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VT (Verhaltenstherapie) (Subject) / Behandlungstheorie und -technik (Lesson)

VT-Behandlungstechniken und -theorien

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  • A-B-C Komponenten in der Rational-Emotive-Therapie nach Ellis A = activating event auslösende Ereignis (intern oder extern) B = belief Bewertung des Ereignisses A C = consequences emotionalen Reaktionen u Verhaltensweisen, die auf A folgen
  • verdeckte Sensibilisierung nach Cautela (auch: covert sensitization) Veredeckte Sensibilisierung ist eine VT-Aversionstechnik zum Abbau unerwünschten Verhaltens im Suchtbereich  u.a. Cautela hat das Verfahren verdeckte  "Sensibilisierung" genannt, weil anders als bei der systematischen Desensibilisierung nicht der Abbau sondern der Aufbau einer Vermeidungsreaktion im Vordergrund steht. Beispiel für verdeckte Sensibilisierung (aus Suchttherapie): Imagination: Sie betreten eine Kneipe und spüren, wie Ihnen übel wird. Im Hals können Sie fühlen, wie der Mageninhalt nach oben kommt. Sie bestellen ein Bier und gleichzeitig kommen die ersten Bröckchen die Speiseröhre hoch. Als Sie nach dem Bier greifen, müssen Sie sich ergeben. Sie brechen auf die Theke, das Erbrochene läuft über Ihre Hand, sie können die erbrochenen Stückchen sehen und die anderen Gäste beobachten den ganzen Vorgang. Sie laufen aus der Kneipe und als sie die frische Luft draußen spüren, geht es Ihnen schlagartig besser.  
  • Goal attainment Scaling GAS GAS goal attainment Scaling ist eine Zielerreichungsskala in der VT, mit der die individuelle Zielerreichung einer Therapie erfasst werden kann (z.B. prozentual: 25%, 50% 100% oder z.B. skaliert von -2 bis +2) Beispiel eines goal attainment Scalings:   Ziel: Verbesserung des Kontakt- und Gesprächsinteresses Ausgangszustand -1 (Kontakt bezieht sich auf wenige vertraute Personen Verschlechterung auf -2 (mutistischer Rückzug) Verbesserung auf 0 (entwickelt Interesse an Kontakten zu anderen Personen) Verbesserung auf +1 (nimmt Kontakt zu alten Bekannten auf) weitere Verbesserung bis vollständige Zielerreichung bei +2 (schließt neue Bekanntschaften)  
  • Sokratischer Dialog Der S.D. ist eine Sonderform der Gesprächsführung bei kognitiven Interventionen. Irrationale oder unangemessene Denkmuster werden hinterfragt, indem der Therapeut sich "naiv" stellt ("Columbo-Technik"). Für den Therapeuten gilt: Zurückhaltung, offen Fragen und ein Verzicht auf Bewertungen!!! 2 Unterformen: empirische Disputation: Überprüfung der Realitätsangemessenheit einer Kognition: "Woran machen Sie das fest?" hedonistische Disputation: Überprüfen des Nutzens eines Denkstils: "Was bringt es Ihnen, so zu argumentieren?"
  • Charakteristika verhaltenstherapeutischer Gesprächsführung in Abgrenzung zu anderen Schulen: Transparenz (in VT wird das therapeut. Vorgehen oft erklärt - ist allerdings selektiv!) Struktur (in VT wird jede Stunde, aber auch die Therapie als Ganzes klar strukturiert) Konkretisieren, Präzisieren, Spezifizieren (Was genau ist problematisch? Wann tritt es auf? Wann nicht?) geleitetes Entdecken (durch gezielte Fragetechnik wird der Patient angeleitet, neue zielführende Infos selber zu entdecken) Zusammenfassen und Rückmelden: (erfolgt durch den Therapeuten, aber auch durch den Patiente, z.B. Zusammenfassen der wichtigsten Erkenntnisse der Stunde, Äußerung von Unzufriedenheit oder Zweifeln. Sandardisierte Variante: Therapiestundenbögen)
  • Kontingenzmanagement = eine Methode im Zusammenhang mit operanter Konditionierung (Verstärker) Kontingenzmanagemnt ist dort sinnvoll, wo von von unmittelbar gesetzten Reizen eine längerfristige Wirkung auf das Verhalten  erwartet werden kann - V.a. BEI KINDERN!!! Verstärker soll UNMITTELBAR nach dem Verhalten erfolgen, damit die Verbindung zw Verhalten und Konsequenz gelernt wird Klient soll über den ZUSAMMENHANG zw Verhalten und Konsequenz informiert sein (v.a. bei ABBAU v Verhalten) die gewählten Verstärker müssen  für die Person RELEVANT sein.  Indikation: bei jeder Störung, jeder Patientengruppe, jedem Setting.
  • VT-Methoden zum Aufbau von Verhalten - shaping - chaining - fading - prompting - token economies
  • was ist shaping? = Methode zum Aufbau von Verhalten Beschreibung:Beim Shaping wird das zu lernende Verhalten schrittweise ausgeformt - zunächst werden ERSTE ANSÄTZE des Zielverhaltens positiv verstärkt Beispiel: Erlernen der Entspannungsreaktion beim Biofeedback. Die ersten Schritte dabei werden verstärkt.  
  • was ist Chaining? Chaining ist eine VT-Technik zum Aufbau einer KOMPLEXEN Verhaltenskette Beschreibung: Beim Chaining wird immer das LETZTE Glied einer langen Verhaltenskette verstärkt (quasi Ausformung des Verhaltens von hinten!) Beispiel: Kind soll lernen, sich selbständig anzuziehen. Positiv verstärkt wird der LETTZE Schritt (Anziehen der Schuhe). Über die einzelnen Kleidungsstücke wird sich so lange vorangearbeitet, bis das Kind am Schluss die gesamte Verhaltenskette des Anziehens bewältigen kann. Verstärkt wird aber immer erst, wenn die Schuhe angezogen sind.
  • Was ist fading? Fading ist eine VT-Technik zum Aufbau von Verhalten im Zsg. mit wachsender Selbstständigkeit Beschreibung: Es werden Hilfsstimuli (verbale, bildliche, verhaltensmäßige) sukzessive ausgeblendet. Jeder Ansatz selbstständigen Verhaltens wird konsequent verstärkt. Beispiel:Ablösung aus der Therapie: Vergrößerung der Sitzungsabstände
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  • Was versteht man unter prompting? = eine VT-Technik zum Aufbau von Verhalten Beschreibung: Therapeut gibt verbal oder verhaltensmäßig Hilfestellung, die die Aufmerksamkeit der Person auf das gewünschte Verhalten lenkt. Beispiel:Therpeut nimmt das Kind an die Hand und sagt: "Ich möchte, dass du jetzt xy tust". Prompting verstärkt die Wahrscheinlichkeit für das Zielverhalten, das dann vom Therapeuten verstärkt werden kann.
  • Was versteht man unter token economies? = Methode der VT zum Aufbau von Verhalten Beschreibung:Generalisierte Verstärker werden vergeben, die dann gegen etwas eingetauscht werden können - BELOHNUNGSAUFSCHUB! Beispiel:Geschlossene Station: Hygienemaßnahmen werden registriert - nach bestimmter Anzahl erfolgt Belohnung - z..B. zwei Stunden aufs Gelände und in die Cafeteria.
  • VT-Techniken zum Abbau von Verhalten prinzipiell Bestrafung Typ I und Typ II - Bestrafung - Löschung - responce cost - time out - Sättigung - Beschränkung - Verstärkung inkompatibler Verhaltensweisen
  • Was bedeutet Bestrafung in der VT? = Methode der "letzten Wahl" beim Abbau von Verhalten -Anwendung eines aversiven Reizes auf unewünschtes Verhalten (C-) - nur anwenden, wenn Schaden durch Weiterführung des Verhaltens >Strafe - nur anwenden, wenn andere Methoden erfolglos waren - braucht Zustimmung des Pat.
  • Erklären Sie "Löschung" = Entfernen eines positiven Verstärkers, der Problemverhalten aufrecht hält (C+) - Löschung braucht Zeit - ≠angemessen, wenn Problemverhalten SOFORT unterbleiben soll Beispiele: Ausbleiben der elterlichen Aufmerksamketi bei problematischem Verhalten.Therapiepause bei Suizidversuchen in der DBT  
  • Erklären Sie "response cost" = gehört in den Bereich "VT-Techniken zum Abbau von unerwünschtem Verhalten" und ist ein Sonderfall von "Löschung" Bei "responce cost" werden erarbeitete Tokens bei unangemessenem Verhalten wieder entzogen (benötigt Token System als Grundlage) Beispiel: Schüler muss Token wieder zurückgeben, weil er das selbständige Arbeiten in Ruhe nicht eingehalten aht.
  • Was versteht man in der VT unter "time out" = Technik in der VT zum Abbau von Verhalten Bei "time out" werden alle möglichen Verstärker für eine gewisse Zeit unerreichbar gemacht Indikation: Wenn es schwer ist, sämtliche Verstärker einer Situation zu identifizieren und zu kontrollieren   Beispiele: "Klassenkaspar" für 5 Minuten in neutralen Raum"stille Treppe"
  • Was bedeutet in der VT Sättigung im Zusammenhang mit Verhaltensabbau? "Sättigung" tritt immer dann ein, wenn eine bestimmte Reaktion sehr häufig gezeigt wrude und immer derselbe Vestärker erfolgt. Beispiel:Kind hortet Papier - es wird ihm beliebig viel Papier zur Verfügung gestellt.
  • Was meinen VTler, wenn sie im Zshg. von Verhaltensabbau von "Beschränkung" sprechen. = physikalische Verhinderung eines Verhaltens, um es kurzfristig zu reduzieren Beispiel: Akut aggressives Kind wird festgehalten
  • Was bedeutet "Verstärkung inkompatibler Verhaltensweisen"? Dabei wird ein Verhalten, das mit dem unerwünschten Verhalten nicht vereinbar ist, verstärkt. Beispiel: habit reversal
  • Was ist von "Aversionsverfahren" in der Psychotherapie zu halten? Trotz gesicherter Effektivität spielen Aversionsverfahren aus ethischen Gründen eigentlich keine praktische Rolle. Populäres Beispiel für ein "Aversionsverfahren" in der Suchtbehandlung = die Gabe von Antabus (Disulfiram) löst bei Konsum von Alkohol starke aversive Empfindungen aus.
  • Welche Methoden gibt es in der VT, um Verhalten zu stabilisieren? - Strategien der Selbstkontrolle - Ausblenden der Therapie (Vergrößerung der Sitzungsabstände) - Einbeziehen des sozialen Systems - Überlernen von Verhaltensweisen (Folge: Automatisierung) - Übergang von kontinuierlicher zu intermittierender Verstärkung - Übergang von Fremd- zu Selbstverstärkung - therapeutische Hausaufgaben - Verhaltensverträge bzw. Kontingenzverträge    wenn/dann-Bedingungen   Kontingenzverträge zw. Th und Pat oder von  Pat mit sich selbst - Mediatorenmodell bzw. -trainings: Erweiterung Th-Pat-Dyade zu Triade  in der natürlichen Umgebung des Pat. (Lehrer, Eltern, Erzieher - häufig  Kontakt zum Kind mit besserem Zugang zu attraktiven Verstärkern)  Th fungiert als "Berater" für Mediator, Mediator wird zum unmittelbaren   Therapeuten.                                                                     
  • Habit Reversal Training - auch: Reaktionsumkehr" - automatisches Verhalten wird durch eine konkurrierende Reaktion syste-   matisch unterbrochen - empirische Überprüfung: sehr effektive Methode!!! - Indikation: TIC-Störungen, Trichotillomanie, Daumenlutschen u. andere   nervöse Verhaltensweisen   Durchführung: Beschreibung des Verhaltens inkl. frühe Anzeiche Aufbau v. Veränderungsmotivation Competing Response Trraining. Sobald Impuls für Problemverhalten auftritt, soll Pat. inkompatbibles Verhalten zeigen (z.B. statt Nägelkauen Hände zu Fäusten ballen) Generalisierungstraining: Zuerst Üben in der Therapiesituation, dann mehr und mehr im Alltag und sukzessive in schwierigen Situationen.
  • Kontraindikation für Gedankenstopp-Technik Zwang!!!! weil Zwangsgedanken durch das Unterdrücken noch öfter auftreten!!!