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TP und Psychoanalyse (Subject) / Modelle der Symptomentstehung (Lesson)

Konfliktmodell Strukturmodell Trauma

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  • Was versteht man in der PA unter einem Konflikt? Konflikt = der innere Widerstreit gegensätzlicher Motive, Wünsche, Bedürfnisse, Werte und Vorstellungen. Konflikte sind im PA-Verständnis für den Menschen konstitutiv (zwangsläufig). Aus ursprünglich zwischenmenschlichen (interpersonellen) Konflikten werden durch Verinnerlichung im Lauf der Biographie intrapsychische (innere) Konflikte (z.b. Wunsch vs. Abwehr, Instanzkonflikt, Triebkonflikt etc.). Diese inneren Konflikte können wiederum als soziale Konflikte reexternalisiert und inszeniert werden (z.b. in Form eines Übertragungsarragenements in der Therapie).
  • projektive Identifizierung Begriff stammt von Melanie Klein Bei der projektiven Identifizierung werden unerträgliche Selbstanteile in einen anderen hineinevakuiert und dann in diesem bekämpft. Dies schließt offen oder subtil manipulatives Verhalten mit ein, durch welches das Gegenüber dazu gebracht wird, tatsächlich entsprechend der in ihn hineinverlagerten Projketionen zu erleben oder zu handeln. In der pathologischen Form setzt die projektive Identifizierung eine Spaltung voraus und ist im Ggs. zur intrapsychischen eine Form der interpersonellen Abwehr.  Dh. bei der projektiven Identifizierung bleibt der Konflikt NICHT intrapsychisch, sondern wird zu einem interpersonellen Konflikt.
  • Symptombildung bei strukturellen Störungen Bei strukturellen Störungen resultiert das Leiden aus dem als unerträglich erlebten Verhalten anderer Menschen.  Strukturelle Störungen zeigen sich i.d.R. in Form von Regulationsstörungen und spielen sich im Ggs. zum neurotischen Konflikt im Außen ab. Strukturelle Störungen können Folge von Entwicklungsdefiziten sein Resultat einer regressiven Entdifferenzierung aufgrund traumatischer Ereignisse sein Folge toxischer Einflüsse sein
  • Symptombildung nach traumatischen Ereignissen Analog des Defizitmodells gefährden unverarbeitete Traumata die strukturelle Integration. Besondere Bedeutung kommt dabei dem erzwungenen Erleben von Ohnmacht und Überwältigung, Schuldgefühlen, Verwirrung des Wirklichkeitssinnes und dem Zusammenwirken von kindlichen Phantsien und deren Realisierung zu.
  • Kumulatives Trauma (Masud Khan) Summation unterschwelliger sub-traumatischer Reize zu einem Trauma.
  • Sequentielles Trauma (Hans Keilson) Hans Keilson untersuchte jüdische Kriegswaisen in Holland Er sprach vom Trauma als langfristigem Prozess ≠ singuläres Ereignis. Unterscheidung zwischen erster traumatischer Sequenz (die im Vordergrund stehende Tat und der Täter) und  postexpositioneller Reaktion der sozialen Umwelt  Keilson: Ein Trauma endet nicht mit der Befreiung aus den Fängen des Täters, sondern geht damit nur in eine neue Sequenz über.
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