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Psychologie und Kulturelle Vielfalt (Subject) / 4 Alter (Lesson)
Deutschland = Spitzenreiter im Altsein und Altwerden.
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- 4.1 Begriffsdefinition Im Erwachsenenalter ist Unterteilung schwer. Woran sol man das Alter festmachen? : biologische Veränderungen? gesellschaftliche Rollen? Lebensalter? grobe Einschätzung: das frühe Erwachsenenalter umfasst Lebensalter von 20 - 30: Berufseinstieg, Familiengründung, hohe Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeit. mittlere Erwachsenenalter : 30-40.berufliche Karriere, Kindererziehung, gesundheit generell stabil. höheres Erwachsenenalter: ab 50. (Konsoldierung im Beruf, Kinder aus dem Haus, erste körperliche Einschränkungen) bis zum erreichen des Rentenalters 65. das Hoche alter wir in Berliner Altersstudien in das "Dritte Alter" und "Vierte Alter" unterteilt. Übergang "Dritte Alter" → "Vierten Alter" nicht an Lebensjahren, sondern am Zustand der Person auszumachen. Befragung von jüngeren, wer jung, wer alt = Resultat übereinstimmend: Jung = 18 - 35 Jahre, im mittleren Alter= 35- 65 Jährige, alt = 65 - 80 double standard of ageing: Frauen werde früher als alt eingeschätzt als Männer→ "Altersstereotype" schlagen früher zu.
- 4.2 Statistische Daten demografischer Wandel bezieht sich auf jegliche Veränderung von demografischen Variablen innerhalb einer Gesellschaft. der demografische Report (European Commision, 2011 ) zeigt folgende Trends: Prozentzahl, der ü60 Jährigen der gesamten Weltbevölkerung: 2009 11%, 2009 11%, 2050 22% Industrinationen wie Eu stärker ausgeprägt als asiatische oder afrikanische Länder. Entwicklungsländer werden schneller hinterherziehen. 2050 wird es mehr Menschen ü60 geben als unter 14. Fruchtbarkeitsrate in Deutschland gesunken. Durchschnittsalter von Frauen bei der ersten Geburt = 30,2 Jahre. Lebenserwartung von älteren Menschen steigt. Deutschland hat EU-weit die geringste Quote an unter 20-Jährigen. (18,8 %), höchste an über 64 Jährigen (20,7%) → Altersdurchschnitt 44,2 Jahren Gründe für das demografische Altern sind: steigende Lebenserwartung sinkende Fruchtbarkeit. Lebenserwartung seit 1950 weltweit um über 20ü Jahre auf 68 Jahre gestiegen. Lebenserwartung für Frauen = höher als für Männer ( 82 vs 76) Auch in den sinkenden Fruchtbarkeitsraten = Unterschiede zw. Ländern → werden sich wahrscheinlich angleichen. Entwicklungsländer ziehen nach: niedrigere Kindersterblichkeit, höheres Ansehen von Frauen, Umgang mit Geburtenregelung und Eheschließung. EU = Ø 1,6 Kinder/Frau, Spitzenreiter-Land Niger = Ø 7 Kinder/ Frau zusätzliche Faktoren, die die demografische Altersstruktir verändern= Altern der Geburtenstarken Jahrgänge (50er 60er Jahre Babyboom), entgegensetzt = Zuwanderung von jüngeren Arbeit suchenden Migranten und Migrantinnen.
- 4.3. Stereotype Alterstereotype wie sie in unserer Kultur vorherrschen. Es gibt Kulturen, in denen Alter weit mehr geschätzt wird als "bei uns" (z.B. in asiatischen Ländern) soziale Kategorie des Alters unterscheidet sich salient zu den Kategoeien Geschlecht und Ethinizität: Gruppenzugehörigkeit ändert sich bezüglich des Alters. Altersvorurteile (ageism) werden weitgehend toleriert, wohingegen Geschlechts- und Rassendiskriminierung sozial unerwünscht ist. insgesamt werden Älteren Menschen: ein schlechter Gesundheitszustand, Asexualität/Impotenz, Unattraktivität, kognitiver und psychischer Verfall, Gefühl der Nutzlosigkeit, soziale Isolation, Einsamkeit, Armut und Unzufriedenheit mit dem Leben/Depressionen zugesprochen. Metaanalysen zeigen: Ältere weniger attraktiv, weniger kompetent Fakroren die diese negative Einschätzung von Älteren abschwächen: viele Infos zu den Personen vorliegen, bewertete Person ist selbst im mittleren Lebensalter. postive Stereotype über Ältere = sehr warm. → geht zurück auf die Stereotype Content Model (Fiske) = eine der grunglegenden Dimensionen (neben Kompetenz) anhand derer wir Personen sofort einschätzen und wahrnehmen. Wer zur Gruppe der Älteren gehört→ warm und inkompetetn Es gibt substereotypen für bestimmte Gruppen : Großmutter: gütig ung hilfreich. älterer Staatsmann : intelligent und intolerant Rentner: einsam und schwach. Zugleich muss erwähnt werden, dass trotz aller Stereotype in Realität : Die Bandbreite an Persönlichkeitsentwicklung bei älteren Menschen heterogener als bei jüngeren.
- 4.4 Theorien zu Altersstereotypen Funktionaler Ansatz Soziale Rolle Soziale Identität zu 1) Funktionaler Ansatz Alterstereotype haben verschiedene Funktionen: kognitive: Reduktion der komplexen Welt auf ein Maß , was wir gut verarbeiten können. (=Funktion aller Stereotype) psychodynamische (motivationale) Funktion: sich selbst vor den negativen Folgen des Alterns schützen. soziokulturelle Funktion der Altersstereotype = Aufrechterhalten der aktuellen sozialen Ordnung und der aktuellen Kategorien -"wir" (die Eigengruppe) sind jung und "die anderen" (die Fremdgruppe) sind alt. zu 2) Soziale Rolle Arbeitsmarkt, fast ausschließlich unter 65 Jährige zu finden. → den jüngeren fällt damit die Rolle der Arbeitskraft zu. Rolle hat sich so stark eingeprägt, dass sie auf die andere Dimension (Alter) übertragen wird zu 3) soziale Identität die Identtitätstheorie besagt: "wir alle gehören verschiedenen Eigengruppen an und versuchen diese möglichst positiv von den Fremdgruppen abzuheben." Älterer lassen ihrer Eigengruppe als schlecht dastehen →sich als Ausnahme ihrer Gruppe zählen. →"Junggebliebene"
- 4.4 Theorien zu Altersstereotypen Funktionaler Ansatz Soziale Rolle Soziale Identität zu 1) Funktionaler Ansatz Alterstereotype haben verschiedene Funktionen: kognitive: Reduktion der komplexen Welt auf ein Maß , was wir gut verarbeiten können. (=Funktion aller Stereotype) psychodynamische (motivationale) Funktion: sich selbst vor den negativen Folgen des Alterns schützen. soziokulturelle Funktion der Altersstereotype = Aufrechterhalten der aktuellen sozialen Ordnung und der aktuellen Kategorien -"wir" (die Eigengruppe) sind jung und "die anderen" (die Fremdgruppe) sind alt. zu 2) Soziale Rolle Arbeitsmarkt, fast ausschließlich unter 65 Jährige zu finden. → den jüngeren fällt damit die Rolle der Arbeitskraft zu. Rolle hat sich so stark eingeprägt, dass sie auf die andere Dimension (Alter) übertragen wird zu 3) soziale Identität die Identtitätstheorie besagt: "wir alle gehören verschiedenen Eigengruppen an und versuchen diese möglichst positiv von den Fremdgruppen abzuheben." Älterer lassen ihrer Eigengruppe als schlecht dastehen →sich als Ausnahme ihrer Gruppe zählen. →"Junggebliebene"
- 4.5. Auswirkungen: Diskriminierung und Lösungen Folgen des demografischen Alterns soziale Veränderungen wirtschaftliche Veränderung zu 1 soziale Veränderungen: Altergruppe ab 60 = am schnellsten wachsende Gruppe → Fragen zur geriatrischen Versorgung (Geriatrie = Altersheilkunde)/ altersgerechter Infrastruktur. höherer Lebenserwartung der Frauen → Frauenüberhand in den älteren Generationen↑ → höheres Armutsrisiko (durchschnittlich weniger Rentenansprüche als Männer) erworben haben → mehr Überforderung und Erschöpfung durch familiäre Pflege - diese Belastungen müsen berücksichtigt werden. immer mehr Menschen leben allein (betrifft Frauen mehr als Männer, da nach Verwitwung, seltener eine neue dauerhafte Beziehung. ) →Risiko für physische und psychische Krankheiten, Altersarmut und gesellschaftliche Isolation erhöht sich zu 2) wirtschaftliche Auswirkungen viele Alte (Rentenalter ab 65) , wenig junge Menschen (Erwerbsalter 20-64) Altersquotient sinkt, in den EU-Ländern von 8 auf 4 halbiert. Belastungen der Rentenkassen, Krankenkassen, privaten Transferleistungen von Jung zu Alt ↑ Mßnahme = Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters Diskriminierung: Beispiel Arbeitskontext demografischer Wandel und Altersstereotype → Hinweise darauf, dass auch das Verhalten gegenüber unterschiedlichen Arbeitsgruppen = problematisch, aber Belegen es nicht direkt. hier Kombination von drei wesentlichen Aspekten: diese umfassen nicht das ganze Spektrum. Diskrimininierung im Arbeitskontext ( Andere Diskriminierungsfelder = übertriebene Fürsorglichkeit/ patrionisierende Kommunikation: Spraceh übertrieben langsam, übertriebene Gestik) Benachteiligung von Älteren gegenüber Jüngeren. Sicht aus der eigenen westlichen kulturellen Perspektive heraus, sicherlich nicht für alle Kulturen gleichzusetzen Stereotype schlagen sich auch in der Bewetung von Arbeitskräften nieder. jung = lern- und Leistungsfähiger, flexibler, weiterbildungsinteressierter, weniger unfall- und krankheitsanfälliger, positive Eigenschaften , die eher Älteren zugeschrieben werden= loyal, zuverlässig, gewissenhaft, konstanter in ihren Leistungen, die tatsächlichen Leistungen sind interessanterweise unabhängig vom Alter. Stereotype spiegeln sich auch im Verhalten wider: Ältere Arbeitskräfte werden bei Anstellung, Beförderung, Förderung, Weiterbildung benachteiligt. → liegt am Stereotyp Alter + Altersassoziation für bestimmte Jobs. "Pizza ausliefern = jung, Management = alt" wobei für die "älteren" prestigereichen Jobs durchaus auch jüngere Bewerber und Bewerberinnen ausgewählt werden, weil : ambitioniert und ehrgeizig. Chancen des demografischen Alterns Ausbau eines Markts von altersgerechten Produkten und Marketing (nicht nur Gesundheits- und Pflegemitte, sondern auch Informationstechnologien u.ä. auch Seniorenwirtschaft oder Silberwirtschaft genannt) von wohlhabenden und gut gebildeten Babyboomgenerationen bedient. → schafft Arbeitsplätze und Umsatz Gruppe der älteren Menschen wird zunehmend heterogener → (Pluralisierung im Alter, B= arm vs reich)→ bietet Chancen für unterschiedlichste Produkte und Dienstleistungen. Potenzial = altersgerechte Wohnen , Gebrauch von Informationstechnologien (zur Kommunikation, oder für Gesundheitsfragen und -überwachungen) bei älteren Menschen. "Ambient Assisted Living" : durch Verbindung von Wohnkonzepten, Technik und Dienstleistung soll älteren Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben ermöglichen. Potenzial für gemeinnütziges, ehrenamtliches und soziales Engagement. Idee = neue Kultur aus generationsübergreifender Solidarität und Zusammenarbeit etablieren. Kontakthypothese= ein Miteinander kann helfen, vorherrschende Stereotype und Vorurtele im gegenseitigen Kontakt auszuräumen. ehrenamt stärkt das psychische Wohlbefinden und die Gesundheit. vor allem von sozial schwächeren Gruppen wie Älteren. Interventionen strukturelle Förderung von Forschungsprojekten, Integrationsmögl., und Interessenvertretungen vorangetrieben. Naheliegend = Informationsvermittlung um falsche Vorurteile auszuräumen. Simulationsübungen: "Watte in den Ohren, unpassende Brille, professionelle Altersanzüge"→ Kritik = simulation verängstigt, dadurch ablehnend-verweigernd, adäquate, nicht herabsetzende Kommunikation mit älteren Menschen kann trainiert werden. Exemplarisch = europäische Projekt für regionale Entwicklung: "CIB- Cities in Balance, Active Cities for all Ages" unter Leitung der FU-Hagen zehn Partnerstädte: Deutschland, GB, BL, NL gefördert von INTERREG IVB-Programm für Nordwesteuropa. Hauptziel = Entwicklung und Optimierung innovativer Strategien um ältere Menschen zu aktivieren, integrieren, sozialen Zusammenhalt + ausgewogene Alterstruktur fördern. + wirtschaftliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Seniorentreffpunkte (Silver Hubs), Arten von zentren : Gebaute Zentren: Virtuelle Zentren: leicht zugängliche Internetangebote Dynamische Zentren:Einzelpersonen oder Gruppen die innerhalb eines Netzwerks seniorenrelevante Angebote vorantreiben oder unterstützen. Erfolgsfaktoren: bei der Planung: Zeit, gute Zusammenarbeit, Akzeptanz, gutes Konfliktmanagment, frühzeitiges sicherstellen der Nachhaltigkeit. für gebautes Zentrum: gute Erreichbarkeit, barrierefreier Standort, mit vielseitig Nutzbaren Räumlichkeiten für ein virtuelles Zentrum: professionelle Gestaltung → Rücksicht auf Altersbedürfnisse beim Betreiben: gute Werbung: verständlich, vertrauenswürdig, transparent, auf Zielgruppe abgestimmt Fähigkeit und Motivation zur Nutzung durch Zielgruppe, v.a. Aufbau der Medienkompetent und Abbau der Ängste bei virtuellen Zentren. Akzeptanz im Umfeld durch respektvollen und wertschätzenden Umgang,sowohl gegenüber den Älteren als auch gegenüber den ehrenamtlichen Kräften. Funktionalität: passende Öffnungszeiten, aktuelle Angebote in gebauten Zentren, leichte Naviagation, gute, aktuelle Informationsdichte in virtuellen Zentren. zweites Element des Lehrbuches "Werden sie Altersexperte": Interventionen zur Seniorenintegration: Einbinden älterer Menschen in ehrenamtlichen Tätigkeiten , generationsübergreifende Projekte, Mentoringprogramme Beispiele = generationsübergreifende Technikschulungen, Entlastung und psychische Betreuung von Älteren , die selbst andere PErsonen (z.B. Familienangehörige) pflegen. Finanzberatung zur Bekämpfung der Altersarmut. wichtig= zu ehrenamtlichen Engagement zu motivieren , Hervorhebung wichtiger Vorteile = Umsetzen persönlicher Wertvorstellungen, Zugehörigkeit zur Gemeinschaft und die Erweiterung der eigenen Kompetenzen) , Anti-Stress-Trainings, deutliche Anerkennung und Wertschätzung drittes Element: Seniorenwirtschaft. Handwerkerinnen und Handwerker in Schulungen mit den Möglichkeiten und Fähigkeiten für barrierefreies Bauen ältere Menschen zur Gründung eines eigenen Unternehmens angeregt + beraten. Arbeitskreise mit Vertretern aus Pflegefirmenm Bildungseinrichtungen und anderen lokalen Organisationen zur Ressourcenbündelung und Zusammenarbeit gegründet.
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