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Geschichte und Paradigmen der psychologie (Subject) / VL 9 (Lesson)

Gestaltpsychologie

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  • Ernst Mach Physiker nachdem auch die Einheit der Schallgeschwindigkeit benannt ist  auch Philosoph -postulierte übergeordnete Wahrnehmungseigenschaften (Zeitgenossen waren der Meinung, dass Wahrnehmung aus versch. Einzelelementen bestellt)
  • Ernst Mach übergeordnete Wahrnehmungseigenschaften bestimmte Eigenschaften sind unabhängig von Einzelwahrnehmungen wie Licht, Luft Kreisförmigkeit wird wahrgenommen unabhängig von Größe, Form, Farbe
  • Christian von Ehrenfels schrieb über Artikel über Gestaltqualitäten -> prägte Begriff Gestalt Nicht Elemente werden wahrgenommen, sondern Muster (Gestalten) Gründer der Gestalttheorie , Max Wertheimer, studierte bei ihm in Prag
  • Max Wertheimer & das Phi-Phänomen Psychologe entdeckte Bewegungsphänomene der Bäume während Zugfahrt -> experimentierte dazu im Frankfurter Hotel (Stroboskop) -> holte sich Hilfe   Wertheimer, Köhler & Koffka Begründer der Gestaltpsychologie
  • Phi-Phänomen zwei Linien werden an verschiedenen Orten gezeigt oder  2 Lichtpunkte werden in schneller Abfolge an versch. Orten gezeigt Der Punkt wird mal bei A & mal bei B gezeigt  Zeitintervall: sehr schnell                        man sieht 2 sukzessive Lichtblitze an versch. Orten Zeitintervall: eher langsam                       man sieht 2 fackelnde Lichter bei ca 60 ms -> n diesem Intervall wird das Phänomen optimal & klar wahrgenommen
  • Phi-Phänomen Beweist.. Bewegung wird gesehen wo keine ist  
  • Leitthema der Gestaltpsychologen Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile
  • Wie wird etwas wahrgenommen? herkömmliche Erkärung aus der Verarbeitung der Teile ergibt sich eine neue Qualität -> von unten nach oben -> Bottom-Up "Von den Sinnem zur höheren Einheit, zum Gehirn"
  • Wie wird etwas wahrgenommen? nach Wertheimer Da Wesen der Teile wird vom Ganzen bestimmt -> von oben nach unten -> Top-Down "es ist nichts draußen angelegt, was wahrgenommen wird, sondern das Gehirn entscheidet selbst über das, was es wahrnimmt"
  • Angewandt auf das Phi-Phänomen konventionelle Erklärung (Wundt, Helmholtz) Nachfolgebewegung der Augen lassen den Bewegungseindruck entstehen   Wertheimer widerlegte dies mit 3 Lichtpunkten -> zentraler Punkt scheint sich in 2 Punkte aufzuspalten, aber Augenbewegungen können nicht in 2 Richtungen gleichzeitig gehen
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  • Gestaltpsychologie setzt sich ab vom Elementarismus & Strukturalismus der Vorgänger (Wundt / Titchener) postuliert Gestalten, Wahrnehmungsorganisationen & Gruppierungen setzt sich ab von 1:1 Relation (1 Reiz löst 1 betimmte Empfindung aus) Gehirn konfiguriert, strukturiert & ergänzt, nicht der Reiz bestimmt die Empfindung sondern das Gehirn
  • Gestaltgesetze Figur-Grund-Trennung Prägnanzprinzip Gesetz der Nähe Gesetz der Ähnlichkeit Gemeinsames Schicksal Geschlossenheit Gute Fortsetzung Prinzip der Vertrautheit
  • Figur-Grund-Trennung eine Figur lässt sich von ihrem Grund trennen, unterscheiden Gestaltbildung liegt in der Natur der Wahrnehmung Bsp: Rubikon-Pokal
  • Prägnanzprinzip Prinzip der Einfachheit oder guten Gestalt Reizmuster wird so gesehen, dass entstehende Struktur so einfach wie möglich
  • Gesetz der Nähe Objekte die nah beieinander liegen, empfindet man als zuammengehörig
  • Gesetz der Ähnlichkeit Ähnliche Dinge werden bevorzugt zu Gruppen zusammengefasst
  • Gemeinsames Schicksal Dinge die sich in die gleiche Richtung drehen, bewegen, erscheinen als zusammengehörig
  • Gute Fortsetzung Linien werden so wahrgenommen, als folgten sie dem einfachsten Weg
  • Prinzip der Vertrautheit Einheiten werden leichter gebildet, wenn diese etwas bedeuten
  • Köhlers Entdeckung bei Schimpansen Lernen durch Einsicht Tier darf erst nur zusehen wie Stöcke benutzt werden & weiß dann sofort , wenn es die Stöcke bekommt was zu tun ist Lernen geschieht durch Versuch und Irrtum
  • Bewertung der Gestaltprinzipien aus heutiger Sicht eher Vorhersagen, da nicht immer eindeutig qualitativ statt quantitativ