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Modul 1 - 03401 Forschungsmethoden der Psychologie (Subject) / 7 Untersuchungsdesigns in der Psychologie (Lesson)
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- 7.1 Zwei Beispiele zum Einstieg Bispiel eins : zitro oder pfeffi? Mehrfache Darbietung eines reizes → positivere Bewertung des Reizes. positive Einstellungsänderung = Mere-Exposure-Effekt. wird kognitionspsychologisch mit einer Verbesserung der implizieren Wahrnehmungsgeläufigkeit erklärt positive Bewertung gegenüber einem Objekt, dann, wenn es flüssiger verarbeitet werden kann. dieser Prozess läuft implizit nicht bewusst ab. Kann man selbstreguliertes Lernen lernen? quasie-experimentelle Interventionsstudie Untersuchung=Wirksamkeit von selbstreguliertem Lernen Überlegung: wichtige Funktion von Bildung besteht darin, die individuellen Vorraussetzungen von Lernen zu fördern, dazu zählen: selbstreguliertes lernen , das kognitive, metakognitive und motivationale Prozesse beinhaltet + Vorbereitungsphase, Handlungsphase, Seblstreflexionsphase in den verschiedenen Phasen geht es um die Planung und Zielsetzung, Selbstwirksamkeitserwartungen, Lernstrategien, das "Überwachen" des eigenen Lernvorganges sowie Aufmerksamkeits-, Volitions-, und Bewertungsprozesse Studien zeigen, dass selbstreguliertes Lernen gelernt werden und den Wissenserwerb von sachbezigenen Inhalten fördern kann. Gesatmschule, alle siebten Klassen der siebten Jahrgangsstufe Alle Klassen erhielten einen 8 Schulstunden umfassende Unterrichtseinheit zum Thema ernährung. vier der siebten Klassen wurden in den jeweils letzten 15 min zum Thema selbstreguliertes Lernen unterrichtet (Trainings- bzw. Experimentalgruppe) → Inhalte zum Thema Ernährung = verdichtet. Ergebnisse = Fähigkeit zum selbstreguliertem Lernen verbesserte sich in der Experimentalgruppe bedeutsam.→ Trainingsgruppe schnitt nicht schlechter ab. Im Anschluss einer funfstündigen unterrichtseinheit zu einem anderen Thema → bessere Lernergebnisse als Vergleichsgruppe
- 7.2. Experimentell Untersuchungsdesigns Königsweg, weil Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge geprüft werden können. Ziel eines Experiment = Auswirkungen der unabhängigen Variablen auf die abhängigen Variablen zu untersuchen um zu erklären inwieweit die Änderung bzw. Manipulation der unabhängigen Variable als Ursache für Änderungen in der abhängigen Variable aufgefasst werden können. Standardmethode zur Untersuchung kausaler Zusammenhänge Soziologie und Politologie weniger Experimente, aus organisatorischen und rechtlichen Gründen.
- 7.2.1 Was ist ein Experiment? Begriffe und Definitionen objektive Beobachtung von Phänomenen, die in einer streng kontrollierten Situation hervorgerufen werde in der ein oder mehrere Faktoren variiert und alle anderen konstant gehalten werden. Definition von Experiment, durch die folgenden beiden Bedingungen: Der Experimentator variiert systematisch mindestens eine Variable ( die sog. unabhängige Variable) und registriert, welchen Effekt diese aktive Veränderung bewirkt ( in einer oder mehreren Experimentalgruppen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe in bezug auf die abhängige Variable) Gleichzeitig schaltet er die Wirkung von anderen Variablen aus ( mit einer der Techniken zur Kontrolle von Störvariablen) Drei Zentrale Anforderungen, die z.T. aus dem üblichen Konzept von Kausalität abgeleitet werden können: die Rahmenbedingungen bzw. Untersuchungssettings müssen in der Versuchs- und Kontrollgruppe identisch sein die Versuchspersonen als Teil dieser Settings müssen in der Versuchs- und Kontrollgruppe aus derselben Grundgesamtheit stammen und exakt vergleichbar sein. (analog zum Untersuchungsmaterial in den Naturwissenschaften) Versuchs und Kontrollgruppe unterscheiden sich nur durch das Treatment, das in der Versuchsgruppe realisiert wird die unabhängigen Variablen werden als sogenannte Treatments bezeichnet. Begriff Treatment, Variation bestimmter situativer Bedingungen, z.B. akustischer oder optischer Reize bei Wahrnehmugsexperimenten , Awesenheit bzw. Verhalten von Personen bei sozialpsychologischen Experimenten Interventionen, z.B: Lern- und Trainingsprogramme, Formen von Psychotherapie.
- 7.2.2 Varianten von Experimenten Wenn Treatment = Intervention, dann auch Prüfung von Veränderungshypothesen. B für Veränderungshypothese= verbessern Lernprogramme schulische Leistungen? Prüfung setzt voraus. dass die abhängigen Variabeln mindestens einmal vor (Prätest) und einmal nach (Posttest) den Interventionen gemessen werden. wenn untersucht werden soll, ob bereits verfügbares Verhalten in Abhängigkeit von verschiedenen situativen Bedingungen auftritt oder nicht, genügt :Erfassung der abhängigen Variable (eines bestimmten Verhaltens) im Anschluss an das Treatment. (Mere-Exposure-Experiment) kausale Rückführung der AV auf die UV kann durch eine Vielzahl von Störvariablen beeinträchtigt werden. b= Selbstreguliertes Lernen: in der Trainingsgruppe von vorneherein Schüler , die diese Fähigkeit in höherem Ausmaß aufweisen als KG → Unterschiede zw. EG und KG nicht mehr eindeutig auf das Lernprogramm zurückzuführen. Effekt durch die bestehenden Unterschiede vor dem Treatment = überlagert = konfundiert. Störvariablen können auch Störungen im Wirtsinn sein: Lärm der die Konzentration bei einm Wahrnehmungsexperitment beeinträchtigt. Wirkung von Störvariablen wird kontrolliert. Verschiedene Verfahren: eliminieren, konstant halten oder als weitere unabhängige Variable untersuchen. (Lärm kann eliminiert werden) Bereits bestehende Unterschiede in der abhängigen Variable vor dem Treatment können konstant gehalten werden Randomisierung: Konstanthaltung von Störvariablen = Randomisierung → Zuweisung per Zufall zur KG oder EG (Vp > 60) Parallelisierung (Matching) empfohlen bei kleineren Stichproben B= 30 Schüler → 15 Paare mit je zwei Schülern, die in Mathe denselben oder einen sehr ähnlichen Notendurchschnitt haben, bei jedem Paar wird per Münzwurf entschieden welcher der beiden Schüler KG/EG somit Ähnlicher Mittelwert im Hinblick auf eine Störvariable + Ähnliche Verteilung der Störvariable. Laborexperiment vs. Feldexperiment Störvariablen können weniger gut kontrolliert werden → Kausalinterpretation wird erschwert. (geringere interne Validität) geringe Generalisierbatkeit von Befunden aus dem Labor (Problem der externen Validität) Mere-Exposure + Interventionsstudie zum Selbsturegulierten Lernen = Feldexperiment Viele Möglichkeiten zur Kombination mit Treatments und zur Messund von abhängigen Variablen. → zur Formalisierung und Veranschaulichung : ein Notationssystem von Cook and Campbell. zeilenweise werden die Untersuchungsgruppen (EG,KG) und die jeweiligen Treatmentbedingungen in ihrer zeitlichen Reihenfolge dargestellt. Bildung der Zufallszuordnung: vorangestelltes R (= Randomisierung) . in Klammern (R): Randomisierung von natürlichen Gruppen., B= Schulklassen: bestimmten Schulklassen wird per Zufall ein Treatment zugewiesen ≠ echt Randomisierung weglassen vom "R", wenn weder eine echte Randomisierung noch Randomisierung der Fall. O = Durchführung einer Ehebung von abhängigen Variablen ("observation") mit Index für den Erhebungszeitpunkt. (B = Vor- und Nachtest) X = Durchführung eines Treatments, verschiedene Treatments werden nummeriert (X1 X2 X3) Untereinanderstehende Operationen werden zeitgleich in den entsprechenden Untersuchungsgruppen durchgeführt. Within-subjects- designs vs between-subject-designs zwei grundlegende Designtypen. between subject design jede Person wird nur einer Stufe der unabhängigen Variable zugeordnet. → Jede Person nimmt nur an einer experimentellen Bedingung teil . Nicht mit Messwiederholungen verwechseln! Within-subject-design dieselbe Perosn absolviert nacheinander alle experimentellen Bedingungen B= Gedächtnisexperiment mit dem zweistufingen Faktor: einsilbige Wörter vs mehrsilbige Wörter. Aufgabe: ein- bzw. mehrsilbigen Wörter lernen und wiedergeben. Mahrfaktorielle Experimente in einem Experiment; mehrere Treatments bzw unabhängige Variablen realisiert das Treatment wird auch als experimenteller Faktor bezeichnet → 3 Bezeichnungen für dasm was von einem Untersucher in einer experimentellen Studie variiert bzw. manipuliert wird: UV, Treatment oder Faktor. wenn mehrere Faktoren realisiert und variiert → mehrfaktorielles Experiment. B= Interventionsstudie zum Selbstregulierten Lernen = zweifaktorielles Experiment: Faktor = Unterschiedlichen Unterrichtseinheite Faktor = Messwiederholung wiederholte Messung der AV eigener Faktor, weil mehrfache Durchführung als eigenes Treatment aufgefasst werden muss. Auffassung lässt sich besonders gut bei Prä- und Posttests verdeutlichen, die Leistungen erfassen. Durch die wiederholte Vorgabe solcher Tests können Lerneffekte auftreten, die das eigentliche Treatment (z.B. die unterschiedlichen Unterrichstseinheiten) überlagern. Faktorstufen weitere Differenzierung kann innerhalb eines einzelnen Faktors vorgenommen werden: Faktor weist stets mindestens zwei oder auch mehr sogenannte Stufen auf Faktorstufen indizieren die Variation des Treatments B: Interventionsstudie zum selbstregulierten Lernen umfasst Fakto Unterrichtseinheit 3 Stufen: Stufe: Unterrichtseinheit (UE) zum Thema Ernährung + Lernen Stufe : UE Thema Ernährung ohne Lernen Stufe : UE zu einem anderen Thema Faktor Messwiederholung beinhaltet 2 Stufen: Prätest Posttest Im einfachsten Fall kann ein Faktor B:Training nur zwei Stufen haben Training kein Training Interaktionseffekte neben den Haupteffekten der einzelnen Faktoren können sogenannte Interaktionseffekte geprüft werden, in denen die Wechselwirkung von zwei oder mehr Faktoren zum Ausdruck kommt. In der Interventionsstudie zum selbstregulierten Lernen resultieren für diese Fähigkeit sowohl ein Haupteffekt des Faktors Unterrichtseinheit und des Messwiederholungsfaktors sowie ein Interaktionseffekt. Inhaltlich besagen Effekte folgendes: Haupteffekt: Trainingsgruppe unterscheidet sich von der KG, Messwiederholung = unberücksichtigt, die jeweiligen Werte des Prä- und Posttests für selbstreguliertes Lernen in der EG und KG gemittelt und verglichen. Analog beim Haupteffekt der Messwiederholung Interaktionsunterschied ermöglicht die Aussage, das sich das selbstregulierte Lernen der EG im Vergleich zur KG vom Prätest zum Posttest unterscheidet.
- 7.2.3 Validität experimenteller Untersuchungen Validität: Frage, ob die Schlussfolgerung, die wir aus einer Untersuchung ableiten, richtig sind. Validität ist eng mit der Idee der Wahrheit verbunden. kein Merkmal von bestimmten Untersuchungsdesigns, sondern ein Merkmal der Schlussfolgerungen, die wir vor dem Hintergrund einer emp. Studie in der ein bestimmtes Design umgesetzt wurde ableiten. Validitätsaussagen sind niemals absolut, sonder immer nur relativ und vorläufig zu verstehen. relative Validität einer Aussage bzw. Schlussfolgerung werde aus mehreren emp. Studien abgeleitet, in denen unterschiedliche Methoden eingesetzt und in denen u.U. verschiedene theoretische Perspektiven berücksichtigt wurden. Validität von Schlussfolgerungen bzw. Aussagen muss innerhalb eines Prozesses beurteilt werden, in den bereits durchgeführte Studien darauf bezogenen Theorien und Methoden eingehen Validität lässt sich von vier Gütekriterien Beurteilen: interne/ externe Validität Konstruktvalidität statistische Validität diese vier Gütekriterien können auch zur Beurteilung von quasi-experimentellen und korrelativen Designs, Einzelfallstudien und Ex-post-Facto Anordnungen herangezogen werden. Interne/ und Externe Validität einer (experimentellen) Untersuchung kann durch zahlreiche Störfaktoren beeinflusst werden, von denen einige im Anschluss an die Vorstellung der Gütekriterien skizziert werden. Interne Validität experimentelle Untersuchung = intern valide, wenn die kausale Interpretation der Ergebnisse inhaltlich eindeutig ist → aufgetretener Effekt zw der KG und EG eindeutig auf das Treatment zurückzuführen + Einfluss von Störvariablen kann kontrolliert oder ausgeschaltet werden. "local molar causal validity" causal → es geht um kausale Schlussfolgerungen local → lediglich auf den lokalen Kontext bezogen ,also auf: das gewählte Treatment, beteiligte Personen + Ergebnisse + Rahmenbedingungen. molar → Gegenteil von molekular. im Kontext: lokalen, kausalen Effekte von Treatments werden untersucht, repräsentieren komplexe Pakete ganz unterschiedlicher molekularer Bedingungen repräsentieren. B für Bedingungen: verbale Instruktionen/Äußerungen zu bestimmten Zeitpunkten in Abhängigkeit von den Fragen/Reaktionen der Probanden, begleitet von non- und paraverbalen Signalen. Treatment findent zudem in einer bestimmten Umgebung statt, die durch physikalische und räumlich-matriale Bedingugen gekennzeichnet ist. (Größe,Temp., Licht..) → all diese komplexen und potenziell interagierenden Bdingungen sind mit einem Treatment verbunden. → Experimente so gestalten, dass weniger molare Treatments zum einsatz kommen. Nullbefunde werden bei der Def oft vernachlässigt: Hypothese muss verworfen werden, aber auch diese Schlussfolgerung muss geprüft werden → ist valide, wenn es keine Störfaktoren gibt, die zu diesem Ergebnis geführt und den wahren Effekt verdeckt haben könnten. Statistische Validität eng mit der internen Validität verknüpft, bei der auswahl und Durchführung statistischer analyseverfahren und der Interpretation der resultierenden Ergebnisse kann viel falsch gemacht werden. → an bestimmte Voraussetzunge gebunden ( B: bestimmte Skalenniveau) potentielle Einschränkungen: Messinstrumente zur Erfassung der AV können nur geringe Reliabilität aufweisen, oder Messung der AV können sich um einige wenige Werte verteilen (eingeschränkte Varianz) Konstrukt validität Validität der Messung aller erhobenen Variablen (AV, UV) sind die theoretischen Konzepte der Hypothese erfasst worden? B zum Fall Fragebogen zur Selbstbeschriebung, Probleme: sozial erwünschte Antworten. externe Validität Bezeichnung der Verallgemeinerbarkeit der Untersuchungsergebniss Generalisierbarkeit der Untersuchungsergebnisse kann analig zu den Komponenten eines Experiments in vier Aspekte unterteilt werden Bezüglich der untersuchten Personen: sind Ergebnisse auf eine Grundgesamtheit von Personen übertragbar? Bezüglich des bzw. der angewendeten Treatments: sind die Ergebnisse auf ähnliche Treatments übertragbar? Bezüglich der angewendeten Messinstrumente: sind die ergebnisse auch für andere Operationalisierungen der erhobenen Variablen gültig? Bzüglich der Untersuchungsbedingungen: Gelten die Ergebnisse auch unter anderen situativen Bedingungen und kulturellen Kontexten? es wir empfohlen im Rahmen der Untersuchungsplanung durch Variation von einzelnen Faktoren die Generalisierbarkeit empirisch zu untersuchen, anstatt nur argumentativ zu begründen. zu 1 ja, wenn : per Zufall aus einer Grundgesamtheit ausgewählt → Regeln der Wahrscheinlichkeitstheorie hängt von der wissenschaftstheoretischen Position der Forscher ab zu 4 im Hinblick auf die Kausalhypothese wichtig → sind bestimmte Rahmenbedingungen für das Eintreten der Wirkung notwendig oder nicht? → empirisch durch Variation theoretisch relevanter Bedingungen zu klären
- 7.2.4 Störvariablen in experimentellen Untersuchungen Störfaktoren = Einflussfaktoren die neben der experimentellen Ursache ebenfalls Unterschide in der abhängigen Variable verursacht haben können → Stellen Alternativerklärungen zur Hypothese des Experimentes dar. nicht alltagssprachlich zu verstehen, nur im Kontext der Begründung versus Problematisierung einer kausalen "Rückführung" festgestellter Unterschiede. (zw. Versuchs- und Kontrollgruppe) B für den Fall Lernzprozess: bedeutet nicht, dass bestimmte Faktoren den Lernprozesse gestört haben, sondern nur, dass sie die kausale Interpretation von Unterschieden im Lernerfolg beeinträchtigen. Baulärm kann die Arbeitsbedingungen der KG gestört haben. Potentielle Störfaktoren sind jene Unterschiede zw den Gruppen , die schon vor Beginn des Treatments bestanden haben, sei es in Bezug auf die durch das Treatment zu beeinflussenden Variablen, sei es in Hinblick auf andere mit X oder Y korrelierenden Variablen. Konfundierung = Vermischung von Drittvariablen mit der systematisch variierten unabhängigen Variable. Tabelle: veschiedene Typen von Störfaktoren in der Reihenfolge in der sie in der zeitlichen Abfolge eines Experiments auftreten können Skript S 159 Trennung zw personenbezogenen und situationsbezogenen Faktoren ist nicht immer möglich. Inbesondere nicht bei Interaktionseffekten 1 Auswahlverfahren unterteilt in: (a) jene die bei der Rekrutierung der Probanden der Untersuchung angwendet werden → für externe Validität von Bedeutung (Generalisierung der Untersuchungsergebnisse auf eine Gesamtheit von Personen) (b) je die bei der Zuordnung der Probanden zu den Untersuchungsgruppen angewendet wurden → für die interne Validität von Bedeutung ( Konfundierung von Merkmalsunterschieden der Personen mit der Bildung der Untersuchungsgruppen) 2 Experimenteller Dropout wenn Probanden besonderen anforderungen bzw. Belastungen ausgesetzt sind →Abbruch während des Versuches, nicht mehr Erscheinen. Wenn anderen Vp davon berichtet wird vonr der Teilnahme → Abstand von der freiwilligen Teilnahme mit zunehmender Zeispanne Dropout wird umfangreicher, mit besonderem Aufwand zu reduzieren. Mortalität beeinträchtigt generell die externe Validität, auch die Vergleichbarkeit der Untersuchungsgruppen, also interne Validität. 3 Testeffekte beeinträchtigen interne Validität können innerhalb des Viergruppendesigng von Solomon kontrolliert werden. 4 Veränderung der verwendeten Hilfmittel können bei allen Untersuchungen auftreten in denen dieselben Variablen wiederholt erhoben werden. Spektrum reicht vom Verschleiß der verwendeten Messgeräte - schleichenden Veränderungen der Kategorien, die zur Verhaltensbeobachtung von den eingangs geschulten Beobachter verwendet werden. Frage der Äquivalenz von Messungen , wenn beim Vortest ein anderes Messverfahren eingesetzt wird als beim Nachtest 5 Reaktive Effekte in der Untersuchung bezeichnen Effekte die durch die Messung an sich verursacht werden, bzw. das Bewusstsein an einer Untersuchung teilzunehmen → beeinträchtigen interne Validität, wenn gruppenspezifische + externe Validität 6 und 7 Erläuterung der beiden Störfaktoren durch Angabe der Wirkungen, die diese Faktoren repräsentieren: Zwischenzeitliches Geschehen: besondere Ereignisse zw. der ersten und zweiten Messung zusätzlich zum Treatment Reifung: Änderung der Probanden , an bloßen Zeitablauf gebunden, nicht an besondere Ereignisse. B= Älter werden, hungrig, müder werden. können auch in einer Hinsicht differenziert werden: innerhalb des Untersuchungsfeldes auftretende Ereignisse, durch die Veränderung der abhängigen Variable im Untersuchungszeitraum außerhalb des Untersuchungsrahmens vrursachte Veränderungsprozesse bei den Versuchspersonen (z.B: Einstellungsänderungen gegenüber einer gesellschaftllichen Gruppe infolge von politischen Ereignissen) 6 und 7 beieintraächtigen die interne Validität, wenn sie nicht in gleicher Weise die KG und EG treffen 8 Statistische Regression tritt bei der Untersuchung von Extremgruppen auf. Phänomen = mit der Größe des Messfehlers und der Korrelation zwischen Vor- und Nachtest zusammenhängt: Probanden mit extrem guten Werten im Vortest "Glück gehabt" haben und andere "Pech gehabt haben" zu erwarten = diejenigen mit guten Ergebnissen fallen zum Mittelwert ab, die mit anderen verbessern sich zum Mittelwert hin.
- 7.2.5 Reaktivitätseffekte auch die Kontrollgruppe braucht eine Art Beschäftigung zw Vor- und Nachtest, Placebo = Medikament ohne Wirkstoff, soll den Personen der KG das Gefühl vermitteln, dass an ihnen ein Wirkstoff gegen die Krankheit Z getestet wird. Voraussetzung: Patienten müssen erwarten, in wirksamer Weise behandelt zu werden. In der regel wird der Kontrollgruppe eine konventionelle Maßnahme bzw. Methode zugeteilt, während der Experimentalgruppe die zu neuere Maßnahme angewendet wird → so erhalten beide Untersuchungsgruppen ein Treatment, auftretende Effektunterschiede sind nicht mit einem Placebo-Effekt konfundiert. Hawthoren-Effekt Effekt den das Bewusstsein der Vp an einer Untersuchung teilzunehmen auf ihr Verhalten im Experiment hat. Versuchsleitererwartungseffekt = Rosenthaleffekt + Phygmalioneffekt erwartungen der VL an die Vp können: mehr oder weniger gut verborgen werden oder explizit gemacht werden je umfangreicher die soziale Interaktion zw Vleiter und Vp , desto stärker kann -beabsichtigt- durch Blickkontakt, Gestik, Mimik, Körperhaltung und Betonung bei den Instruktionen eine Erwartungshaltung vermittelt werden. dadurch möglichen Versuchsleitererwartungseffekte zur reduzierung wird empfohlen, die Durchführung der Untersuchung und insbesondere das Verhalten der beteiligten Vleiter/innen so weit wie mögl zu standardisieren. vollständige Vermeidung von Erwartungseffekten nur dann wichtig, wenn diese in der Versuchsgruppe wesentlich stärker als KG oder umgekehrt Ansonsten wird die Differenz der Erffekte nicht beeinflusst. Doppelblind-Versuch Art der Ausschaltung von Erwartungseffekten bei den Probanden und den Vleitern Durchführung der Untersuchung wird von Personen übernommen, die weder die Fragestellung noch die Unterscheidung zw. Versuchs und Kontrollgruppe kenne. Probanden wissen nicht ob sie zur Versuchs oder Kontrollgruppe gehören.
- 7.2.6 Die Experimente von Milgram: "Obdience to Authority" zur Gehorsamkeitsbereitschaft gegenüber Authorität nicht nur ein Experiment → systematisch weiterentwickelte Reihe keine KG oder EG VP unter Anleitung eines VL : verabreicht Stromschläge bei falschen Antworten angebliches Lernexperiment Schüler = 50jähriger mann = stooge = Vertrauter des VL zu Beginn jeder VP ein Schwacher echter Stromschlag am Arm als Beispiel gegeben 30 Shaltstufe, Voltangabe, jede vierergruppe der Schaltstufen eine Etikettierung auf der Schaltbox : leichter Schock - Schwerer Schock 300 Volt. nächsten acht : sehr schwerer Schock- bedrohlicher Schock höchste Stufe XXX Standardexperiment variiert räumliche Konstellationn zw den drei beteiligten Personen vier verschiedene Versuchsbedingungn Exp. 1: VL und VP gemeinsam in einem Raum, „Schüler“ unsichtbar, kein verbales Feedback (vergleichbar einer Kontrollgruppe) Exp. 2: wie bei Exp. 1, „Schüler“ bleibt unsichtbar, gibt aber Stöhnen, Hilferufe etc. von sich (vergleichbar einer Experimentalgruppe) Exp. 3: VL und VP in einem Raum gemeinsam mit dem „Schüler“, der um Abbruch bittet etc. (vergleichbar einer Kontrollgruppe) Exp. 4: wie bei Exp. 3, aber die VP muss dem „Schüler“ die Hand auf „Elektroplatte“ legen (vergleichbar einer Experimentalgruppe).
- 7.3. Quasi- experimentelle Designs und Evaluationsforschung 7.3.1 Was ist ein Quasi- Experiment? Begriffe und Definitionen Experimente die darauf abzielen, die Wirkung einer UV auf eine AV zu ermitteln, in denen aber keine Randomisierung erfolgt werden als quasi-experimentelle Designs bezeichnet . Anordnungen werden insbesodere in der Evaluationsforschung angewendet und können durch folgende Merkmale charakterisiert werden Zielgruppe des Treatments Wirkung eines bstimmten Treatments soll untersucht werden, wie beim Exp. Zielgruppe des Treatments wird von der auftraggebenden Institution festgelegt, Vleiter entwickelt das weitere Untersuchungsdesign zusammen mit Institution : bei welchen ausgewählten Adressatengruppen das Treatment durchgeführt werden soll, welche Personen als Kontrollgruppe verwendet werden können, welche Messinstrumente zur erfassung der Effekte der Treatments sowie zur erhebung bestimmter Kontrollvariablen eingesetzt werden 2 Treatment meistens komplexer, z.B: aus mehreren Komponenten bestehend und eine längere Zeitspanne dauernd ( Ausbildungskurs einer Schule , Neuorganisation bestimmter Bereiche eines Ausbildungs- oder Produktionsbetriebes, eine Interventionsmaßnahme in Beetrieben oder Institution zur Steigerung der Produktqualität, neue Behandlungsmethode in einem med. oder psychiatrischen Krankenhaus) 3 im Unterschied zu Laborexperimenten werden diese im Feld durchgeführt , d.h. im natürlichen Setting keine Randomisierung, keine Kontrolle aller möglichen Einflussfaktoren aud die AV keine Zufallsordnung von Beschäftigten zu Einführungsseminaren in neue Organisationsstrukturen möglich, da stets ganze Abteilungen betroffem Haupunterscheidungsmerkmal zw echtem Experiment und Quasi-Experiment: randomisierte Zuweisung der Probanden zur EG und zur KG insbesondere in der Evaluationsforschung ind der die Wirksamkeit von Interventionensmaßnahmen zur Veränderung bestimmter Variablen untersucht wird, ist eine zufällige Zuweisung von Personen zu EG/KG häufig nicht mögl weil Evaluation in vielen Fällen unter Feldbedingungen stattfindet. wenn nicht randomisiert → keinte Teilung der Störvariablen → kausale Schlussfolgerungen weniger eindeutig → interne Validität ist geringer in diesem Fall: Durch Replikation die erwarteten Effekte einer Intervention plausibilisieren bzw. absichern und/oder störvariablenbedingte Alternativerklärungen der Effekte entkräften. im zweiten Definitionsmerkmal stimmt aber ein quasi-experimentelles Design mit einem echten Experiment überein. : gestaltung und Durchführung des Treatments liegen in der Hand der Versuchsleitung, sodass → eine Standardisierung der Treatments + Kontrolle von Störfaktoren möglich.
- 7.3.2 Evaluatinsforschung als quasi-experimentelles Design Differenzierung zw Evaluation und Evaluationsforschung: Evaluation jede systematische Beurteilung eines Objekts/Vorgangs, insb. jede Qualitätsbeurteilung sei es im technischen, sozialen, wirtschaftlichen Bereich = Momentaufnahmen die mit Markt- bzw. Meinungsforschung vergleichbar sind Evaluationsforschung untersucht Zusammenhänge zw bestimmten Maßnahmen und erwarteten Effekten, setzt voraus: , dass Maßnahmen durchgeführt worden sind, die zur Veränderung von Organisationsstrukturen oder -abläufen, zur Schulung oder anderweitigen Beeinflussung von Personen (Betrieben, Organisationen, Bildungseinrichtungen) oder Einführung neuer technischer Systeme im Alltag dienen soll. Typische Fragestellungen: Welche generellen und welche differentiellen Effekte hat Maßnahme X bei den teilnehmenden Personen bzw. Gruppen? welche Effekte hat die Maßnahme X für den Betrieb bzw. die Institution, in der die Untersuchung durchgeführt wird? welche Personen nehmen freiwillig an der Maßnahme X teil?(Aspekt "Selbstzuordnung" besonders bei der Innovation notwendig: welche Personen nutzen ein neues Angebot, welche nicht?) Als Grundsatz gilt: mangelnde Kontrolle von Störfaktoren nicht dazu führen sollte keine Evaluationsstudien durchzuführen, sondern dazu, möglichst viele potentielle Störfaktoren zu Kontrollieren und bei der Interpretation der ergebnisse nur entprechend begrenzt kausale Schlussfolgerunten zu ziehen.
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- 7.3.3 Ziele und Ablauf von Evaluationsforschung. Evaluation = wichtiges Anwendungsgebiet quasi-experimenteller Anordnungen Bereich der Evaluation = wichtiger beruflicher Handlungsbereich für Psychologinnen und Psychologen. Konzeption und Evaluation von Interventionsmaßnahmen → Verantwortung für die eingesetzten Mittel und insbesondere für die Schlussfolgerungen, da letztere wiederum Konsequenzen für weitere Entscheidungen über Bildungs- Förderungs-, Interventions- oder auch Selektionsmaßnahmen haben können kausale Schlussfolgerung oft Ziel von Evaluationsforschung, aber Rahmenbedingungen der meisten Evaluationsuntersuchungen erlauben nicht die nötigen experimentellen Designs → keine kausale Interpretation mögl → quasi-experimentelle oder "ex-post-facto-Untersuchungen" werden durchgeführt → begrenzte interne Validität Prinzipien, Planung, Auswertung von Untersuchungsdesigns , soweit wie es organisatorisch , rechtlich, finanzielle realisierbar ist sollten angemeldet werden, um die Güte möglicher Aussagen über Effekte der evaluierten Maßnahmen zu optimieren. es sollte im Auge behalten werden: Unterschiede zw. den verschiedenen Untersuchungsgruppen interindividuellen Unterschiede innerhalb der einzelnen Gruppen , die (a) globalen Aussagen über die Effekte des Treatments Grenzen setzen, und (b) die Signifikanz von Effekten der Treatments beeinträchtigen, aber bei Designs mit wiederholten Messungen aus der Fehlervarianz eliminiert werden können.
- 7.3.4 Dilemmata und Gütekriterien der Evaluationsforschung das Auswahl-Dilemma: Auswahlkriterium = "wie schwerwiegend" ist der Effekt der Interventionsmaßnahme. → welche Breiten wirkung + Nachhaltigkeit Je schwerer die möglichen Konsequenzen der Anwendung (oder Nichtanwendung) einer Interventionsmaßnahme wiegen, desto eher ist eine wissenschaftliche Evalu- ation erforderlich und desto höher müssen die Standards für die Evaluation gesetzt werden. (Patry & Hager, 2000, S. 260) das Dilemma der Wissenschaftlichkeit: Auffassung = wissenschaftliches Vorgehen bei der Planung und Evaluation von Interventionsmaßnahmen = Vorraussetzung für deren möglichst objektive Bewertung. → Zielsetzung für die Evaluation: Das ziel wissenschaftlicher Evoluationsversuche ist die Wahrschinlichkeit zu maximieren, dass eine zutreffende Hypothese sich bewähren kann, eine nicht-zutreffende Hypothese falsifiziert werden kann. Das Dilemma der Allgemeinheit versus Konkretheit: betrifft Konzeption wie auch Evaluation einer Interventionsmaßnahme. Je abstrakter Formulierung → desto weiter = potentieller Anwendungsbereich einer Interventionsmaßnahme. Frage: wie kann man die abstrakten Handlungsanweisungen konkretisieren? Problem sehr konkret gehaltener Handlungsanweisungen: Programm nur unter ganz bestimmten Randbedingungen anwendbar. Umso Konkreter Anweisungen für ein Training → desto weniger Spielraum um auf einzelne Teilnehmer eingehen zu können → einheitliches Treatment, andersherum kein einheitliches Treatment in allen Gruppen. Kontroll Dilemma: konstatiert für die Implementation und Evaluation von Interventions- bzw. Innovationsmaßnahmen im Bildungsbereich; „Angesichts der Komplexität der Unterrichtssituation ( ... ) und der Länge der Intervention ( ... ) ist es allerdings nicht möglich“, die Forderung nach Kontrolle von Störfaktoren durch Standardisierung „nur annähernd zu erfüllen“ (S.271). Es könnten natürlich Trainingsstile + Interaktionen erhoben und ausgewertet werden → die nötige detailierte Protokollierung des Interaktionsverhaltens ware mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Schlussfolgerung ovn Party und Hager:„man im konkreten Einzelfall entscheiden muss, welche Standards und Kriterien man für welche Zwecke als vorrangig wichtig ansieht. Joit Committee on Standards for Educational Evaluation im Auftrag der APA → Struktur der Standards von der Deutschen Gesellschaft für Evaluation übernommen worden und wird hier dargestellt: Entwicklung solcher Standards ist Ausdruck politischer und fachlicher Auseinandersetzungen, die im Kontext der Evaluation bildungs- und sozialpolitischer Reformprogramme stattgefunden haben. + dem Image dieser Art sozialwissenschaftlicher Politikberatung geschadet haben Ausdruck der Bemühungen der Markt- und Meinungsforschungsinstitute um die Definition von Mindeststandards, die den Auftraggebern Nützlichkeit und Qualität von Umfragen und Evaluationen garantieren. ex-post-facto-Untersuchung: Untersuchung von Effekten erst nach der Durchführung eines oder mehrerer Treatments geplant → keinerlei Kontrolle von Störfaktoren. nur Durchführung eines Nachtests. → Kausale Interpretationen der Ergebnisse solcher nachträglich "aufgesetzten" Effektanalysen sind dementsprechend kaum möglich. - wenn nicht Umfangreiches Material zur Beschreibeung der bzw. zum Vergleichen der Untersuchungsgruppen vorliegt. tabelle s187 im skript.
- 7.4 Korrelationsforschung und korrelative Designs Korrelative Designs dienen der Untersuchung von Fragen bzw. Hypothesen zu Zusammenhängen zw. psychologischen Variablen bzw. Konstrukten. lineare als auch nicht lineare Zusammenhänge analysierbar Designs = Querschnitts- Längsschnittuntersuchungen.
- 7.4.1 Einführung In der Korrelationsforschung werden Zusammenhänge zwischen zwei oder mehreren Merkmalen untersucht. Experiment vs. Korrelation Experimentelle Forschung zielt darauf ab Variationen der AV durch Manipulation von UV selbst herzustellen. → kausale Beziehungen zw. UV und AV : setzt vorraus, dass sich UV willkürlich varriieren und Störvariablen möglichst vollständig kontrollieren lassen. (geht nicht immer, da z.B. Organismusvariablen nicht systematisch variiert werden können) das Geschlecht kann zwar nicht varriiert aber selegiert werden → d.h. das Geschlecht einer Vp kann als zusätzlicher Faktor in einem mehrfaktoriellen Design berücksichtigt werden nur wenige unabhängige und abhängige Variablen werden berücksichtigt Korrelationsforschung → Zusammenhänge zw. bereits existierenden Variationen zw. Merkmalen von Individuen, sozialen Gruppen oder anderen Merkmalsträgern: Gibt es Zusammenhang zw. Intelligenz und Beruf? Wie hängen Persönlichkeitsmerkmale mit der BEwältigung von Stress zusammen? Zusammenhänge zw. vielen Variablen können untersucht werden. Korralative Zusammenhänge dürfen nicht kausal interpretiert werden. → lediglich möglich die Anzahl Kausaler Erklärungsalternativen einzuschränken bzw. zu falsifizieren. Jedoch hängt die Frage nach der kausalen Interpretierbarkeit korrelativer Zusammenhänge auch vom zugrundeliegenden Kausalitätskonzept ab. = stoschastisch = mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zutreffend
- 7.4.2 Untersuchungen bivariater Zusammenhangshypothesen Bivariate Zusammenhangshypothesen betreffen vermutete Assoziationen zwischen zwei Merkmalen : B: GIbt es einen Zusammenhang zwischen Alter und der durchschnittlichen Internetnutzungszeit?/WOche? Ungerichtete Zusammenhangshypothese: nehmen lediglich eine Assoziation zw. zwei Merkmalen an und spezifizieren nicht, ob es sich dabei um einen negativen oder positiven Zusammenhang handelt Gerichtete Zusammenhangshypothese: spezifizieren Richtung und Assoziation. Pro Mekrmalsträger würden dann zwei Messwerte resultieren und für die gesamte Stichprobe zwei Messwert-Reihen mit eindeutig einander zuordenbaren Messwerten. Mit Korrelationskoeffizient lässt sich nun ermitteln , in welchem Ausmaß die beiden Merkmale Alter und durchschnittliche Internetnutzungszeit gemeinsam variieren bzw. kovariieren . Kovariation lässt sich als Art des Zusammenhangs beschreiben: Ein positiver oder negativer linearer Zusammenhang, nicht-linearer Zusammenhang empirisch gesicherter nicht-linearer Zusammenhang = Yerkes-Dodson-Gesetz: Produktivität steigt bis zu einem mittleren Erregungsniveau kontinuierlich an, nimmt mit höherem Erregungsniveau ab Art des Zusammenhangs: linear/ nicht linear Richtung des Zusammenhangs: positiv / negativ. Intensität + enge des Zusammenhangs. Korrrelationskoeffizienten können Werte zw. +1 und -1 Annehmen. Je höher der Betrag des Koeffizienten, desto enger der (positive oder negative) Zusammenhang. wird ein Korrelationskoeffizient von +1 oder -1 ermittelt, dann liegt ein perfekter linearer und damit nicht mehr stochastischer, sondern deterministischer Zusammenhang vor. → Ausprägung des einen Merkmals lassen sich dann bei Kenntnis der Ausprägung des anderen Merkmals perfekt vorhersagen. hohe Korrelationen kommen in der Psy sogut wie nie vor: erleben und Verhalten ist immer mit multiplen Bedingungen assoziert Fehler mindern bei der Messung die Ende des Zusammenhangs +/- .10 schwache Zusammenhänge +/- .30 mittlere Zusammenhänge +/- .50 starke Zusammenhänge welcher Korrelationskoeffizient herangezogen werden kann hängt vom Skalenniveau der erfassten Merkmale ab. Querschnittsdesign die Erhebung der Merkmalsausprägung erfolgt nur zu einem bestimmten Messzeitpunkt, Längsschnittdesign dasselbe MErkmal wied bei allen Personen einer Stichprobe zu zwei verschiedenen Messzeitpunkten erhoben. → zeitliche Stabilität von Eigenschaften, z.B. Gewissenhaftigkeit,: Es wird eine Retest-Korrelation zw. den Ausprägungen eines Merkmals bei einer Stichprobe von Personen zum Zeitpunkt t1 und t2 ermittlet.→ resultierenden Korrelation betrifft die differentielle Stabilität des Merkmals. = zeitliche Stabilität interindividueller Unterschiede Retest-korrelation betrifft den nomothetischen Anwendungsfalls → es wird festgestellt ob die Rangordnung mehrerer Personen einer Stichprobe in Bezug auf das Merkmal gleich bleibt oder verändert. idiographische Variante: es wird nicht über Personen sondern über mehrere Merkmale innerhalb einer Person korreliert (Q-Korrelation), geht um die Stabilität/ bzw. Veränderung der relativen Positionen von Merkmalen innerhalb eines individuellen Variablen-Profils= Form von ipsative-differentieller Stabilität. ipsativ = auf sich oder jemanden selbst bezogen; bei einer Person; mit vorangegangenen Leistungen derselben Person verglichen diffrentiell, da das "Verharren von Profilmerkmalren auf denselben Positionen über die Zeit bestimmt wird.
- 7.4.3 Untersuchung multivariater Zusammenhangshypothesen Wenn zusammenhang zw. mehreren Merkmalen zu einem oder mehreren weiteren Merkmalen untersucht werden soll. dann wird forlmal zwischen: Prädiktoren = Vorhersage-Variablen Krieterien, die vorhergesagt werden sollen unterschieden. Studie Kraut und Mitarbeiter. zuerst: Erfassung mehrere Prädiktorvariablen bei einer Stichprobe, aus der Unterschicht beobachtet wurden: wie oft, wie lange und welche Dienste die Probanden im Internet in Anspruch nehmen. Unterscheidung zw. Prädiktor und Kriterium entpricht der Unterscheidung zw. UV und AV im Experiment. Manipulation bei Multivariaten Zusammenhangshypothesen der UV nicht möglich, auch Prüfung von Kausalhypothesen nicht gegeben. kononische Zusammenhang= mehrere Prädiktoren werden zur Vorhersage mehrerer Kriteriums herangezogen
- 7.4.3.1 Multivariate Zusammenhänge 1: Mehrere Prädiktoren und eine Kriteriumsvariable Internet B: wie hängen das Geschlecht, der Bildungsstand, der berufliche und sozioökonomische Status, der Wohnort und Persönlichkeitsmerkmale mit der durchschnittlichen Internetnutzungszeit zusammen? Zusammenhangshypothese lässt sich mit Hilfe der multiplen Regressionsrechnung analysieren. Ergebnis der multiplen Regressionsanalyse = Gleichung zur Vorhersage der Kriteriumswerte und der multiple Korrelationskoeffizient, der den Zusammenhang zw. den vorhergesagten und den tatsächlichen Kriteriumswerten quantifiziert. Warum werden nicht mehrere bivariate Korrelationen berechnet um den Zusammenhang zw. den Prädikatoren und dem Kriterium zu Bestimmen? Gründe: Erstens multiple Reggressionsanalyse lässt sich so durchführen: aus einer Vielzahl von Prädiktoren werden diejenigen bestimmt, die zur Vorhersage des Kriteriums einen substantiellen Beitrag leisten → Prädiktoren werden identifiziert die redudant sind, obwohl eine bivariate Korrelation vorliegt. Redudanz kann resultieren, wenn : Prädiktoren untereinander hoch korrelieren → ähnliche Merkmalsanteile erfassen. B: Bildungsstand + sozio-ökonomischer Status., soziale Ängstlichkeit + Selbstwertschätzung. Wenn Prädiktoren zu hoch korrelieren → Validität der Regressionsanalyse gefährdet. Zweitens im Rahmen von Moderator-Hypothesen geprüft: Interaktionseffekte zw den Prädiktoren können bestimmt und damit das gemeinsame Zusammenwirken zweier Merkmale untersucht werden. Drittens in einer multiplen Regressionsanalyse können manchmal sogenannte Suppressionseffekte auftreten. Suppressor = Prädiktorvariable, die den Vorhersagebeitrag einer/mehrerer anderer Variablen erhöht, indem sie für die Vorhersage irrelevante Varianzanteile unterdrückt Supressionseffekt B: Bei der Vorhersage von anti-sozialem Verhalten werden sogenannte reziproke bzw. kooperative Suppressionseffekte auftreten, wenn Narzissmus und Selbstwertschätzung gemeinsam als Prädikatoren in die Regressionsgleichung eingegeben werden. Narzissmus korreliert positiv mit antisozialem Verhalten, Selbstwertschätzung weist inkonsistentes Muster über mehrere Studien hinweg auf.: in einigen Studien gar nicht/ leicht positiv/leicht negativ mit antisozialem Verhalten. → werden Narzissmus und Selbstwertschätzung gemeinsam als Prädiktoren in die Regressionsgleichung eingegeben. → konsistent negativer Zusammenhang zw. Selbstwertschätzung und anti-sozialem Verhalten als bei der bivariaten Korrelation. Wie lässt sich diese wechselseitige Verbesserung der Prädiktionsleistung erklären? Narzissmus und Selbstwertschätzung überlappen auf theoretischer Ebene: Narzissmus wird als besonders hohe (grandiose) aber fragile Selbstwertschätzung expliziert, Selbstwertschätzung = positive oder negative Bewertung der eigenen Person. Personen mit hohem Narzissmus auch solche Items bejahen, die zur Erfassung normaler positiver wertschätzung dienen. es mag auch Narzissmus-Items geben die von Personen mit normalter positiver Selbstwertschätzung bejaht werden können. "Ich will erfolgreich sein" Erfassung von Selbstwertschätzung ist mit der Erfassung von Narzissmus "konfundiert". Summenscores für Selbstwertschätzung alleine mit antisozialem Verhalten korreliert werden → , dann können die mit der Selbstwertschätzung erfassten Narzissmus-Anteile dazu führen, dass manchmal sogar eine leicht positive Korrelation resultiert. Beide Merkmale gemeinsam in Regressionsgleichung → gegenseitige Unterdrückung (Suppression) der jeweils irrelevanten Varianzanteile tritt auf → Erhöhung des negativen/positiven Zusammenhangs von Selbstwertschätzung bzw. Narzissmus mit antisozialem Verhalten führt. Würde man nur bivariate Korrelationen berücksichtigen würden solche Suppressionseffekte nicht aufgedeckt werden.
- 7.4.3.2 Multivariate Zusammenhänge 2: Untersuchung von Moderator- und Mediatorhypothesen Interaktionseffekte zw den Prädiktoren wird bestimmt und das gemeinsame Zusammenwirken von i.d.R zwei Merkmalen auf das Kriterium wird untersucht: im Rahmen von Moderator-Hypothesen Moderator = qualitative (Geschlecht, Schichtzugehörigkeit) oder quantitavie (Ausprägung eines Persönlichkeitsmerkmals) Variable, die die Richtung und/oder die Enge des Zusammenhangs zw. einer Prädiktor-Variable und einer Kriteriumsvariable beeinflusst. → Moderatoreffekt liegt dann vor, wenn die Beziehung zw. zwei Variablen von der Ausprägung einer dritten Variable abhängt. B: Zusammenhang zw. Extraversion/Offenheit und unterhaltungsorientierte Internetnutzung gilt für Männer, nicht für Frauen → Das Geschlecht moderiert den Zusammenhang zw. den genannten Variablen, wenn die Geschlechtsausprägung "männlich" vorliegt findet sichein positiver Zusammenhang. Statistisch-technischer Exkurs: Moderator: spezifiziert unter welchen Bedingungen welche Art des Zusammenhangs zw. zwei Variablen besteht. Mediator : erklärt den Prozess oder Mechanismus, durch den eine Prädiktorvariabel eine Kriteriumsvariable "beeinflusst". Mediator= quantitative/qualitative Variable erklärt, warum ein Zuammenhang zw. zwei anderen Variablen besteht. Idee = Abfolge von Beziehungen bei der eine Prädiktorvariable eine Mediatorvariable beeinflusst. Idee der Mediation lässt sich mit S-O-R-Modell veranschaulichen: Reaktion (R) resultiert auf einen externen Reiz bzw. Stimulus (S) aufgrund Zahlreicher intervenierender Verarbeitungsprozesse innerhalb eines aktiven Organismus (O)
- 7.4.3.3 Multivariate Zusammenhänge 3: Faktorielle Zusammenhänge antowrten auf eine größere Zahl von Fragen oder Fragestellungen nach bestimmten statistischen Prinzipien werden in einem eizigen Messwert zusammen gefasst Wie kommt man darauf bestimmte Items zu einem Gesamtwert zusammenzufassen? Unter welchen Bedingungen ist es gerechtfertigt mehrere Items zu einem Gesamt-Score zu kombinieren? es erscheint sinnvoll Items zusammenzufassen, die "irgendwie dasgleiche" messen. Durführung explorativer Faktoranalyse um festzustellen was "irgendwie dasgleiche" sein könnte. Hypothese: die wechselseitigen Zusammenhänge vieler beobachteter bzw. gemessener Variablen lassen sich durch wenige, i.d.R voneinander unabhängige (orthogonale) Faktoren bzw. Dimensionen erklären.→ viele mieteinander korrelierenden Variablen werden auf wenige voneinander unabhängige Faktoren reduziert. Faktoren auch als latente Variable bezeichnet. Reduktion einer großen Datenmenge auf wenige Faktoren mit zwei Vorteilen verbunden Wenige Dimensionen können leichter verarbeitet und kommuniziert werden. Möglichkeit, Messungen zu aggregieren, d.h. zu einem Wert zusammenzufassen. Aggregationsprinzip: die summe mehrerer (mieinander korrelierender) Messungen liefert eine stabilere und repräsentativere Schätzung eines Merkmals als eine einzelne Messung → Fehlerausgleich. Optimierung der Messgenauigkeit → Homogenisierung eines Messinstruments, nur ein schmaler Merkmalsbereich wird erfasst + Korrelation mit anderen Variablen fallen wieder niedriger aus. Wie funktionier eine Faktoranalyse? In der Faktoranalyse werden Variablen anhand ihrer korrelativen Beziehungen in voneinander unabhängigen Gruppen klassifiziert. Bestimmte Indexzahlen sogenannte Ladungen geben an , wie gut eine Variable zu einer Variablengruppe bzw. einem Faktor passt. Landungen = Korrelation einer einzelnen Variable mit einem Faktor. je höher desto besser passt sie zu bzw. repräsentiert die diesen Faktor. Markiervariablen = die am höchsten auf einem Faktor laden.+ Interpretation des Faktors. Was genau ist ein Faktor? Partialkorrelationen lassen sich bei einer großen Menge von Items berechnen. → diese geben an inwieweit die Korrelation zweier variablen durch eine dritte gestiftet wird, was immer dann der Fall ist, wenn die Korrelation zwischen den gemessenen Variablen unbedeutend wird. Ausgehend von den Korrelationen zw. den gemessenen Variablen wir eien synthetische, latente Variable konstruiert, die mit allen Variablen so hoch wie möglich korreliert Diese synthetische, latente Variable = Faktor wird der Faktor aus den Variablen herauspartialisiert, ergeben sich weitere Partialkorrelationen, die diejenigen Variablenzusammenhänge erfassen, die nicht durch den Faktor erklärt werden können. zur Erklärung dieser Restkorrelationen werden weitere i.d.R. voneinander unabhängige (orthogonale) Faktoren, die die Zusammenhänge zw. den jeweiligen Variabeln erklären extrahiert. Ergebnis einer Faktorenanalyse = wechselseitig voneinander unabhängige Faktoren, die die Zusammenhänge zwischen den jeweiligen Variablen erklären. Unterscheidung zw. explorativen und konfirmatorischen Faktoranalysen: explorative Faktorenanalyse = heuristisches Verfahren, das einem Variablengeflecht eine Ordnung unterlegt, mit der sich die Variableninterkorrelationen erklären lassen. Insbesondere geht es um die Ermittlung der Anzahl von Faktoren. in konfirmatorischen Faktoranalysen wird die Hypothese geprüft, dass eine bestimmte Faktorenstruktur auch in weiteren Stichproben mit den gegebenen Variablen/Items gilt bzw. zutrifft.
- 7.4.4 Eingrenzung und Falsifikation von Kausalmodellen in der Korrelationsforschung korrelative Zusammenhänge dürfen nicht interpretiert werden Möglichkeit durch bestimmte korrelative Designs (Längsschnittstudie und insbesodere cross-lagged-panel design) und/oder inhaltlicher Überlegungen die Anzahl kausaler Erklärungsalternativen einzuschränken bzw. zu falsifizieren. Frage nach der kausalen Interpretierbarkeit korrelativer Zusammenhänge hängt auch vom zugrundeliegenden Kausalitätskonzept ab.
- 7.4.4.1 Korrelation und Kausalität Keine positive oder negative Korrelation festgestellt →Nullkorrelation. Hypothese eines Kausalzusammenhangs zwischen X und Y falsifiziert Kausalmodelle: x beeinflusst y y beeinflusst x x und y beeinflussen sich wechselseitig x beeinflusst eine dritte Variable z, dise beeinflusst y. → z mediiert also den Zusammenhang zwischen x und y x und y werden durch dritte Variable z beeinflusst. eine vierte Variable w beeinflusst y über z indirekt und x direkt. Je nach Hypothese kann man evtl Kausalmodelle ausschließen/einschließen.
- 7.4.4.2 Längsschnitt - und Cross-lagged-panel Designs B: Zusammenhang zw. Abinote und Studienerfolg: Abinote leigt vor den Studienleistungen → Studienleistungen können nicht die Abiturnote beeinflussen. Streng genommen ist hier kein Längsschnittdesign notwendig, da Abinote im nachhinein nicht änderbar → relevanten Variablen können auch in einem Querschnittdesign erhoben werden. anders bei Variablen, die sich im Zeitverlauf verändern können. Cross-lagges panel design. Möglichkeiten Kausalmodelle in korrelativen Längsschnittstudien auszuschließen wurde in einem eigenen Versuchsplan verfeinert zwei Variablen werden mindestens zu 2 verschiedenen Messzeitpunkten erhoben. Es lassen berechnen: zwei synchrone Korrelationen (A), zwei Autokorrelationen (B) zwei zeitverzögerte Kreuzkorrelationen (C) Hypothese : x beeinflusst y aber nicht umgekehrt → plausibler, wenn C1 höher ausfällt als C2. höhere synchrone Korrelation zum zweiten Messzeitpunkt A2 kann eine der beiden konkurrierenden Kausalhypothesen stützen. B: Bildung beeinflusst Einkommen, gegenüber der Hypothese Einkommen beeinflusst Bildung dadurch sestützt, dass die Korrelation A2 höher ausfällt als A1
- 7.4.4.3 Pfadanalysen und Strukturgleichungsmodelle erweitert die multiple Korrelations- und Regressionsrechnung, in dem Zusammenhänge zw. mehreren UV und AV gleichzeitig berücksichtigt werden. In Theorien bzw. theoretischen Modellen werden i.d.R. zusammenhänge zw. mehr als zwei oder drei Variablen postuliert + Annahmen über Kausalbeziehungen zw. den Variablen liegen vor. →zusammnehänge können grafisch dargestellt und einer empirisch-statistischen Prüfung unterzogen werden. Mediatorkonzept: drei regressionsgleichungen erforderlich, um zu prüfen, ob eine Variable den Zusammenhang zwischen zwei anderen Variablen mediiert. In der Pfadanalyse und in Strukturgleichungsmodellen können die mediierten Variablen ebenfalls als abhängige Variable aufgefasst werden. , wenn angenommen, dass die im Modell als unabhängig betrachtete Variable "kausal die mediierende Variable beeinflusst. direkte und indirekte Effekte in einem Pfadmodell: Direkte Effekte: sind unvermittelt (d.h. unmittelbare) Zusammenhänge zwischen einer UV und AV Indirekte Effekte = Zusammenhänge zw. zwei Variablen, die von einer (oder mehreren) anderen Variablen mediiert werden. Doppelpfeil symbolisiert einen nur korrelativen Zusammenhang zw. beiden Variablen -sei es, weil a) aus theoretischer oder methodischer Sicht keine kausale Beziehung zw. diesen Variablen spezifiziert werden kann, sei es b) in Pfadmodellen mehrere abhängige Variablen verwendet werden können, zwischen denen keine kausalen Beziehungen spezifiziert werden muss. Strukturgleichungsmodelle: hypothetische Konstrukte sind latent → es verbirgt sich sozusagen hinter den beobachtbaren Phänomenen. Beobachtbare, manifeste Phänomene bzw. Indikatoren lassen sich über Korrespondanzregeln mit den theoretischen Begriffen verknüpfen. Faktoranalyse = statistisches Verfahren, das die Ableitung von latenten Variablen, eben den sogenannten Faktoren aus den korrelativen Beziehungen zw. beobachteten manifesten Variablen gestattet. Wenn faktoranalytisches Prinzip mit der Unterscheidung zw. manifesten und latenten Variablen mit den regressions- und pfadanalytischen Modellen verbinden → entsteht neue Klasse von Verfahren = Strukturgleichungsmodelle Pfadanalyse : basier auf manifesten = beobachteten Variablen, weil in diese statistische Verfahren keine Modell zur Messung von latenten Variablen intergrierbar ist. Pfadmodel schliesst grafische Darstellungen von Strukturgleichungsmodellen mit ein. Ein Strukturgleichungsmodell umfasst ein Messmodell und ein Strukturmodell. Messmodel spezifiziert die Beziehungen zw. den beobachteten Variablen und den hypothetischen Konstrukten Strukturmodell beschreibt die Zusammenhänge zw. den theoretischen Konstrukten.
- 7.5. Einzelfallstudien und Komparationsforschung Einzelfalldesigns konzentrieren sich auf Entwicklungs- und Veränderungsprozesse, die durch wiederholte Untersuchungen an einer oder mehreren Personen durchgeführt werden. Gegensatz zu korrelativen Designs: Interventionen oder Treatments können erfolgen, so wie es typisch ist für within-subject-designs (Person absolviert nacheinander alle experimentellen Bedingungen) echte experimentelle Untersuchung ziert darauf ab, Unterschiede zw. der Experimental- und der Kontrollgruppe im Hinblick auf eine aufgestellte Hypothse zu ermitteln. - es geht aber nicht um unterschiede der EG und KG. Die Ergebnisse gruppenbezogener, nomothetisch orientierter Studien dürfen nocht ohne weitere Prüfung auf die einzelnen Probanden dieser Studie übertragen werden, → Mittelwertsfalle: Idiographisierung von nomothetischen Befungen: Zusammenh#nge die für die Stichprobe als ganzes gefunden wurden, werden auf einzelne Mitglieder bezogen, ohne zu erklären, ob die nomothethischen Zusammenhänge überhaupt für jeden Einzelfall der Stichprobe gelten wenn das Erleben und Verhalten (sowie damit verbundene Veränderungen) einzelner Personen interessiert, dann sollten auch einzelne Personen untersucht werden.
- 8 Ethische und rechtliche Aspekte psychologischer Forschung rechtliche und ethische Prinzipien im Umgang mit Vp gelten kategorisch und a priori Beachtung solcher Prinzipien trägt auch zum Image der Psychologie in der Öffentlichkeit beu und nicht zuletzt zur Bereitschaft von Personen, erneut an psychologischen Studien teilzunehmen. Ethische Richtlinien von DGPs und BDP DGP deutsche Gesellschaft für PSy BDP Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen haben ethische Richtlinien verabschiedet, die die wissenschaftliche und berufspraktische Tätigkeit von Psychologinnen und Psychologen regeln Aufgabe der Psychologen ist es, das Wissen über den MEnschen zu vermehren und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zum Wohle des einzelnen un der Gesellschaft einzusetzen achten die Würde nd Integredität des Individuums setzen sich für die Erhaltung und den Schutz fundamentaler menschlicher Rechte ein SChutz und das Wohl der Menschen, mit denen Psychologen arbeiten sind das primäre Ziel dieser Richtlinien gesetzlichen Bestimmungen und ethische Richtlinien gelten auch für Studierende, die im Rahmen eines empirischen Praktikums oder ihrer Bachelor-Arbeit empirische Untersuchungen durchführen, dabei Daten sammeln und die Ergebnisse verschriftlichen. Forschungsbezogene ethische Richlinien der DGPs: C.III Grundsätze der Forschung am Menschen C.IV. Zum Einsatz von Tieren un Forschung und Lehre C.V Veröffentlichung von Forschungsergebnissem Insgesamt werden 15 Grundgesetze für die psychologische Forschung udn dei Publikation von Forschungsergebnissen vorgelegt. Genereller ethischer Grundsatz Hinweis auf die Verantwortung Würde, Itegrität, Sicherheit und Wohl der Vp muss gewährleistet sein. mögl Risiken ausschließen Sowohl in der Präambel als auch im ersten ethischen Grundsatz spiegeln sich Artikel 1 unseres GG wider auch Artikel 2, GG Recht auf körperliche Unversehrtheit. Formen von Beeinträchtigungen in psychologischen Untersuchungen. wenn beabsichtigte Beeibträchtigungen aus methodischen Gründen notwendig sind, dann sollten sie so gestaltet werden, dass die sie Untersuchungsteilnehmer möglichst wenig belasten. In psychologischen Studien können neben den geschilderten beabsichtigten Beeinträchtigungen auch vermeidbare und unbeabsichtigte Beeinträchtigungen Vermeidbare Beeinträchtigung: aus Mangel aus Sorgfalt, Unachtsamkeit, oder wegen überflüssiger Versuchsbedingungen. Unbeabsichtigte Beeinträchtigungen: wenn bestimmte Versuchsbedingungen einzelne Probanden in nicht vorhersehbarer Weise belasten. B= Erfassung eines Fragebogens können in Reflexionsprozesse ausgelöst werden, die unangenehm sind. → wenn unbeabsichtigte Beeinträchtigungen eintreten, hat Vleiter die Pflicht den Probanden durch geeignete Maßnahmen bei der Bewältigung zu unterstützen, z.B. durch ein persönliches Gespräch oder durch sachliche Aufklärung. potentielle Beeinträchtigung nach einer Versuchsteilnahme. B= Liebeskummer ist eine häufige Bedingung für Selbstmord.→ Suizid-Frage wurde aus dem Online-Fragebogen entfernt, um auszuschließen, dass Personen, die derzeit unter Liebeskummer leiden, durch diese Frage überhaupt erst auf die Idee gebracht werden, über selbstmord nachzudenken/ selbstschädliche Handlungen einzuleiten. Grundsätze 2-5: Formen von Beeinträchtigung Förmliche Bewilligung Auf Aufklärung basierende Einwilligung in die Forschung Auf Aufklärung bassierende Einwilligung für das Aufnehmen von Stimmen oder Bildern im Rahmen eines Forschungsvorhabens. Klienten/Patienten, Schüler, Studierende und Psychologen unterstellte Personen als Forschungsteilnehmer Verzicht auf eine auf Aufklärung basierende Einwilligung in die Forschung Anreiz zur Teilnahme an Forschungsvorhaben Täuschung in der Forschung Aufklärung der Forschungsteilnehmer und Forschungsteilnehmerinnen Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren Darstellung von Forschungsergebnissen Plagiate Kennzeichnung des Leistungsanteils an der Forschungsarbeit in Publikationen Weitergabe von Forschungsdaten zum Zweck der Überprüfung Gutachter Grundsätze 11- 15 betreffen Publikationen von Forschungsergebnissen und werden an anderer Stelle vorgestellt. zu 2) förmliche Bewilligung muss bei bestimmten Forschungsprojekten eingeholt werden. Promovierte + an Uni tätige Psychologinnen und Psychologen könenn bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Sachbeihilfe zur Durchführung eines forschungsprojekts beantragen → Personal + sonstige Aufwendungen finanzieren. dem Antrag muss auch ein Gutachten der Ethik-Kommission beigelegt werden, aud dem hervorgeht, dass das Forschungsvorhaben mit ethischen Richtlinien vereinbar ist. Grundsätze 3-8 geht es um die Bedingunge, unter denen sich Personen entscheide, überhaupt an einer psychologischen Studie teilzunehmen zu 3) Informierte Einwilligung zur Versuchsteilnahme: Regelfall: Proband wird über das forschungvorhaben umfassend und in für Laien verständlicher Form informiert (Grundsatz 3) Grundsatz 4: falls während der Druchführung AUdio/Video Aufnahmen gemacht werden → Einwilligung muss eingeholt werden. und am besten schriftlich dokumentiert werden 3c Erklärt sich Person bereit an der Untersuchung teilzunehmen := informed consent oder informierte Einwilligung 3d = Auflistung der Sachverhalte über die ProbandInnen unterrichtet werden müssen, bevor sie einwilligen. Über den Zweck der Forschung, die erwartete Dauer + Vorgehen aufklären Fragen sind zu beantworten + Vp soll auf ihr recht die hingewiesen werden, die Teilnahme zu beenden, wenn die Untersuchung schon begonnen hat. Vertraulichkeit und Anonymität der erhobenen Daten muss zugesichert werden. Datenschutz: §203 Abs. 1 des strafgesetzbuches ist relevant, in dem die Verletzung von Privatgeheimnissen thematisiert wird. §203 gilt auch für Auszubildende und Praktikanten zu 5) Studierenden der Psychologie als Versuchsprsonen Problem der versuchspersonen-Stunden = Teil der Ausbildung nicht "freiwillig" → Erfahrungen , Prinzip der Selbstanwendung zu 6) Verzicht auf informierte Einwilligung: wenn absehbar ist, dass die Teilnahme an einer untersuchung kein Unbehagen erzeugt, das über alltägliche Erfahrungen hinaus geht. = anonyme Fragebögen, freie Beobachtungen der Fall zu 7) Anreize zur Versuchsteilnahme: finanzielle oder sonstige Anreize sollten nicht in unverhältnismäßiger Höhe angeboten werden. → vermeiden , dass Personen zu einer Teilnahme genötigt werden, (finanziell schlechter gestellte Personen) bezahlte Versuchspersonen: Tendenz besonders gut sein zu wollen. zu 8) Täuschung: B Doppelblindversuch: erwartungeseffekte von Vleriter und Vteilnehmer werden ausgeschlossen. nicht Wissen ob EG oder KG falsche Rückmeldung über Leistung in vorher durchgeführten Tests Einsatz von Pseudo Vp, verdeckte oder unerkannte teilnehmende Beobachtung, Eine Person kann darauf hingewiesen werden, dass das Ergebnis ihrer Intelligenztests in den Bereich der unteren 20% der Normstichprobe fällt um die Selbstwertschätzung zu verringern. Pseudeoversuchspersonen = Enl. Stooges = Mitarbeiter des VLeiters, so früh wie mögl über täuschung aufklären + Möglichkeit geben ihre Daten zurückzuziehen. Debriefung = Aufklärung am Ende des jeweiligen Versuches zu 9) aufklärung der ForschungsteilnehmerInnen Psy verpflichtet geeignete Schritte zu unternehmen, wenn sie erfahren, dass ihre Forschung Probanden Schaden zugefügt hat. Wissenschaftlicher Forschritt und Menschenwürde: Dilemma psychologischer forschung: Kosten- Nutzen- Rechnung, methodologische vs. ethische Normen zu 10) Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren neuropsychologische Studien , Lern Exp. artgerechte Haltung, Behandlung Psy Beeinträchtigungen auch so gering wie möglich Notwendige Op nur unter Betäubung, . Sowohl physische Beeinträchtigungne als auch Operationen bei Tieren müssen durch den erwartenden erkenntnisgewinn gerechtfertigt und aufgewogen werden.