Medizin (Subject) / Neumann_Herz_Kreislauf (Lesson)

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Auswahl von wichtigen Begriffen, Definitionen, Symptomen und Medikamente

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  • ACE-Hemmer (z,B.Captopril, Enalapril): Blutdrucksenkendes Medikament, das die Bildung von Angiotensin-II blockiert. Es wird auch bei Herzinsuffizienz verwendet.
  • Albumin Eiweißtyp, der sich in großer Menge im Blut-Serum befindet. Er Ist verantwortlich für einen großen Teil des kolloidosmotischen Druckes und verhindert damit die Bildung von hypoproteinämischen Ödemen. Albuminverlust tritt auf bei 1) Albuminverlust über die Niere (renales Ödem) 2) Störung der Albuminproduktion in der Leber (z.B. Leberzirrhose)
  • Anämie - Definition Reduzierte Hämoglobinkonzentration unter den alters- und geschlechtsspezifischen Normalbereich. Bei Männern gilt ein Hämoglobingehalt unter 13 g/dl, bei Frauen ein Hämoglobingehalt unter 12 g/dl als Anämie.
  • Aneurysma-Definition Umschriebene Aufdehnung einer Arterie, z.B. der Aorta. Betrifft meist nur die mit Arteriosklerose vorgeschädigten Arterienabschnitte. (Hinweis: Es gibt auch angeborene Aneurysmen der Hirnarterien)
  • Angina pectoris Anfall - Auslöser 1) körperliche Belastung, 2) psychischer Stress, 3) Aufregung, 4) Kälte 5) nach dem Essen (= postprandial)
  • Angina pectoris Anfall - Definition koronare Herzkrankheit, mit einer (stabilen) Verengung der Herzkranzgefäße, die zu anfallsartig auftretenden, retrosternalen Schmerz führt. Der Schmerz und die Dyspnoe lassen nach, wenn der Patient Nitroglycerin (z.B. Nitro-Spray) einnimmt, oder wenn er strikte körperliche Ruhe einhält. Unterscheide: Beim Herzinfarkt kaum Besserung der Symptome durch Nitro-Spray oder strikte körperliche Ruhe.
  • Angina pectoris Anfall - Symptome 1) Anfallsartig auftretender, meist hinter dem Sternum (=retrosternal) lokalisierter Schmerz 2) Oft Schmerzausstrahlung in den linken Arm 3) oft begleitet von Atemnot (Dyspnoe)
  • Angina Enge, Beklemmung, z.B. Angina pectoris bei KHK
  • Angiotensin-II Wird durch das Enzym ACE in der Lunge aus Angiotensin-I gebildet. Es ist ein starker Vasokonstriktor, der den Blutdruck erhöht.
  • Angiotensin-II-Antagonisten (z.B. Lorsartan, Valsartan): Blutdrucksenkendes Medikament, das die verengende Wirkung von Angiotensin-II auf die Gefäße hemmt, indem es das Andocken von Angiotensin-II an die Rezeptoren der Gefäßmuskelzellen verhindert.
  • Antiarrhythmika Medikamente zur Behandlung von Herzrhythmus-störungen. Z.B. Betablocker, Calciumantagonisten (z.B. Verapamil) u.v.a.
  • Aortendissektion Einreißen der Hauptschlagader (Aorta). Lebensbedrohlicher Notfall.
  • Arterielle Hypertonie - Definition der Grenzwerte Hypertonie --> systolisch>160 mmHg (neu: 140) diastolisch>95 mmHg (neu: 90) Symptome: meist nur geringe Beschwerden. Nur bei akut stark erhöhtem Blutdruck (z.B. syst. 200 mmHg) finden sich Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Nasenbluten, verringerte körperliche Belastbarkeit mit Atemnot (=Belastungsdyspnoe). Wichtig: Der Blutdruck neigt auch beim Gesunden zu starken Schwankungen --> daher wiederholte Kontrollen vor Beginn einer Therapie
  • Arteriosklerose - begünstigende Faktoren 1) arterielle Hypertonie 2) Hyperlipidämie 3) Bewegungsmangel 4) Diabetes mellitus 5) Rauchen 6) Übergewicht (Adipositas)
  • ASS Wirkungen ASS= Acetyl-Salicylsäure. Schmerzmittel, das auch die Verklumpung der Thrombozyen verhindert. Wird niedrig dosiert zur Prophylaxe des Herzinfarkts eingesetzt. Es muss im Gegensatz zu Marcumar nicht überwacht werden.
  • AV-Blockierung - Definition und Ursachen Erregungsleitungsstörung im Herzen --> atrioventrikuläre Leitungsstörung (Überleitung der elektrischen Erregung von denHerzvorhöfen in die Herzkammern) Führt oft zu langsamer Herzfrequenz (Bradykardie). Oft Folge einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) oder einer Myokarditis
  • Belastungsdyspnoe Atemnot, die sich im Gegensatz zur Ruhe-Dyspnoe nur während körperlicher Anstrengung bemerkbar macht
  • Betablocker (ß-Blocker z.B. Atenolol, Metoprolol): blockieren hauptsächlich die aktivierende Wirkung des Sympathikus auf das Herz --> Herz-frequenz u. –kraft sinkt. Betablocker können zur Blutdruck-senkung verwendet werden.
  • Bypass-Operation Operative Herstellung eines Umgehungskreislaufs z.B. aorto-coronarer Bypass bei koronarer Herzkrankheit. Meist werden dazu körpereigene Venen aus dem Bein oder die A. thoracica interna verwendet,
  • Calciumantagonisten (z.B. Verapamil, Nifedipin): Sie verringern die Freisetzung von Calcium im Herzmuskel (Verapamil) und in der Gefäßmuskulatur (Nifedipin). Dadurch sinkt die geleistete Herzarbeit und die Arterien erweitern sich. Sie werden u.a. bei Herzrhythmusstörungen (Verapamil) und bei Hypertonie (Nifedipin) eingesetzt.
  • CK-MB Enzym das beim Absterben von Herzmuskelzellen im Blut nachweisbar ist. Kann zur Diagnose des Herzinfarkts verwendet werden. -->siehe auch Troponin.
  • Cor pulmonale - Definition Vergrößerung (Hypertrophie) oder Überdehnung (Dilatation) des rechten Ventrikels infolge einer durch Sauerstoffmangel in der Lunge verursachten Verengung der Blutgefäße in der Lunge. Das Cor pulmonale tritt häufig als Folge eines Lungenemphysems (selten bei Asthma) auf und kann zum Tod durch Rechtsherzinsuffizienz führen.
  • CRP Abkürzung für C-reaktives Protein, ein Molekül, das im Blut nachweisbar ist wenn im Körper eine Entzündung abläuft.
  • Defibrillation Elektrische Notfallmaßnahme zur Behandlung von Kammerflimmern oder –flattern (=Reanimation zur Durchbrechung eines Herz-Kreislauf-Stillstands) Unterscheide: -->Kardioversion
  • Diastolikum Geräusch das während der Diastole mit dem Stethoskop über dem Herzen hörbar ist, z.B. bei Aortenklappeninsuffizienz durch zurückströmen von Blut durch die undichte Aortenklappe aus der Aorta in die linke Herzkammer. Unterscheide: Systolikum z.B. bei Aortenklappenstenose
  • Digitalis Medikament das hauptsächlich zur Behandlung der Herzinsuffizienz eingesetzt wird. Im Gegensatz zu den Calciumantagonisten erhöht es die Calcium-freisetzung und stärkt damit die Herzkraft. Gefährlich ist jedoch die Überdosierung.
  • Dilatation - Definition Erweiterung, Ausdehnung z.B. Vasodilatation=Gefäßerweiterung. Vasodilatation der Arterien führt zur Blutdrucksenkung
  • dilatative Kardiomyopathie Erkrankung des Herzmuskels, der sich dabei dehnt und vergrößert. Kann zur Herzinsuffizienz führen, da ein großes Herz bei der Kontraktion mehr Arbeit leisten muss. Ursachen: meist toxisch (z.B. Alkohol, Zytostatika), seltener idiopathisch oder angeborene Muskelkrankheit (1:20.000)
  • Diurese - Definition Harnproduktion. Sie kann durch harntreibende Medikamente (= Diuretika) verstärkt werden.
  • Diuretika (z.B. Hydrochlorothiazid, Spironolacton): Harntreibende Medikamente (auch Zucker wirkt in extrem hoher Konzentration als Diuretikum--> Diabetes)
  • Embolie Plötzlicher Verschluss eines Gefäßes durch einen Embolus, z.B. Lungenembolie
  • Embolus In die Blutbahn verschlepptes, nicht im Blut lösliches Gebilde, das eine Embolie verursacht
  • Endokarditis - Definition, Ursachen Entzündung der Herzinnenhaut. Die Auslöser sind meist Bakterien oder eine Autoimmunreaktion nach einer Streptokokkeninfektion. Meist werden während einer Endokarditis auch die Herzklappen beschädigt. Folge kann dann eine Herzklappen-Stenose (Spätfolge) oder eine Herzklappen-Insuffizienz sein.
  • Extrasystole - Definition Herzschläge, die außerhalb des Grundrhythmus auftreten. Sie können im Vorhof oder in der Kammer entstehen. Siehe -->SVES (entstehen im Vorhof) und -->VES (entstehen in der Kammer) Sie können harmlos sein oder auf eine Gefahr für Kammerflimmern hinweisen.
  • Fibrin Entsteht bei der Blutgerinnung aus Fibrinogen. Es ist ein klebriges Protein, das zu einer stabilen Verklumpung der Blutzellen führt. Durch Fibrin wird ein instabiler Thrombozyten-Thrombus in einen stabilen Thrombus umgewandelt.
  • Fibrinogen In der Leber gebildeter Blutgerinnungsfaktor (Faktor 1), Vorstufe des Fibrins
  • Fibrinolyse Ein stabiler Thrombus kann durch Spaltung von Fibrin (dem Klebstoff eines Thrombus) wieder aufgelöst werden. Eine intravenöse Fibrinolyse-Therapie (z.B. mit Streptokinase) kann bei Herzinfarkt versucht werden, wenn eine PTCA nicht verfügbar ist
  • Fibrinolytika (z.B. Streptokinase, Alteplase): Medikamente, die einen Thrombus auflösen können. Sie müssen intravenös gegeben werden. Hohes Blutungsrisiko ! Anwendung z.B. nach Herzinfarkt.zur Reperfusion
  • Fibrose narbiger Gewebeumbau mit Funktionsverlust, z.B. Lungenfibrose
  • Funktionelle Beschwerden Beschwerden ohne objektivierbaren Organbefund, d.h. der Internist findet nichts. Wird oft vorschnell als psychisch verursacht interpretiert. Z.B. Hyperkinetisches Herzsyndrom, Reizdarm u.a.
  • Hämatokrit Erythrozytenkonzentration exakt: Volumen-Anteil der Erythrozyten im Blut. Ein hoher Hämatokrit erhöht die Sauerstofftransportkapazität, macht das Blut aber zähflüssig.
  • Heparin Gerinnungshemmendes Medikament das im Gegensatz zu Marcumar sofort wirkt. Wird meist per Spritze (subcutan) verabreicht.z.B. bei bettlägrigen Patienten zum Schutz vor Venenthrombosen. Aber auch intravenös nach Herzinfarkt um zu verhindern, dass der Koronar- Thrombus weiter wächst.
  • Hepatomegalie - Definition und Ursachen Definition: Vergrößerung der Leber. Mögliche Ursachen: Rechtsherzinsuffizienz (-->Stauung der Leber), Hepatitis (-->entzündliche Schwellung der Leber), Fettleber (-->Einlagerung von Fett in die Leber), Leukämie (-->Einwanderung von Leukämie-Zellen in die Leber).
  • Herzinsuffizienz Linksherzinsuffizienz-Symptome 1- niedriger Blutdruck 2- Kalte marmorierte Extremitäten mit peripherer Zyanose (wegen Zentralisation des Kreislaufs) 3-Atemnot vor allem im Liegen (=Orthopnoe), 4-Zentrale Zyanose (blaue Lippen) 5- Lungenödem (bei schwerer Linksherzinsuffizienz)
  • Herzinsuffizienz Rechtsherzinsuffizienz-Symptome 1- Anschwellende ( gestaute ) Halsvenen, 2- Ödembildung (v.a. abendliche Knöchelödeme) 3–Gewichtszunahme 4-Hepatosplenomegalie (durch Blutrückstauung vergrößerte Leber und Milz ) 5- Stauungsniere 6- Pleuraerguss
  • Herzinsuffizienz-Schweregrade siehe NYHA-Stadien
  • Herzinsuffizienz-Ursachen 1) chronische Mangeldurchblutung des Herzmuskels (KHK) 2) Herzinfarkt, 3) Arterielle Hypertonie, 4) Herzklappenfehler, 5) Kardiomyopathien
  • Herzminutenvolumen (HMV): Blutvolumen, das vom Herzen in einer Minute gepumpt wird. Das HMV steigt mit der Herzfrequenz und dem Schlagvolumen.
  • Hypertonie (arteriell) - Definition man geht erst dann von einer Hypertonie aus, wenn der Blutdruck systolisch über 140 mmHg (früher 160) oder diastolisch über 90 mmHg (früher 95) liegt.
  • Hypertonie-Stadien Stadium I : keine Organveränderung, Patient merkt den Hypertonus nicht. Stadium II : Linksherzvergrößerung, veränderte Nierenarterien --> Proteinurie, Staungspapille Stadium III : bleibende Schäden an Augen (z.B. Netzhautveränderungen), Herz (KHK), Gefäßen (z.B. pAVK), Nieren (z.B. Niereninsuffizienz) und Gehirn (Schlaganfall)