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Psychiatrie und Psychosomatik (Subject) / Einführung, organische psychische Störungen, Störungen durch psychotrope Substan (Lesson)

Examensvorbereitung

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  • Was ist ein Normaldruckhydrozephalus? Erweiterungen der inneren Liquorräume, ohne dass ein deutlich erhöhter intrakranieller Druck vorliegt gemessene Hirndruck ist relativ normal (durch Studien wurde allerdings gezeigt, dass der Hirndruck phasenweise erhöht ist) Trias aus Demenz, Ataxie, Dranginkontinenz
  • Was ist eine Zeitgitterstörung? Verlust der korrekten zeitlichen Ordnung des Erinnerungsgefüges
  • Wodurch ist ein organisches amnestisches Syndrom gekennzeichnet? schwere Beeinträchtigung von Kurz- und Langzeitgedächtnis Zeitgitterstörung antero- und retrograde Amnesie erhaltenes Immediatgedächntis (das, was gerade passiert) keine Aufmkersamkeits-, Bewusstseins- oder intellektuelle Störungen
  • Was können Ursachen für ein organisches amnestisches Syndrom sein? Erkrankunge, die zu einer Störung mediotemporaler Strukturen oder des Dienzephalons führen: Hirnverletzungen, Tumoren, Schlaganfall Infektionen MS CO-Vergiftungen Hypoxie Epilepsie Thiaminmangel bei Alkoholkonsum
  • Wie ist der Verlauf bei einem Delir typischerweise? akuter Beginn, fluktuierender Verlauf, typischerweise abendliche Verschlechterung
  • Was sind Symptome bei einem Delir? Bewusststeinsstörungen kognitive Beeinträchtigung affektive Symptome (Angst) Wahn, Illusionen (v.a. optisch) psychomotorische Störungen Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus vegetative Störungen
  • Was sind veraltete Begriff für das Delir? hirnorganisches Psychosyndrom Durchgangssyndrom
  • Was sind Ursachen für ein Delir? Auftreten v.a. bei älteren Menschen: schwere körperliche Erkrankungen nach Operationen Elektrolytstörungen Nebenwirkung von Medikamenten Alkoholentzug
  • Wie ist die Prognose bei einem Delir? lebensbedrohlich, erhöhte Mortalität
  • Was sind medikamentöse Therapiemöglichkeiten bei einem Delir? Antipsychotika: Haloperidol Benzodiazepine: Diazepam Clonidin: bei Hypertonie, Tachykardie, Unruhe
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  • Was sind organisch bedingte Störungen 2. Ranges? Klinik einer psychischen Erkrankung mit somatischer Ursache
  • Was könen Ursachen für eine organisch bedingte Störung 2. Ranges sein? Alkohol, Drogen, Medikamente Hirntumoren zerebrale Ischämie Epilepsie, Parkinson, Chorea Huntington ZNS-Infektionen SHT Stoffwechselstörungen
  • Was ist der Dermatozoenwahn? eine chronische taktile Halluzinose Wahn, dass die Haut von Parasiten befallen ist eher nicht durch Alkohol bedingt
  • Was ist das maligne neuroleptische Syndrom? seltenes, aber lebensbedrohliches Krankheitsbild, das durch Dopaminantagonisten, v.a. Neuroleptika, Lithium oder trizyklische Antidepressiva ausgelöst wird  akute Hyperthermie + Exsikkose ohne Infektionsnachweis generalisierter Rigor extrapyramidalmotorische Störungen (Grimassieren, Tremor, Opisthotonus) vegetative Symptome Labor: CK↑, Leukozytose, Myoglobinurie  
  • Wann spricht man von Abhängigkeit einer psychotropen Substanz? 3/6 Kriterien erfüllt (alle sind gleichberechtigt): starker Wunsch oder Zwang zum Konsum verminderte Kontrollfähigkeit Entzungserscheinungen Toleranzentwicklung Vernachlässigung fortgeführter Konsum trotz schädlicher Folgen
  • Wann spricht man von einem schädlichen Gebrauch psychotroper Substanzen? wenn durch Konsum die Gesundheit beeinträchtigt wird
  • Was gilt für Söhne alkoholkranker Väter? erhöhte Suchtgefahr
  • Was gilt für die Verträglichkeit von Alkohol in Bezug auf eine mögliche Suchtentwicklung? je weniger negative Folgen, desto eher wird mehr und häufig getrunken und desto eher entsteht eine Abhängigkeit
  • Wozu dient das Dispositions-Expositions-Modell? der Veranschaulichung der Wahrscheinlichkeit, abhängig von einer Substanz zu werden Mensch mit hoher Disposition benötigt niedrigere Exposition, um abhängig zu werden und umgekehrt
  • Was bedeutet es, eine Substanzabhängigkeit als Störung der Impulskontrolle zu interpretieren? kurzfristig positive Effekte werden den langfristig negativen Effekten vorgezogen
  • Was ist Craving? psychische Abhängigkeit
  • Entzugssymptome und Toleranzentwicklung sind Ausdruck... ...der physischen Abhängigkeit.
  • Welche Rezeptoren werden bei Alkohol hochreguliert? NMDA-Rezeptoren
  • Wieviel Prozent der Suchtkranken haben eine andere psychische Erkrankung? 50%
  • Was ist bezüglich Substanzkonsum bei Schizophrenie zu beachten? bestehende Schizophrenie kann durch Substanzkonsum verschlimmer werden
  • Wie ist das Abhängigkeitspotential bei Alkohol einzuschätzen? geringes Abhängigkeitspotential Abhängigkeit entwickelt sich meist über Jahre bis Jahrzehnte
  • Mit welchem Therapiekonzept werden bei Alkoholabhängigkeit die besten Abstinenzergebnisse erzielt? qualifizierter Entzug + Reha (Entwöhnung) + Selbsthilfegruppe
  • Was ist Ziel bei der Therapie der Alkoholabhängigkeit? komplette Abstinenz
  • Was sind die Phasen bei der Behandlung der Alkoholabhängigkeit? 1. Motivationsphase 2. qualifizierter Entzug 3. Reha = Entwöhnung 4. Nachsorge, Selbsthilfe
  • Was ist das Delirium tremens? Alkoholdelir
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  • Was ist der "kalte Entzug"? der nicht medikamentös begleitete Entzug
  • Was sind gefürchtete Komplikationen des kalten Entzugs? epileptische Anfälle und Delir
  • Warum kommt es bei abruptem Absetzen von Alkohol bei Alkoholikern zu Krampfanfällen? weil Alkohol die Krampfschwelle erhöht
  • Wie wird die körperliche Entgiftung bei Alkoholentzug begleitet? Benodiazepine: Diazepam, Oxazepam, Lorazepam Chlomethiazol UAW: Atemdepression -> Einsatz erst bei Atemalkohol < 1‰ phrophylaktisch Antikonvulsiva
  • Wie werden die vegetativen Symptome im Rahmen eines Alkoholentzugs therapiert? Clonidin
  • Wann tritt das Delirium tremens bei Alkoholikern auf und was sind Symptome? 2-3 d ohne Konsum optische, szenenhafte Halluzinationen vermehrte Suggestibilität psychomotorische Erregung vegetative Dysregulation Desorientierung, Angst, Schreckhaftigkeit
  • In welchem Rahmen wird die Substanz Clomethiazol eingesetzt? Alkoholentzug
  • Was sind Wirkungen von Clomethiazol? Behandlung des Alkoholentzugs sedierende, hypnotische, antikonvulsive Wirkung starke Abhängigkeitsgefahr -> kurzfristige, stationäre Anwendung Atemdepression: Anwenung erst ab ca. 1‰ ↑Speichel- und Trachealsekretion -> relative KI bei Asthma bronchiale
  • Wie lange dauert der qualifizierte Entzug? 3 Wochen stationäre Therapie
  • Wer ist Träger einer Langzeittherapie als Rehamaßnahme nach den körperlichen Entzug bei Alkoholikern? Rentenversicherung ambulant, teilstationär, stationär, 4 Wochen bis 12 Monate
  • Was sind medikamentöse Möglichkeiten, die Abstinenz nach Alkoholentzug zu erhalten? Naltrexon Acamprosat
  • Wie ist die Prognose bei qualifiziertem Entzug + Langzeittherapie? 50% halten Abstinenz über mind. 4 Jahre
  • Was sind lebensgefährliche Atem- und Blutalkoholspiegel bei nicht an regelmäßigen Alkoholkonsum gewöhnten Menschen? ab ca. 3 ‰
  • Wodurch ist ein pathologischer Rausch gekennzeichnet? persönlichkeitsfremde Aggressivität Orientierungs- und Bewusstseinsstörung Minuten bis Stunden komplette Amnesie für die Dauer
  • Wie viele Alkoholiker begehen einen Suizidversuch? 25%
  • Ab welchen Mengen spricht man nach WHO von einem riskanten Alkoholkonsum? Frauen > 16 g/d Männer > 24 g/d
  • Was sind typische Laborparameter bei Alkoholkonsum? ↑CDT (Carbohydrate-deficient Transferrin) ↑MCV (Folsäuremangel) ↑γGT Verhältnis GOT:GPT > 1 (De-Ritis-Quotient) Folsäure- und Vitamin-Mangel (B1, B6, B12)
  • Was ist Äthylglukuronid? spezifisches Abbauprodukt von Alkohol einige Tage im Urin nachweisbar
  • Was ist die Wernicke-Enzephalopathie und was sind Symptome? Alkoholabhängigkeit -> Thiaminmangel (B1) -> Einblutungen in Corpora mamillaria, Hypothalamus, Thalamus, andere Hirnregionen Störung der Okulomotorik, Nystagmus, Ataxie  
  • Wie ist bei Verdacht auf Wernicke-Enzephalopthie zu verfahren? sofortige parenterale Gabe von Thiamin (Vitamin B1) Gefahr der pontinen Myelinolyse