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Modul 3 (Subject) / Moralische Entwicklung Kohlberg (Lesson)

Moralische Entwicklung

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  • Präkonventionelle Stufe Kinder unter 9 Stufe 1: Heteronomer Moralismus - Orientierung an Strafe und Gehorsam gut/rechtens ist der blinde Gehorsam gegenüber Autoritäten, Regeln werden eingehalten, weil die Einhaltung eigenen Interessen dient Gründe: individuelle Motive, Vermeidung von Strafe, kein körperliches Leid zu erdulden, egozentrische Haltung Soziale Perspektive: Berücksichtigt die Interessen anderer nicht oder erkennt sie nicht als von seinen verschieden Beispiel: Macht ist Recht (Nazis) Stufe 2: naiver instrumenteller Hedonismus / Individualismus, Zielbewusstsein und Austausch Regeln befolgen, wenn es eigene Interessen oder Interessen anderer betrifft - eigene Bedürfnisse befriedigen, andere haben auch Bedürfnisse Gut ist, eigenen und anderen Bedürfnissen zu dienen, im Sinne eines fairen Austauschs miteinander umgehen Soziale Perspektive: verschiedene individuelle Interessen erkennen können und sehen, dass diese miteinander in Konflikt sind Beispiel: Eine Hand wäscht die andere    
  • Konventionelles Niveau: 3. und 4. Stufe Jugendliche, Erwachsene Stufe 3: idealistische Gegenseitigkeit; gegenseitige interpersonelle Erwartungen, Beziehungen und interpersonelle Konformität gut ist, die Erwartungen von nahestehenden Menschen an mich in einer bestimmten Rolle haben zu erfüllen sich um andere zu sorgen Beziehungen pflegen, Vertrauen, Loyalität, Zuverlässigkeit, Wertschätzung und Dankbarkeit Soziale Perspektive: des Indivisuums, das in Beziehung zu anderen steht, gemeinsame Übereinkunft und Erwartungen haben Vorrang vor individuellen Interessen, setzt sich in die Lage der anderen Beispiel: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu / Goldene Regel Stufe 4: Systembezogene Perspektive - Soziales System und Gewissen gut ist, Pflichten erfüllen und Gesetze der Gesellschaft zu befolgen um das Funktionieren der Gesellschaft und der Institution zu sichern, Soziale Ordnung erhalten und für die Gesellschaft Sorge zu tragen um dem Gewissen Genüge zu tun für übernommene Verpflichtungen Soziale Perspektive: Unterschied zwischen interpersoneller Übereinkunft und gesellschaftlichem Standpunkt, übernimmt Standpunkt des Systems Beispiel: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht
  • Postkonventionelles Niveau: 5. Stufe, 6. Stufe 5. Stufe: Stufe des Sozialvertrags und des gesellschaftlichen Nutzens, für alle und zugleich Stufe individueller Rechte gut ist, die Grundrechte zu unterstützen, sowie die grundsätzlichen Werte und Rechte einer Gesellschaft, auch wenn sie mit den konkreten Regeln eines Subsystems kollidieren Vielzahl von Werten und Meinungen, die meisten Normen sind gruppenspezifisch Regeln sollten im Allgemeinen befolgt werden im Interesse der Gerechtigkeit und weil sie den sozialen Kontrakt ausmachen. Absolute Werte wie Leben und Freiheit müssen in jeder Gesellschaft und unabhängig von der Meinung der Mehrheit respektiert werden soziale Perspektive: der Gesellschaft vorgeordnete Perspektive eines vernünftigen Individuums, es gibt Werte, die Verträgen vorgeordnet sind. Gelegentlich geraten moralische und legale Gesichtspunkte in Widerspruch Beispiel: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen 6. Stufe: universale ethische Prinzipien gut ist: Selbstgewählten ethischen Prinzipien zu folgen. Gesetze und gesellschaftliche Übereinkünfte entsprechen diesen Prinzipien Wenn Gesetze gegen diese Prinzipien verstoßen, folgt man den Prinzipien Universelle Prinzipien: alle Menschen haben gleiche Rechte, die Würde des Menschen ist unantastbar Gefühl der persönlichen Verpflichtung gegenüber universellen Prinzipien Jeder Mensch trägt seinen Selbstzweck in sich selbst und muss entsprechend behandelt werden Beispiel: Kategorischer Imperativ von Kant: Handle nur nach der Maxime, von der du wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz werde. 
  • Gilligan - Entwicklung der weiblichen Moral zwei grundverschiedene Varianten moralischer Orientierung Fazit: wenn Entwicklungsstand des Selbst mit Autonomie gleichgesetzt wird (Kohlberg, Piaget und Erikson), dann macht man ein mänliches Entwicklungsmerkmal zum Kriterium und somit Frauen als rückständig. Gleichsetzung von persönlicher Autonomie mit Individuation, dann erscheint Rücksichtnahme auf Beziehungen als Schwäche von Frauen und nicht als menschliche Stärke 1. Fürsorgemoral (weiblich): Verantwortlichkeit und Fürsorge für andere, um Leid zu verhindern, kontextsensitiv, Konfliktlösungen an konkreten Situationen und bezogen auf Folgelasten 2. Gerechtigkeitsmoral (männlich): Wahrung von Rechten und Erfüllung von Pflichten, situationsunabhängiger, abstrakter an Rechten und pflichten orientiert Die Moralkonzeptionen sind nicht geschlechtsbezogen, anlagebezogen, sondern aufgrund geschlechtsspezifisch unterschiedlicher Entwicklungsbedingungen von Mädchen und Jungen Identitästentwicklung von Mädchen entwickelt sich im Kontext der Beziehung zur Mutter bezogen auf Bindung, Primäres Selbstbild ist auf Empathie ausgerichtet, Geschlechtsidentität verknüpft mit Bindung, Schwierigkeit mit der Individuation Identitätsentwicklung von Jungen im Kontext von Trennung von der Mutter, über Abgrenzung, Differenzierung, Geschlechtsidentität ist verbunden mit Ablösung, Schwierigkeit mit Beziehung Präkonventionelles Stadium 1. Stufe: Orientierung am individuellen Überleben, Sorge für das eigene Wohlbefinden, kein Unterschied zwischen wollen und sollen, andere Personen beeinflussen die Entscheidungen nur durch die Macht zu Konsequenzen Übergangsphase vom Egoismus zur Verantwortlichkeit: erkennt sich als egoistisch und versucht eine außenorientierte Handlungsweise zu finden, indem sie andere stärker einbezieht, Konflikte als moralische Dimension und Diskrepanz zwischen wollen und sollen Konventionelles Stadium: Gutsein als Versicht. Das Gute wird mit Sorge um andere gleichgesetzt, Frau definiert ihr Selbst und Selbstwertgefühl aus der Fürsorge für andere. Tugend = Selbstaufopferung, Selbstbehauptung durch die Macht, anderen zu schaden = unmoralisch Übergangsphase vom Gutsein zur Wahrheit - Einsicht, dass die moralische Perspektive, allen Anmforderungen aller gerecht zu werden =Aus der Erkenntnis ist der nächste Entwicklungsschritt möglich: Neubewertung von Beziehungen, Verwechslung von Fürsorge und Selbstaufopferung aufheben, Fehlende Gleichberechtigung von Selbst und anderen wird hinterfragt. Frau will nicht nur anderen nicht schaden, sondern sich nicht unter Fürsorgebedingungen selbst schaden Postkonventionelles Stadium - Moral der Gewaltlosigkeit und Beziehungsdynamik: getrennte Perspektive von Selbst und anderen wird vereint, Wechselspiel, durch verwandeltes Beziehungsverständnis wird Diskrepanz von Egoismus und Verantwortung vereint, Selbst und andere wechselseitig voneinander abhängig, Anteilnahme wird zur selbstgewählten Ethik, zunehmende Diffenrenzierung des Selbst und des Anderen und Dynamik wechselseitiger Interaktion      
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