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Einführung in die Nutztierwissenschaften 1 (Subject) / Zusammenfassung Vorlesung Nutztierbiologie (Lesson)
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- Einflüsse auf die Bestandsfruchtbarkeit • Erbliche Einflüsse• Nicht erbliche Einflüsse• Geburtshilfe, Geburtshygiene• Brunstbeobachtung• Rastzeit, Wiederbelegung nach dem Abkalben• Besamungszeitpunkt• Einfluss der Fütterung auf die Fruchtbarkeit und Gesundheit:Fütterungsfehler in der Hochträchtigkeit und in der (Früh-Laktation• Energieversorgung• Proteinversorgung• Mineralstoffversorgung (Mengenelemente)• Spurenelementeversorgung• Vitaminversorgung
- Fruchtbarkeitskennzahlen - Indikatoren der Herdenfruchtbarkeit- dienen der Statusbeschreibung, Überwachungund Produktionszielfestlegung• Erstkalbealter• Gesamtträchtigkeitsergebnis• Besamungsindex• Trächtigkeitsrate• Zwischentragezeit• Zwischenkalbezeit• Abkalberate• Non-return-Rate (NRR)
- Fruchtbarkeitskennzahlen -Schwein Anzahl lebend geborener Ferkel/ Wurf Anzahl Würfe/sau/Jahr Saugferkelverluste ------>Anzahl abgesetzter Ferkel/SAu/Jahr
- Weibliche Sexualhormone Östrogene und Gestagene (progesteron)
- Wirkungen der Östrogene • Feed-back Hypothalamus-Hypophysensystem• Akzessorische Drüsen (Durchblutung, Proliferation,Sekretion)• Mammogenese (zusammen mit HVL-Hormonen)• Permissive Wirkung für Progesteronwirkung• Libido• Stoffwechselwirkungen– Knochen: Beckenmaße, Matrixwachstum, Epiphysenschluß(bei höheren Dosen), Osteoporose (bei Mangel)– Muskel: anabol, z. T. indirekte Wirkung– Fettverteilung und Lipidstoffwechsel– Wasserretention– Hautglättung
- Wirkungen der Gestagene • Feed-back Hypothalamus-Hypophysensystem• Akzessorische Drüsen (Differenzierung undSekretion)• Glatte Muskulatur des Uterus: Ruhigstellung(Schwangerschaft!)• Mammogene Wirkung (Differenzierung nachÖstrogenwirkung)• Temperaturanstieg
- Physiologische Veränderungen zu Beginn der Pubertät • Abnehmendes negatives Feedback von Östradiol• Reifung des Hypothalamus• Steigende Frequenz in der Freisetzung von LH-Pulsen• Verstärkte Entwicklung der Ovarfollikel• Produzierte Östradiol-Mengen müssen hoch genug sein,um die östrischen Verhaltensänderungen und diepräovulatorischen Gonadotropinasuschüttungenauszulösen• Die Pubertät ist erreicht wenn der ersteVerhaltensöstrus mit einer Ovulation und einernachfolgenden Gelbkörperphase typischer Längegeschieht
- Pubertät: Umwelteffekte und Pubertätsbeginn Temperatur:- bei warmen Temperaturen früherer Pubertätsbeginn- extreme Temperaturen verzögern den BeginnPhotoperiode: Melatonin-Effekt !- im Frühjahr aufgezogene Färsen erreichen früher die Pubertät- Schafe, die im späten Frühjahr geboren sind, erreichen diePubertät schneller, als zu Beginn des Frühjahrs geboreneTiereSoziale Effekte:- einzelne gehaltene Sauen erreichen später die Pubertät alssolche, die in Gruppen gehalten werden- Kontakt mit dem männlichen Geschlecht, „Bockeffekt“(Pheromoneffekte)
- Fetale Membranen Zona pellucida der Blastozyste wird ca. 6 – 11 Tage nach derBefruchtung abgebaut schlüpft“rinary Pressabgebaut, die Blastozyste „schlüpftDie innere Zellmasse entwickelt sich zum Fetusdinavien VeteDie äußere Zellschicht (Trophoblast) bildet zwei fetaleMembranen:nimals; Scand- Amnion- Chorion;
- Amnion,Chorion,Dottersack und Allantois? Amnion: umgibt den Fetus, bildet eine Höhle, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Chorion: entwickelt sich aus dem Trophoblast, wächst schnell und umhüllt nach und nach den gesamten Fetus mit dem Amnion. Zusammen mit Endometrialzellen bildet das Chorion die Plazenta Dottersack: bei Säugern keine Nährfunktion, dort entstehen die ersten Blutzellen und die primordialen Geschlechtszellen Allantois: bildet sich aus dem Enddarm und fungiert als Reservoir für Ausscheidungen; verschmilzt nach und nach mit dem Chorion
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- Entwicklung der Blastozyte im Uterus. Bleibt zunächst für einige Tage unangeheftet-Dabei schnelles Wachtum und deutliche Formveränderung desChorions: lang und dünn, fadenförmig (z.B. beim Schwein 80 -100 cm 2 Wochen nach Konzeption; beim Pferd bleibt dieBlastozyste kugelförmig )- der Embryo bildet die drei Keimblätter Ekto-, Meso- undEndoderm aus.- ab Tag 16 beginnt der Embryo Signale auszusenden, die seineGegenwart dem mütterlichen Organismus mitteilen. Ab Tag 45ist die Anbildung der Organe abgeschlossen, die fetale Phasebeginnt
- Erkennung der Gravidität beim Wiederkäuer Nicht gravid: Sekretion vonOxytocin (OT) aus dem C.l.,Stimulation der OT-Rezeptoren imEndometrium bewirkt PGF2αSekretion → LuteolyseGravid: Embryo sezerniertInterferon τ, dieses inhibiert dieBildung von OT-Rezeptoren, damitwird die PGF2α Sekretion und dieLuteolyse inhibiert
- Methoden zum Nachweis der Gravidität Rind: „non return“ (Kontrolle auf „Umrindern“)ProgesterontestNachweis graviditätsspezifischer Proteine (PAGs)Rektale Palpation (frühstens ab Tag 30)Ultraschall (ab Tag 17)Schaf, Ziege: i.d.R. „non return“ (Kontrolle auf „Umbocken“)UltraschallSchwein: i.d.R. „non-return“UltraschallPferd: Kontrolle auf „Umrossen“UltraschallManuelle rektale DiagnostikLabordiagnostische Methoden
- Rektale Palpation palpation = Abtasten Vorteil: sofortiges Ergebnis; ggf. frühzeitige Behandlung vonnicht-tragenden Tieren möglichGenauigkeit: abhängig von der Erfahrung des Untersuchers,kann bis 95% erreichenZeitfenster: Untersuchung üblicherweise zwischen 35 und 65Tagen nach KB
- Freemartins (Zwicken) entstehen durch Gefäßverbindungen Freemartins (Zwicken) sind sterile weibliche Tiere aus Mehrlingsträchtigkeitenmit männlichen Wurfgeschwistern.Beim Rind sind etwa 1,4% aller Trächtigkeiten Zwillingsträchtigkeiten
- Bedeutung der vorgeburtlichen hormonalen Veränderungen Progesteron – Abfall der Konzentrationen hebt die Blockade uteriner Kontraktionen aufÖstrogen – Anstieg erhöht die Ansprechbarkeit des Uterus für Auslösung von Kontraktionen d.h. erhöhte Erregbarkeit und stimuliert die glatte Muskulatur
- Phasen der Geburt Hormonale Regulation:Plazentarer Östrogen-AnstiegFötale Achse ACTH - CorticoidePGF-2 alpha, Luteolyse1.) EröffnungsphaseFerguson-Reflex, Oxytocin2.) AustreibungsphasePGF-2 alpha, Oxytocin3.) Rückbildungsphase
- Stadien der Geburt Stadien der Geburt• Erweiterung der Zervix (2-6 h, Kuh)• Uterine Kontraktionen werden koordiniert und regelmäßig (Östrogen- undPGF2a induziert)• Fetus drückt gegen Zervix (Amnion drückt gegen die Zervix, Ammnion weitetdie Zervix)• Allanto-Chorion kann platzen• Druck des Fötus in der Zervix stimuliert Oxytocin-Freisetzung undreflexartige Kontraktionen der BauchmuskulaturAustreibung des Fetus (0.5-2 h, Kuh)•Starke Uteruskontraktionen (synergistische Wirkung hoher Östrogen-, PGF2aundOxytocinspiegel)•Starke Bauchmuskelkontraktionen.• Amnion platzt, Schleim befeuchtet die Vagina•Fetus passiert durch die Vagina
- Uterus-Involution: Abgabe von Lochialflüssigkeit 1 – 2 Wochen nach der Geburt (Schleim, Blut, fetale Membranen und Karunkeloberflächen) Karunkel regenerieren bis ~ 30 Tage nach der Kalbung Uterusinvolution ist bis etwa Tag 45 p.p. abgeschlossen Schrumpfen des Uterus durch Muskelkontraktionen Involution wird durch Säugen begünstigt
- Beurteilung der Konformation und der Körperkondition (Verfettung“) am lebenden Tier - Körpermaße- Konformation („Fleischigkeit“)- Body condition scores- Ultraschallmessung (Rückenfett)
- Der Body Condition Score 4 – 5 stufige Einteilung nach Fettauflagerung an bestimmtenKörperstellen• Subjektive Methode zur Beurteilung der subkutanenFettdepots. Die Ergebnisse korrelieren gut mit demGesamtfettgehalt des Tierkörpers, der im Verlauf desReproduktionszyklus Schwankungen unterliegt.
- Wachstum (Wachstumsrate insgesamt und einzelner Gewebe!) und wird beeinflußt durch: Endogene Faktoren:Genetik• Genotyp• maternale Effekte• GeschlechtAlter Exogene Faktoren:FütterungPhotoperiode„Stress“Physische Aktivität[ Manipulation der natürlichen Regulationssysteme (Hormone!)]
- Wachstum: Exogene Einflussfaktoren FütterungPhotoperiodeStressBewegung
- Myogenese und Muskelwachstum undifferenzierte Mesenchymzellen präsumptive Myoblasten Myoblasten Myotuben Muskelfasern
- Differenzierung der Muskelfasern: Differenzierung der Muskelfasern:• morphologische Differenzierung• Etablierung der charakteristischenFunktionsmerkmale• Entwicklung der biochemischen Charakteristica
- Postnatales Muskelwachstum Anzahl der Muskelfasern liegt mit der Geburt in etwa fest danach primär Zunahme der Muskelfaserdurchmesser und -länge(Kern/Plasma-Relation!) neue Myonuclei stammen aus noch verbliebenen myogenen Zellen (=Satellitenzellen) postnatale Zunahme des DNA-Gehalts
- Adipogenese Mesenchymale Zelle Adipoblast; „Committed“, undifferenziert, Replikation,Differenzierung Prä-adipozyt. Lipogenetische Enzyme, einige Lipidtröpfchen Hypertrophie:Lipidakkumulation Adipozyt Lipogenetische Enzyme, ein großerLipidtropfen
- Fettwachstum - Adipogenese- Veränderungen von Fettzellzahl und –größe imWachstumsverlauf- Fettzellzahl erreicht Plateau, bleibt konstant- Fettzellgröße abhängig vom EnergieangebotFettmasse wird von Fettzellzahl und –größedeterminiertFettzellturnover: ca. 8-9% aller Fettzellen pro Jahr