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Psychologie und Kulturelle Vielfalt (Subject) / 5 Ethnische Zugehörigkeit (Lesson)

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  • 5.1 Begriffsdefinition hochproblematischer Begriff: Vorstellung = genetische Unterschiede > zw. zwei Rassen als innerhalb einer rassischen Kategorie → Tatsächlich zeigt Molekularbiologie, dass größter Teil genetischer Unterschiede beim Menschen innerhalb einer geographischen Population zu finden (nicht zw. den Populationen!) Rassenbegriff sozial und psychologisch relevant, da er eine Erklärungsgrundlage für Erleben und Verhalten im Umgang mit anderen Personen bieten kann. Im Grundgesetzt + Allgemeinen Gleichstellungsgesetz wird der Begriff Rasse ebenfalls verwendet: grund = damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass rassische Personen diese Klassifikation als Grundlage für ihre Ablehnung benennen: Einteilung von Menschen in Rasse = nicht wertneutral. Zentrales Mekrmal von Rassentheorien = vermeintlich werden biologische "Menschenrassen" als höherwertiger als andere eingestuft →soziale Ungleichheiten zw. angeblichen Rassen zu legitimieren . Abwertung einzelner Gruuppen aufgrund ihrer angeblichen Rassenzugehörigkeit  = Rassismus. Begriff "Rasse" = unüblich.Begriff "Ethnie, Ethnizität"  (Volk, Volkzugehörigkeit)  Problem der Begriffe bleibt aber dasselbe:  Konnotation deutet auf eine Gruppierungsmöglichkeit anhand von genetischen oder natürlichen Merkmalen hin. → Vernachlässigt die hohe Variabilität von Angehörigen innerhalb der Kategorie + Zugehörigkeit zu einer Ethni = sozial und psychologisch relevant Herausforderung = passende Benennung der einzelnen ethischen Gruppen: fast alle Bezeichnungen = vereinfachend und treffen nicht genau zu. Vorschlag von Anatol Stefanowitsch : Wenn man das Merkmal , das die Gruppe definiert, wörtlich verwendet, stolpert man in pauschalisierten Aussagen über so manches Stereotyp: "Blondinen sind dumm" , so  oft gehört = klingt nicht komisch. "Frauen mit heller Haarfarbe sind dumm"→ fragt man sich eher was die Haarfarbe mit Dummheit zu tun haben sollte.
  • 5.2 Statistische Daten Fremde Gruppen treffen durch Migration aufeinander → Rassenkonflikte analog zu Altersdiskriminierung, durch den demografischen Wandel stark beeinflusst. 1-2 Milionen Menschen wandern jährlich in die EU ein um hier zu arbeiten /leben. Anteil derer die aus persönlichen Gründen einwandern > Anteil derer die aus ökonomischen Gründen einwandern Es gibt keine verlässliche Angabe darüber, wie viele Personen in Deutschland in ihrem Aussehen von der breiten Masse abhaben, zB schwarze, asiatisch aussehende Personen.
  • 5.3 Stereotype Leute aus Südeuropa:  emotional, weniger effizient als aus Neordeuropa Auf Landesebene: Fleiß, Kühle und Unaufgeregtheit in GB Erotik in Italien Verlässlichkeit in Niederlanden "Heaven is a place with an American house, Chinese food, British police, a German car, and French art. Hell is a place with a Japanese house, Chinese police, British food, and a French car." Bittet man Deutsche um ihre Einschätzung von Türk/-innen, Muslim(a)s und Ausländer/-innen (als abstrakte Gruppe) , nach Stereotype Content Model: kalt und inkompetent. Nachteil = weder kompetent noch warm weitere  Beispiele aus dieser Studie: warm + inkompetent = Behinderte, Alte, Hausfrauen, kalt + kompetent = Reiche + Karrierefrauen, warm + kompetent= Alleinstehende und Sportler/-innen. Asiat/-innen   Fakten zur Kategorisierung an sich:  3j nehmen Unterschiede in Hautfarbe, Haarstruktur + Gesichtszüge wahr. ab 6j begreifen sie, dass ethische Zugehörigkeit ein unveränderliches Merkmal ist. Pubertät: ethische Zugehörigkeit vor allem für viele Jugendliche, die der Minorität angehören treten in den Vordergrund, weil in dieser Phase die eigene Identität und damit die Gruppenzugehörigkeit wichtiger werden, was im falle einer Minoritätszugehörigkeit viel deutlicher ist als die Zugehörigkeit zur "normalen" Majorität. Negative Stereotype über ethnische Gruppen zu äußern = in vielen Ländern immer mehr verpönt. Bei Umfragen und experimentellen Studien äußern nur wenige Personen, offen negative Einstellungen gegenüber anderen Gruppen. Unterscheidung zwischen expliziten und impliziten Stereotypen. Spanne zw. explizit positiven Einstellungen und implizit negativen = bei Rassismus sehr groß.  auch insgesamt lassen sich Zuordnungen von positiven und negativen Eigenschaften unterscheiden: Forschungsbeispiel: Implizite Zuschreibung von Eigenschaften Gartner & McLaughling: Personen können stereotypjongruente Information schneller verarbeiten, als stereotypinkongruente, ↔ Deutung auf ein Stereotyp, wenn Personen bestimmte Informationen schneller erkennen als andere. lexikalische Entscheidungsaufgaben um Stereotyp gegenüber Weißen und Schwarzen zu testen: Verschiedene Wortpaare wurden gebildet. Bei einer Hälfte war "Schwarz"  der erste Teil, bei der anderen war "Weiß". Jeweils gefolgt von einem positiven Attribut (ehrgeizig, sauber klug), einem negativen Attribut  (faul, dumm, Sozialhilfe empfangend) einem neutralen Wort (Apfel Butter Süßigkeit) oder sinnlosen silben (clopt,lelve,kupod) zur Kontrolle wurden Wortpaare aus einer vorherigen Studie eingefügt, die eng der nicht miteinander assoziiert waren (Tisch: Stuhl vs. Tisch: Arzt) weißen Vp , die in einem vorgeschalteten Fragebogen sich als besonders vorurteilsbehaftet oder besonders vorurteilsfrei gezeigt hatten, sahen nacheinander verschiedene Wortpaare und mussten möglichst schnell per Knopfdruck entscheiden, ob die beiden angezeigten Teile Wörter sind oder nicht. Ausgewertet wurde wie schnell Paarungen zw. Schwarz und Weiß mti negativen und positiven Eigenschaften als richtig erkannt werden. (Die wenigeen Fälle in denen diese Paarung als falsch bezeichnet wurdem wurden ausgeschlossen) Die Paarung von negativen Eigenschaften von Schwarz, Weiß wurden gleichschnell erkannt, aber die Paarung von postitiven Eigenschaften mit Weiß wurde signifikant schneller als richtig erkannt als die Paarung von positiven Eigenschaften mit "Schwarz" Schwarz+negativ = schneller, als mit positiven Eigenschaften, Weiß+ positiv = schneller als mit negativen Eigenschaften.  
  • 5.4 Theorien zu Rassismus traditionelle Rassismus findet sich heute in rechtsradikalen Parolen, aber nicht in der breiten Masse in rechten Parolen lässt sich übrigens gut erkennen, dass Vorurteile unter anderem zur Vereinfachung der komplexen Realität dienen. Rassismus- Theorien, Annahme = Personen vertreten egalitäre Werte, aber andererseits bewerten sie andere ethnische Gruppen negativ, weil sie wichtige Werte nicht erfüllen. (z.B. Arbeitsmoral) Diese Konzept = ambivalenter Rassismus Zentral = ambivalene Haltung, ob andere ethische Gruppen, nun positiv oder negativ sind (Valenz) humanitäre und egalitäre Werte = hoch, anderen ethischen Gruppen positiv Eingestellt. Vertreten aber gleichzeitig auch Werte (z.B.: protestantische Arbeitsmoral) → erfüllen andere ethische Gruppen nicht. → Negativ Bewertung. Symbolische Rassismus Personen nehmen in jungen Jahren die negative Einstellung gegenüber anderen ethischen Gruppen  →  reagieren später dann auf Symbole, die den gelernten ähnlich sind, entsprechend emotional negativ  Vertreten egalitäre Werte, begründen ihrer (früh gelernte) negative Reaktion auf andere ethnische Gruppen darauf, dass diese die traditionellen Werte verletzen Wenn Schwarze weniger verdienen, dann liegt das nicht an unfairer Behandlung, sondern weil Schwarze fauler seien. drei Subfaktoren dieser Rassismus-Art: Leugnung anhaltender Benachteiligung Zurückhaltung gegenüber besonderer Förderung Einstellung, dass Schwarze zu schnell zu viel Fordern.   Moderner Rassismus beruht auf dem Spannungsfeld zw. offen positivem und verdeckt negativem Rassismus. Gruppenrivalität kommt zum Tragen: Generell wird das Prinzip der Chancengleichheit vertreten, aber soziale Hierarchie = eigene Privilegierung soll unangetastet bleibem. → Behauptungen, B= Schwarze fordern zuviel, und in solch einem Ausmaß privilegiert werden, dass es schon wieder ungerecht für Weiße sei. eigene privilegierte Situation wird dabei außer Acht gelassen. Aversive Rassismus stellt egalitäre Werte + verdeckte negative Einstellungen gegenüber Problem seinen = die tief verankerten negativen Gefühle gegenüber Fremden, die kulturell geprägt sind. Kontakt mit Fremden = unangenehm + vermieden das Bedeutet nicht, dass aversiv rassistische Personen keine Sympathie für Minderheinten hätten, sondern sie begründen ihr unangenehmes Gefühl mit Argumentationen, dass ethische  Differenzen naturlich seinen o.ä. Negative Gefühle in solchen Situationen werden nicht auf die eigenen tiefsitzenden, negativen Gefühle, sondern auf die Minderheit attribuiert, was die rassistische Einstellung verstärkt. Pettigrew und Meertens fassen Spannung zw offenen und verdeckten Vorurteilen zusammen: Offener Rassismus = Zurückweisung der Fremdgruppe Vermeidung von engerem Kontakt mit ihr, weil als bedrohlich wahrgenommen. Subtiler Rassismus:  "versteckt" die Negativität durch drei Aspekte: traditionelle Werte, die die Fremdgruppe angeblich nciht einhält werden hochgehalten grundsätzliche kulturelle Differenzen werden betont und übertrieben positive Gefühle der Fremdgruppe gegenüber werden verweigert.    
  • 5.5. Auswirkungen: Diskriminierung und Lösungen Diskriminierung geringste Annährung im Bereich der persönlichen, intimen sozialen Kontakte. Beispiel aus einer anderen Kultur: Kastenwesen in Indien = prägender kultureller Bestandteil → in Studie gaben allerdings viele Personen an, dass sie keine Proble darin sähen, wenn sie mit Personen aus einer anderen Kaste gemeinsam zur Schule gingnen. diese Integrative Prinzip hat sich nicht in alle Lebensbereichen durchgesetzt: eine Person aus einer anderen Kaste zu heiraten konnten sich nur weniger Personen vorstellen. Anwendungsfeld = gerichtliche Entscheidungen, weil Rechtsprechung weite Konsequenzen hat. + unabhängig und gerecht sein soll. →Auch hier zeigen Studien, dass soziale Kategorien wie die ethische Zugehörigkeit oder auch Ähnlichkeit zur eigenen Person Einfluss nehmen : unterschiedlicher Strafen für Weiße und Schwarze( Schwarze bis zu 10% längerer Haftstrafen). Typische Weiße und typisch Schwarze Verbrechen. Fall Amadou Diallo , von Polizeistrafe mit 41 Schüssen getötet. Fall allein ist keine Beweis für Stereotypisierung: →Fall allein kein Hinweis auf Stereotypisierung , so untersuchten Correll, Park, Judd und Wittenbrink eine ähnliche Situation experimentell: Forschungsbeispiel: Reaktionen in bedrohlicher Situation. Corell et al. Vp spielten ein Computerspiel, be dem sie Bilder von jungen Männern in Alltagskontexten wie im Bahnhof, auf der Straße oder im Park sahen, die etwas in der Hand hielten. in der Hälfte aller Situationen war der abgebildetet Mann schwarz/weiß jeweils in der Hälfte der Situationen hielt der Mann Handfeuerwaffe/unbedrohliche Gegenstände. die Vp mussten sehr schnell einen von zwei Knöpfen für "schießen" oder "nicht schießen" drücken und bekamen Punkte für jede Entscheidung. +5  richtige Entscheidung, nicht auf unbewaffnete Pers. schießen +10 richtige Entscheidung auf eine bewaffnete Pers. schießen -20 Fehlentscheidung auf eine unbewaffnete Pers. schießen -40 Fehlentscheidunf auf eine bewaffnete Pers. schießen Annahme =  schw. werden implizit als bedrohlicher als Weiße wahrgenommen. → zeitdruck, automatische auf Grundlage diese impliziten Stereotyps gehandelt. Ergebnis= ethnische zugehörigkeit beeinflusst sowohl Schnelligkeit als auch anzahl der Fehlentscheidungen: auf bewaffnete Schwarze wird schneller richtigerweise geschossen, als auf bewaffnete Weiße. Unbewaffnete Schwarze werden öfter fälschlicherweise erschossen als unbewaffnete Weiße bewaffnete Weiße werden fälschlicherweise nicht erschossen als bewaffnete Schwarze.    
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