt der Blutdruck. ACE-Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme) blockieren die Bildung von Angiotensin-II und wirken daher blutdrucksenkend
  • Reperfusion Wiederherstellung des Blutflusses, z.B. Reperfusion (=Wiedereröffnung) einer Herzkranzarterie nach erfolgreicher PTCA bei Herzinfarkt
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  • Revaskularisation Wiederherstellung der Durchblutung, z.B. durch Bildung von Kollateralen (Umgehungskreisläufe). Der Wachstumsreiz für die Ausbildung der Kollateralen ist ein chronischer Sauerstoffmangel im Gewebe. Wenn sich Herzkranzgefäßverengungen sehr langsam entwickeln, kann der Körper einen Umgehungskreislauf aufbauen, so dass beim völligen Verschluss der Koronararterie kaum Symptome auftreten.
  • Schock - anaphylaktischer Schock - Definition schwere allergische Reaktion mit Blutdruckabfall, Ohnmacht und Lebensgefahr
  • Sinusknoten Zellen im Vorhof, die ständig Impulse aussenden um die Herz-kontraktionen zu steuern. Die Impuls-Frequenz des Sinusknotens kann durch den Sympathikus beschleunigt werden
  • Statine (z.B. Lovastatin, Simvastatin): Cholesterinsynthesehemmer, kann das Fortschreiten der Arterioskleose hemmen
  • supraventrikuläre Extrasystolen (SVES) SVES = supraventrikuläre Extrasystolen = Vorhofextrasystolen --> siehe auch VES (= Kammerextrasystolen)
  • Sympathikus Teil des vegetativen Nervensystems, der die körperlichen Vorgänge während Angst, Stress oder Erregung steuert. Der Sympathikus erhöht die Herzfrequenz und die Herzkraft.
  • Synkope - Definition Ohnmachtsanfall. Er kann u.a. durch einen plötzlichen Blutdruckabfall ausgelöst werden (z.B. bei plötzlicher Vasodilatation oder bei plötzlichem Abfall der Pumpleistung des Herzens)
  • Systolikum Geräusch das während der Systole mit dem Stethoskop über dem Herzen hörbar ist, z.B. bei Aortenklappenstenose Unterscheide: Diastolikum z.B. bei Aortenklappeninsuffizienz
  • Thromboembolie - Definition Embolie durch losgelöste Thromben, z.B Lungenembolie durch Thrombus aus einer tiefen Beinvenenthrombose (=Phlebothrombose)
  • Thrombusentstehung - Virchowsche Trias 1) Langsamer Blutstrom z.B. bei Varikosis, Bettlägrigkeit, Gipsruhigstellung einer Extremität, Flüssigkeits- bzw. Volumenmangel 2) Gefäßwandveränderungen oder Gefäßwandverletzungen z.B. bei Infektionen, Trauma, Prellung, Atherom 3) erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes z.B. nach Operationen, Ovulationshemmer (Pille), Austrocknung (Exsikkose), hohe Erythrozytenkonzentration (Polyglobulie), Tumor (z.B. durch Toxine aus dem Tumor)
  • Troponin Ein in den dünnen Filamenten des Muskels enthaltenes Protein, die Herzmuskel-spezifischen Troponine I und T sind für die Herzinfarktdiagnostik von Bedeutung. Sie können nach Blutentnahme im Serum gemessen werden und sind ein sehr empfindlicher Nachweis für eine Schädigung des Herzmuskels.
  • Vagotonie Erhöhung der Aktivität des Vagus. Meist infolge einer körperlichen und seelischen Entspannung
  • Vagus Gegenspieler des Sympathikus im vegetativen Nervensystem. Verlangsamt die Herzfrequenz
  • Vasokonstriktion Verengung der Blutgefäße infolge einer Kontraktion der Gefäßmuskulatur. Die Gefäßmuskulatur wird meist von Sympathikus. Vagus und von Angiotensin2 gesteuert.
  • VES ventrikuläre Extrasystolen = Kammerextrasystolen. Treten gehäuft ventrikuläre Extrasystolen auf, besteht Gefahr für Kammerflimmern. Unterscheide: SVES = supraventrikuläre Extrasystolen = Vorhofextrasystolen
  • Vorhofflimmern Symptome oft schneller und unregelmäßiger Radialis-Puls tastbar. Ursache: über 350 ungeordnete Vorhofzuckungen. Dabei wird nicht jede Erregung an die Kammern weitergeleitet. Es entsteht meist in einem durch Herzinsuffizienz überdehnten Vorhof oder durch KHK. Der Patient bemerkt oft nur einen unregelmäßigen Herzschlag. Es verschlimmert eine bestehende Herzinsuffizienz, da durch die fehlende Vorhofarbeit, die Herzeffektivität auf etwa 80% absinkt. Therapie: Digitalis und evtl. Kardioversion.
  • ZVK Abkürzung für zentraler Venenkatheter. Er wird anstatt des Armvenenkatheders benutzt, wenn hohe Mengen oder venenreizende Medikamente infundiert werden müssen.
  • Zyanose - Definition, Ursachen, Einteilung Definition: Blaufärbung der Haut und Schleimhäuten Einteilung: 1) Zentrale Zyanose = Lippen und Wangen betroffen. 2) Periphere Zyanose = Extremitäten, speziell Finger und Zehen betroffen. Ursachen: Herzinsuffizienz, akute Lungenembolie, chronische Lungenerkrankungen, Herzfehler mit Rechts-Links-Shunt, u.v.a. Sonderform: Lokale Zyanose des Beins z.B. bei tiefer Beinvenenthrombose
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