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Geschichte und Paradigmen der psychologie (Subject) / VL 6 (Lesson)

Experimentelle Psychologie: Wilhelm Wundt

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  • Wundt 1832 - 1920 studiert Medizin Assistent bei Helmholtz Professor für Anthropologie & medizinische Psychologie Professor für Philosophie in Leipzig 1879 erstes Institut für Experimentelle Psychologie in Leipzig
  • Wundts Sicht der Psychologie & Abgrenzung zur Physiologie hielt Vorlesungen über Menschen- & Tierseele - damals waren auch Tiere Inhalt der Psychologie
  • Wundts Standpunkt zum Leib & Seele Konflikt -pro psychophysischer Parallelismus -> Psyche läuft parallel zur Physis aber zwischen beiden besteht keine WW vergleichbar mit Leibnitz
  • Wundts Glaube an psychische Kausalität psychisches kann aus psychischem heraus erklärt werden, ohne Rückgriff auf die Physiologie Komplexe psychische Vorgänge lassen sich nur aus einfacheren psychischen Vorgängen ableiten -> das ist der Grund warum Psychologie eine eigene Wissenschaft sein sollte kann kein Teil der Physiologie sein, da ja kein Zusammenhang besteht
  • Physiologie gibt über Lebenserscheinungen Aufschluss, die sich durch äußere Sinne wahrnehmen lassen (man kann Muskeln zucken sehen)  
  • Psychologie damals Mensch schaut sich selbst von innen an Selbstbeobachtung Introspektion
  • Wundts`Buch "Physiologische Psychologie" heißt nicht, dass man Psychologie auf physiologisches zurückführen wolle sondern sie arbeite mit physiologischen d.h. experimentellen Mitteln
  • Wundts Forschungsmethodik Zweipunktklemme   spürt man 1 oder 2 pieks? -> Zweipunktschwellen werden gemessen für Wundt laufen körperliche & seelische Empfindungen parallel ab ohne direkte Verbindung
  • Wundts Forschungsmethodiken Zweipunktklemme Schallpendel experimentelle Methode Beobachtung  
  • Schallpendel abhängig vom Winkel erzeugt es beim hochheben einen lauteren oder leiseren Ton mechanisches Gerät um Schall von bestimmtem, definierten Pegel zu erzeugen
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  • Experimentelle Methode wie Physiologie, Elektrizitätslehre.. dadurch lassen sich einfachere, psychische Vorgänge analysieren -> z.B. einfache Empfindungen & Wahrnehmung & Aufmerksamkeit & Assoziation & Komplikation 
  • Beobachtung wie Botanik, Mineralogie... -höhere psychische Vorgänge & Entwicklungen lassen sich analysieren -er meint Gefühle & Empfindungen, die tiefer gehen als nur Wahrnehmung von Schall (kulturelle Leistungen & Geosteserzeugnisse) -Beobachtungen funktionieren gut bei Regelmäßigkeiten -in der Psychologie ist reine Selbstbeobachtung nicht sinnvoll
  • Wundts 3 W Methode Willkürlichkeit Wiederholbarkeit Variation
  • Willkürlichkeit Experiment muss sich willkürlich starten lassen
  • Wiederholbarkeit Beobachtung muss unter den gleichen Umtänden mehrmals wiederholt werden um Ergebnisse zu sichern
  • Variation Bedingungen einer Erscheinung müssen durch Variationen der begleitenden Umstände ermittelt und dann in den Versuchen planmäßig verändert werden -> einflussnehmende Bedingungen müssen erkannt und variiert werden
  • Wie wird im Experiment beobachtet? Psychologie ist eine Selbstbeobachtung unmittelbarer Erfahrung (psychischer Phänomene) aber keine Innenschau sondern: experimentell kontrollierte Selbstbeobachtung ausgelöst/ protokolliert durch Laborinstrumente  klare Antworten Ergebnis lässt sich quantitativ analysieren
  • Das erste psychologische Labor 1879 Geburtsstunde der wissenschaftlichen Psychologie bis Mitte des 19. Jhd. war es nicht üblich, dass Professoren Labor bekamen
  • typische Laborversuche von Wundt Reaktionszeitversuche Komplikationsversuche Untersuchung von Emotionen mit physiologischen Methoden
  • Reaktionszeitversuche nach Donders Vorbild Donders testete wie lange psychische Verarbeitungszustände brauchen und wie lange diese im Hirn dauern 3 verschiedene Arten dies zu untersuchen: a,b & c-Reaktion
  • Donders a-Reaktion simple RT   Reiz -> Reizwahrnehmung -> Entscheidungszeit -> motorische Antwortzeit -> Reaktion
  • Donders b-Reaktion choice RT X -> Reizwahrnehmung -> Entscheidungszeit -> Diskrimationszeit -> Antwortauswahl -> motorische Antwortzeit -> Reaktion
  • Donders c-Reaktion go/ no-go RT X -> Reizwahnrnehmung -> Entscheidungszeit -> Diskriminationszeit -> motorische Antwortzeit -> Reaktion
  • Donders Diskriminationszeit c - a
  • Donders Antwortauswahl b - c
  • Komplikationsversuche Experiment mit dem Pendel Zeiger schwingt mit einem Pendel -> Glockenanschlag bei extremer Auslenkung gleichzeitig visueller Reiz (Ich sehe Pendel & höre Anschlag) Erklärung: Umschalten von visuell auf auditive Wahrnehmung verbraucht zusätzlich Zeit
  • Komplikationsversuch heute Psychologische Refraktärperiode
  • Untersuchung von Emotionen mit physiologischen Methoden Einfluss von Tönen, Gerüchen auf die Pulsfrequenz gemessen mit eigens konstruierten Geräten Versuch: Emotionen durch physiologische Reaktionsmuster unterscheiden
  • Wundts Einfluss sehr einflussreich und produktiv fast gesamte erste Generation amerikanischer Experimentalpsychologen studiert bei Wundt